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"Wir haben schon lange keinen deutschen Markt mehr, sondern einen eng verflochtenen EU-Markt für Braugerste, Malz und Bier", mit diesem Statement eröffnete Holger M. Gauger, Gauger, Zaventem/Belgien, sein Referat über den internationalen Markt. Und über den Binnenmarkt hinaus - seit einem Jahr sind die europäischen Teilnehmer an der Lieferkette durch den Wegfall der Exporterstattungen und die legale Umgehungsmöglichkeit der Importzölle voll und ganz in den Weltmarkt geworfen worden. Das eröffnet Chancen und Risiken, über die sich alle Beteiligten im Klaren sein müssen.
In Deutschland ist die Braugerstenproduktion leider viel zu niedrig, in der EU gibt es meist noch genug. Wenn Braugerste zu teuer ist, weichen nicht nur die Chinesen auf Futtergerste aus, so Gauger.
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Später als sonst wird in der Europäischen Union eine insgesamt kleinere Sommergerstenernte als im Vorjahr eingebracht. Verzögerungen bei der Aussaat, langsame Abreife und immer wieder Regenunterbrechungen der Erntearbeiten haben dazu geführt, dass die Ernte bis zum 28. August nur in den traditionell früh erntenden Ländern wie Spanien, Frankreich und Österreich abgeschlossen ist. In Dänemark, Deutschland, den Niederlanden und auch im Süden Schwedens sind mindestens 80% oder mehr eingebracht, während in England, Schottland und Irland, sowie in Finnland (nicht ungewöhnlich) noch wesentlich mehr auf dem Halm steht. Aus England und Schottland wird bereits über Splits, Auswuchs und Fusarium berichtet. Auch Dänemark meldet vereinzelt Auswuchs, besonders bei der Sorte Barke.T.
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Im Rahmen eines offenen Treffens der US-Hopfenindustrie wurde die Idee eines Programms zur branchenweiten Sortenzertifizierung für Hersteller und Händler besprochen.
Der Vorschlag sieht vor, dass ein neutraler Dritter die Hopfenlieferungen an die Brauerei auf die Sorte überprüft. Gegenwärtig arbeiten die beiden Handelspartner auf Treu und Glauben. Bei diesem Programm würden nun zufällig Proben von den existierenden Proben der Qualitätssicherung genommen und mit Hilfe moderner wissenschaftlicher Tests auf die Sorte untersucht. Die geprüften Chargen erhielten dann ein Zertifikat, dass die tatsächliche Sorte mit der vereinbarten Sorte übereinstimmt. Bis jetzt sind die Details eines solchen Programms noch offen. Alle drei Hopfenhandelshäuser würden diese Zertifizierung verwenden..
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Mit nur kurzen Regenunterbrechungen konnte in den letzten Wochen die Braugerste zügig und trocken geerntet werden. Trotz der schwierigen, sehr späten Aussaatbedingungen und der damit verbundenen kürzeren Vegetationsperiode konnte die Sommergerste dank des günstigen Witterungsverlaufes dieses Manko ausgleichen. Im Gegensatz zum Vorjahr zeigten schon die ersten Schätzungen Ende Juli, dass in diesem Jahr mit Ausnahme von einigen Ausreißern zufriedenstellende Eiweißwerte erzielt wurden. Die Durchschnittswerte dürften um die 11% liegen bzw. knapp darunter. Bei der Kornausbildung, die anlässlich der einzelnen Braugerstenrundfahrten noch relativ günstig beurteilt wurde, mussten jetzt gewisse Abstriche gemacht werden, doch geben die ermittelten Werte generell wenig Anlass zu Beanstandungen.
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Das Resultat der Fusion von Joh. Barth & Sohn und Hopunion vergangenes Jahr war nicht nur die Weltmarktführerschaft in der Hopfenindustrie, sondern auch die einzige Organisation der Hopfenbranche mit globalen Anspruch und Reichweite. Nach raschen und erfolgreichen Integrationsfortschritten ist die Barth-Haas Gruppe heute der größte Hopfenproduzent und die Nummer Eins unter den Hopfenhandelsunternehmen. Verarbeitet werden rund 40% der Welthopfenernte, geboten werden ein umfassendes Produktportfolio.
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Schill-Malz wurde vor über 140 Jahren gegründet und ist heute in der fünften Generation in Familienbesitz. Seit seinen handwerklichen Anfängen konnte sich das Unternehmen besonders in den letzten Jahren mit seinen sechs Produktionsstätten und einer Gesamtproduktion von 310 000 t zu einer der führenden Handelsmälzereien weltweit entwickeln. Im Inland hat man vier Mälzereien, die alle Brauereien in Deutschland frachtgünstig mit qualitativ hochwertigem Malz beliefern können. Durch eine Kooperation mit Tivoli Malz in Hamburg wurde die gemeinsame Tochterfirma GlobalMalt gegründet, die die Aktivitäten des Malzverkaufs und der Malzproduktion in den Ländern außerhalb der Europäischen Union bündelt..
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Wegen der schwierigen Aussaatbedingungen konnte in ganz Deutschland generell die Sommergerste erst sehr spät in den Boden gebracht werden. In vielen Anbauregionen erstreckte sich die Aussaat bis Anfang Mai. Dank des relativ günstigen Witterungsverlaufes hat die Sommergerste die späte Aussaat zwischenzeitlich einigermaßen kompensieren können. Die Bestandesdichte läßt zwar in vielen Gebieten zu wünschen übrig, doch könnte sich dies wiederum positiv auf die Kornausbildung auswirken.
Auch in diesem Jahr versucht die Braugersten-Gemeinschaft e.V. unter Mitwirkung der Landesförderungsverbände einen Überblick über die zu erwartende Braugerstenernte zu vermitteln, wobei der Hinweis nicht fehlen darf, dass mit fortschreitender Ernte das jetzt vorliegende Zahlenmaterial angepaßt werden muß.
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Bei der Jahresversammlung des Verbandes der Hopfenkaufleute und -veredler e.V. Ende April begrüßte der amtierende 1. Vorsitzende, Peter Barth, die vollzählig erschienenen Handelsfirmen. Er wies darauf hin, dass in einer Zeit von Unternehmenszusammenschlüssen in der Braubranche auch beim Hopfenhandel eine Verringerung der Zahl der Firmen unumgänglich war. Nach den erfolgten Zusammenschlüssen von Firmen, aber auch von Erzeugergruppen, seien jetzt im Wesentlichen vier Gruppen im Hopfenmarkt tätig und stellten für die Braubranche zuverlässige und wettbewerbsfähige Partner dar. Jetzt sei es vordringliche Aufgabe, dass die angestrebte Verbesserung der wirtschaftlichen Lage des Hopfenhandels auch umgesetzt wird. Vielmehr müssten die Kosten der Fusionen beim Handel erst noch verdaut werden.B.G.
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Bereits seit über zehn Jahren befand sich beim Bamberger Spezialmalzhersteller Mich. Weyermann GmbH & Co. KG in der Warenwirtschaft eine speziell auf Mälzereien zugeschnittene Standardlösung im Einsatz. Das Ende der Ausbaufähigkeit des Systems gab den Ausschlag zur Neuorientierung. Zudem ließen die Themen Euro-Einführung und Jahr- 2000-Problematik die notwendigen verlässlichen Strategien vermissen, wodurch die Suche nach einem geeigneten Nachfolgeprodukt im Sommer 1999 zur Chefsache avancierte. Der Bericht beschreibt die Auswahl einer geeigneten Lösung und deren Umsetzung .
Die Suche konzentrierte sich auf eine integrierte Warenwirtschaftslösung, die im perfekten Zusammenspiel mit einem leistungsfähigen Rechnungswesen arbeitet."
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