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Marketing

Nach der jüngsten Umfrage von “Horizont” und GfK sind 86,3 Prozent der Bundesbürger der Meinung, daß es zuviel Werbung gibt. Im Jahre 1997 sind die Ausgaben für die Werbung in Deutschland um rd. sechs Prozent gestiegen. Überproportional war das Fernsehen mit einem Plus von zehn Prozent daran beteiligt. Während die Ergebnisse dieser Umfrage in den Jahren 1995 bis 1997 eine linear zunehmende Akzeptanz der Werbung zeigten, haben zu Beginn des Jahres 1998 die Kritiker wieder zugenommen. Frauen und ältere Personengruppen gehen kritischer mit der Werbung um als Männer und jüngere Personen.
Am stärksten empfinden die Verbraucher den Werbedruck beim Fernsehen. Am wenigsten stört die Werbung offenbar an Verkehrsmitteln, in Geschäften, an Haltestellen in Wartehäuschen und an Litfaßsäulen..

„Problemgerechter Einsatz von Marktforschung – Marktforschung als Investition“ lautete das Thema des eher theoretisch angelegten Vortrages von Manfred Bretz, Leiter Marktforschung der Nestlé Erzeugnisse GmbH, Frankfurt, anläßlich der 43. Brauwirtschaftlichen Tagung am 28. April 1998 in Weihenstephan.
Die Marktforschung hat lt.

Marktforschung ist aber kein Ersatz für fehlendes Verständnis für Verbraucher und ihre Bedürfnisse.
Sie ist eine Investition, die sich für das Unternehmen rechnen muß und nicht nur durchgeführt wird, weil es schön ist, irgend etwas zu wissen. Deswegen sollte man vor Beginn der Marktforschung genau wissen, warum und wie sie durchgeführt wird und ob das zu erforschende Wissen, vielleicht nicht bereits anderswo vorhanden ist. T..


Die Produzenten von Mineralwässern, Colagetränken und anderen alkoholfreien Erfrischungsgetränken erzielten vom Dezember 1995 bis November 1997 einen Umsatz von 22,5 Mrd DM. Im gleichen Zeitraum investierten sie mit 851 Mio DM knapp vier Prozent des Umsatzes in Marketingmaßnahmen. Der Schwerpunkt der Werbung für alkoholfreie Erfrischungsgetränke liegt vom April bis Juli. Allerdings ließ sich im Beobachtungszeitraum kein eindeutiger Zusammenhang zwischen der Höhe der Werbeaufwendungen und dem Absatz feststellen.
Mit einem Umsatz von 3,8 Mrd DM lag Mineralwasser klar an der Spitze des Gesamtmarktes mit einem Umsatz von 11,5 Mrd DM. Cola- und Cola-Mix-Getränke brachten es auf knapp 2,3 Mrd DM..


Wie bereits kurz berichtet, überlegt die Bundesregierung Bierwerbung im Fernsehen im Zusammenhang mit Sportsendungen zu verbieten, setzt zur Zeit aber noch auf eine „freiwillige” Vereinbarung mit der Wirtschaft. Wie die „Süddeutsche Zeitung” in ihrer Ausgabe Nr. 92 vom 22. April 1998, S. 29 schreibt, hat sich die Tabakindustrie vor längerem auf eine derartige Vereinbarung eingelassen und steht nun trotzdem in der EU vor einem totalen Reklameverbot. In Deutschland ist der Bierabsatz in den letzten Jahren leicht rückläufig, obwohl sich die Ausgaben für die Bierwerbung enorm erhöht haben. Im Jahre 1997 wurden für die Bierwerbung insgesamt 787,4 Mio DM (+2,1%) ausgegeben. Der Pro-Kopf-Verbrauch ist aber dennoch auf 131 l leicht gesunken. Der Löwenanteil der Bierwerbung, nämlich 57,2% bzw.


Je mehr Ritter, Wappen und Schlösser auf den Etiketten Schweizer Weine zu finden sind, desto größer war die Ausgabebereitschaft von 120 befragten deutschen Verbrauchern. Diese Bilanz erschütterte die Tester. Dies ergab eine gemeinsame Studie der Uni Augsburg und Walliser Wirtschaftsschule, die die Swisswine News 2/97 veröffentlicht hat. Je mehr aufgelegtes Blattgold, desto größer die Ausgabenbereitschaft (+ 10 Prozent gegenüber Golddruck). Ein kleines Adler-Sujet anstelle der Abbildung eines Weinbauern auf dem ansonsten gleich gestalteten Etikett brachte eine spontane Bereitschaft, für die Flasche 25 Prozent mehr hinzulegen. Beim Rotwein sind die Farben schwarz und gold wertsteigernd, beim Weißwein sind helle, besser noch weiße Etiketten gefragt. Auch die Flaschenform ist von Bedeutung..


Die Tankstellen-Shops haben als Einkaufsstätte, besonders beim Kauf des Tagesbedarfs, mittlerweile einen festen Platz in der deutschen Handelslandschaft. Nach einer Studie von der Lekkerland Deutschland GmbH & Co. KG in Zusammenarbeit mit dem Institut für Handel und Internationales Marketing an der Universität des Saarlandes unter der Federführung von Professor Dr. Joachim Zentes akzeptiert der Verbraucher zugunsten eines bequemen und schnellen Einkaufs auch höhere Preise. Eine Preissenkung auf Supermarktniveau würde weder zu einem signifikanten Umsatzanstieg führen, noch den ohnehin hohen Marktanteil der Tankstellenshops am Covenience-Einkauf spürbar steigern.
Besonders beliebt ist der Tankstellenshop bei den 25–34jährigen. Convenience-Shopping wird weiter zunehmen..


Nach Angaben von Siegfried Vögele, Leiter des Instituts für Direktmarketing, Gelting/München, wächst Direktmarketing jährlich um fünf bis sieben Prozent. Die Ausgaben für Direktmarketing sind von 1996 auf 1997 um rd. 40 Prozent auf ca. 33 Mrd DM angestiegen. Entscheidend sind, so Vögele, die ersten 20 Sekunden nach dem Öffnen von Werbebriefen. Sie entscheiden über Weiterlesen oder Wegwerfen. Bilder sind besonders wichtig, weil nach einer Studie der Universität Saarbrücken nur drei Prozent der Wörter überhaupt angesehen werden. Die Kosten pro Kontakt bezifferte Vögele auf insgesamt 2 DM.


Eine Privatbrauerei mußte feststellen, daß ihr ein Kunde untreu geworden war. Der Betreiber der Gaststätte „Grillstuben“ hatte Bier bei einer Getränkehändlerin gekauft, obwohl er sich in einem Grundstückskaufvertrag dazu verpflichtet hatte, ausschließlich Bier der Brauerei zu beziehen. Die Privatbrauerei focht den Streit nicht nur mit dem ungetreuen Gastwirt aus: Sie wollte auch der Getränkehändlerin per Gericht verbieten lassen, ihm weiterhin Bier zu verkaufen. Die Händlerin nutze damit in unlauterer Weise den Vertragsbruch des Gastwirts aus.
Mit ihrer Klage hatte die Brauerei beim Oberlandesgericht Frankfurt am Main keinen Erfolg (6 W 84/96J). In der Bierbranche sei es üblich, daß sich die Kunden einer Brauerei gegenüber verpflichten, ausschließlich deren Bier auszuschenken..


22,74 Mio Bürger in Deutschland, bzw. 46 Prozent der Gesamtbevölkerung, sind nach Angaben von Dr. Anna Deisenberg Studienleiterin der Burda Medien-Forschung, München, Erben. 40,8% der Erben genießen ihre Erbschaft bereits, 5 Prozent dieser Gruppe rechnen mit einer weiteren Erbschaft. Der größte Teil der Erben-Generation, nämlich 54 Prozent, erwartet seinen Erbteil noch.
Die Erben, die ihr Erbe bereits angetreten haben, sind im Durchschnitt 53 Jahre alt, also älter als der Durchschnitt der Bevölkerung (45 Jahre). Die zukünftigen Erben sind im Durchschnitt 32 Jahre alt.
Die Erben sind lt. Dr. Deisenberg eine hervorgehobene Elitegruppe mit überdurchschnittlich gutem sozialen Standard, einer qualifizierten Ausbildung und einer guten Karriere..


Die Werbeausgaben von Unternehmen der Konsumgüterindustrie steigen von Jahr zu Jahr. Die größten Steigerungsraten hat zweifelsohne die Brauwirtschaft zu verzeichnen. Die Ausgaben für die klassische Bierwerbung lagen im Jahr 1970 bei 73 Mio DM, erhöhten sich dann in großen Sprüngen auf über 700 Mio DM im Jahr 1995 und betrugen im Jahr 1996 ca. 850 Mio DM (alle Zahlen ohne Sponsoring).
Der Verdrängungswettbewerb in der Brauwirtschaft wird über die Fernsehwerbung und über das Sponsoring der Premium-Brauereien maßgeblich beeinflußt und verstärkt. Kleine und mittlere Brauereien sind nicht in der Lage, sich an diesem Wettbewerb zu beteiligen. So stellt sich generell die Frage, durch welches Medium kleine und mittlere Brauereien auf ihre Produkte aufmerksam machen können.-Kfm. Dr..


Bundesgesundheitsminister Seehofer hat gefordert, die Werbung für alkoholische Getränke als ersten Schritt im Umfeld von TV-Sportsendungen auf sogenannter freiwilliger Basis der Wirtschaft auszuschalten. Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) wies noch einmal darauf hin, daß Werbeverbote ein untaugliches Mittel zur bekämpfung des Alkoholmißbrauchs sind.