Johan Peter Paludan, Institute for Futures Studies, Kopenhagen, beschrieb anläßlich des Berger-Seminares 1999 in München die sich ändernden Verbrauchergewohnheiten und zeigte auf, inwieweit die Braubranche davon betroffen sein könnte.
Zunächst ging Paludan auf einige Punkte ein, mit denen sich die Braubranche auseinandersetzen muß. So hat Bier z.B. nach seiner Einschätzung eher das Image eines Arbeitergetränkes. Wer will sich schon gerne mit diesem Image identifizieren.
Frauen haben zwar gelernt, alkoholische Getränke zu konsumieren. Sie trinken aber kaum Bier.
Die Globalisierung bringt eher den anderen Getränken eine Chance. Bier muß sich immer mehr dem Wettbewerb mit Spirituosen und dem Wein stellen. Das bringt Nachteile hinsichtlich Größe und Ertrag. Wert gelegt. Paludan z.
Im Lebensmitteleinzelhandel und in den Abholmärkten hat die 0,5-l-Bierdose in Deutschland in den ersten neun Monaten von 20,0% auf 21,5% bzw. 7,8 Mio hl zugenommen. Nach den Ergebnissen der IRI/GfK Retail Services, Nürnberg, ging das in erster Linie zu Lasten der 0,5-l-Mehrwegflasche, die von 62,3% auf 61% bzw. auf 24,3 Mio hl abnahm.
Nach einer Aufstellung des Deutschen Brauer-Bundes lag der Marktanteil der 0,5-l-Dose mit 43,4% in Berlin am höchsten und mit 11,0% in Baden-Württemberg am niedrigsten.
Bezüglich der Preisklassen gab es zwischen 1998 und den ersten neun Monaten 1999 vor allem in den beiden niedrigsten Stufen von 0,50 bis 0,59 DM/0,5-l-Dose und 0,60 bis 0,69 DM die größten Verschiebungen. Die zweite Preisgruppe dagegen sank von 26,2% auf 11,1% ab..
Derzeit liefert Merck KgaA die ersten Modelle des vollständig neu entwickelten ATP-Meßsystems HY-LiTE 2 aus. Das Testsystem, welches aus Gerät und fertig einsetzbarem „Pen“ besteht, soll eine objektive Information über die Reinheit von Arbeitsflächen oder Spülwasser im CiP-Prozeß geben. Merck und DiverseyLever haben Mitte 1998 ihre weltweite Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Hygieneüberwachung gestartet. Die Kooperation beinhaltet die gemeinsame Entwicklung von Produkten und deren Vermarktung an Hersteller unter anderem im Getränke- und Lebensmittelbereich.
Auf einer internationalen Konferenz „Beer ‘99“ über Bieretiketten und Etikettierung in Köln stellte die Veranstalterin, die Ahlstrom Papier-Gruppe, zwei neue einseitig gestrichene Papierqualitäten für Bieretikettierung vor. Die Abteilung Etiketten & Verpackung der Ahlstrom Papier-Gruppe ist eine der führenden Hersteller von Rohpapier für aufgedampfte, metallisierte Etiketten und von weißen Etikettenpapieren zur direkten Bedruckung mittels Offset, Tiefdruck oder Flexo. Die Gruppe stellt in vier modernen Produktionsanlagen in Frankreich, Belgien und Finnland ein umfangreiches Sortiment an hochnaßfesten Papieren für Bieretiketten für Druckereien und Metallisierungsbetriebe her, das speziell auf praktisch alle Anforderungen der Brauindustrie zugeschnitten ist.
Schwerpunkt der Entwicklung der neuen Ultraclean-Drehkolbenpumpen der Serie SX von Alfa Laval war der möglichst hohe Reinigungskomfort. Die Pumpenkammer ist so gestaltet, daß ein rückstandsfreies Entleeren von Emulsionen, Gelen usw. gewährleistet ist. Eine Verunreinigung der einzelnen Chargen durch Produktreste ist somit ausgeschlossen. Darüber hinaus kann ein Maximum an Rückstandsflüssigkeit wiedergewonnen werden.
Aufgrund der glatten Oberflächen und die außerhalb der Pumpenkammer fixierten Rotoren können sich keine Mikroorganismen ansammeln. Resultat: Die Pumpe ist 3A- bzw. FDA-konform und EHEDG-zertifiziert, sie entspricht den strengen Richtlinien hinsichtlich aseptischen oder sterilen Betriebsbedingungen.
SX-Pumpen können selbstverständlich CIP- oder SIP-gereinigt werden..
Mit zwei patentierten Barrierelösungen gibt Tetra Pak, Hochheim am Main, weltweit dem Markt für PET-Abfüllungen von Bier, Saft und kohlensäurehaltigen Getränken neue Impulse. Die Markteinführung der Systeme beginnt weltweit im ersten Quartal des Jahres 2000.
Glaskin™: Diffusionsdicht und geschmacksneutral
Beim Glaskin™ -System wird eine kristallklare, dünne Schicht aus Silikonoxyd (SiOx) auf die Innenseite fertig geblasener PET-Flaschen aufgetragen. Glaskin™ unterbindet den Gasaustausch und ist darüber hinaus geschmacksneutral. Tests mit Bier und Saft ergaben keinerlei Qualitätsbeeinträchtigungen der verpackten Produkte. Die GlaskinTM-beschichtete PET-Flasche von Tetra Pak ist für verschiedene Produkte und Märkte in Markttests erprobt worden..
Mit den DIN-Schienen-Varianten GMA 41/44 erweitert die GfG Gesellschaft für Gerätebau mbH, Dortmund, ihr Programm leistungsfähiger ortsfester Gaswarnanlagen zum Beispiel für Einsätze in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie.
Die neuen Auswerteeinheiten werden einfach an gängigen Hutschienen innerhalb eines Schaltschrankes eingehängt. Dank eines internen Stecksystems lassen sich beliebig viele Anlagen ohne Verdrahtungsaufwand miteinander kombinieren. Das GfG-Programm enthält Meßwertgeber für mehr als 100 verschiedene Gasarten. Jede Einheit wird dabei flexibel der Meßaufgabe angepaßt. Innerhalb des Meßbereiches können drei Alarmschwellen mit potentialfreien Kontakten eingerichtet werden. Die dreistellige Digitalanzeige meldet kontinuierlich die aktuelle Gaskonzentration..
„Ein gutes Verkaufskonzept ist genauso wichtig wie eine gute Bierqualität.“ Mit diesen Worten eröffnete Manfred Unkel, Hauptgeschäftsführer des Verbandes mittelständischer Privatbrauereien in Bayern, das Internationale Fachforum für Gasthaus- und Mikrobrauereien. Dieser Satz war dann auch am 11. November das Motto des Abends. Ungefähr 40 interessierte Fachleute aus der Brauwirtschaft haben sich hier anläßlich der europäischen Fachmesse für die Brau- und Getränkewirtschaft in Nürnberg zusammengefunden. Die fünf Referenten zeigten anhand sehr verschiedener Beispiele auf, wie ein gelungenes gastronomisches Gesamtkonzept „Gasthausbrauerei“ in der Praxis aussehen kann.
Beispiele für intelligente Etiketten beschrieb Dr. Udo Griebsch, Techn. Manager Verpackunsgdruckfarben, Sun Chemical Eurolab, Karlstein, anläßlich der Konferenz „Beer ’99” veranstaltet von der Ahlstrom Paper Group am 20. und 21. Oktober 1999 in Köln. Bei diesen intelligenten Etiketten lassen sich die Informationen auch dann noch verändern, wenn sie schon auf das Produkt aufgebracht worden sind. Sie behalten ihre Informationen ein Jahr lang. Diese Etiketten können mit verschiedenen externen Einrichtungen kommunizieren und auch z. B. Musik, Slogans usw. von sich geben.
Thermochromische Tinten ermöglichen die Anzeige bestimmter Temperaturbereiche. Dabei werden Mikrokapseln mit Flüssigkristallen in Acrylharz in der Tinte dispergiert. B. in UV-beleuchteten Diskos. B. Das bringt z. B. Dr.
Alles Wissen ist macht- und wirkungslos, so es nicht in Anwendung gebracht wird. Wir bauen unsere Welt nicht durch schöne Ideen, sondern durch die tatsächliche Umsetzung der Ideen. Das erfordert Übung, Training, Vergleich, Überprüfung, Anwendung und Wiederholung. All das bietet das Beratungs- und Trainingsteam Pro Mensch im Unternehmen GmbH in diesem Jahr der Getränkebranche. Von Februar bis Oktober finden sechs unterschiedliche Seminare statt, in denen verschiedene Zielgruppen angesprochen werden (s. Kasten). Der Fachverlag Hans Carl, ältester Getränke-Fachverlag der Welt, fördert und empfiehlt diese Seminare und wird darüber in Auszügen exklusiv berichten.
Mit einer außergewöhnlichen Werbekampagne und einem Werbeetat von über 60 Mio DM richtet Warsteiner seine Marke auf das neue Jahrtausend aus. Der von der Werbeagentur J. Walter Thompson, Hamburg, enwickelte Auftritt ist dabei bewußt keine Revolution, sondern eine evolutionäre Weiterentwicklung, bei der die gewachsenen Warsteiner Markenwerte neu in Szene gesetzt werden.
In TV-Spots und Anzeigen inszeniert die Marke Warsteiner die „Goldenen Momente“ des Lebens. Momente des Glücks, der Begeisterung oder der Vorfreude. Die Botschaft „Das einzig wahre Warsteiner“, mit der die Marke zum Marktführer in Deutschland geworden ist, gewinnt in diesem Zusammenhang eine vollkommen neue Bedeutung. Sie bindet die emotionalen „Goldenen Momente“ direkt an die Marke..
Die Zahl der Shopping-Center in Deutschland hat sich in den vergangenen acht Jahren fast verdreifacht. Gab es im Jahr 1990 erst 97 Center, so wuchs ihre Zahl bis 1998 auf 266. Für die Kunden ist das Einkaufen dort attraktiv, bieten die Center doch neben der Vielzahl von Geschäften unter einem Dach auch Parkplätze in Hülle und Fülle. Zudem laden Cafés und Restaurants zum Verweilen ein. Allerdings gibt es auch eine Kehrseite: Die Attraktivität geht oft zu Lasten alteingesessener Geschäfte. Das gilt besonders für die Center in den neuen Ländern, von denen viele auf der grünen Wiese entstanden sind. Sie ziehen oft die Kaufkraft aus den Innenstädten ab, deren Einkaufsmeilen zunehmend veröden.
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