Hopfenpflanzen mit Dolden

Verband Deutscher Hopfenpflanzer | Die Gesamtfläche der deutschen Hopfenanbaugebiete hat sich im Vergleich zu 2022 kaum verändert, wie der Verband Deutscher Hopfenpflanzer in Wolnzach jetzt mitteilte.

Biergläser im Verkostungsraum des Hopfenforschungszentrums in Hüll

Züchtungsfortschritt | Hohe Temperaturen und Trockenheit machen dem Hopfen mittlerweile schwer zu schaffen. Es drohen je nach Sorte hohe Einbußen. Eine Maßnahme, den Folgen des Klimawandels im Hopfenbau zu begegnen, ist der Einsatz klimatoleranter Sorten. Dafür wird in Deutschland, speziell von der Gesellschaft für Hopfenforschung in Hüll, sehr viel Aufwand betrieben, sowohl in finanzieller Form als auch in zeitlicher Hinsicht. Und trotzdem: Die Akzeptanz der neuen Hopfensorten in der Brauwirtschaft ist eher schleppend. Woran liegt das, wollten wir wissen. Gefragt haben wir Walter König, Geschäftsführer der Gesellschaft für Hopfenforschung in Hüll.

Nahaufnahme von Hopfendolden vor unscharfem Hintergrund (Foto: Leopictures auf Pixabay)

Einfluss des Alkohols | Mit der Technik des Dry Hopping (Hopfenstopfen) werden sehr unterschiedliche Bierstile mit sehr verschiedenen Alkoholgehalten gebraut. Dabei ist es unumgänglich, das Verhalten der Hopfeninhaltsstoffe in Abhängigkeit vom Alkoholgehalt nach der Hopfengabe zu kennen, um deren Wechsel­wirkungen zu verstehen und eine gleichbleibende Bierqualität zu gewährleisten. Hierzu wurde eine Pilotstudie mit standardisiertem Verfahren durchgeführt, wobei bei gleichbleibender Dry Hopping-Gabe nur die Alkoholgehalte der Biere von 0,5 – 10,5 Vol.-% verändert wurden.

Blick über einen Hopfengarten im Tettnanger Hopfenanbaugebiet

Das Hopfenanbaugebiet Tettnang wächst im zehnten Jahr in Folge (seit 2014). Die Anbaufläche 2023 steigt um 20 ha (plus 1,3 %) auf nun 1516 ha.

Sommergerstenfeld

Braugersten-Gemeinschaft | Die Braugersten-Gemeinschaft e.V. in München hat jetzt den 1. Saatenstandsbericht für Sommergerste 2023 in Deutschland abgegeben. Auf der Grundlage von Saatgutverkäufen und ersten Schätzungen in den Landesförderverbänden für Braugerste in Deutschland erwartet sie eine Sommergerstenfläche von rund 350 000 ha.

Das Wissenschaftsmagazin BrewingScience begrüßt mit Andreas Gahr nun auch offiziell einen neuen Experten in den Reihen ihrer Gutachtergruppe. Gahr war bereits zuvor bei der Begutachtung von Einreichungen für das Wissenschaftsmagazin BrewingScience als Sonderfachgutachter für den Bereich Hopfen aktiv.

Braugerstenfeld im Frühjahr

Braugerstenreport Europa | Die voraussichtliche Fläche für Sommergerste in Europa wird in diesem Jahr in der Summe etwa auf Vorjahresniveau erwartet. Auffällig ist: Im Herbst ausgesäte Sommergerste gewinnt immer mehr an Bedeutung. Generell sorgt die Einordnung von im Herbst ausgesäter Sommergerste zu uneinheitlichen und schwer einzuschätzenden Prognosen zur Fläche in Europa.

Auswerfen der Gerstenkörner

Neues Verfahren | Um unsere wachsende Weltbevölkerung zu ernähren, brauchen wir mehr Nahrungsmittel, doch uns stehen nur in begrenztem Umfang Landflächen zur Verfügung. Überdies sorgt der Klimawandel für immer stärkere Abweichungen bei der Getreidequalität, die zu Herabstufungen führen und die Lebensmittelsicherheit und Ernährungssicherung gefährden. Eine optimierte Nutzung des auf unseren Feldern produzierten Getreides wird daher künftig immer wichtiger werden und aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit sogar von entscheidender Bedeutung sein.

Gerstenfeld mit Traktorspuren bei bewölktem Himmel (Foto: minka2507 auf Pixabay)

Qualitätsbraugerste | Damit der Züchtungsfortschritt mit qualitativ hochwertigen und ertragreichen Sorten möglichst zeitnah in der Anbaupraxis umgesetzt werden kann, ist es Intention des „Berliner Programms“, neue Qualitätsbraugersten möglichst schnell bezüglich ihrer Verarbeitungsqualität zu bewerten und die Daten der Verarbeitungskette zur Verfügung zu stellen. In enger Zusammenarbeit mit dem Bundessortenamt werden im Berliner Programm neu zugelassene Braugerstensorten auf ihre Verarbei­tungseignung in Mälzerei und Brauerei geprüft und bewertet.

Mathias Hutzler, Martina Gastl, Florian Schüll, Steve Wagner

Bräugier Craft | Wie schmeckt ein fränkisches Lager zur Zeit vor dem 2. Weltkrieg? Diese Frage war der Auslöser für einen Collaboration Brew mit besonderen Teilnehmern und besonderen Rohstoffen. Am 9. März 2023 war die große Release Party in den beiden Lokalitäten der Brauerei Bräugier von Brian Trauth „Taproom Ostkreuz“ und „Brewpub Prenzlauer Berg“ mit traditionellem Fassanstich und fränkischer Brotzeit. Alle Anwesenden waren sich einig: „Damals“ ist ein ganz besonderes Bier.

PV-Anlage in einem Hopfengarten

Es ist vollbracht: Die Photovoltaik-Anlage im Hopfengarten von Josef Wimmer aus Au in der Hallertau ist fertig aufgebaut. In der BRAUWELT Nr. 9-10/2023, S. 250, hatten wir unter dem Titel „Doppelte Ernte“ über das Projekt von Hopfenpflanzer Wimmer berichtet. Er hatte eine Pilotanlage zur Photovoltaik im Hopfengarten geplant, wie sie in den Apfelplantagen am Bodensee schon zu sehen ist.

Gruppenfoto mit Aiwanger

Deutscher Hopfenwirtschaftsverband | Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich am 20. März 2023 beim Deutschen Hopfenwirtschaftsverband e.V. (DHWV) über die Lage der Hopfenwirtschaft informiert. Der Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident war einer Einladung des Verbandes gefolgt, um über aktuelle Themen und Herausforderungen innerhalb der Hopfenbranche zu sprechen.

Hop Harvest Guide 2022

BarthHaas | Hopfenspezialist BarthHaas hat vor kurzem seinen Hop Harvest Guide 2022 veröffentlicht. Mehr denn je kann er Brauern in diesem Jahr ein wertvoller Ratgeber sein, denn die sehr schlechte Hopfenernte fordert selbst erfahrene Fachleute heraus. Durch die große Trockenheit und Hitze wurde nicht nur deutlich weniger Hopfen geerntet als in durchschnittlichen Jahren, sondern auch die Alphawerte fielen niedriger aus als gewohnt.

Eingangsschild zum Symposium Trends in Brewing in Gent

15. Trends in Brewing | Seit den letzten Trends in Brewing in Gent 2018 hat sich die Welt sehr verändert. Mit der Pandemie und dem Krieg in der Ukraine mit dessen weitreichenden Folgen war der Titel des 15. Internationalen Mälzerei- und Brauerei-Symposiums Trends in Brewing im belgischen Gent vom 2. bis 6. April 2023 äußerst passend gewählt: „Brewing in a challenging world – Producing quality and affordable beers in a world with scarcity“.

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