Editorial
Der sinkende Bierabsatz zwingt zum Umdenken. Brauereien müssen über ihr gewohntes Produkt Bier hinaus denken und nach zusätzlichen Produkten und Einkommensquellen suchen. Dabei stehen die Chancen, fündig zu werden, gar nicht schlecht, gibt es doch noch viel Innovationspotenzial.
Erweitertes Getränkeportfolio – Wie man mit bestehenden Anlagen, neuen oder bekannten Rohstoffen und wissenschaftlichen Impulsen zu einem breiteren Getränkeportfolio kommt, war Mitte April Thema der neuen Eventreihe „Schulz Ideenschmiede“, die im Hause Kaspar Schulz in Bamberg unter dem Motto „Vom Bier zum Beverage-Portfolio“ stattfand. In Praxisbeispielen und Erfahrungsberichten wurde deutlich, dass Brauer ihr Potenzial als „Technologen für flüssige Lebensmittel“ noch lange nicht ausgeschöpft haben (ab Seite 301) – was übrigens auch unser Beispiel auf Seite 302 zeigt, wo ein Glücksgriff bei der Hefejagd zu einem auch technologisch neuen alkoholfreien Bier geführt hat.
Moderne Stabilisierungsmöglichkeit – Bis in die 1970er-Jahre wurde in der Braubranche Calcium-Bentonit zur Bierklärung eingesetzt, was jedoch mitunter zu hohem Schwand und Schaumproblemen führte. Anders sieht es aus, wenn Natrium-Bentonit verwendet wird. In einem Projekt bei der Alpirsbacher Brauerei wurden Versuche mit Natrium-Bentonit, u.a. als Alternative zu PVPP durchgeführt. Alexandra Steffens, Erbslöh GmbH, und ihre Co-Autoren erklären ab Seite 318 die Wirkungsweise und welche Ergebnisse es in Alpirsbach gab.
Anspruchsvoll – Einerseits spielt sie eine zentrale Rolle in der modernen Betriebskontrolle, andererseits gilt die Sensorik als zeitintensiv, schwer standardisierbar und äußerst personenabhängig. Und eine Übersicht, welche Vorgehensweisen sich bewährt haben, fehlt auch. Das hat das Forschungszentrum Weihenstephan veranlasst, eine Umfrage durchzuführen, dessen Ergebnisse wir ab Seite 314 vorstellen. Erstaunlich: Zwar nutzen alle befragten Brauereien die sensorische Analyse – aber auf höchst unterschiedliche Weise.
Alternativlos bis heute – Abschließend widmen wir uns – passend zum gerade begangenen Tag des Deutschen Bieres – ab Seite 324 einem besonderen Giganten der Biergeschichte, dessen berühmtes Reinheitsgebot sicher besser bekannt ist als sein bewegtes Leben. Die Rede ist von Herzog Wilhelm IV. von Bayern, der in einer Zeit großer Entdeckungen und Umwälzungen geboren wurde, aber, wenn auch aus anderen Gründen, den Beinamen „der Standhafte“ erhielt. Das würde auch zu seinem Erlass passen …
Editorial
Wissen ist Macht, heißt es so schön. Aber Wissen allein bringt nichts, wenn es in der berühmten Schublade verstaubt. Kurz gesagt: Forschung und Entwicklung bringen uns voran, aber nur wenn die neuen Erkenntnisse auch Eingang in die Praxis finden.
Eng verzahnt – Mit dem Ziel, Innovation und praktische Anwendung miteinander zu verbinden, hatte die VLB Berlin Ende März 2026 nach Erding zur VLB-Frühjahrstagung geladen und ein dicht gepacktes, abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Neben den fast schon allgegenwärtigen Themen Alkoholfreies, alternative Produkte oder Einsatz von KI gab es auch klassische Themen wie z.B. zur Prozessoptimierung und zu Einsparpotentialen in der Produktion. Ebenfalls ein Thema war die aktuelle Diskussion zum Thema „No safe level“. Details dazu lesen Sie ab Seite 265.
Schnittstelle zwischen Industrie und Wissenschaft – Vom 6. bis 9. September 2026 findet in Rotterdam der 40. EBC-Kongress statt. Nicht nur das Datum ist für langjährige Kongressbesucher ungewöhnlich. Es hat sich auch sonst viel verändert. Im BRAUWELT-Interview sprechen wir mit dem EBC-Geschäftsführer John Brauer über das geplante Programm der Veranstaltung, deren herausragendes Merkmal es ist, eine Schnittstelle zwischen Industrie und Wissenschaft zu sein und Wissen in einen Kontext zu stellen, wie Brauer betont. Warum Sie in Rotterdam dabei sein sollten, wenn Sie sich für brauwissenschaftliche Themen von Rohstoffen bis zur Nachhaltigkeit interessieren, erfahren Sie ab Seite 281.
Von der Theorie in die Praxis – Das Projekt ist mehr als der schlichte Ersatz einer 25 Jahre alten Füllerei. Mit der neuen Flaschenabfülllinie in Zwettl ist eine der leistungsfähigsten Glas-Mehrweg-Abfüllanlagen Österreichs entstanden. Sie ist ein klares technisches wie strategisches Signal und ein erster Baustein einer umfassenden Masterplanung zur Neuausrichtung der gesamten Brauerei. Ab Seite 274 erläutern Dr. Stefan Flad vom Technischen Büro Weihenstephan in Freising und Heinz Wasner von der Privatbrauerei Zwettl das Konzept und die Umsetzung, mit der Lieferfähigkeit, Nachhaltigkeit und Flexibilität gewährleistet werden.
Apropos Eingang in die Praxis finden – Vor einigen Wochen haben wir Sie hier an dieser Stelle informiert, dass wir unseren Internetauftritt brauwelt.com täglich aktualisieren und um neue Nachrichten ergänzen. Haben Sie es schon ausprobiert? Es lohnt sich, täglich einen kurzen Blick auf unsere Webseite zu werfen – und wir würden uns freuen, wenn dies Teil Ihrer Tagesroutine wird.
Editorial
Eine wichtige Take-Home-Message, die ich vom VLB-Logistikfachkongress Anfang März in Meschede (ab S. 221) mitgenommen habe: Technische Lösungen für sehr viele Herausforderungen stehen bereit, es gilt nur, sie mutig und konsequent umzusetzen.
Emissionsfrei – Ein ziemlich beeindruckendes Projekt, das verdeutlicht, was im Extremfall technisch schon heute möglich ist, ist die vor zwei Jahren in Eemshaven eröffnete Mälzerei von Holland Malt. Die Anlage arbeitet unter vollständigem Verzicht auf fossile Brennstoffe. Wie bei jedem nicht-trivialen Unternehmen waren natürlich auch hier Startschwierigkeiten unvermeidlich. Festzuhalten ist aber, dass die bei der Inbetriebnahme entwickelten Lösungen der gesamten Branche Ausblicke auf das, was vor ihr liegt, bieten – sowohl auf Probleme als auch auf Chancen. Eine Bilanz nach zwei Jahren im Betrieb lesen Sie ab Seite 238.
Kohlensäure – Anlagen zur Rückgewinnung von Gärungskohlensäure sind im Vergleich zum Eemshavener Projekt nicht mehr ganz so spektakulär und auch für mittelständische Brauereien eigentlich schon Stand der Technik. Und jede installierte Anlage trägt zur Versorgungssicherheit mit Kohlensäure bei. Bei dem hier vorgestellten Projekt bei einer mittelständischen Brauerei bestand die besondere Herausforderung in den baulichen Gegebenheiten: Es stand kein ausreichend großer zusammenhängender Maschinenraum zur Verfügung, die Anlage musste stattdessen in zwei Gebäuden über jeweils zwei Stockwerke verteilt installiert werden (ab S. 243).
Hefejagd – In ihrer Marktbetrachtung der Brauereigruppen im Jahr 2025 schreibt Christiane Hohmann – auch wenn endgültige Zahlen noch nicht vorliegen – von einem „historischen Aufschwung“ für das Segment alkoholfreier Biere (ab S. 227). Auch wenn das den sinkenden Bierabsatz nur teilweise abfedern kann, doch eine erfreuliche Entwicklung. An technischen Methoden zur Entalkoholisierung von Bier mangelt es nicht, doch gerade für kleinere Brauereien stellen Maltose-negative Hefen einen investitionsfreien Einstieg in die Welt der alkoholfreien Biere dar. Als vielversprechendes Jagdrevier für solche Hefen entpuppen sich Streuobstwiesen, die aufgrund ihrer Bewirtschaftungsform die Biodiversität von Hefepopulationen fördern (ab S. 234).
Editorial
Nein, ich erspare Ihnen jetzt den Hinweis auf all die negativen Schlagzeilen über Alkoholverzicht, abnehmenden Bierkonsum, Energieverteuerung und die Weltlage im Allgemeinen. Sie gibt es durchaus auch noch, die positiven Entwicklungen und Lichtblicke.
Fest verankert – Anouk Buskens von Yougov Deutschland zum Beispiel beschreibt in ihrem Beitrag über Markttrends ab Seite 209 die Braubranche als ein „Segment im Übergang“. Für sie befindet sich die Branche weder in einem klassischen Wachstumszyklus noch in einem strukturellen Niedergang. Zu beobachten sei vielmehr eine Ausdifferenzierung nach Lebensstilen, Nutzungssituationen und Altersgruppen. Alkoholfreie Getränke entwickeln sich zu einer wichtigen Ergänzung, ohne den Kernmarkt zu verdrängen. Bier bleibe fest im Konsumalltag verankert. Gute Chancen hat, wer die richtige Kundenansprache findet.
Energetische Transformation – Auch im Beitrag von Marvin Wirtz und Matthias Kern, IGS, Hallbergmoos, zum Energieeinsatz in Brauereien ab Seite 195 zeichnet sich Positives ab. Der heutige Teil 2 zum Betriebevergleich Energie (BVE) richtet seinen Fokus auf die bezogenen Energieträger. Der Vergleich mit der Vergangenheit zeigt, dass die Transformation hin zu regenerativer Energie und zu größerer Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern sicher noch weitergehen muss, aber z.B. im Bereich Eigenstromerzeugung und -nutzung bereits erfreuliche Ausmaße annimmt.
Digitalisierung mit Folgen – Die Digitalisierung der Getränkebranche hat in den letzten Jahren ein Ausmaß entwickelt, das vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen wäre. Das hat Folgen: Produktionslinien sind heute hochvernetzte cyber-physische Anlagen (wie man auch am Einsatz mobiler Robots in der neuen Abfüllung bei Veltins ab Seite 203 sehen kann). Ohne gemeinsame Datensprache aller Anlagenteile funktioniert das aber nicht. Christoph Nophut, Weihenstephan, erläutert ab Seite 192 die Rolle der Weihenstephaner Standards als Kommunikationsschnittstelle im Rahmen der OPC UA, die es letztendlich auch kleineren Unternehmen ermöglichen soll, Digitalisierungspotenziale zu nutzen. Gleichzeitig steigen mit der Vernetzung auch die Cyberrisiken. Das weiß die österreichische Pilz GmbH aus leidvoller eigener Erfahrung. Ab Seite 206 erläutert Gerhard Stockhammer, welche Vorsichtsmaßnahmen heute bereits vorgeschrieben sind, zeigt häufige Schwachstellen auf und betont, dass Cyber Security zwar eine technische, aber vor allem organisatorische Aufgabe ist.
Editorial
Auf den Trend zur persönlichen „Selbstoptimierung“ angesprochen, vor allem in Bezug auf den Alkoholkonsum, reagiert man in der Braubranche aus nachvollziehbaren Gründen skeptisch. Gleichzeitig gilt: Wer wirtschaftlich und technologisch konkurrenzfähig bleiben möchte, muss selbst an der Optimierungsschraube drehen und sichere Grundlagen für den Betrieb schaffen … manchmal mit dem Blick über den Tellerrand.
Energiekennzahlen – Der vor über 30 Jahren ins Leben gerufene Betriebevergleich Energie ermöglicht es Brauereien, ihren eigenen Energieeinsatz mit der Branche zu vergleichen. Dafür steht eine umfassende Datengrundlage zur Verfügung. Im ersten von zwei Teilen stellen Ihnen Marvin Wirtz und Matthias Kern die grundsätzliche Entwicklung der Energiekennzahlen seit 1992 vor und erläutern, welche Kostenvorteile sich durch konsequente Effizienzsteigerungen ergeben (ab S. 154).
Produktqualität – Langfristig behauptet sich am Markt, wer konstant hohe Qualität bietet. Was ist bei der Herstellung vom Rohstoff über Produktion bis zum Ende des Mindesthaltbarkeitsdatums sicherzustellen? Dr. Klaus Litzenburger kann Erfahrungen aus jahrezehntelanger Praxis schöpfen und legt auf nachdrückliche Weise dar, was Sie in Ihrem Betrieb in der Qualitätssicherung am besten nicht vernachlässigen sollten (ab S. 167).
Bierrezepte – Die Hopfenzüchtung hat mit klimatoleranten Sorten vorgelegt, jetzt ist es an der Brauwirtschaft nachzuziehen. Horst Dornbusch und Walter König stellen im vierten und letzten Teil der Serie zur Markteinführung von Huell Classic, einem Aromahopfen aus dem Hopfenforschungszentrum Hüll, Rezepte und sensorische Verkostungen von Testsuden in vier US-amerikanischen Brauereien vor (ab S. 158).
Pilzmyzel – Über die gewinnbringende Verwertung von Treber wurde schon viel nachgedacht. Im Falle von Eat Beer, einer Ausgründung der Störtebeker Braumanufaktur, ist meiner Meinung nach die Vokabel „innovativ“ angebracht: Auf Grundlage einer Fermentation von Biertreber mit Ständerpilzen aus der Familie der Austernpilze entsteht Pilzmycel … geschmacksneutral, gut weiterverarbeitbar, mit günstiger Nährstoffverfügbarkeit. Jens Reineke-Lautenbacher stellt Ihnen vor, wie die Stralsunder Brauerei mit diesem Projekt echtes Neuland betritt (ab S. 163).
Editorial
In letzter Zeit hört man viel vom sogenannten Zeitgeist. Und der meint es mit seinem Trend zu mehr Gesundheitsbewusstsein und Selbstoptimierung gerade wirklich nicht gut mit der Brauwirtschaft. Die Biersatzzahlen für 2025 weisen ein erschreckendes Minus von sechs Prozent aus (Seite 116) und sogar Bayern, das sich lange dem Abwärtssog widersetzen konnte, verzeichnet ein ordentliches Minus, wie auf der Jahrespressekonferenz des Bayerischen Brauerbundes zu hören war (Seite 114). Aber die Brauwirtschaft wäre nicht die Brauwirtschaft, wenn sie keine Ideen hätte, diesem Zeitgeist zu trotzen.
„Erfolgsfaktoren für Brauer von morgen – Mut zum Morgen“, so hieß das Motto der diesjährigen Doemens Impulse Ende Januar. Zwei Tage lang präsentierte und diskutierte man in Gräfelfing Möglichkeiten, mit Brauerei-Equipment oder durch technologische Maßnahmen alkoholfreie Biere und alternative alkoholfreie Getränke herzustellen. Die Verkostungen zeigten die Vielfalt der vorstellbaren Getränke. Und auch altbekannte Bierstile könnten im neuen Mantel heutzutage wieder gute Erfolgschancen haben (Seite 113). Dabei war es nicht die einzige Veranstaltung, die sich passend zum Dry January dem Zeitgeist und seinen Folgen widmete. Auch bei den Getränke Impuls Tagen nahm das Thema alkoholfreies Bier breiten Raum ein, wie Sie ab Seite 134 sehen werden.
Menschen kaufen Emotionen, keine Dinge – Daher sollten Brauereien, um dem sinkenden Bierabsatz entgegenzuwirken, keine Produkte verkaufen, sondern Erlebnisse, meint der Psychologe Prof. Ulrich Orth, Universität Kiel. Wie entstehen solche Markenerlebnisse und wie können Brauereien sie gestalten? Ab Seite 124 zeigt er anhand konkreter Beispiele, wie Brauereien ihre Marken gezielt mit Erlebnissen verknüpfen können, um erfolgreicher zu sein.
Erfolg trotz Gegenwind – Ein gutes Beispiel ist auch die Störtebeker Braumanufaktur. Wer hätte vor Jahren gedacht, dass es der Brauerei im äußersten Nordosten Deutschlands mit all den ungünstigen Rahmenbedingungen gelingt, dies in einen strategischen Vorteil umzumünzen? Die Brauerei, in einer als strukturschwach geltenden Region mit begrenzter Kaufkraft und eher traditionellem Konsumverhalten gelegen, hat das Kunststück geschafft, sehr erfolgreich zu sein und Wachstum, Wertschöpfung sowie überregionale Bedeutung zu erlangen (Seite 128).
Lassen Sie sich anstecken von so viel Mut zum Morgen, dann ist der Zeitgeist bald kein Schreckgespenst mehr.
Editorial
In unserer komplexer werdenden – oder zumindest so erscheinenden – Welt wird es zunehmend wichtiger, über den eigenen Tellerrand zu blicken und neue Lösungen in interdisziplinärer Kooperation zu erarbeiten. Besonders deutlich wurde das wieder für den Rohstoff Wasser beim 15. Weihenstephaner Seminar für Wassertechnologie, das vom 22.–23. Januar in Freising stattfand. Als ein Beispiel mag die dort vorgestellte Methode der biologischen Bekämpfung von Biofilmen in offenen Kühlkreisläufen mit natürlichen (und ungefährlichen) Bakterien dienen. Nützlicher Nebeneffekt: Es werden keine umweltschädlichen Chemikalien freigesetzt (ab S. 77).
Testsude mit Huell Classic – Ein weiteres Beispiel für eine erfolgreiche fachübergreifende Zusammenarbeit ist die Entwicklung klima- und hitzetoleranter Hopfensorten durch das Hopfenforschungszentrum Hüll. Der dritte Teil der Artikelserie über die neueste Sorte Huell Classic beschreibt die sensorischen Ergebnisse aus Testsuden, die am Lehrstuhl für Brau- und Getränketechnologie und in der BarthHaas/HVG Forschungsbrauerei St. Johann eingebraut wurden (ab. S. 84).
Reibringe – Auch bei der Untersuchung der Entstehung von Scuffing lohnt sich ein umfassender Blickwinkel. Denn in der Flaschenwaschmaschine werden die Weichen durch chemische Vorschädigung (80 °C heiße Lauge) gestellt. Kombiniert man die Reinigungsparameter sinnvoll, bieten sich Einsparpotenziale bei der thermischen Energie. Gleichzeitig erhöht sich die Umlaufzahl der Flaschen, was wesentlich zur Emissionsreduzierung eines Abfüllers beiträgt (ab S. 87).
Hopfenstrategien – Kommen wir noch einmal zum Hopfen zurück: Die Grundfrage im Interview mit Geschäftsführer Pascal Piroué und dem Leiter der Supply Chain Martin Schöttl-Pichlmaier von Simon H. Steiner lautete: Wie stellt man sich als Hopfenvermarkter und Hopfenhandelshaus auf, um mit Zuversicht in die Zukunft schauen zu können? Die Antworten lesen Sie ab Seite 92.
UnternehmerTUM – Im TUM Venture Lab Food / Agro / Biotech ist „interdisziplinär“ Programm. Im Beitrag ab Seite 95 stellen sich vier Start-ups der TU München vor und präsentieren ihre Ideen. Alle haben vielversprechende Konzepte rund um das Thema Getränke entwickelt oder haben bereits ein Produkt in den Markt eingeführt … und sind aktuell auf der Suche nach Kooperationspartnern. Etwas für Sie? Ob junges Start-up oder etabliertes Unternehmen, in einer Zusammenarbeit können beide Seiten lernen und profitieren.
Editorial
Mit dem Expertentreffen Schankanlagen in Weihenstephan starten wir traditionell die Veranstaltungssaison, so auch in diesem Jahr. Neben klassischen Themen wie der Schankanlagenpflege, Aus- und Weiterbildung durch die Verbände oder Forschungsergebnissen hat auch der Trend zu alkoholfreiem Bier die Veranstaltung erreicht. Wir waren für Sie vor Ort und berichten ab Seite 41 über das Neueste zum Thema Schankanlagen.
Vielseitig und einzigartig – Den sinkenden Bierabsatz bekommt die Hopfenbranche ebenso zu spüren wie die Brauer. Alternative Einsatzmöglichkeiten für die so vielseitige Hopfenpflanze sind gefragt. Dr. Christina Schönberger, BarthHaas, Nürnberg, zeigt in „Mehr als nur Bitterstofflieferant“ ab Seite 48 Möglichkeiten auf, bei denen der Hopfen mit seinen einzigartigen Inhaltsstoffen als Zutat für innovative Getränke mit funktionalem Zusatznutzen oder andere Trendgetränke (die übrigens auch in der Brauerei hergestellt werden können) zum Einsatz kommen kann.
Edler Hybrid – Die sich ändernden klimatischen Bedingungen erfordern eine Anpassung des Sortenspektrums im Hopfen. Die Gesellschaft für Hopfenforschung in Hüll beschäftigt sich schon lange mit dieser Fragestellung, wie im ersten Teil der Reihe „Huell Classic: Die Zukunft des deutschen Edelhopfens“ gezeigt wurde. Im heutigen Teil 2 beschäftigen wir uns ab Seite 52 mit der Analytik der nun freigegebenen Sorte und deren Einsatz im Sudhaus.
Vorausschauendes Prozessmanagement – Ab Seite 55 stellen wir Ihnen eine Technologie vor, die auf der drinktec in München den World Beverage Innovation Award 2025 erhalten hat. Es geht um den Einsatz von Radiofrequenz-Analysegeräten zur Überwachung der CIP, die bei einem großen europäischen Getränkeproduzenten bereits installiert sind und dort zu erheblichen Einsparungen bei Wasser, Energie und anderen Ressourcen geführt haben. Diese Chance bietet sich auch der Brauwirtschaft, sind sich die Autoren sicher.
Win-Win als Ergebnis – Im Januar stehen oftmals die Jahresgespräche an. Aber nicht alle, zumeist die kleineren Unternehmen, nutzen diese Möglichkeit, mit den Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen. Dabei kann das Gespräch wertvolle Informationen und Impulse mit sich bringen. Ab Seite 63 erläutert Dr. Oliver Hettmer, Winnenden, wie man ein solches Gespräch vorbereiten und gestalten kann und welche Fallen man tunlichst vermeiden sollte. Im Mitarbeitergespräch sollte nämlich eine Win-Win-Situation das Ergebnis sein, betont der Experte.
Editorial
Vielleicht haben Sie es ja schon bemerkt: Bei uns auf der BRAUWELT-Website tut sich Neues. Uns hat es beschäftigt, dass es viele interessante Meldungen aus der Branche aus Platzgründen nicht oder nur stark gekürzt in die BRAUWELT-Hefte geschafft haben. Das haben wir jetzt geändert. Unter brauwelt.com finden Sie seit kurzem nahezu täglich die neuesten Meldungen aus der Branche. Reinschauen lohnt sich! Aber keine Angst, das Wichtigste lesen Sie nach wie vor auch in unseren gedruckten Ausgaben.
Die Zukunft des Hopfens – Für die Hopfenbranche läuft es gerade nicht ganz so reibungslos. Tiefgreifende Marktveränderungen fordern Hopfenpflanzer und -händler, Züchter und Brauer heraus, wie bei der Hopfen-Pressekonferenz vor kurzem deutlich wurde. Ungeachtet dessen sehen die Beteiligten mit Zuversicht in die Zukunft – gewillt, sich der Lage anzupassen und neue Lösungsansätze zu entwickeln (Seite 5). Aufgrund der langwierigen Züchtungsarbeit hat man in Hüll schon früh damit begonnen und an klimaresistenten, nachhaltigen und ertragreichen Sorten gezüchtet. In einer mehrteiligen Serie stellen Horst Dornbusch und Walter König die neue Sorte Huell Classic als möglichen Ersatz für Hallertauer Mittelfrüh oder Tradition vor, inklusive Brauversuchen in Deutschland und den USA (Seite 11).
CO2-Rückgewinnung – Lohnt für kleine und mittlere Brauereien eine eigene Anlage? Bisher nicht, obwohl Vorteile wie mehr Nachhaltigkeit und Unabhängigkeit von der Versorgungslage oder Preisschwankungen reizvoll sind. Die dänische Fa. Dalum hat jetzt eine platzsparende Anlage für Brauereien mit einem Jahresbierausstoß ab 400 hl entwickelt und zeigt an realen Daten die wirtschaftliche Machbarkeit einer eigenen Anlage (Seite 21).
Thermische Barriere – Kondenswasser ist an vielen Stellen in der Brauerei ein Problem. Aber ist es unvermeidbar? Ab Seite 17 stellen wir eine Glaskeramik-Vakuum-Nanodämmung vor, die die Wärmeübertragung blockiert und damit Kondensation verhindert. Hinter dem sperrigen Namen verbirgt sich eine dünne Beschichtung aus Glaskeramik, die in anderen Branchen und auch einer großen Brauerei bereits erfolgreich zum Einsatz kommt.
Nachhaltige Alternative – Auch in der Forschung tut sich Neues: Auf der Suche nach einer Alternative zu klassischen Stabilisierungsmitteln bedient sich Antonia Korbmacher vom Lehrstuhl für Brau- und Getränketechnologie in Weihenstephan mit Lignin eines Nebenproduktes der Zellstoffindustrie. Erste Ergebnisse zeigen ein großes Potenzial für enzymatisch vernetztes Lignin in der Bierstabilisierung (Seite 14). Es fängt doch gut an, das neue Jahr …
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