1990 gründete die EBC ein Technologie- und Engineering- Forum mit der Aufgabe, technische Handbücher guter Brauerei- und Mälzereipraxis zu erstellen. Ziel war es, die Leistungsanforderungen, die gängige Praxis und derzeitige Standards zusammen mit dem wissenschaftlichen und technologischen Hintergrund für das jeweilige Thema zu beschreiben.
Insgesamt gibt es 16 Themenbereiche, für die einzelne Arbeitsgruppen aufgestellt wurden. Die Arbeit an den Manuals begann im November 1993 in Zusammenarbeit mit dem AIR Programm der EU.
Die Texte für alle Manuals sind heute abgeschlossen und werden nun für die Veröffentlichung vorbereitet.
Derzeit erhältlich sind die Manuals, Hops and Hop Products, Beer Pasteurisation, Brewery Utilities..
Die Anzahl der 1998 betriebenen Braustätten hat sich, bedingt durch einen Zuwachs bei den Gasthausbrauereien, gegenüber 1997 um 10 Betriebe auf nun 1283 Betriebe erhöht. Wie die Statistik der Zentralstelle Biersteuer zeigt, haben besonders in den Größenklassen oberhalb der klassischen Gasthausbrauerei (bis 5000 hl) im Bereich bis 100 000 hl Betriebsauflösungen oder Absatzrückgänge stattgefunden.
In 10 bis 20 Jahren dürfte es innerhalb der EU keine Werbung für Bier mehr geben. Darauf wies Dr. Richard Weber, Karlsberg-Brauerei, Homburg, in der Diskussion um die Bierwerbung in Polen während der 7. Bündner Runde am 25. Januar 1999 in Davos hin. Bis zum Jahre 2000 will die EU den Alkoholkonsum um 25% reduziert haben. Darüber hinaus ist die Anti-Alkohol-Lobby europaweit sehr stark, weil lt. Dr. Weber in den anderen EU-Staaten außer Deutschland die Konzentration bei den Herstellern alkoholischer Getränke schon sehr weit fortgeschritten ist. Auch die Medien müßten sich massiv gegen Werbeverbote zur Wehr setzen. Ein Verbot der Bierwerbung brächte lt. Dr. Weber den kleineren und mittleren Brauereien nur kurzfristig gesehen Vorteile.
n.
Nach einer neueren Studie japanischer Wissenschaftler von der Okayama University, publiziert im Journal of Agricutural and Food Chemistry, Nr. 1, 1999, der American Chemical Society, wird die carcinogene Wirkung von heterocyclischen Aminen, die entstehen, wenn Fleisch gekocht wird, durch Genuß von Bier unterdrückt. Untersucht worden waren 24 Biere aus insgesamt 11 Ländern, 17 Lager-Biere, vier Stouts, zwei Ales und ein alkoholfreies Bier. Dieses sowie eines der Lager-Biere zeigte allerdings keine anticancerogene Wirkung. Die Stouts erwiesen sich als die potentesten Inhibitoren. Aber auch Sake, Rot- und Weißwein sowie Spirituosen waren effektiv. Ethylalkohol alleine übt keine Schutzwirkung aus. Vor allem der Hopfen mit seinen Inhaltsstoffen spielt hier eine große Rolle..
Der steuerpflichtige Bierabsatz bzw. Bierausstoß (ohne den Absatz von Bier mit Alkoholgehalt von 0,5 Vol.-% und weniger, vor allem alkoholfreies Bier und Malzbier.) ist in der Bundesrepublik Deutschland um 2,9% im Jahr 1998 gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Der Konkurrenzkampf wurde umso härter.
Betrachtet man die Tabelle 1 für den steuerpflichtigen Bierabsatz nach Bundesländern für das Jahr 1998, so fällt auf, daß besonders starke Rückgänge in Schleswig-Holstein/Hamburg (–9,6%) sowie Hessen (–8%), Baden-Württemberg und Bayern (–5,6% bzw. –5,1%) zu erkennen sind. Anstiege konnten nur in den neuen Bundesländern erreicht werden, so beispielsweise in Sachsen-Anhalt (+5,2%), Thüringen (+3,2%), Mecklenburg-Vorpommern (+2,1%) und +2,2% in Sachsen. 185 000 hl geschrumpft.
Dr.
Trotz eingehender Bemühungen kann die Vereinigung der Erzeugergemeinschaft für Qualitätsgetreide in Bayern e.V. aufgrund der derzeitig herrschenden angespannten Marktsituation für Braugerste für die Ernte 1999 keine Vorvertrags-Preisempfehlung aussprechen.
Im Vergleich zu 1997 hat die Zahl der Braustätten 1998 von 699 auf 696 abgenommen. 40% der Betriebsstätten (280) sind im Gebiet der ehemaligen Oberfinanzdirektion München, 60% (416) im Gebiet der ehemaligen Oberfinanzdirektion Nürnberg. Von den betriebenen Braustätten haben 54% einen Bierabsatz von bis zu 5000 hl. 16 Betriebsstätten liegen im Jahresausstoß über 200 000 hl.
Die Anbaufläche für Sommergerste dürfte 1999 gegenüber dem Vorjahr zunehmen. In Deutschland und Skandinavien zum Beispiel könnte der Flächenzuwachs – dies teilte Toepfer International, Hamburg, mit – bis zu 10% betragen. Der Flächenzuwachs sei vorrangig bedingt vor allem durch die schwierigen Aussaatbedingungen im Herbst 1998.
Im Braugewerbe herrscht derzeit ein enormer Wettbewerb. Der sinkende Konsum durch veränderte Verbrauchergewohnheiten und gesetzliche Maßnahmen führt letztendlich zu einem ungeahnten Preisdruck. Diese Situation zwingt natürlich alle Brauereien, über Optimierungsmöglichkeiten nachzudenken. Eine besondere Stellung nehmen hier mittelständische Brauereien mit einem Jahresausstoß bis 50 000 hl ein, denn durch ihre spezielle Kundenbindung und die Nähe zum Markt gibt es hier besondere Chancen und Risiken.
Im Rahmen eines Seminars der Management Akademie Weihenstephan informierten sich über 30 Brauereichefs am 22. und 23. Februar in Weihenstephan über ihre spezifischen Möglichkeiten, Risiken und Erfolgspotentiale.
Dr. Hans Fischer.
Die Filtration trägt entscheidend zur Absicherung der Qualität von Getränken und flüssigen Lebensmitteln aller Art bei. Die Forderungen nach niedrigen Kosten, hohen Durchsatzleistungen, einfacher Bedienung und dennoch optimaler Qualität, erfordert eine ständige Suche nach neuen Systemen und Entwicklungen. Nachfolgend werden neue Konzepte vorgestellt.
Nach Ansicht des Unternehmens Pall GmbH aus Dreieich können bei der Filtration von Mineralwasser und stillem Tafelwasser kalkulierbare, niedrige Gesamtkosten durch eine mehrstufige Filtration erreicht werden. Sicherheit vor plötzlichen Partikelfrachten bieten schon in der Eingangsfiltration am Brunnenkopf bzw. am Stadtwassereingang „Coreless Profile Filter“..
Es werden Gerichtsentscheidungen ganz oder teilweise veröffentlicht und besprochen, die für die Brauwirtschaft von besonderem Interesse sind. Der Schwerpunkt wird dabei auf Rechtsprobleme gelegt, die im Zusammenhang mit der Gastronomie zu beachten sind.
Im Mittelpunkt des zweiten Tages beim Roland Berger-Seminar in München stand nicht die Theorie, sondern sehr konkrete Erfolgs-Rezepte für die Brauer. Das Spektrum reichte von einem gezielten Einkaufsmanagement, das gewaltige Gewinnsteigerungen bringen könne, über Ideen und Konzepte aus der Gastronomie sowie für unkonventionelle Werbe-Ideen – auch ohne riesigen Werbeetat – mit denen man sich vom Einheitsbrei abheben müsse.
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