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BRAUWELT 13-2026

EDITORIAL - Hopfen und Malz – das Klima erhalt's

Der Sommer hat Einzug gehalten und mit ihm der Blick auf die Getreidefelder und Hopfengärten, die auch 2026 wieder den ungewöhnlichen (oder doch mittlerweile schon gewohnten?) Wetterbedingungen Stand halten müssen. Das wird für so manch’ neue Herausforderung sorgen. Daher schauen wir heute nochmal genauer auf die verschiedenen Rohstoffe.

Braugerste – Selbst der DBMB-Braumeistertag in Magdeburg kam nicht am Thema vorbei, wurde doch Dr. Stefan Hör dort mit dem Dr. Sarx-Gedächtnispreis ausgezeichnet. Er hielt den Festvortrag zu „Klimabedingten Qualitätsschwankungen von Braugerste“. Was sonst noch dort passierte, haben wir ab Seite 449 zusammengefasst. Ab Seite 458 finden Sie dann die Ergebnisse des Berliner Programms zur Ernte 2025, die Dr. Jennifer Schneiderbanger und Co, BGT, Weihenstephan, zusammengestellt haben. Das Programm bewertet neue Braugerstensorten auf ihre Braueignung. In diesem Jahr erhielten gleich zwei Sorten die begehrte Verarbeitungsempfehlung. Weiter geht’s mit der Qualitätskontrolle: Ramūnas Berkmanas vom litauischen Unternehmen GrainODM stellt mit „Moderne Getreidekontrolle: KI gegen fünf Laboranten“ eine Studie vor, die zeigt, wo KI im Vergleich zur Beurteilung von Getreideproben durch den Menschen steht (ab Seite 466).

Hopfen – Auch der Hopfen hat mit dem Klima zu kämpfen, weswegen nicht nur in Deutschland, sondern auch in Tschechien an trockenheitstoleranten Hopfensorten geforscht wird (ab Seite 469). Zudem sinkt mit dem Bierkonsum die Anbaufläche (Seite 450), während gleichzeitig nach neuen Einsatzmöglichkeiten gesucht wird. Schon vor Jahren hat der Hopfenwirkstoff Xanthohumol ob seiner Eigenschaften für großes Interesse gesorgt. Jetzt hat sich Dr. Alicia Muñoz, BarthHaas, Nürnberg, im Zusammenhang mit alkoholfreien Produkten nochmal damit befasst (ab Seite 463).

Alternative Hefe – Werfen wir noch einen kurzen Blick auf „Zygosaccharomyces bailii in der Brauerei“, so der Titel des Beitrages von Fotini Drosou et al. von der Universität West Attika, Athen, Griechenland: Diese Nicht-Saccharomyces-Hefe galt früher klar als Bierverderber, erhält heute aber eine zweite Chance, da ihre Aromabildung für bestimmte Biere spannend ist und so zur Produktdifferenzierung beitragen kann (ab Seite 474).

Alternativprogramm – Wem das nun zu viel geballtes Rohstoff-Wissen ist, dem sei zur Abwechslung der aktuelle Podcast „Bier & Bytes“ auf www.brauwelt.com empfohlen. Mit Henning Meyer von Kontor-N GmbH & Co. KG, Bremen, sprechen wir über die „Digitalisierung in Brauereien – Was tun, um jetzt nicht den Anschluss im Markt zu verlieren?“ Einen schönen Sommer wünscht

Autoren
  • Lydia Junkersfeld