Unabhängigkeit | Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit sind in der Braubranche unerlässlich geworden. Die CO2-Rückgewinnung hat dabei besonderes Interesse geweckt. CO2 ist ein wichtiger Bestandteil von Bier, und angesichts der jüngsten CO2-Knappheit und steigenden Kosten suchen Brauereien nach intelligenteren, kostengünstigeren und umweltfreundlicheren Lösungen, um ihre Versorgung zu sichern. Dieser Artikel stellt anhand eines Fallbeispiels und realen Daten einer französischen Brauerei die wirtschaftliche Machbarkeit der CO2-Rückgewinnung für kleine und mittelständische Brauereien vor.
Wärme- und Kältedämmung | Auf Oberflächen, die kälter als die Umgebungsluft sind – Rohrleitungen, Tanks, Armaturen – entsteht Kondensat. In Gär- und Lagerkellern ist dies Alltag: Prozesstemperaturen zwischen 0 °C und 15 °C treffen auf Raumluft von 15 – 20 °C. Brauereien nehmen dies bislang als naturgegeben hin.
Neumarkter Lammsbräu | Das Viertel-Jahrhundert ist voll, 2026 verleiht die Neumarkter Lammsbräu zum 25. Mal den Preis für Nachhaltigkeit. Für den Wettbewerb 2026 hat die Bewerbungsphase nun begonnen.
Logistikzentrum | Die Brauerei zum Kuchlbauer wurde mit dem Bayerischen Klimaschutzpreis 2025 ausgezeichnet. Das Weissbier-Quartier ist das erste klimapositive Logistikzentrum Bayerns und eines der ersten in Europa. Es zeigt, wie Gebäude zu Energie-Lieferanten werden, versiegelte Flächen mit Grün kompensiert und gleichzeitig attraktive Arbeits- und Lebensräume für Mensch und Natur geschaffen werden.
Wärmeversorgung | GEA ist offizieller Partner des EU-Projekts „Exquisheat“. Das auf drei Jahre angelegte, von der EU finanzierte Projekt zielt darauf ab, die Dekarbonisierung der europäischen Lebensmittel- und Getränkeindustrie durch die Entwicklung standardisierter Wärmepumpenlösungen zu beschleunigen.
Energiekonzept | Die Bio-Brauerei Schinkels Brauhaus zeigt, wie sich handwerkliche Braukunst und moderne Energiekonzepte erfolgreich verbinden lassen. Das Unternehmen im nordhessischen Witzenhausen hatte im Sommer 2023 eine Photovoltaikanlage mit 104 Glas-Glas-Modulen von Solarwatt auf dem eigenen Brauereidach installieren lassen.
Fuhrpark | Der Bio-Pionier Neumarkter Lammsbräu hat seinen ersten E-LKW übernommen: Ein eActros 300 von Daimler-Benz ist seit kurzem in und um Neumarkt unterwegs und ersetzt einen Diesel-LKW. Damit geht Lammsbräu den nächsten Schritt beim klimafreundlichen Umbau seines Fuhrparks.
Praxisorientiert | Am 12. November 2025 kamen die Mitglieder des „Energieeffizienz-Netzwerks in bayerischen Brauereien und Molkereien“ bei der Malzfabrik L. Wurm GmbH & Co. KG in Pappenheim zum 9. Netzwerktreffen zusammen.
Erfahrungen aus Dänemark | Die Brauwirtschaft in der EU steht vor großen Herausforderungen: steigende Energiekosten, gefährdete Wertschöpfungsketten, ehrgeizige Klimaziele, die Dekarbonisierung der Industrie und wachsende Kundenanforderungen. Seit dem 1. Juli 2025 führt Dänemark den Vorsitz im Rat der Europäischen Union – ein passender Anlass, um Erfahrungen zu teilen und Wissen auszutauschen. Besonders beim Thema Energieeffizienz und erneuerbare Wärme zeigt Dänemark, wie Biomasse eine wirtschaftliche und CO2-neutrale Alternative zu Gas sein kann. Ein anschauliches Beispiel liefert die Brauerei Vestfyen.
Energieverbraucher steuern | Steigende Energiepreise, schwankende Netzentgelte und neue Anforderungen an Nachhaltigkeit zwingen Brauereien dazu, ihren Energieverbrauch strategisch zu hinterfragen. Dabei liegt oft gerade in kleinen, kontinuierlich laufenden Prozessen ein bislang unterschätztes Potenzial zur wirtschaftlichen und netzdienlichen Optimierung – wenn man sie intelligent vernetzt und systematisch steuert.
Partnerschaften nutzen | Am 25. Juni 2025 fand im Königlich Dänischen Generalkonsulat in München das „Innovationsforum: Lösungen für die nachhaltige Lebensmittel- und Getränkeindustrie“ statt. Organisiert wurde es von der SIA, eine dem dänischen Außenministerium angegliederte Institution, die sich mit vollem Namen „Sustainable Industries Advisory“ nennt und sich zum Ziel gesetzt hat, Prozesse neu zu gestalten, nachhaltig zu wirtschaften und dabei die enge Partnerschaft zwischen Deutschland und Dänemark zu nutzen. Die BRAUWELT wollte wissen, was genau dahintersteckt, und hat beim SIA-Teamleiter Jan Larsen und Berater Gustav Arnt Juul nachgefragt.
Empfehlungen für Energieeinsparungen | „Wir wissen, dass wir unsere Effizienz erhöhen und unsere Verbräuche reduzieren müssen. Wir wissen allerdings nicht so recht, wo wir anfangen sollen. Wir wollen nicht am falschen Ende investieren.“ So oder so ähnlich mag es vielen, vor allem kleinen und mittelständischen Brauereien gehen, bei denen die technische Leitung nicht selten auch die Produktionsleitung und weitere Aufgaben übernimmt.
Dänisch-deutsche Wirtschaftsförderung | Prozesse neu gestalten, nachhaltig wirtschaften und dabei die enge Partnerschaft zwischen Deutschland und Dänemark nutzen – das war und ist das erklärte Ziel des „Innovationsforums: Lösungen für die nachhaltige Lebensmittel- und Getränkeindustrie“, das am 25. Juni 2025 im Königlich Dänischen Generalkonsulat in München stattfand.
Gerolsteiner | Die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu beschränken: Diesem Ziel des Pariser Klimaabkommens aus dem Jahr 2015 hat sich auch der Gerolsteiner Brunnen angeschlossen und sich vorgenommen, seine Emissionen am Standort bis 2030 im Vergleich zu 2016 um 59 Prozent zu senken.
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