Wasser
Über die vielfältigen negativen Einflüsse des Sauerstoffes wurde bereits hinreichend berichtet. Der gezielten Verringerung des Sauerstoffgehaltes im Brauwasser sollte hinsichtlich des möglichen Sauerstoffgehaltes und seiner negativen Folgen genügend Aufmerksamkeit geschenkt werden.
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Schlußfolgerungen
Durch den möglichen Sauerstoffgehalt des Brauwassers begründet, sollte über eine gezielte Sauerstoffentfernung aus dem Brauwasser (Einmaisch- und Anschwänz-Wasser) im Sinne der Verhinderung von Oxidationen und einer Qualitätsverbesserung/Verbesserung der Alterungsbeständigkeit – trotz des Mehraufwandes – nachgedacht werden.
Wasser
Steigende Produktionskosten bei der Getränkeherstellung und zunehmender Konkurrenzdruck mit Produkten aus dem Ausland zwingen die deutschen Erzeuger, auch verstärkt in der Kellerwirtschaft mit jedem Pfennig zu rechnen. Daß sich auch im Bereich Abwasser Kosten einsparen lassen, ist seit langem bekannt und wurde auch auf der Intervitis/Interfructa 1998 deutlich.
Immerhin hat sich die Anzahl der Aussteller im Abwasserbereich im Vergleich zur letzten Messe vor drei Jahren vervielfacht. Welche Möglichkeiten der Betrieb hat, Kosten einzusparen, welche Konzepte der Praxis offen stehen und welche neuen Technologien sich etablieren lassen, darüber berichtet Dierk Hagen Müller, Staatliche Lehr- und Forschungsanstalt, Neustadt/Weinstraße..
Wasser
Kostenaufteilung für das Schmutzwasser
Abwasserrelevante Betriebe werden im Rahmen der Erhebung von Starkverschmutzerzuschlägen vermehrt an dem verursachten Investitions- und Betriebskostenaufwand der kommunalen Abwasserentsorgung beteiligt. Dadurch soll eine verbesserte Gebührengerechtigkeit erreicht werden.
Für die Ermittlung der vemehrten Nutzung, als Basis für den Gebührenzuschlag, wurde in der Vergangenheit für Betriebe der Getränke- und Lebensmittelproduktion die organische Schmutzfracht (BSB-Fracht) verwendet. Dies ist aufgrund der speziellen Zusammensetzung (vgl.Tab. 1) von Abwassser aus der Lebensmittel- und Getränkeproduktion, insbesondere im Hinblick auf die abfiltrierbaren Stoffe (TS0), den Gesamt-Stickstoff (TKN) und den Gesamt-Phosphor (Pges) nicht sachgerecht.
Wasser
Problemstellung
Die Problematik der Gebührenerhebung für die abwasserintensive Getränke- und Lebensmittelbranche wird in der Fachwelt kontrovers diskutiert. Kostenrelevant für die Betriebe sind vor allem:
q die Erhebung von Starkverschmutzerzuschlägen;
q die zu hohe Beteiligung an der Niederschlagswasserentsorgung.
Bezüglich dieser Punkte erfolgte mit der Veröffentlichung des Arbeitsberichts „Verschmutzungsabhängige Entgeltgestaltung“ durch die Arbeitsgruppe 7.4.1 der Abwassertechnischen Vereinigung (ATV) die längst fällige neue Bewertung industrieller Einleitungen (1).
q Der Anteil der Starkverschmutzerzuschläge am gesamten Gebührenaufkommen bewegt sich, bei Erhebung durch die Gemeinden, nur bei 0,4 bis 4,0%. Die Zusammenhänge werden näher erläutert.
Wasser
Nach einer Studie von NUS hat Deutschland seit fünf Jahren weltweit die höchsten Wasserpreise. Von Juli 1997 bis Juli 1998 sind die Wasserpreise im Durchschnitt in Deutschland um 15,2% auf 3,44 DM/m3 gestiegen. Dänemark liegt mit 2,95 DM/m3 auf Platz zwei vor Belgien mit 2,78 DM/m3.
Wasser
Die Invent Umwelt- und Verfahrenstechnik hat sich zum Ziel gesetzt, innovative Techniken für den Schutz und die Erhaltung unserer Umwelt zu entwickeln und zu verbreiten. So bietet man mit “Hypersystems” Lösungen für die industrielle und kommunale Abwasserreinigung, insbesondere für Brauereien, die Getränkeindustrie allgemein oder auch für kleinere Betriebe an. Das Unternehmen liefert das verfahrenstechnische Konzept, die gesamte maschinentechnische Ausrüstung für die Abwasserreinigungsanlage mit Rühr- und Begasungstechnik inklusive Verrohrung, Gebläsestation und MSR-Technik als komplettes System. Zur Produktpalette gehören Hyperboloid-Rührwerke sowie Rühr- und Begasungssysteme (“Hyperclassic”) und “Hyperdrive”, die vorwiegend in der biologischen Abwasserreinigung eingesetzt werden.
Wasser
Chemisch-physikalische und biologische Wasserbehandlungsanlagen baut das Unternehmen Hahnewald aus Dresden. Für zahlreiche Betriebe der Brauerei- und Getränkeindustrie besteht die Möglichkeit, mit dem Bau und Betrieb einer eigenen Anlage das kontinuierlich anfallende Abwasser selbst zu behandeln und damit Starkverschmutzerzuschläge einzusparen. Durch den Einsatz wasserarmer Technologien und Kreislaufführung von Produktionsabwässern können die für Wasser und Abwasser anfallenden Kosten zusätzlich gesenkt werden. Dabei ist es in jedem Fall notwendig, die organische Fracht des Abwassers auf möglichst effektive Weise zu reduzieren. Der neuentwickelte “Rieselstrom-Reaktor” arbeitet nach einem einfachen und kostengünstigen Belüftungsprinzip und erreicht eine hohe Effektivität.
Wasser
Die Privatbrauerei Lauterbach, L. Ehnle GmbH & Co. KG, Buttenwiesen, zeichnet sich schon seit vielen Jahren durch Pioniergeist bei Getränkeinnovationen und den Mut zu neuen Technologien aus. Jüngster Coup ist die Installation eines Pilotprojekts zur Abwasserbehandlung.
ieses Pilotprojekt wurde von Mitte März bis Mitte Juni gemeinsam mit der Staatlichen brauereitechnischen Prüf- und Versuchsanstalt Weihenstephan (Projektleitung Dr. Glas) durchgeführt. Hersteller des für Westeuropa neuartigen aeroben Verfahrens zur biologischen Reinigung der organisch belasteten Brauereiabwässer mittels Festbettsystem ist das Regensburger Unternehmen STS Stahl-Technik Straub GmbH & Co. KG. Das ist für die Brauerei eine gewaltige und schwierig zu verkraftende Steigerung.”.
Wasser
Mit den steigenden Forderungen zum Schutz der Umwelt steht auch die Brauwirtschaft vor der Aufgabe, die Kosten für Trinkwasserverbrauch und Abwasserableitung zu reduzieren. Brauereiabwässer können durch biologische Technologien vorteilhaft behandelt werden, jedoch erfordert die intensive aerobe Behandlung einen hohen Aufwand für die kontinuierliche Nachlieferung des notwendigen Sauerstoffs.
Der neuentwickelte Rieselstrom-Reaktor arbeitet nach einem einfachen und kostengünstigen Belüftungsprinzip und erreicht eine hohe Effektivität. Er läßt sich besonders vorteilhaft für die Behandlung von Brauereiabwässern zur Indirekteinleitung (Vorflut), Direkteinleitung (Kanalisation) oder zur Wiederverwendung durch Kreislaufführung (Spülwässer) einsetzen.
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