Hand hält Weißbierglas (Foto: Thomas auf Pixabay)

Gemischte Ergebnisse | Nach den Angaben des Deutschen Brauer-Bundes stellen zurzeit rund 1500 deutsche Brauereien 7500 einzelne Biermarken her. Pils ist noch immer die beliebteste Sorte und steht für ca. die Hälfte des Marktes. Das Helle ist weiter auf dem Vormarsch, alkoholfreie Biere und Biermischgetränke bleiben populäre Varianten mit Potenzial. Aber auch diese Sparte, die an sich so gut aufgestellt ist, ist vor Unbill nicht sicher – wie die letzten vier Jahre in unterschiedlichen Ausprägungen gezeigt haben.

Nigeria, eine der größten Volkswirtschaften Afrikas, erlebt derzeit die schlimmste Wirtschaftskrise seit fast 30 Jahren. Der Biermarktführer Nigerian Breweries (NB) hat einige harte Jahre hinter sich. Aus dem Jahresabschluss 2023 floss viel rote Tinte, und kürzlich musste NB den Betrieb in zwei seiner neun Brauereien einstellen.

Auf der grünen Insel ist es bekanntermaßen schwierig, eine Baugenehmigung zu erhalten. Der Spirituosenkonzern Diageo, Eigentümer der Marke Guinness, war vielleicht etwas zu optimistisch, als er 2022 ankündigte, seine neue 2 Mio hl große und 200 Mio EUR teure Brauerei würde bereits 2024 an den Start gehen.

Mit einer Investition von 39 Mio GBP will Heineken in diesem Jahr 62 seiner Pubs wiedereröffnen, die in den letzten Jahren geschlossen wurden, und etwa 600 weitere Kneipen renovieren, so die BBC. Bevorzugt sollen Pubs in den Vororten der Städte aufgehübscht werden, da auch im UK immer mehr Menschen im Home Office arbeiten.

Heineken will mit seiner Ladenkette Six weiter expandieren und wird in diesem Jahr 1000 neue Läden eröffnen. Mit über 17.000 Minimärkten, u. a. auch im Franchise, bietet Six Waren des täglichen Bedarfs und Biere von Heineken. Der Wettbewerb mit dem Marktführer unter den Convenience Stores, Oxxo (im Besitz von Femsa), der 2023 über 23.000 Verkaufsstellen hatte, dürfte sich verschärfen.

Der Markt für Craft Bier ist derzeit schwierig und die Zahl der Insolvenzen steigt. Doch die Private-Equity-Gruppe Breal glaubt, dass sich die Lage bald bessern und der Absatz von Craft Bier wieder nach oben gehen wird. Seit dem letzten Jahr hat Breal vier Pleite-Brauereien im Rahmen von „Roll-up“-Akquisitionen übernommen, um sie zu sanieren, konsolidieren und ein größeres, wettbewerbsfähigeres Unternehmen zu schaffen.

Nahaufnahme einer Mineralwasserflasche mit Glas (Foto: congerdesign auf Pixabay)

Sinkender Absatz | Vor ziemlich genau einem Jahr berichteten wir an dieser Stelle, dass die Branche das Vorjahr mit einem dicken Plus bei Absatz und Umsatz beendete und man nun aufatmen könne. Die aktuellen unerfreulichen Rahmenbedingungen des Krieges in der Ukraine waren bereits präsent. Inflation, Kauf­zurückhaltung und explodierende Kosten gehörten zum Alltag –­dennoch konnte wohl niemand ahnen, wie sehr die Getränke­branche erneut gebeutelt werden würde.

Bierglas im Biergarten (Foto: Raphael Bernhart auf Unsplash)

Weiter im Krisenmodus | Mit dem Erholungsjahr 2022 kehrte die Hoffnung auf Normalität zunächst zurück. Doch der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine änderte das Leben nicht nur in den kriegsgebeutelten Gebieten. Steigende Preise, zurückhaltende Konsumenten und explodierende Kosten für Produktion und Energie sind einige der hinlänglich bekannten Symptome – wenngleich diese marginal erscheinen angesichts des tatsächlichen Kriegsgeschehens.

Aktienkurse auf einem Laufdisplay (Bild: Tyoer Easton auf Unsplash)

Geschäftsklimaindex | Die vom ifo-Institut veröffentlichten Zahlen für das 1. Quartal 2024 lassen erkennen, dass die Stimmungslage in den Chefetagen der befragten Brauereien, wie schon in allen Quartalen von 2023, unverändert leicht unterkühlt ist.

Mehrere kleine rote Papierstreifen mit der Aufschrift „Sale“ (Foto: Tamanna Rumee auf Unsplash)

Der Gewinner der Auktion für die Anchor Brewing Company sollte eigentlich Ende Januar bekannt gegeben werden, aber die Sache zieht sich hin. Jetzt soll der Sieger Ende April verkündet werden.

Schild mit der Aufschrift „BIER!“ auf dem Dach eines Hauses (Foto: Lance Anderson auf Unsplash)

Der National Beer Day, am 7. April begangen, erinnert an den Auftakt zum Ende der Prohibition. Doch in diesem Jahr feierten mehr Amerikaner als je zuvor mit einem Modelo Bier oder sogar einem alkoholfreien Bier.

Zwei Personen erledigen Papierarbeit, während sie an einem Schreibtisch stehen (Foto: Romain Dancre auf Unsplash)

In einer Zeit, in der die Anwendung von Konkurrenzverboten zunehmend eingeschränkt wird, ist Boston Beer (Samuel Adams, Truly Hard Seltzer) wegen der strikten Durchsetzung dieser Klauseln ins Rampenlicht geraten. Obwohl vielerorts legal, hat diese Praxis eine Debatte über das Gleichgewicht zwischen dem Schutz von Unternehmensinteressen und der individuellen Freiheit der Arbeitsplatzwahl ausgelöst.

Blaue Budweiser-Dose schwimmt auf dem Wasser (Foto: Brian Yurasits auf Unsplash)

Man sollte meinen, dass ein Jahr nach der unheilvollen Zusammenarbeit zwischen Bud Light und einer Transgender-Aktivistin die ganze Angelegenheit vergessen wäre. Von wegen.

Flaschen in einer Abfüllanlage

Umweltbundesamt | Vor dem Hintergrund der im deutschen Verpackungsgesetz festgehaltenen Zielvorgabe von 70 Prozent Mehrweganteil bei Getränkeverpackungen meldet das Umweltbundesamt (UBA) jährlich die Mehrweg-Anteile der Getränkesegmente Bier, Wasser, Erfrischungsgetränke und alkoholhaltige Mischgetränke.

Nahaufnahme Bierglas (Foto: YesMore Content auf Unsplash)

Der wahre Biermarkt 2023 | Das alkoholfreie Bier hat die Herzen der Biertrinker erobert. Bester Geschmack, wenige Kalorien, hohe Qualität und eine große Auswahl an Sorten und Varianten kennzeichnen heute die Biere, die mittlerweile fast jede Brauerei im Portfolio hat. Sorgenfreier, gesunder Genuss, der in der modernen Gesellschaft angekommen ist. Im schon seit langem rückläufigen Markt gelang es den Alkoholfreien, fast kontinuierlich an Volumen zu gewinnen. Doch konnte die Kategorie auch im letzten Jahr ihre positive Entwicklung fortsetzen?

Person vor Laptop (Bild: Rawpixel auf Unsplash)

VDGE | Die dem Verband des Deutschen Getränke-Einzelhandels e.V. angeschlossenen 25 operativ tätigen Mitglieder erzielten 2023 einen Gesamtumsatz in Höhe von 2,820 Mrd EUR und haben damit trotz reduzierter Marktanzahl (minus 30 Getränkefachmärkte) das gute Umsatzergebnis des Vorjahres nominal um plus 1,5 Prozent steigern können.

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