Eingabehilfen öffnen

Wie aus dem Geschäftsbericht 1998 des Verbandes des Getränkefachgroßhandels Nord- und Westdeutschland, den der neu gewählte geschäftsführende Vorstand Günther Guder zur Jahreshauptversammlung am 6. März 1999 in Bonn vorgelegt hat, hervorgeht, gerät die Getränkebranche immer stärker unter Druck. Der Verdrängungswettbewerb auf Industrieseite und das Konzentrationskarussell auf der Lebensmittelhandelsseite gewinnen weiter an Intensität. Für Guder bestimmt der Handel zunehmend die Dynamik des Marktes. Dies läßt sich schon an der Nichtumsetzung der Mehrwertsteuererhöhung im April 1998 ablesen. Die Brauindustrie steht trotz des Rekordes bei den Werbeaufwendungen (+7%) von 843 Mio DM (s. „Brauwelt” Nr. 8, 1999, S. Das läßt sich auch aus den Aktivitäten z.B.
Lt. Dawo und Dr. H. 5, 1999, S.

Anläßlich der 7. Bündner Runde, die Rüdiger Ruoss vom 23. bis 27. Januar 1999 in Davos veranstaltet hat, stellte Paul Leibold, Geschäftsführer der SCULPT Projektierung, Weil am Rhein, eine neue, innovative Verpackung für das Kultgetränk Tequila vor. Verpackung ist nach Ansicht von Leibold stets ein sehr aktuelles Thema. Man denke nur an Swatch für Uhren, Red Bull (neue Verpackung für japanisches Getränk), VW-Beetle und den Verpackungskünstler Christo (u. a. Berliner Reichstag).
Neuverpackungen bieten jeweils einen Mehrwert und Nutzen für den Kunden, Betrachter und Anwender in Form von Emotionen, Lebensgefühl. Dabei gilt es drei aktuelle Trends zu beachten:

q Real life;
q Basic Trend;
q Renaissance der Rituale.

Ein weltweit bekanntes Ritual zum Feiern ist z.

Nach den Ergebnissen der A. C. Nielsen Werbeforschung S & P wurden 1998 für Bier in der klassischen Werbung in Deutschland 842,657 Mio DM ausgegeben, 7 Prozent mehr als im Vorjahr. Für die al-koholfreien Getränke lag dieser Wert bei 493,187 Mio DM (+ 9,3 Prozent). Milchprodukte brachten es auf 491,483 Mio DM (+ 8,9 Prozent). Damit lagen sie vor Kaffee, Tee, Kakao mit 394,657 Mio DM (– 8 Prozent), Spirituosen mit 242,125 Mio DM
(– 15,4 Prozent), Sekt mit 94,331 Mio DM
(– 2,8 Prozent) und Wein mit 48,274 Mio DM (– 1 Prozent).
Diese Beträge teilten sich 1998 auf die einzelnen Medien gemäß nachfolgender Tabelle auf. Die Bierwerbung in den Tageszeitschriften hat sich leicht von 5,6 Prozent auf 6,6 Prozent erhöht..

HGB ist die Kurzumschreibung für das Einstellen der gewünschten Stammwürze mittels Zugabe von entgastem Wasser in hoch eingebrautes Bier. Die ursprüngliche Bezeichnung HGB rührte von der Herstellung von über 13%iger Würze her. Dabei wurde nicht zwischen Würzen über 12% (HG high gravity worts) und 18% (VHG very high gravity worts) unterschieden (1). Die veränderte Technik wird auch als HGP (High-Gravity-Processing) bezeichnet (2). Diese Art des Brauprozesses fand seinen Ursprung in den USA und verbreitete sich von dort aus. Heute stellt die Technik ein weltweit angewendetes Verfahren zur wirtschaftlichen Herstellung von Bier durch optimale Ausnutzung der vorhandenen Anlagenkapazitäten dar.

In diesem Bericht wird eine technische Neuentwicklung, der Sedicanter der Firma Flottweg, zur Bierrückgewinnung aus Überschußhefe vorgestellt und mit derzeit verwendeten Systemen verglichen.
Der Sedicanter, eine neuartige Hochleistungszentrifuge, wurde entwickelt, um schwer sedimentierbare Stoffe wie Hefen, Bakterien, Eiweißsuspensionen etc. zu verarbeiten. Herkömmliche Dekanter und andere Zentrifugen erreichen bei diesen Produkten oft unbefriedigende Trennergebnisse bei niedrigen Leistungen. Dies trifft im wesentlichen auch auf die Bierrückgewinnung aus Überschußhefe zu.

Die in Brauereien anfallende Überschußhefemenge beträgt normalerweise 1 – 2% des Gesamtausstoßes der Brauerei. Bekannte Systeme zur Bierrückgewinnung wie z.B..

Die Kieselgurfiltration ist heute für die Vorfiltration von Bier der aktuelle Stand der Technik. Kein anderes Filtrationsverfahren liefert annähernd gute Ergebnisse hinsichtlich Leistung und Wirtschaftlichkeit. Die auf dem Markt befindlichen Apparatetypen sind erprobte und ausgereifte Geräte. Dennoch stellt sich für den Anwender die Frage nach dem für seine Betriebsverhältnisse optimalen Apparat und Verfahren. Die Wahl kann anhand der konstruktiven und verfahrenstechnischen Merkmale in Abstimmung mit den Betriebsgegebenheiten erleichtert werden.
Die gebräuchlichsten Filtertypen für die Kieselgurfiltration sind der Kieselgurrahmenfilter, der Horizontalfilter und der Kerzenfilter. Weitere Bauformen, wie z.B. Der Kieselgurrahmenfilter ist ein offenes, nicht voll automatisierbares Gerät..

Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes setzten die Unternehmen des Gastgewerbes in Deutschland im Jahr 1998 nominal 2,1% und real, also preisbereinigt, 3,5% weniger um als 1997. Damit war der Umsatzrückgang im Gastgewerbe 1998 größer als 1997 (nominal –0,2%, real –1,3% gegenüber 1996).

Der Peisindex war im Kalenderjahr 1998 um 1% höher als im Jahr 1997. Die Preissteigerungsrate betrug im Früheren Bundesgebiet nach Angaben des Deutschen Brauer-Bundes 0,9%, in den neuen Ländern und Berlin-Ost 1,2%.

Der Anteil der Sorte Pils ist im LEH und in den Abholmärkten 1998 mit 67,8% fast konstant geblieben. Nach den Zahlen der IRI/GfK, Nürnberg, kam Export/Edel/Spezial auf 8,8%, Weizen auf 5,3%, Hell auf 3,7%, Alt auf 3,1% Alkoholfrei auf 2,7%, Kölsch auf 2,1% und Malz auf 1,9%. Große Verschiebungen waren nicht festzustellen.

Nach den Ergebnissen der IRI/GfK Retail Services, Nürnberg, wurden im Lebensmitteleinzelhandel und in den Abholmärkten, ohne Aldi und Tankstellen, im vergangenen Jahr 28,97 Mio hl Bier (–2,5%) in der 0,5-l-MW-Flasche abgesetzt. Damit sank der Anteil dieses Gebindes in diesen Absatzkanälen von 63% auf 62,3%. Die 0,33-l-Mehrwegflasche brachte es auf 6,158 Mio hl (–4,6%) bzw. einen Anteil von 13,3% (13,7%). Eine marginale Bedeutung hat in diesem Bereich weiter die 0,5-l-Einwegflasche mit einem Anteil von 0,1%.
Großer Verlierer war die 0,33-l-Einwegflasche mit –10,2% auf 1,124 Mio hl bzw. 2,4% (2,7%) Anteil. Stark zugelegt hat die 0,5-l-Dose (+ 4,9%) auf 9,364 Mio hl bzw. 20,2% (18,9%). Weiter rückläufig dagegen ist die 0,33-l-Dose mit 0,5 Mio hl (–1,5%) und einem Anteil von 1,1%..

Wenn es darum geht, was ein gutes Bier – nach dem Reinheitsgebot gebraut – von anderen unterscheidet, sind die Basiskenntnisse unter den Verbrauchern gut. Auf die Frage, woraus Malz entsteht, antworteten 79% der Befragten richtig. Braumalz wird auf natürlichem Wege aus speziell angebautem Braugetreide – Braugerste und Brauweizen – gewonnen. Beim Hopfen wußten gar 93% der Befragten, daß er unverzichtbar in ein Bier gehört. Brauwasser, an das höhere Qualitätsansprüche als an herkömmliches Trinkwasser gestellt wird, nannten 83% der Verbraucher. Spezielle Bierhefe, die zur Gärung beim Bierbrauen verwendet wird, gaben 70% der Biertrinker an.
So gaben nur 37% der Befragten an, daß das Malz unter anderem für die Farbe des Bieres verantwortlich ist..

Die Marktforscher der Bild-Zeitung haben auf der Grundlage der Verbraucher-Analyse 1997 und 1998 Pilstrinker in fünf Milieugruppen eingeordnet und gingen der Frage nach: Haben die Erlebnis-Milieus unterschiedlich starken Pils-Konsum? Ausgezählt wurden alle Pils-Trinker mit täglichem und wöchentlichem Konsum. Man kam in fünf Milieu-Gruppen auf insgesamt 21,4 Mio Pilstrinker:
q 2,48 Mio Niveau-Gruppe,
q 3,32 Mio Selbstverwirklichungs-Gruppe,
q 6,71 Mio Harmonie-Gruppe,
q 2,82 Mio Integrations-Gruppe,
q 6,08 Mio Unterhaltungs-Gruppe.
In den einzelnen Milieu-Gruppen werden tendenziell unterschiedliche Pils-Marken präferiert. Die einzelnen Erlebnis-
Milieus haben für den Pils-Konsum eine stark unterschiedliche Relevanz..

BRAUWELT-Newsletter

Erhalten Sie jede Woche kostenlos die neuesten BRAUWELT-News direkt in Ihr Postfach!
Newsletter-Archiv und Infos
Ihre Daten sind sicher und werden nicht an Dritte weitergegeben. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit durch einen Klick auf den Abmeldelink am Ende des Newsletters widerrufen.

Mit dem Klick auf "Newsletter abonnieren" bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzerklärung gelesen haben und akzeptieren die dort beschriebene Verarbeitung Ihrer Daten.

BRAUWELT-Newsletter

Erhalten Sie jede Woche kostenlos die neuesten BRAUWELT-News direkt in Ihr Postfach!
Newsletter-Archiv und Infos
Ihre Daten sind sicher und werden nicht an Dritte weitergegeben. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit durch einen Klick auf den Abmeldelink am Ende des Newsletters widerrufen.

Mit dem Klick auf "Newsletter abonnieren" bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzerklärung gelesen haben und akzeptieren die dort beschriebene Verarbeitung Ihrer Daten.

BRAUWELT unterwegs

37. Expertentreffen Getränkeschankanlagen
Datum 11.01.2026 - 12.01.2026
Getränke Impuls Tage
18.01.2026 - 21.01.2026
kalender-icon