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Zum Sachstand der Diskussion zur Thematik Verpackungsverordnung in Anbetracht der möglichen Unterschreitung der 72-%-Mehrwegquote teilte der Deutsche Brauer-Bund (DBB) folgendes mit:
q Die Quote für das Kalenderjahr 1998 ist im Vergleich zum Vorjahreswert von 71,35% wiederum gesunken, der genaue Wert wurde jedoch noch nicht publiziert.
q Die Fehlerbandbreite bei der Ermittlung der Quote dürfte wesentlich höher sein als bisher angenommen.
q Die laufende Nacherhebung wird sicher eine weiter sinkende Quote ergeben. Ob die Quote unterschritten wird, hängt letztendlich von der neu festzulegenden Fehlerbandbreite ab.
q Die Drohung mit der Einführung von Bepfandung und Rückgabe von Einweg hat keine Stabilisierung des Mehrweganteils gebracht..

Mit Unterstützung der Wissenschaftsförderung der deutschen Brauwirtschaft haben H. Hoffmeister, F. P. Schelp, D. Böhning, E. Dietz und W. Kirchner, Berlin, eine Untersuchung über den Alkoholkonsum in Deutschland und seine gesundheitlichen Aspekte durchgeführt. Die Ergebnisse wurden jetzt beim Springer-Verlag Berlin Heidelberg publiziert.
Die in diesem Buch beschriebenen Forschungsergebnisse beruhen auf Daten der nationalen und regionalen Bevölkerungsuntersuchungen, die im Rahmen der Deutschen Herzkreislauf-Präventionsstudie (DHP) durchgeführt wurden. Diese Daten erlauben, Bier als bevorzugtes alkoholisches Getränk der Deutschen mit Wein und anderen alkoholischen Getränken hinsichtlich gesundheitlicher Auswirkungen zu vergleichen..

Nach Angaben im CMA-Jahrbuch 1999 über den „Markt für Großverbraucher – Marktvolumen, Trends, Berichte aus der Praxis” belief sich der Außer-Haus-Konsum der in privaten Haushalten lebenden Personen in Deutschland im Jahre 1998 auf 121 Mrd DM. Davon entfielen 31,5 Mrd DM, d. h. 26%, auf Getränke (Endverbraucherpreise). Die Ausgaben für Getränke zum Essen außer Haus sind gegenüber 1997
lediglich um 0,5 Mrd DM gestiegen. Immerhin haben 92% der Befragten zum Essen ein oder mehrere Getränke bestellt. Dabei lagen die Cola-Getränke mit einem Anteil von 25% Reichweite an der Spitze. Mit je 18% schneiden Mineralwasser und Bier recht gut ab. Zu berücksichtigen ist bei diesen Zahlen, daß Getränke ohne gleichzeitigen Konsum von Essensbestandteilen nicht registriert wurden. 11,50 DM.B.a. Das 1.

Im Juli geriet die US-amerikanische Soft Drinks Industrie unter Beschuß, als ein Forscher in Texas eine Untersuchung veröffentlichte, wonach der Konsum von Soft Drinks zu Schäden an den Zähnen führt. Der Forscher glaubte herausgefunden zu haben, daß die Verbindung von Säure und niedrigem pH-Wert die Zahnsubstanz angreift. Diese Nachricht wurde von zahlreichen TV-Sendern aufgegriffen. Der Verband der Soft-Drinks-Getränkefachgroßhändler protestierte gegen diese Behauptung und wies darauf hin, daß eine Vielzahl von Faktoren die Katastrophen im Mundraum auslösten, so daß es keinerlei Beleg für die Behauptung des Forschers aus Texas gäbe. Frage: Wer hat hier das Menetekel der Schadensersatzforderungen gesehen?

Die Brauerei Prostejov (Kapazität: 200 000 hl Bier), die schon seit längerem in Zahlungsschwierigkeiten war, ging im August in Konkurs. Aufgrund fallenden Bierabsatzes – über Jahre betrug der Ausstoß rund 30% der Kapazität – und verstärkten Wettbewerbs hat Prostejov geschätzt CZK 90 Mio Schulden angehäuft.

Fraser & Neave (F&N), der in Singapur börsennotierte Konzern (Food, Getränke und Immobilien), verkauft 75% seiner Anteile am Getränke-Unternehmen Fraser & Neave Coca Cola Pte an The Coca-Cola Company. Im Gegenzug erhält F&N einen Anteil von 5,6% am Anchor Bottler Coca-Cola Amatil, dessen Wert mit USD 271,3 Mio beziffert wird. Mit dem Verkauf der Anteile zieht sich F&N aus dem Soft-Drinks-Geschäft in Südostasien zurück, mit der Ausnahme Malaysias, wo der örtliche Abfüller zu 90% in Besitz einer Tochterfirma von F&N ist. Hintergrund des Verkaufs ist, daß F&N sich auf seine Kerngeschäfte konzentrieren möchte, die nun Molkereien, Brauereien und Immobilien sind. Gleichzeitig will man an den Wachstumschancen des Coca-Cola Systems partizipieren, ohne selbst involviert zu sein.

South African Breweries braut nun Bier der tschechischen Marke Staropramen in der Kaluga Brauerei, nahe Moskau, die erst im Mai dieses Jahres eröffnet wurde. Die Entscheidung fiel, als die Abwertung des Rubels im vergangenen Jahr die beliebte Biermarke über Nacht dreimal so teuer werden ließ als ein in Rußland gebrautes Bier.

Obwohl Interbrew seit einigen Jahren in Rumänien aktiv ist – immerhin hält man jeweils 51% der Anteile an Bianca Bergenbier und Proberco und setzte 1997 bereits 665 000 hl Bier ab – hat der belgische Brauer kürzlich einen Vertrag mit Efes Pilsener unterzeichnet, der es Efes erlaubt, ab 2000 jährlich 400 000 hl der Marken Stella Artois, Bergenbier und Hopfen König zu brauen. Der Bierausstoß der Ploiesti Brauerei von Efes eigenen Bieren – Efes Pilsner, Efes Extra, Efes Light, Efes Dark und Caraiman – soll im nächsten Jahr 240 000 hl betragen. Efes hat rund USD 64 Mio in die Brauerei investiert (Kapazität: eine Mio hl Bier), die im Dezember 1998 in Betrieb genommen wurde. In Rumänien gibt es noch 74 Brauereien mit einer Gesamtkapazität von 15,9 Mio hl Bier..

Was tun, wenn der Bierkonsum stagniert? Nun, man versucht es mal mit Innovationen. Das war die Strategie, welcher der portugiesische Brauer Unicer im vergangenen Jahr folgte. Unicer führte die Marke Cool Beer ein, die einige Kommentatoren als einen Carlsberg-Verschnitt mit einem leicht veränderten Image und einer anderen Verpackung bezeichneten. Frage: Was ist dann daran noch ein Carlsberg-Verschnitt? Trotzdem, es könnte durchaus der Fall sein, da Carlsberg einen 31%igen Anteil an Unicer hält, dessen Bierabsatz 1997 3,4 Mio hl Bier betrug bei einem Marktanteil von 54%. Der zweitgrößte Brauer Portugals, Centralcer, zu 80% im Besitz von Bavaria, Santo Domingo, setzte 2,4 Mio hl Bier ab und kam auf einen Marktanteil von 39% (Canadean, The Foreign Facor Beer Report, London). (Zahlen für 1998).

Auch die Ärzte der Alpenrepublik machen sich Sorgen um die Gesundheit ihrer Landsleute. So präsentierte die österreichische Gesundheitsministerin Lore Hostasch eine Untersuchung, wonach 325 000 Österreicher alkoholabhängig seien bei einer Bevölkerung von acht Millionen Menschen. Aus diesem Grund befürworten die Mediziner entsprechende Aufdrucke auf Getränkeverpackungen.

Die neuseeländischen Brauereien erzeugten im Geschäftsjahr 1999 5% weniger Bier als im Vorjahr. Insgesamt wurden 308,4 Mio l Bier produziert. Wie das statistische Amt des Landes mitteilt, standen für den Konsum 309,7 Mio l Bier zur Verfügung – eine Abschwächung von 3,2% zum Vorjahr. Inländisches Bier – verfügbar für den Verbrauch – fiel um 2,7% zurück, Importbier verzeichnete gegenüber 1998 ein Minus von 10,9%. Das Weinvolumen dagegen stieg 1999 um 4,2%.

Der Konzern Interbrew, der bereits 71,07% der Anteile an der Brauerei Zagrebacka Pivovara besitzt (Nummer 2 auf dem Markt), hat den Aktionären ein Angebot unterbreitet, die restlichen Aktien zum Preis von USD 76,3 pro Aktie zu kaufen. Vor fünf Jahren hatte Interbrew einen Anteil von 23,7% erworben.

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