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Der Förderationsrat Rußlands hat Ende Dezember 1999 die Erhöhung der Verbrauchssteuer für Bier um durchschnittlich 30% und für Alkoholgetränke um 40% zum 1. Januar gebilligt.
Laut Wladimir Schischin, Generaldirektor der Vereinigung Piwoindustrija, in der die größten Brauereien Rußlands vereint sind, werden die Bierpreise dadurch um etwa 25% steigen. „Die Nachfrage nach Bier geht aus diesem Grund zurück, wodurch die Produktion unweigerlich sinkt”, fügte er hinzu. Schischins Berechnungen zufolge wurde im vergangenen Jahr in Rußland die Rekordmenge von 400 Mio dal Bier produziert. In diesem Jahr werde die Produktion auf etwa 330 Mio dal zurückgehen, meinte der Experte. Im Westen sind es 80 – 140 l pro Person und Jahr..

Der österreichische Getränkekonzern Brau-Beteiligungs-AG (BBAG) will mit einer Lizenzproduktion seiner Premium-Marke „Gösser” auf dem russischen Markt Marktanteile gewinnen. Kooperationspartner ist die Brauerei „Ostmark“ in Kaliningrad (Königsberg). Der Lizenzvertrag ist vorerst auf sechs Jahre befristet. Die Produktionsmenge soll im ersten Jahr 40 000 hl betragen und dann schrittweise auf 300 000 hl ausgebaut werden. Man habe das gemeinsame Ziel, für „Gösser“ einen 10%igen Marktanteil im gesamtrussischen Premium-Segment zu erreichen, sagte BBAG-Sprecherin Susanne Weichselbaum.
Im Gebiet Kaliningrad hält Ostmark mit seiner Hausmarke und den derzeit vier ebenfalls über Lizenzvereinbarungen produzierten Sorten einen Marktanteil von rund 50%..

Der Staatseigentumsfonds hat nach zwei Monaten Verhandlungen das Angebot des deutschen Investors Frederich Ipsen für die Brauerei Bere SA in Azuga akzeptiert. Vertraglich verpflichtet sich Ipsen, USD 7 Mio bis August 2000 in die Brauerei zu investieren, davon noch in diesem Jahr 750 000 Mark in eine Wasseraufbereitungsanlage, in den Fuhrpark sowie in eine Abfüllanlage mit einer Kapazität von 70 Fässern/Stunde. Nach Abschluß der Investitionen im nächsten Jahr werden die Kapazitäten der Brauerei auf 400 000 hl Bier im Bier Jahr verdoppelt sein.

Der dänische Bierproduzent Carlsberg A/S kaufte am 13. Januar 450 000 Aktien von der polnischen Brauerei Okocim SA und hat damit seinen Anteil an der Brauerei von 44,98% auf 47,02% erhöht, teilt das Unternehmen mit. Carlsberg A/S hält nun 10 344 842 Aktien der Okocim SA. Diese konnte im vergangenen Jahr ihren Bierumsatz gegenüber 1998 um 7,2% auf 1,6 Mio hl erhöhen.

Die Dojlidy-Brauerei in Bialystock, Nordost-Polen, will 11 Mio PLN (2,64 Mio Euro) in ihr Distributionsnetz investieren. Ein umfassendes Modernisierungsprogramm der Produktionsanlagen wurde im vergangenen Jahr abgeschlossen. 1999 verkaufte Dojlidy über 618 000 hl Bier (1998: 591 000 hl). 5% der Produktion wurden exportiert. Die Exporte sollen sich in diesem Jahr auf Grund von Verträgen mit deutschen Abnehmern verdoppeln. Eigentümer der Dojlidy-Brauerei ist die deutsche Binding-Brauerei AG, Frankfurt. Im vergangenen Herbst wurden 100 000 0,5-l-Flaschenbier nach Australien geliefert. Der nicht genannte australische Vertragspartner ist an der Biersorte Zubr in 0,5- und 0,3-l-Flaschen interessiert.

Im Rahmen einer außergewöhnlichen Hauptversammlung stimmten die Aktionäre von Allied Domecq dem Verkauf der Pub und Off-Licence Division an Punch Taverns für GBP 2,75 Mrd zu. Einige Kommentatoren beklagten sich darüber, daß die an diesem Verkauf beteiligten Parteien Punch, Whitbread und Allied wenig Zurückhaltung an den Tag legten. Offenbar waren diese Kommentatoren in den 80er Jahren noch nicht im Geschäft, denn da waren die Übernahmeschlachten mit entsprechendem Medienecho an der Tagesordnung. Was ebenfalls die Gemüter erregte, war die Tatsache, daß zum ersten Mal die Gebührensummen an die Öffentlichkeit drangen, die bislang stillschweigend an Anwälte, Notare, Berater usw. gezahlt wurden. Bei diesem Deal belaufen sie sich auf GBP 140 Mio. Punch trägt die Hauptlast mit GBP 100 Mio..

Jetzt hat es sich auch bei Australiern herumgesprochen, wie man eine richtige Party feiert – mit französischem Champagner und Importbieren. Laut Australian Bureau of Statistics sind im vergangenen Jahr die Bierimporte um 45,3% auf AUD 47,3 Mio gestiegen und die Importe von Champagner um 21,3% auf AUD 47,3 Mio.

Für die Braustätten Athen, Thessaloniki und Patras installierten die Athenien-Breweries S.A. neue Filteranlagen und größtenteils vollautomatische Prozeßtechnik. Der Bericht liefert Details über die neuen Installationen.
Im Jahr 1982 wurde in Patras der erste Kieselgurfilter FS 130 System „Beer“ aus dem Programm „Clear-plus-2000” der Firma A. Steinecker Maschinenfabrik GmbH, Freising, installiert. Eine Kapazitätserweiterung machte 1985 die Anschaffung einer zweiten Linie mit einer Leistung von ebenfalls 400 hl/h nötig..

Bei der Herstellung von Weizenbier mit Flaschengärung müssen einige Punkte zusätzlich beachtet werden, um Calciumoxalat in der Flasche zu vermeiden. Es reicht in diesem Fall das Grundprinzip der weitgehenden Fällung des Oxalates durch ausreichende Calciumgehalte (wie in Teil 1 beschrieben) nicht aus.

Leserbrief zum Artikel „Neues Verfahren zur thermischen Regenerierung von Kieselgur“ in der Brauwelt 44/99 vom 4. November 1999, Seite 2044

In dem oben genannten Artikel werden aus unserer Sicht Aussagen zu unserem Recyclingverfahren getroffen, zu denen wie folgt Stellung zu nehmen ist:
„Tremo-Gur” ist seit über 10 Jahren in der Brauindustrie akzeptiert, und es wurden bis jetzt über 20 000 t „Tremo-Gur” in unserer patentierten Anlage produziert und mit Erfolg als Filterhilfsmittel in Brauereien eingesetzt.
Die Veränderung der Korngrößenverteilung findet nicht – wie dargestellt – in unserem Glühprozeß statt. Die Ausführungen des Beitrages erwecken den falschen Eindruck, daß durch Produktveränderungen meist nur 20 bis 30% „Tremo-Gur” eingesetzt werden könnten.a. z.B. 50%.

Im Beitrag wird die Entwicklung des steuerpflichtigen Bierabsatzes nach Bundesländern und darüber hinaus die Entwicklung der 20 größten Biermarken mit ihrem Inlandsabsatz (über 1 Mio hl) in der Bundesrepublik Deutschland jeweils im Jahresvergleich 1999 zu 1998 dargestellt.

Schmuggler, Schnäppchenjäger, Stubenhocker. Die britischen Brauer haben die Krise. Abendgestaltung auf Englisch heißt neuerdings: auf dem Sofa sitzen, links die Fernbedienung, rechts das Billigbier aus Frankreich. Als wäre die Lage auf dem Biermarkt nicht schon schlimm genug, verleidet jetzt auch die Börse den Brauern die Lust am Geschäft.

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