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Wasser

Dr.-Ing. Stefan Schildbach, Wassertechnische Abteilung der VLB, stellte in seinem Vortrag auf der VLB-Oktobertagung 2002 empirische Vorgehensweisen bei der Wassereinsparung in der Brauerei am Beispiel von Regenerationswässern aus der Wasseraufbereitung vor.

In Brauereien sind die Prozesswasserbehandlung (Abwasser) sowie die Unterbringung von Reststoffen wie Hefe, Treber, Stäube und andere zu einem Problem bzw. bedeutenden Kostenfaktor geworden. Andererseits steigen die Kosten für Energie und Frischwasser. Ein neuartiges Anaerob/Aerob-Verfahren, das so genannte FFF-Verfahren zur "Fest-Flüssig-Fermen-tation", reinigt die Prozesswässer unter Beigabe der erwähnten Reststoffe wirtschaftlich bis nahe an Reinwasserqualität bei nicht unerheblicher Energieerzeugung.


Dieses stets aktuelle Thema stellte auf der VLB-Oktobertagung 2002 in Berlin einen Schwerpunkt dar. Dr. rer. nat. Alfons Ahrens, Leiter der Wasserwirtschaftlichen Abteilung der VLB, steckte in seinem Vortrag den Rahmen für betriebliche Maßnahmen zur Wassereinsparung, Aufbereitung und Wiederverwendung des Abwassers ab.


Eine Möglichkeit zur systematischen Erfassung des Wasserverbrauchs in der Braustätte Feldschlösschen, Braunschweig, der Holsten-Gruppe stellten Siegfried Hanisch, Abteilungsleiter Betriebstechnik, und Dr. Andreas John, JohnsonDiversey Deutschland GmbH & Co. OHG, Mannheim, auf der VLB-Oktobertagung 2002 vor. Die Brauerei Feldschlösschen ist eine Sortimentsbrauerei mit 14 Sorten Bier in 15 verschiedenen Gebinden mit einem Gesamtausstoß von 1,5 Mio. hl/a. Das bevorzugt eingesetzte Gebinde (60% ) sind jedoch Getränkedosen. Als sehr positiv schätzte Hanisch die regelmäßigen Betriebsvergleiche innerhalb der Holsten-Gruppe ein. Wichtige Kennzahlen werden dabei verglichen und diese Benchmarks zeigen vorhandene Einsparpotenziale auf..


Zur Anregung und Motivation der tatsächlichen Umsetzung werden in der Broschüre "Wirtschaftliche Maßnahmen und Technologien zur Wassereinsparung in der Lebensmittelindustrie: Getränkeherstellung, Milch- und Fleischverarbeitung" Vorgehen und Maßnahmen sowie eine Technologieübersicht zum Wassermanagement adäquat für technisch verantwortliche Personen in der Lebensmittelindustrie dargestellt.
Weiterhin sind für die drei Schwerpunkte - Getränkeherstellung, Milch- und Fleischverarbeitung - je zwei repräsentative und realisierte Verfahren beispielhaft dargestellt. Im Anhang ist ein Anbieterverzeichnis für den entsprechenden Anlagenbau - Planung und Beratung mit ihren jeweiligen Referenzbereichen und ihrem Leistungsspektrum abgedruckt. Kontakt Tel. 02324/5991-23, E-Mail: b.de.


Die Broschüre "Wirtschaftliche Maßnahmen und Technologien zur Wassereinsparung in der Lebensmittelindustrie: Getränkeherstellung, Milch- und Fleischverarbeitung" bietet eine Technikübersicht über die Verfahren zur Aufbereitung und Behandlung von Prozesswasser. Nachfolgend wird dieser Teil auszugsweise widergegeben. Die Maßnahmen und Vorgehensweise für die Abwasseraufbereitung sind immer auf den Einzelfall abgestimmt. Sie hängen ab von - Zusammensetzung und Höhe der Fracht; - Gleichmäßigkeit von Fracht und Volumenstrom - dem gewünschten Aufbereitungsziel - Indirekteinleitung - Direkteinleitung - Wiederverwendung als Betriebswasser (vorzugsweise mit Trinkwasserqualität) auszuwählen und aufeinander abzustimmen sind. ...


Über das Thema Wasser und Abwasser und mögliche Einsparpotenziale referierte anlässlich des Technologischen Seminars 2002 in Weihenstephan Armin Koller vom Lehrstuhl für Technologie der Brauerei II.

Der Frischwasserverbrauch in der Brauerei liegt derzeit abhängig von den betrieblichen Gegebenheiten bei unter 4 bis um 10 hl pro hl Bierproduktion.

Wirtschaftliche Aspekte
Das Kostensenkungspotenzial durch Wassersparen liegt auf der Hand. Unter den derzeit gültigen ökonomischen Rahmenbedingungen in Deutschland ergeben sich folgende Kosten:
- Frischwasserverbrauch: ca. 12 500 m³/a:
Kosteneinsparung/a: (z.B. 1,80 EUR/m³) ca. 22 000 EUR;
- Abwasser (ohne Starkverschmutzerzuschlag):
Kosteneinsparung/a: (z.B. 2 EUR/m³) ca.
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Die zum Thema "Berücksichtigung abzugsfähiger Wassermengen bei der Abwassergebührenberechnung" von der ATV im Jahre 1987 durchgeführte Fragebogenaktion ist im Jahr 1999 mit Mitteln des Forschungsfonds von ATV-DVWK und GFA wiederholt worden. Neben Hinweisen auf die aktuelle Rechtsprechung wird ein Umfrageergebnis zur Absetzung von Wassermengen in verschiedenen Branchen tabellarisch aufgeführt und es wird auf wesentliche Veränderungen gegenüber dem früheren Arbeitsbericht hingewiesen.

1. Veranlassung
Die Abwassergebührenerhebung richtet sich im Allgemeinen nach der Menge des bezogenen Frischwassers. In vielen Industrie- oder Gewerbebetrieben werden entnommene Wassermengen jedoch aus verschiedensten Gründen (siehe Abschnitt 3.2. Ähnliches tritt im Privatbereich auf, wie z.B....


Nach einer Studie von NUS Deutschland GmbH, Düsseldorf, führt Deutschland bei den Wasserpreisen mit 3,46 DM/m3 weltweit vor Dänemark mit 3,11 DM/m3 (+ 8,5%) und Großbritannien mit 2,49 DM/m3 (+ 6,5%). Am billigsten ist das Wasser in Europa in Schweden mit 1,05 DM/m3 (+ 13,5%), in Finnland mit 1,21 DM/m3 und in Spanien mit 1,22 DM/m3 (+ 6,0%).


"Das Prinzip aller Dinge ist das Wasser; aus Wasser ist alles und ins Wasser kehrt alles zurück"
Thales von Milet (625 - 545 v. Chr.)

Im Jahr 1995 waren noch 92% der Weltbevölkerung ausreichend mit Trinkwasser versorgt, während für 3% Wassermangel (<1000 m3 Frischwasser/Einwohner und Jahr) und für 5% der Weltbevölkerung Wasserknappheit (<1700 m3 Frischwasser/Einwohner und Jahr) herrschten (1). Für das Jahr 2050 wird prognostiziert, dass infolge des Bevölkerungswachstums nur noch 58% der Weltbevölkerung über genügend Frischwasser verfügen werden, während bereits 18% unter Wassermangel und 24% unter Wasserknappheit leiden. Gegenwärtig gehört die Bundesrepublik Deutschland noch zu den Staaten, in denen im Allgemeinen genügend Trinkwasser verfügbar ist.B.B. 4).
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Die Wasserwirtschaft in Deutschland steht vor dem Umbruch. Die Diskussion um eine Liberalisierung der Wasserversorgung läuft bereits seit 1999 unter der Federführung des Bundeswirtschaftsministeriums.
Die Europäische Kommission hat am 20. September 2000 eine Mitteilung "Leistungen der Daseinsvorsorge" verabschiedet, die zwar rechtlich unverbindlich ist, aber doch aufzeigt, wie man sich zukünftig die öffentliche Wasserversorgung in Europa vorstellt.
Eine Liberalisierung im Hinblick auf sinkende Wasserpreise wäre gerade für wasserintensive Betriebe wie Brauereien wünschenswert. Wie Pressemeldungen der National Utility Services (NUS) belegen, ist Deutschland mit 3,46 DM/m³ weltweit an der Spitze bei den Wasserpreisen angesiedelt. Sitzung am 10.
Literatur.