In Norwegen wurden 1996 insgesamt 2,299 Mio hl Bier hergestellt, davon entfallen über 95% auf die Gruppe mit einem Alkoholgehalt von 3,75 – 4,75%. 4% sind Leichtbiere mit einem Alkoholgehalt zwischen 0,7 und 2,75%. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei 53 l/Jahr und ist gegenüber den Vorjahren nahezu konstant. Der Anteil Pilsner Bier dominiert den Markt in 1996 mit 90% der gesamten Absatzmenge. Daneben werden noch Leichtbier, Alkoholfreies Bier und Weihnachtsbier gebraut. In Norwegen gibt es zehn Brauereien und insgesamt 15 Braustätten, die hauptsächlich in Mehrwegbehälter abfüllen. Der Faßbieranteil liegt landesweit bei 27%. Der Anteil Mehrweg-Glasflaschen in den Größen 0,33, 0,35, 0,5, und 0,7 l liegt bei 68% des Gesamtausstoßes. Die Dosenrate liegt bei unter 1%..
Mit einem Bierausstoß von 9,362 Mio hl Bier (ohne alkoholfreies Bier) sank die Bierproduktion in Österreich nach Angaben des österreichischen Brauereiverbandes im Vergleich zum Vorjahr auch 1997 (–1,9%). Der Inlandsbierausstoß wurde mit 8,773 Mio hl nur annähernd gehalten, die Produktion für den Heimmarkt sank um 0,7%. Die Exportbierproduktion belief sich auf 589 000 hl (17,4%). Die österreichische Bierproduktion sinkt seit 1995. Der Rückgang ist bedingt durch einen gesättigten Inlandsmarkt, drastische Einbußen im Export sowie einen sinkenden Pro-Kopf-Verbrauch. Dieser lag 1997 bei 113,2 l (gegenüber 1996 – 0,7%).
Nach dem Erwerb der dritten rumänischen Brauerei hat die österreichische Gruppe BBAG ihren Marktanteil in Rumänien von 5% auf 14% angehoben. Die Malbera Brewery hatte 1997 einen Ausstoß von 340 000 hl bei einer Kapazität von 450 000 hl. Bis zum Jahre 2000 soll die Kapazität dort auf 500 000 hl ausgebaut werden. Die SEMSA, Spanien, hat investiert in die Brauereien Grivita (1996: 630 000 hl) und Haber (425 000 hl). Die SAB hat Interessen an Ursus (470 000 hl), Pitber (253 000 hl) und Vultural (149 000 hl). Interbrew hat sich eingekauft in Bianca (289 000 hl) und Proberco (146 000 hl). Carlsberg baut eine Braustätte für Tuborg, Efes, Istanbul, in Ploesti. Die BBAG hat Mehrheiten erworben an den Brauereien Arbema (262 000 hl), Craiova (526 000 hl) und Malbera (421 000 hl). N
Im Braujahr 1996/97 ist der Bierkonsum in der Schweiz um 1,3% auf 4,249 Mio hl zurückgegangen. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt jetzt bei 59,5 l (60,6 l im Jahre 1995/96). Die inländische Produktion ging um 1,7% auf 3,5 Mio hl zurück. Die Importe erhöhten sich um 0,8% auf 0,714 Mio hl. Damit lag der Marktanteil der einheimischen Biere bei 83,2 % (83,5%), der Marktanteil der Importbiere bei 16,8% (16,5%). In den Export gingen 28 348 hl (30 164 hl).
Die tschechische Wettbewerbsbehörde hat Mitte Dezember nach einem Bericht der Prague Post die Fusion zwischen der Brauerei Radegast und der Plzensky Prazdroj zunächst untersagt. Beide Brauereien zusammen hätten einen Marktanteil von über 40% erreicht. Dies hätte den Wettbewerbsregeln des Landes widersprochen. Radegast war in einen Streit zwischen der britischen Bass plc, die 33% der Anteile hält, und der japanischen Bank Nomura geraten, die über die IMP Finance mit Sitz in Holland 58% des Radegast-Kapitals kontrolliert. Bass selber besitzt an den Prager Brauereien einen Anteil von 55% und will seine Beteiligung an Radegast ausbauen. Ziel von Bass ist es, in Tschechien eine Brauereigruppe aufzubauen, die einen Marktanteil von 20 bis 25% besitzt..
In Deutschland sind aus der Ernte 97 bis Ende des Jahres insgesamt 667 781 Ztr Hopfen abewogen worden, davon allein 562 750 Ztr im Anbaugebiet Hallertau, 50 235 Ztr in Tettnang, 35 600 Ztr im Anbaugebiet Elbe-Saale und 16 574 Ztr in Spalt. Die Preise schwanken je nach Sorte zwischen 120 DM/Ztr und 300 DM/Ztr.
Vom 19. bis 21. Mai 1997 fand an der Universität „Politechnica“ in Timisoara (Rumänien) das zweite rumänisch-deutsche Symposium „Thermische Prozesse im umweltfreundlichen Maschinenbau und industrielle Ausrüstungen“ statt.
In den Wirtschaftsspalten der Tageszeitungen und in den Wirtschaftsmagazinen wird die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland für das Jahr 1998 recht positiv eingeschätzt. Die Auswirkungen auf die Arbeitslosenzahlen werden allerdings eher negativ eingestuft. Die einzelnen Branchen unterscheiden sich in der Einschätzung ihrer Chancen für 1998 zum Teil ganz erheblich.
Die Nahrungsmittelhersteller dürften kaum in der Lage sein, ihren Umsatz von etwa 220 Mrd DM noch zu steigern. Deutschlands drittgrößter Industriezweig mit etwa 520 000 Beschäftigten leidet weiter unter der schwachen Inlandskonjunktur. Abhilfe könnte hier nur der Export bringen, der aber in dieser Branche nur 10,4% des Umsatzes ausmacht.
Den Handel erwartet 1998 das sechste Minusjahr in Folge..
Nach einer bundesweiten Umfrage der Centralen Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) stimmen 99% der Befragten mit der Qualität deutscher Biere voll überein. Für 45% ist das Reinheitsgebot ein entscheidendes Unterscheidungsmerkmal zwischen deutschen und ausländischen Bieren. 78% der Erwachsenen ab 30 Jahren bekennen sich zum regelmäßigen Biergenuß.
Die Kammersieger des diesjährigen Freiwilligen Praktischen Leistungswettbewerbs wurden in feierlichem Rahmen in der Stadthalle Gersthofen ausgezeichnet. Bernhard Göhl, Engelbräu Rettenberg aus dem Oberallgäu, wurde bester Brauer und Mälzer auf Kammerebene und erhielt vom Vizepräsidenten der Handwerkskammer Schwaben, Martin Schreiber (rechts), seine Urkunde und ein Geschenk.
Michael Wagner, Wasserburg am Bodensee, brachte einige Neuentwicklungen auf den Tisch. Neben dem „Saving-Mat“, ein Bieruntersetzer mit bis zu dreimal längerer Einsatzzeit als bei herkömmlichen Deckeln, entwickelte er die „Euro-Mat“, mit der Getränke und Essen direkt auf den Deckel aufgeschrieben werden. So soll das lästige Eingeben der Einzelposten an der Kasse reduziert werden. Durch die fortlaufende Nummerierung ist sichergestellt, daß korrekt abgerechnet wird.
Ihre Beteiligung an der mexikanischen Brauerei Grupo Modelo hat die Anheuser-Busch Cos Inc., St. Louis/USA, auf 37% (+19,3%) aufgestockt. Anheuser-Busch zahlte für den zusätzlichen Anteil nach eigenen Angaben 605 Mio US-$. Weiterhin wurde die Ausübung bestehender Optionsrechte vom Anheuser-Busch-Vorstand autorisiert. Dadurch könnte sich die Beteiligung auf 50,2% erhöhen.
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