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Rohstoffe

Gerstenfeld im Frühjahr

Braugerstenreport Europa | Die Fläche an Sommergerste in Europa wird aktuell als unverändert bis leicht rückläufig eingeschätzt. Zuwächse in manchen Regionen werden mit Einschränkungen in anderen Ländern ausgeglichen. Der Markt geht fast ohne Überhänge und mit sehr festen Preisen für Braugerste in die neue Ernte.

Zehn Jahre harte Arbeit – jetzt konnte endlich gefeiert werden: am 6. Mai 2022 hatte Christoph Kämpf, Geschäftsführer der Karmeliten Brauerei Karl Sturm GmbH & Co. KG, knapp 150 Gäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zur Einweihung und zum Abschluss des Meilensteinprojektes „Energieautarke Brauerei“ nach Straubing geladen.


Trend-Scouting | Walter König, Geschäftsführer der Gesellschaft für Hopfenforschung e.V. (GfH) in Hüll, war Ende Februar 2022 auf Brau- und Informationsreise in den USA. Dabei ging es nicht nur um das Bierbrauen, König hatte noch eine weitere Mission. BRAUWELT-Autor Horst Dornbusch nahm dies zum Anlass, sich mit Walter König in Massachusetts zu treffen und ihn zu seiner Reise zu befragen.


Kraft der Enzyme | Das Malz, der „Körper des Bieres“, kann weit mehr als nur der Hefe vergärbare Zucker und Nährstoffe liefern. Mit Spezialmalzen stellt der Brauer die Farbe des Biers ein, beeinflusst den pH-Wert und bringt unterschiedlichste Aromen ins Bier. In Kombination mit ausgeklügelten Maischeverfahren lassen sich die erstaunlichsten Effekte erzielen. In unserem Dossier: Malz und Maischen haben wir für Sie die aktuellsten Fachartikel zum Thema zusammengestellt.


World Barley, Malt & Beer Conference | Malzindustrie und Braugerstenanbau hängen immens vom Bierausstoß ab. Doch so wie nach den Pandemiejahren 2020 und 2021 war es noch nie: Vollauslastung, Nachfragesog, Preisdruck, Logistikkrise – ganz zu schweigen von den Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konfliktes. Die World Barley, Malt & Beer Conference von RMI Analytics, die Ende März die wichtigsten Vertreter der globalen Lieferkette zusammenbrachte, zeichnete ein differenziertes Bild der Heraus­forderungen und Chancen.


Die Verwendung von Spezialmalzen eröffnet vielfältige Möglichkeiten, nicht nur die Farbe, sondern auch das Aroma und den Geschmack von Bieren zu beeinflussen. Die verschiedenen Malze werden nach der Farbe der Würze klassifiziert, was jedoch keine Rückschlüsse auf das Aroma und den Geschmack dieser Spezialmalze zulässt.


Neuer Analyseansatz | Der Beitrag verschiedener Malzsorten zum Bieraroma wird traditionell mithilfe von Trial-and-Error-­Versuchen ermittelt. Diese Studie untersucht eine neue Analyseme­tho­de, die vielversprechende Ergebnisse bei der Vorhersage spezifischer Aromaeigenschaften untergäriger Biere liefert. Sie basiert auf der Analyse flüchtiger Markerstoffe der zum Brauen verwendeten Malzschüttung; umfangreiche Brauversuche und eine sensorische Bewertung des Bieres sind nicht erforderlich.


Reines Malzschrot | Mit der Dry-Dehusking-Technologie von Bühler können Brauereien steigenden Kosten und schwankenden Rohstoffqualitäten wirksam begegnen. Die Idee, das Malzschrot schon in der Mühle von den Spelzen zu trennen, führt zu einem System, das den Durchsatz des Sudhauses erhöhen, schwankende Malzqualitäten ausgleichen und erhebliche Energieeinsparungen erzielen kann.


Wärmerückgewinnung | Obwohl es höchste Zeit ist, mit dem Verbrennen fossiler Brennstoffe aufzuhören, ist noch keine Mälzerei bekannt, die emissionsfrei produzieren kann. Und das, obwohl je nach Produktionseffizienz und Brennstoff die Vermälzung von Braugerste für einen durchschnittlichen CO2-Fußabdruck von 100 – 350 kg pro Tonne produziertes Malz sorgt (abhängig von der Malzsorte). Die Autoren von Holland Malt aus den Niederlanden stellen hier deshalb das Konzept eines komplett elektrifizierten Darrprozesses unter Verwendung von Großwärmepumpen vor.


Qualitätsbraugerste | Intention des „Berliner Programms“ ist es, neue Qualitätsbraugersten möglichst schnell bezüglich ihrer Verarbeitungsqualität zu bewerten und die Daten der Verar­beitungskette zur Verfügung zu stellen. Damit kann der Züchtungs­fortschritt mit qualitativ hochwertigen und ertragreichen Sorten möglichst zeitnah in der Anbaupraxis umgesetzt werden.


Marktübersicht | In den ersten Monaten des Jahres 2022 steht die Versorgungskette der Braurohstoffe noch immer vor zahlreichen Herausforderungen. Diese haben ihren Ursprung in den vergangenen beiden Jahren, einige sind durch die Pandemie bedingt, andere dagegen basieren auf pandemieunabhängigen Ereignissen. Brent Atthill, geschäftsführender Gesellschafter der RMI Analytics GmbH, die Markteinblicke in die für Brauereien wichtigen Rohstoff-Lieferketten gewährt und eine Vernetzungsplattform bietet, be­schreibt die Lage.