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Reststoffe
Junge Frau legt verschiedene Varianten von Hopfen-Biomasse-Paneelen auf dem Boden aus

Akustikpaneele | Was wäre, wenn Bauprodukte nicht länger auf Primärrohstoffen und energieintensiven Bindemitteln basieren müssten, sondern auf regionalen Reststoffen mit inhärenten funktionalen Eigenschaften?

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Hefezellen mit Sprossnarben unter dem Rasterelektronenmikroskop (Quelle: Wikimedia, Mogana Das Murtey und Patchamuthu Ramasamy/CC BY 3.0)

Ressourceneffizienz | Die Brauwirtschaft steht vor vielfältigen Herausforderungen: steigende Energie- und Rohstoffkosten, verschärfte gesetzliche Vorgaben sowie wachsende Anforderungen von Handel und Verbrauchern an nachhaltige Produktionsprozesse. Vor diesem Hintergrund gewinnt Ressourceneffizienz zunehmend an Bedeutung. Insbesondere die Nutzung von Nebenströmen wie Bierhefe und Biertreber, die bei der Bierherstellung anfallen, eröffnet Möglichkeiten, Prozesse effizienter und umweltverträglicher zu gestalten.

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André Henning und Karsten Gödicke schütteln sich vor einem Zweiwalzentrockner die Hände

Up-Cycling | Im Jahr 2023 lag der durchschnittlich Bierkonsum in Deutschland bei 88 Liter Bier im Jahr pro Kopf, so statista.com. Damit ist Deutschland eines der biertrinkfreudigsten Länder Europas. Dennoch trügt der Schein, der Bierkonsum ist seit Jahren rückläufig. In Zeiten, in denen Alkoholverzicht für viele Konsumenten immer wichtiger wird, müssen sich auch Brauereien umschauen und neue Geschäftsfelder erschließen. Der nachfolgende Beitrag beleuchtet eine Kooperation der Tremonis GmbH in Dortmund und der Zettl GmbH, München, bei der Bierhefe zu Futtermittel veredelt wird.

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Gruppenfoto ProteinDistillery

Bierhefe | Die Herausforderungen der Braubranche erfordern innovative Geschäftskonzepte. Eine Wiederverwertung von Neben­strömen birgt vielversprechendes Umsatzpotenzial. Das Start-up ProteinDistillery setzt auf einen neuartigen Ansatz, um auch aus Bierhefe vegane Proteine für den Lebensmittelmarkt herzustellen.

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'Ceresal | Das Schweizer Start-up Upgrain AG, Hersteller von Upcycling-Produkten aus Biertreber, hat mit der Ceresal GmbH, einem auf den Vertrieb von pflanzlichen Zutaten und Rohstoffen spezialisierten Unternehmen, eine exklusive Vertriebspartnerschaft für den Raum Deutschland und Österreich geschlossen. Die Vertriebsvereinbarung bezieht sich auf neue und innovative Produkte aus Biertreber auf Gerstenbasis.

Energie/Umwelt
Blick auf eine Biogasanlage hinter unbewirtschaftetem Acker (Foto: Jan Nijman auf Pixabay)

Reststoffverwertung | Bier ist in vielerlei Hinsicht ein besonderes Getränk – es hat eine lange Geschichte und ist mit viel Tradition behaftet. Die Herstellung ist besonders energieaufwendig, was in Zeiten von Energiekrise und Klimawandel eine schwierige Situation darstellt. Hinzu kommt, dass CO2 mittlerweile zu einer wertvollen Ressource geworden ist. Auch eine weitere Herausfor­derung für den Brauprozess wird immer größer: Wasser als wichtiger Rohstoff und Betriebsmittel wird vielerorts immer knapper.

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Biertreber

Aufbereitung | Bislang wird der Treber einer Brauerei überwiegend als Tierfutter verwertet. Zeitgemäß wäre jedoch die Gewinnung und Vermarktung seiner wertvollen Inhaltsstoffe wie Proteine, Polyphenole oder diätetische Fasern. Besonders geeignet für diese Aufgabe ist das neu entwickelte Verfahren der Kavitations-Gegenstromextraktion, das im nachfolgenden Artikel vorgestellt wird.

Energie/Umwelt
Von links: Christoph Kämpf, Niek Altena (Foto: Karmeliten Brauerei)

Biomassereaktor | Bei der Karmeliten Brauerei, Straubing, wurde 2013 mit dem Bau eines neuen Kaskaden-Sudhauses das Zukunftsprojekt der „energieautarken Brauerei“ begonnen. Ange­stachelt durch die ersten Energiesparerfolge entstand die Idee, die gesamte Brauerei weitestmöglich auf einen energetisch unabhängigen Betrieb umzustellen. Mitte 2022 – Bericht über die Einweihung in BRAUWELT Nr. 20, 2022, S. 481 – fand das Projekt mit der Inbetriebnahme einer eigenen Biogasanlage vorerst seinen Abschluss.

Energie/Umwelt
Entwicklerduo Prof. Waldemar Reule und Dr. Rainer Gottschalk, Dr. Ralph Schneid und Dirk Hämling, beide Steinecker GmbH, Josef Geh, Technischer Direktor Ustersbacher Brauerei, und Brauereiinhaberin Stephanie Schmid (v.li.)

Phoenix BMC | Die im Brauprozess anfallenden Reststoffe stellen in den meisten Betrieben ein eher lästiges Entsorgungsthema dar. Dabei wäre eine weitere Verwertung dieser Biomasse eigentlich seit längerer Zeit möglich und sinnvoll. Speziell die energetische Nutzung in einer Biogasanlage würde die Brauereien in ihrer Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen entlasten. Dafür müssen aber Investitionen in eine Biogasanlage und ein Blockheizkraft­werk oder eine Kesselanlage getätigt werden. Dies war in der Vergangenheit bedingt durch die weltweit sehr niedrigen Energie­kosten nicht sehr lukrativ.

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