Namibia Holsten-Lizenzbier für das südliche Afrika. -- Die Namibia Breweries Ltd (NBL) in Windhuk/Namibia ist der jüngste Lizenzparter der Holsten-Brauerei AG, Hamburg. Die NBL ist 1920 als South-West-Breweries durch Zusammenschluß von drei der vier kleineren Brauereien des Landes gegründet worden. Erst 1968 kam auch die Hansa-Brauerei in Swakopmund hinzu. Die NBL hat einen Jahresausstoß von rd. 500 000 hl und gehört der Ohlthaver & List-Gruppe, der größten privaten Unternehmensgruppe des Landes. Für die Holsten- Gruppe ist Namibia nach Nigeria das zweite Lizenznehmerland in Afrika. Weitere Lizenzpartner hat Holsten in Großbritannien, Ungarn und China. Insgesamt wurden über 900 000 hl Holsten-Lizenzbier verkauft. Zusätzlich exportierte die Holsten-Brauerei AG über 1 Mio hl Bier in rd..
Malta Löwenbräu-Braustätte ausgezeichnet. -- Die Fachzeitschrift Food Engineering hat die Löwenbräu Malta Ltd. zum Internationalen Betrieb des Jahres 1992 gewählt. An diesem Unternehmen hält die Löwenbräu München mit 40% eine wesentliche Kapitalbeteiligung. Die Braustätte wurde in einer Bauzeit von nur 10 Monaten mit einem Gesamtaufwand von etwa 20 Mio DM errichtet. Die Kapazität liegt bei ca. 6000 hl/Monat und kann jederzeit ohne größere Zusatzinvestitionen erweitert werden (s.a. Brauwelt Nr. 27, 1992, S. 1268). Wie die Zeitschrift Food Engineering in ihrer Ausgabe vom Oktober 1992 hervorhebt, ist die hochmoderne Braustätte weitgehend automatisiert. Inklusive Verwaltung kommt sie mit 52 Mitarbeitern aus..
Kanada Käufer für Labatt gesucht? -- Die Edper Bronfman Gruppe, die 37% der Anteile an Labatt, Kanadas zweitgrößter Brauereigruppe hält, sucht angeblich einen Käufer. Anheuser Busch, Miller (Philip Morris), aber auch Heineken gelten als Interessenten. Für Anheuser Busch spricht, daß das Unternehmen bereits ein umfangreiches Lizenzabkommen mit Labatt hat und im Ausland expandieren will. Miller dagegen hat seit Jahren ein Lizenzabkommen mit Molson, dem schärfsten Rivalen von Labatt. Der Verkauf von Labatt wird auch dadurch wahrscheinlich, daß die kommenden Richtlinien für den internationalen Handel den kanadischen Biermarkt weiter öffnen werden.
Leimsparende Etikettierung -- Die abgebildete Etikettiermaschine der Fa. Langguth GmbH & Co., Senden- Bösensell, ist aufgrund ihres speziellen Etikettenmagazines in der Lage, sowohl runde als auch eckige Gefäße mit bis zu 30 000 Rundumetiketten/Stunde zu versorgen. Dieser Rundläufer verfügt über ein patentiertes Leimauftragssystem für Heißleim. Dabei sorgen Sprühdüsen für eine punktgenaue, berührungslose Anfangsbeleimung. Ein vertikaler Leimstreifen auf dem Überlappungsteil des Etikettes schließt den eigentlichen Etikettiervorgang ab (Endbeleimung). Dieses Verfahren reduziert den Leimverbrauch nach Angaben des Herstellers um nahezu den Faktor 10. Darüber hinaus gewährleistet es einen exakten Etikettensitz, auch bei Gefäßen mit instabilen Wänden..
Japan Zunahme der Bierimporte. -- Im Fiskaljahr 1991/92 (31. 3.) erhöhten sich die Bierimporte in Japan um 9,3% auf 1,03 Mio hl. Nach Angaben der Zollbehörde führte das Land 800 Biersorten aus 53 Ländern ein. Die Importquote lag bei 1,5%. Marktführer bei den Importbieren ist die USA mit einem Anteil von 76,6% vor Australien mit 4,7%, den Niederlanden mit 4,2% und Mexiko mit 2,6%. Biere aus Südkorea, den Philippinen und anderen asiatischen Ländern gewinnen in letzter Zeit immer mehr an Popularität.
Mehrweg- oder Einwegflaschen, Handlingskosten im Vergleich -- Nach einer Berechnung des Deutschen Handlingsinstituts (DHI), Köln, steigen die Kosten des Warenflusses im Handel um die Hälfte, wenn das Angebot von Fruchtsaftgetränken von Einweg- auf Mehrwegflaschen umgestellt wird. Diese Berechnung wurde in der Absatzwirtschaft 9/92 veröffentlicht. Das DHI rechnet dabei nach dem Modell der Direkten Produktrentabilität (DPR), womit seit 1987 die Kosten des Warenflusses im Handel ermittelt werden.
Die Neckarmüllerei - Gasthausbrauerei in Tübingen eröffnet - - Fast immer war die Hausbrauerei die Keimzelle der nachfolgenden größeren Brauerei. Es kann nun auch umgekehrt gehen, indem eine größere Brauerei sich eine solche Hausbrauerei zulegt, um so einem gastronomischen Bedürfnis nachzukommen. Das Brauhaus Mössingen, mit seinem traditionsbewußten Brauherrn Heinrich Fischer, ergriff die Gelegenheit beim Schopfe, als Tübingen das Gelände der früheren Neckarmüllerei zur Disposition stand. Diese einstige Neckarmüllerei war nie eine Müllerei, wiewohl dieses Anwesen direkt am Neckar liegt. 30 000 Studierenden ist allemal der Bedarf gegeben. Dies war im Februar 1991, und im September war es dann endlich soweit, daß der Oberbürgermeister von Tübingen, Dr..
Hong Kong Höchster Bierkonsum in Südostasien. -- Nach einer Marktstudie von Euromonitor, London, über die Trinkgewohnheiten im südostasiatischen Raum lag der Pro- Kopf-Bierverbrauch 1991 in Hong Kong bei 29,3 l vor Südkorea mit 28,3 l und Taiwan mit 22,2 l. Dagegen liegen die Südkoreaner bei den höherprozentigen Getränken wie Wein und Spirituosen mit 34,2 l vorne, vor Taiwan mit 11,4 l, Thailand mit 10,7 l und den Philippinen mit 10,2 l. In dieser Region spielen Markenbewußtsein und Qualität eine immer größer werdende Rolle. Aus diesem Grund wachsen die Importe bei Bier, Wein und Spirituosen aus dem Westen. In Hong Kong hat z.B. San Miguel einen Marktanteil von 65%. In der Region hat der Alkoholverbrauch mit wachsendem Einkommen und steigenden Bevölkerungszahlen zugenommen. 1,1 l..
Belgien Brauerei- und Mälzerei-Museum in Brügge. -- Das in der Innenstadt Brügges gelegene Brugs Brouwerij-Mouterij Museum wurde im Sommer 1991 eröffnet und hat guten Anklang gefunden. Es kann als das einzige Museum Brügger Industriearchäologie angesehen werden, hat es doch seinen Sitz in der 1902 errichteten alten Mälzerei der Brauerei 't Hamerken, die vollständig intakt geblieben ist und in der viele Maschinen noch an dem Platz stehen, an dem sie bis zur Stillegung 1976 gearbeitet haben. Vorbild in Deutschland ist hier das Brauerei- und Büttnerei-Museum der Gebr. Maisel in Bayreuth. Aus dem Lagerkeller der Brouwerij 't Hamerken aus dem Jahre 1932 wurden zwei Lagertanks hergerichtet und im Museum aufgestellt..
Belgien Die belgische Brauwirtschaft 1991 -- Auf der Jahresversammlung der Confederatie der Brouwerijen van Belgie (C.B.B.) wurde Jean Martens, der von 1989 bis 1992 den Vorsitz innehatte, turnusgemäß von Paul De Keersmaeker als Vorsitzender abgelöst. Der Ausstoß der 121 belgischen Brauereien belief sich im Jahre 1991 auf 13 798 763 hl Bier (+ 1,07%). Von diesen wurden 11 112 599 hl im Inland abgesetzt. Das bedeutet gegenüber dem Verbrauch 1989/1990 mit 11 724 001 hl einen Rückgang um 5,2%. Entsprechend verringerte sich der Pro-Kopf-Verbrauch von 118 l im Zeitraum 1989/1990 auf 112 l im Jahre 1991. Sehr stark ist die Einfuhr zurückgegangen, nämlich auf 458 782 hl, was gegenüber dem Vergleichszeitraum 1989/1990 ein Minus von 28,8% ausmacht..
Mikrobrauerei als komplette Einheit -- Auf der GIA in Paris, die vom 17. bis 21. 11. 1992 stattfand, wurde eine 5- hl-Anlage vorgestellt, die am Vormittag angeliefert und nachmittags bereits in Betrieb genommen werden kann. Zwei Wochen später wird das Bier, unter- oder obergärig, direkt neben dem Sudhaus gezapft. Die mit Eichenholz verkleidete Brautheke dominiert den Gastraum und vermittelt ein erlebnisorientiertes Ambiente. Nach Angaben des Herstellers, Packo International, und der Bavaria- Braugasthof, Bau + Service GmbH, Neustadt-Wied, belaufen sich die notwendigen Investitionen auf rd. 220 000 DM für das Grundmodul, dessen Kapazität auf 500 hl/Jahr ausgelegt ist. Geliefert wird die neue Gasthausbrauerei als komplette Einheit, auf einem Rahmen montiert (5 m x 2,30 m x 2,40 m)..
Ägypten Auslandsinvestitionen in der ägyptischen Brauindustrie möglich -- Auch in islamischen Ländern ist man wie in den vom staatlichen Alkoholmonopol bestimmten Ländern Skandinaviens hinsichtlich der Erzeugung alkoholischer Getränke vor allem für den Export und hinsichtlich des einheimischen Konsums ambivalent. Man freut sich über Gewinne und verbietet oder erschwert seinen Bürgern den Genuß. Die staatliche Pyramids Beverage Company, einzige Brauerei Ägyptens und erfolgreiches Staatsunternehmen des Landes, führt weder in ihrer Firma die Bezeichnung Bier noch darf für ihr Hauptprodukt Stella geworben werden. Und ihr Präsident Adel Abd al Wahid Gad bekennt, sich als Muslim des Biertrinkens zu enthalten. Diese kostet in der Gastronomie umgerechnet rd. Der Vertrieb erfolgt über rd..
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