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Markt

Verhaltener Optimismus -- Mit der Ausstoßentwicklung 1992 sind die deutschen Brauereien insgesamt zufrieden. Das betonte Josef Hattig, Präsident des Deutschen Brauer- Bundes, anläßlich der Frühjahrs-Presse-konferenz seines Verbandes am 24. März 1993 in Bonn. Der Gesamtbierausstoß erhöhte sich im Vorjahr um 1,8% auf 120,1 Mio hl. Dies entspricht ungefähr 40% des Gesamt-Bierausstoßes in der EG von 294 Mio hl. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Bier stieg lt. Hattig von 142,7 auf 144,3 l. Damit bleibt Deutschland die Biernation Nr. 1 in Europa. Dies dokumentiert sich auch in der Zahl der Brauereien, die in Deutschland von 1315 auf 1290 zurückgegangen ist. In der gesamten EG gab es 1991 nur 1677 Brauereien. 3 Mio hl Bier (+ 5,7%) wurden eingeführt.a. Brauwelt, Nr. 49, 1992, S. 2508). Lt..

Diverses

Wege zur Bildung von Carbonylverbindungen -- Der Staatl. gepr. Lebensmittelchemiker Bernhard Thum zeigte beim 26. Technologischen Seminar 1993 in Weihenstephan Wege zur Bildung von Carbonylverbindungen im Verlauf der Bieralterung auf. Die Arbeiten von Naoki Hashimoto aus den Siebziger und Achtziger Jahren beschäftigen sich mit den möglichen Reaktionswegen, die zu aromawirksamen Alterungskomponenten führen. Da der off-flavour von gealtertem Bier nach Zusatz von 2,4-Dinitrophenylhydrazin nicht mehr feststellbar war, folgerte Hashimoto, daß es sich um Carbonylverbindungen handeln mußte. In Abhängigkeit von den gewählten Bedingungen (Temperatur, pH-Wert, Sauerstoffgehalt) und Katalysatoren bestimmte er die Menge an gebildeten Carbonylverbindungen..

Diverses

Geschmacksstabilität des Bieres -- Über neueste Erkenntnisse auf dem Gebiet Geschmacksstabilität berichtete Dipl.-Ing. Stefan Lustig anläßlich des 26. Technologischen Seminares 1993 in Weihenstephan. Durch Versuche zur Identifizierung von alterungsrelevanten Bieraromastoffen mittels GC-Sniffing sollte untersucht werden, ob und inwiefern sich die Hauptaromastoffe in frischem und altem Bier unterscheiden. Dabei wird ein Aromaextrakt über eine Kapillarsäule getrennt und am Ende gesplittet. Ein Teil des Stroms führt zu einem Flammen-Ionisations-Detektor (FID), mit dem die Substanzen detektiert werden. Der andere Teil wird aus dem Gaschromatographen-System herausgeführt. Die eluierenden Aromastoffe können abgerochen werden. Dabei wiesen ca. Alkohole: - 2-Ethyl-l-Hexanol.

Archiv

Abfallwirtschaftskonzept für Brauereien -- Vom 21. April bis 23. April 1993 fand das Gösser Brauforum statt. Direktor Dieter Pelz, Stei-rerbrau AG, Graz/A, hatte Brauereitechniker der Steirerbrau AG und der Österreichischen Brau AG nach Leoben-Göss eingeladen, um zum einen jungen Wissenschaftlern der Fakultät für Brauwesen, Lebensmitteltechnologie und Milchwissenschaft der TU München-Weihenstephan ein Forum zur Diskussion ihrer Forschungsergebnisse mit Praktikern zu geben und andererseits den Praktikern die neuen Forschungsvorhaben, die in Weihenstephan zur Zeit bearbeitet werden, vorzustellen. Das österreichische Abfallwirtschaftsgesetz vom 6. Juni 1990 schreibt für Betriebsanlagen mit mehr als 100 Arbeitnehmern die Erstellung eines Abfallwirtschaftgesetzes vor. Dipl.-Ing. M.

Archiv

Biobier aus Tettnang -- Die Kronenbrauerei in Tettnang stellte jetzt ihr Tettnanger Keller-Pils vor, das ausschließlich aus kontrolliert biologisch angebauten Rohstoffen aus der Bodensee-Region hergestellt wird. Damit geht die Tettnanger Privatbrauerei, nach der Lammbräu in Bingen bei Sigmaringen, als zweite Biobier-Brauerei in Baden-Württemberg, unterstützt von der Deutschen Umweltschutzhilfe, einen neuen Weg. Nach Angaben der Deutschen Umweltschutzhilfe gibt es mittlerweile bundesweit neben mehreren Gasthofbrauereien zehn größere Biobier- Brauer. Das Tettnanger Keller-Pils wird nach Aussagen von Braumeister Roman Tauscher in Mehrweg-Euroflaschen oder - Bügelverschlußflaschen trüb abgefüllt und im süddeutschen Raum angeboten. Die Brauerei rechnet mit einem Absatz von ca..

Diverses

Mit einem neu entwickelten Bierschaum-Meßgerät haben zwei 18jährige Bremer Gymnasiasten den 1. Preis im Jugend- forscht-Landeswettbewerb errungen. -- Die Brauerei Beck & Co. hat das Projekt, mit dem Torben Möller (r.) und Sven Marcus Ulrich am Bundeswettbewerb in Bitburg teilnehmen, finanziell unterstützt und wird dieses bisher einzigartige Bierschaummeßgerät zu Versuchszwecken in ihren Labors testen. Bei diesem Verfahren wird nicht das Sinken des Bierschaums gemessen, sondern das Steigen des Bierpegels im Glas.

Archiv

Hefebiergewinnung. Hinweise, Möglichkeiten, Erfahrungen -- Die Cross-Flow- Mikrofiltration, ein Filtrationsverfahren, bei dem keine Filterhilfsstoffe benötigt werden, ist ein ideales Verfahren zur Hefebiergewinnung und Bierfiltration. Mit Hilfe dieses Verfahrens können bei vernünftiger Anlagendimensionierung bei der Hefebiergewinnung sehr gute finanzielle Ergebnisse und eine kurze Rückflußdauer der Investitionen erzielt werden.

Archiv

Bierpalast von Groterjan vergammelt -- Im Jahre 1905 errichtete die Berliner Groterjan-Brauerei im Bezirk Prenzlauer Berg in der Milastraße 2 im Jugendstil einen Palast mit Büroräumen, Festsaal und Garten. Nach dem Brauereisterben der 20er Jahre diente das Baudenkmal zunächst als Wohnhaus, 1978 zog der Defa- Außenhandelsbetrieb ein. Seit der Wende steht es leer. Seit September 1991 erhebt das Land Berlin Anspruch auf das Grundstück. Die Senatsverwaltung für kulturelle Angelegenheiten möchte im Gebäude eine Ersatzspielfläche für die Volksbühne schaffen. Auch an die Umwandlung in ein Bürogebäude ist gedacht. Vorerst aber ist das Dach undicht und das Gebäude, dessen Fassade mit den Wappen der sechs Wohnsitze der Brauerfamilie Groterjan geschmückt ist, vergammelt weiter. Baustadtrat M.

Archiv

Kontinuierliche Hefevermehrung -- Überwiegend wird die Anstellhefe für untergäriges Bier chargenweise hergeführt und nach spätestens sechs Führungen im Betrieb verworfen. Dabei befriedigt weder der schwankende physiologische Zustand der Hefe noch die anfallende Menge an Reinzuchtbier, die verschnitten werden muß. Ein Lösungsansatz besteht darin, ausschließlich mit kontinuierlich unter Praxistemperaturen hergeführter Reinzucht zu arbeiten, die eine genauere Hefegabe durch ihren gleichmäßigeren physiologischen Zustand ermöglicht. Der nachfolgende Bericht gibt die Erfahrungen wieder, die mit einer kontinuierlich arbeitenden Herführungsanlage an der Staatlichen Brautechnischen Prüf- und Versuchsanstalt für Brauerei an der TU München-Weihenstephan gemacht wurden.

Recht

EG - Aromen-Liste geplant -- Die EG-Kommission arbeitet seit geraumer Zeit an einer EG-Verordnung für Aromastoffe. Ziel dieser Verordnung ist es, den Einsatz von Aromen einzuschränken. In einer Positivliste sollen alle erlaubten Aromen mit der Konsequenz zusammengefaßt werden, daß künftig nur die in dieser Liste aufgeführten Aromastoffe zur Verwendung in Lebensmitteln gestattet werden. In einer weiteren Liste sollen Lebensmittel aufgeführt weden, denen überhaupt keine Aromen zugesetzt werden dürfen. Gedacht ist hier an die sogenannten Grundnahrungsmittel. Die deutsche Lebensmittelwirtschaft und die deutsche Bundesregierung stehen dem Gesamtvorhaben skeptisch gegenüber. In einer Mitteilung an die EG-Kommission vom 28.h..

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