In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres hat Anheuser-Busch 52,8 Mio hl Bier in den USA abgesetzt, ungefähr gleich viel wie im ersten Halbjahr 1996. Miller mußte im gleichen Zeitraum einen Verlust von 2,8% auf 26,3 Mio hl hinnehmen. Coors dagegen erzielte ein Plus von 2,4% auf 12,05 Mio hl. Stroh nahm um 9,9% auf 9,8 Mio hl ab. Die restlichen einheimischen Brauereien dagegegen nahmen um 13,7% auf 8,12 Mio hl zu.
Der Biermarkt in den USA stagnierte in den letzten zehn Jahren, im wichtigsten Teilmarkt, Kalifornien, war er sogar rückläufig. Einer der Gründe dafür ist das in den letzten Jahren gestiegene Fitneß- und Ernährungsbewußtsein der US-Bevölkerung. Preissenkungen sollen der schwächeren Nachfrage entgegenwirken, führen jedoch zu einem verschärften Wettbewerb, der dem Verbraucher günstigere Preise, den Brauereien jedoch geringere Gewinne beschert.
Vier Konzerne teilen sich insgesamt 85,5% des US-Bierabsatzes; davon entfallen 45,4% auf Anheuser-Busch Co., St. Louis, 21,8 % auf Miller Brewing Co. 10% auf Coors und 8,3% auf Stroh. Für den Bierabsatz sind auf dem amerikanischen Markt neben dem Preis auch das Produktimage und die Werbung entscheidend.h. insgesamt rd. 200,5 Mio barrels Bier auf..
Die Regierung der Slowakei hat nur den vier größten Brauereien Tschechiens, Pilsner Brauereien, Budejovicky Budvar, Staropramen und Radegast, erlaubt, lediglich 70% der geplanten Bierimporte aus Tschechien zu liefern. Im letzten Jahr hatten die tschechischen Brauereien 650 000 hl in die Slowakei importiert.
Für das laufende Jahr rechneten sie mit insgesamt 700 000 bis 800 000 hl, nachdem die slowakische Regierung die Importabgabe erhöht hatte. Die Slowakei setzte aber die Importquote für tschechisches Bier auf 530 000 hl fest.
In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres setzten die tschechischen Brauereien in der Slowakei bereits 174 000 hl ab, 17% mehr als im letzten Jahr..
Der größte Mineralwasserbetrieb im südosteuropäischen Raum, die Knjaz Milos, Arandjelovac/Serbien, expandiert und wird eine weitere, komplette KHS-Mineralwasser-Abfüllinie aufstellen. Der Vertrag über die 8-Mio-DM-Investition wurde im Juli 1997 von Generaldirektor R. Marjanovic in Bad Kreuznach unterzeichnet. Die für 24 000 Fl./h ausgelegte Anlage ist u.a. ausgerüstet mit Be- und Endpalettierer, Circlepacker, einer Einend-Flaschenreinigungsmaschine, einem mechanischen Füller mit doppelter Vorevakuierung sowie einer Etikettiermaschine. Es können Mineralwasser und Erfrischungsgetränke in 1-l-Mehrwegflaschen abgefüllt werden. Zur Herstellung der Softdrinks wird ein KHS Mixer eingesetzt.
Die Gruppe Soufflet und die Brauerei Baltika wollen in St. Petersburg eine neue Mälzerei bauen. Die Kapazität soll 150 000 t/Jahr betragen. Damit könne man den Malzbedarf der russischen Braubranche zu 40% decken. Die französische Gruppe wird etwa 50 Mio US-$ investieren, Baltika stellt das Gelände und Gebäude zur Verfügung. Die Inbetriebnahme soll im Mai 1999 erfolgen. An dem Gemeinschaftsunternehmen ist Soufflet zu 70% und Baltika zu 30% beteiligt. Die Baltika erzeugte 1996 mehr als 1,7 Mio hl Bier und will 1997 auf 2,5 Mio hl kommen.
Um die Kapazität und die Produktion der Wien AG, St. Petersburg, zu erweitern, wollen die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) (33,3 % Aktienanteil) und das finnische Unternehmen Sinebrychoff (66,6 % Aktienanteil) rd. 60 Mio US-$ in diese Brauerei investieren. In der auf zwei bis zweieinhalb Jahre berechneten zweiten Modernisierungsphase sollen die Produktionskapazitäten verdreifacht werden. Sinebrychoff investierte zwischen 1993 und 1996 rd. 30,77 Mio US-$ in die Modernisierung der Wien AG. So wurden 1994 eine neue Abfüllanlage, 1995 eine Wasseraufbereitungsanlage mit einer Leistung von 75 m3/h und 1996 eine Dosenabfüllanlage mit einer Stundenleistung von 26 000 Dosen in Betrieb genommen. 1997 plant man 300 000 hl Bier und 60 000 hl Softdrinks zu produzieren. Lt..
Die westrumänische Brauerei Arbema, Arad, will ihren Ausstoß von untergärigem Bier von zur Zeit rd. 250 000 hl auf 350 000 hl steigern. Deshalb soll eine neue Abfüllinie für 36 000 0,5-l-Euro- und NRW-Flaschen sowie 0,33-l-Vichy-Flaschen installiert werden. Lieferant der Komplettlinie ist die KHS AG, Dortmund.
Die Anlage ist im Trockenteil ausgerüstet mit Palettenmagazin, Bepalettierer, Palettentransportsystem und jeweils einer Ein- und Auspackmaschine. Da das Leergut teilweise noch unkontrolliert und nicht immer auf Paletten die Brauerei erreicht, geschieht die Kastenaufgabe vorerst weiterhin von Hand. Anschließend werden die Kästen in einem Kastenwascher gereinigt.
Der Naßteil ist u.a. ausgestattet mit einer Einendreinigungsmaschine incl./h in der Brauerei Timisoara..
Mitte Mai 1997 wurde die erste Anlage zur Coca-Cola-Herstellung in Moldawien von Coca-Cola Bottlers Chisinau, einem von Coca-Cola Molino geführtem Joint-venture, eröffnet. Die 10 Mio DM teure Anlage habe eine Kapazität von über 12 000 Flaschen pro Stunde. Für das Gesamtobjekt sollen rd. 20 Mio US-$ investiert werden.
Im Jahre 1996 betrug der Pro-Kopf-Verbrauch an Bier in Lettland 27 l. In den letzten Jahren ist er kontinuierlich leicht angestiegen. Allerdings hatte er 1991 bereits 31 l betragen. In Litauen liegt er bei 32 l und in Estland bei 34 l. Marktführer ist in Lettland weiterhin die Brauerei Aldaris mit 390 000 hl bzw. 57% Marktanteil. Die Brauereien Varp und Riga bringen es auf je 8% und die Brauerei Cesis auf 6% Marktanteil. Die Importe erreichten einen Anteil von 5%. Auf Wodka und Liköre entfielen 1996 rd. 53% aller alkoholischen Getränke. Bei Bier waren es 18% und bei Wein 22%.
In Großbritannien nimmt der Biermarkt seit Jahren um 1 bis 2% ab. Die Importbiere werden immer beliebter. Immer mehr Briten trinken ihr Bier lieber zu Hause als im Pub. Auch als Folge davon haben die britische Gruppe Grand Metropolitan und die australische Brauerei Foster’s ihre 4300 Pubs, die sie gemeinsam besaßen, an die japanische Finanzgruppe Nomura verkauft. Diese nimmt jetzt mit 5400 Pubs den Spitzenplatz in Großbritannien ein vor Allied Domecq mit 4000 Pubs, ebenfalls ohne eigene Brauerei, was den Pub-Besitzern viel mehr Verhandlungsfreiheit gibt als früher, als die meisten Pubs in Besitz der Brauereien waren. Seit 1989 ist die Zahl der Pubs in Großbritannien von 68 000 auf 61 000 zurückgegangen.
Die Brauereien reagieren mit Rationalisierungsmaßnahmen. Australien..
In Großbritannien sind jetzt Milch-Shakes auf den Markt gekommen, deren Alkoholgehalt über dem der meisten Biere liegt. Die Getränke mit Bananen- und Erdbeerenaroma haben einen Alkoholgehalt von 5% und werden als „alkoholische Milch-Cooler“ unter dem Markennamen „Moo“ angeboten. Gesundheitsexperten warnen davor, daß diese Getränke Jugendliche zum Alkoholgenuß verführen könnten. Dies wird vom australischen Hersteller und dem britischen Vertreiber natürlich verneint.
Vor kurzem übernahm die Yellow River Group, wohl die größte Brauerei im Westen Chinas, die Huinan Brewery Plant, Provinz Shaanxi, und will auf diesem Wege ihre Produktion verdreifachen. Der forcierte Erwerb in Konkurs gegangener Brauereien ist lt. Manager Wei Zhuxin der Weg des Unternehmens, um zu den zehn größten Brauereien Chinas zu gehören. 1996 war man auf Platz 29 mit 1,2 Mio hl Jahresproduktion, 1997 sind 3,0 Mio hl geplant, 1998 5,0 Mio hl. Nach der Anfang 1998 erwarteten Zustimmung der Zentralregierung will Yellow River an die Börse gehen und verspricht sich dadurch u.a. 50 Mio US-$ Kapitalzuwachs, der für Zukäufe und die Aufstockung des Betriebskapitals verwendet werden soll.
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