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Markt

Das Konzept ist nicht neu. Amerikas größte Supermarktkette Kroger hat bereits 2015 mit der Installation von Craft Bier-Zapfhähnen in seinen Läden begonnen. Aber die Supermarktgruppe Asda (rund 600 Filialen) ist die erste in Großbritannien, die Craft Bier vom Fass zum Mitnehmen probiert.

Jetzt also „harter Tee“ (alkoholischer Eistee) für AB-InBev. Am 15. November 2021 übernahm der weltgrößte Brauer den Hard Tea-Hersteller Hoop Tea aus Maryland. Geründet 2014, ist das Unternehmen bekannt für seine alkoholischen Eistees (4 Vol.-%), die in Dosen und Schläuchen, oder neudeutsch Quetschies, vertrieben werden.


Im Getränkesektor soll sich ein Milliarden-Deal anbahnen. Angeblich will der Red Bull-Rivale Monster mit dem Bier- und Getränkekonzern Constellation Brands fusionieren.


Kein Wunder, dass Heineken und Distell bei den Wertgrößen etwas wortkarg waren. Die im November angekündigten Deals zwischen Heineken, dem südafrikanischen Wein-, Cider-und Spirituosenkonzern Distell und Namibia Breweries (NBL) sollen einen Getränkekonzern im Wert von 4 Mrd EUR im südlichen Afrika bilden.


Ist es wirklich ein Problem, wer die Bell‘s Brauerei nach dem Verkauf rechtmäßig besitzen wird? Die Nachricht Anfang November 2021, dass Bells Besitzer Larry Bell seine Firma (600 000 hl Bierausstoß im Jahr 2021) an die australische Brauerei Lion verkauft hat, löste nicht die übliche Empörung („Schande über Sie für den Ausverkauf an einen Big Brewer“) aus, die den Verkauf von Craft Bier-Brauereien früher begleitet hat.


In Schweden gibt es nur ein Unternehmen, das Vollbier, Wein und Spirituosen verkaufen darf: Systembolaget. Eigentlich will es der staatliche Monopolist seinen Landsleuten nicht zu leicht machen, Alkohol zu trinken. Doch jetzt bietet die Firma erstmals landesweit einen Lieferdienst an.


Ende Oktober wurde das Brewpub von Stone Brewing in Napa geschlossen, nachdem ein Richter der Räumungsklage von Stones Vermieter stattgegeben hatte. Fast 40 Menschen verloren ihre Jobs.


Waren sie vielleicht zu forsch und zu gierig? Die größte britische Craft Bier-Brauerei BrewDog hat angedeutet, dass sie ihren geplanten Börsengang von 2,1 Mrd GBP (2,5 Mrd EUR) verschieben wird, solange die Gastronomie noch in den Pandemie-Turbulenzen steckt.


Der britische Schatzkanzler Rishi Sunak hat weitreichende Änderungen der Alkoholsteuer angekündigt. Damit sollen Getränke mit geringerem Alkoholgehalt bevorzugt werden. Bei der Ankündigung am 27. Oktober 2021 sagte Sunak, das 380 Jahre alte Alkoholsteuersystem sei „veraltet, kompliziert und voller historischer Widersprüche“.


Große Konzerne sind immer in Bewegung. Jüngstes Beispiel: Nach einer strategischen Überprüfung gab Coca-Cola Europacific Partners (CCEP) bekannt, dass man sich vom australischen Biermarkt zurückziehen werde. Ist das nicht das gleiche Unternehmen, das erst vor knapp einem Jahrzehnt – ebenfalls aus strategischen Gründen – in den Biermarkt eingestiegen war?


Ein plötzlicher Mangel an Paletten hat Supermärkte und Brauereien ins Chaos gestürzt. Einige der größten Brauereien des Landes erwägen, die Produktion um bis zu 50 Prozent zu reduzieren – ein Schritt, der Millionen kosten wird.