Die 4. Auflage des DBB-Papiers „Umfang und Inhalt der Verpflichtung zur Kennzeichnung von Bier“ mit Stand vom 22. Februar 1999 berücksichtigt neben den Änderungen der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung, wie die allgemeine Pflicht zur Angabe eines Zutatenverzeichnisses für Bier, auch die Kennzeichnungspflicht nach der Nährwertkennzeichnungsverordnung (z.B. bei Leichtbieren). Den Wünschen der Praxis entsprechend ist im Anhang eine Checkliste zur Kennzeichnung von Bier angefügt. Exemplare des Papiers können beim Deutschen Brauer-Bund abgerufen werden.
Die duchschnittliche Kaufkraft für 1999 dürfte lt. GfK, Nürnberg, bei 29 869 DM pro Einwohner liegen. Davon geht nur ein Drittel in den stationären Einzelhandel. Den Spitzenplatz der Kaufkraft nimmt der Hochtaunuskreis mit 42 008 DM/Einwoher ein, gefolgt von den Landkreisen Starnberg (40 780 DM) und München (40 692 DM). Beim Einzelhandelsumsatz führt Rosenheim mit 23 832 DM/Einwohner vor Weiden (23 546 DM) und Passau (21 142 DM).
Auf der Suche nach echten Innovationen fangen gerade kleinere und mittlere Brauereien an, sich auf Malze von verschiedenen Getreidearten zu konzentrieren. So stellte die Steinbach-Bräu, Erlangen, am 13. Januar 1999 ihr neues Bier „Einhorn”, gebraut aus über 50% Einkorn-Malz vor (s. „Brauwelt” Nr. 4, 1999, S. 123). Das Riedenburger Brauhaus stellte anläßlich der Biofach ‘99, 18. bis 21. Februar in Nürnberg gleich zwei Neuheiten vor: „Riedenburger Edelbier”, mit Einkornmalz verfeinert, und das „Riedenburger 5-Korn-Ur-Bier”, das zum größeren Teil aus den Urgetreidearten Dinkel, Emmer und Einkorn gebraut wird.
Seit Oktober 1998 braut die Heidecker Lindwurmbräu, Heideck, Jahresausstoß rd. 1000 hl, ein 5-Korn-Bier aus Dinkel, Weizen, Gerste, Hafer und Roggen. Als sozusagen 6.h..
Die Volker Dölle Managementberatung, Bad Homburg, untersuchte im vergangenen Sommer zusammen 100 GAM im GFGH und Getränkeshop im LEH und unterhielt sich mit 80 Marktleitern, 20 Inhabern und in vier Zentralen. Bei ihren Recherchen stießen sie auf ein Universum von 20 092 Outlets mit insgesamt 2 890 038 m2 Fläche – 144 m2 je Markt. Davon waren (in Klammer der Flächenanteil):
q 5,4% Franchisemärkte (5,7%)
q 52,1% Regiemärkte (65,5%)
q 42,5% Selbständige (28,8%)
Bis zu 60% der Getränke werden laut GfK Panel Timer über die Vertriebswege GAM und VM-Shop verkauft.
Als großer Wettbewerber zum Getränkemarkt (GAM) sind die Getränkeshops der Verbrauchermärkte zu sehen, die in allen Getränkesparten zum Teil deutlich höhere Umsatzanteile verzeichnen (s. Tabelle).
Bei heute ca..
Der freie Warenverkehr zwischen den Mitgliedsstaaten der EU (Art. 30 EGV) verbietet jede nationale Regelung, die den Verkauf von in einem anderen Mitgliedsstaat rechtmäßig hergestellter und in den Verkehr gebrachter Waren zum Schutze des Verbrauchers verbietet, wenn dieser Schutz durch ein angemessenes, den geltenden EU-Vorschriften (Etikettierungsrichtlinie 79/112/EWG) gerechtes Etikett gewährleistet ist. Diesen Grundsatz hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg jetzt mit einem im Vorabentscheidungsverfahren auf Ersuchen des Amtsgerichtes Nordhorn erlassenen Urteil zur Zulässigkeit einer Geldbuße von 7500 DM festgehalten..
Nach einer Mitteilung des Deutschen Brauer-Bundes hat die EU-Komission der Ausnahmeregelung bezüglich der Schwermetalle in Kunststoffkästen zugestimmt. Voraussetzung ist, daß die schwermetallhaltigen Kunststoffmaterialien sowohl auf der Herstellerseite wie auch auf der Abfüllerseite in geschlossenen und kontrollierten Kreisläufen geführt werden.
Es darf also beim Recycling von Kunststoffkästen und -paletten kein schwermetallhaltiges Material aus der Aufarbeitung von anderen Produkten (z.B. alte Mülltonnen) zugemischt werden. Ebensowenig dürfen die schwermetallhaltigen Kunststoffkästen und -paletten zu anderen Produkten (z.B. Parkbänken) umgearbeitet werden.-% das Maximum darstellt. Die Voraussetzungen hierfür sind durch die Bepfandung sicherlich geschaffen..
Der deutsche Markt für alkoholfreie Getränke unterliegt derzeit einem dynamischen Wandlungsprozeß. Vor dem Hintergrund eines gebremsten Ausgabeverhaltens entscheidet sich heute der Verbraucher im Getränkebereich immer deutlicher für ein „Mehr an Genuß und Bequemlichkeit“. Die Orientierung am Zusatznutzen rückt immer mehr in den Vordergrund. Convenience oder der Hinweis auf gesundheitliche Prophylaxe können sich bei neuen Getränken als wirksame Verkaufsförderung erweisen.
Mit aktuellen Trends im deutschen AfG-Markt setzte sich Günter Birnbaum, Unit Manager für den Bereich „Alkoholfreie Getränke” der GfK, Nürnberg, auf dem 6. Deutschen AfG-Kongreß des Instituts for international Research in Offenbach auseinander. Er stieg von 628,2 l 1986 geringfügig auf 653,1 l 1998.
Rechtzeitig zum Jahreswechsel traf die erste Sendung von Budvar Pilsener aus der Tschechischen Republik in Vietnam ein. Seit den frühen 60er Jahren ist der Name Budvar Pilsener in Vietnam geschützt. Damit wurden Anheuser-Buschs Pläne zunichte gemacht, „Bud” in Vietnam zu brauen.
Interbrew SA hat bekanntgegeben, daß man das Joint-venture mit der Cisneros Gruppe aus Venezuela, welches man erst im November 1997 gegründet hatte, wieder beendet habe. Das Joint-venture sollte den Partnern in Lateinamerika einen Marktanteil zwischen 10 und 15 Prozent bei Bier verschaffen. Marktbeobachter gehen davon aus, daß der lateinamerikanische Biermarkt 15 Milliarden US-Dollar schwer ist und sich jährlich um fünf Prozent vergrößert. Beide Partner hatten vereinbart, über einen Zeitraum von fünf Jahren rund zwei Milliarden US-Dollar in regionale Marken zu investieren. Die Interessen von Interbrew sollten vom kanadischen Brauer Labatt Brewing Co. wahrgenommen werden..
Obwohl August Busch III persönlich weniger als ein Prozent der frei gehandelten Aktien von Anheuser-Busch besitzt, scheint er seinen Sohn August Busch IV schon jetzt zu seinem Nachfolger als CEO auserkoren zu haben. Es wird allgemein angenommen, daß August Busch III in vier Jahren in den Ruhestand tritt. Entgegen der Unternehmenspolitik, Kontakte zur Presse möglichst gering zu halten, wurde im September Reportern der US-amerikanischen Tageszeitung USA Today die Möglichkeit geboten, drei Tage lang August Busch IV (34) zu begleiten, um ein Profil über ihn zu verfassen. August Busch IV hat den Posten Vice President US Marketing im Unternehmen Anheuser-Busch inne. Die endgültige Entscheidung über die Nachfolge von August Busch III wird letztendlich vom Anheuser-Busch-Board getroffen.
Die populäre Marke ‚Nile’ (dt. Nil) Bier, welche von der Nile Brewery in Kampala hergestellt wird, ist nun auch in Dosen erhältlich. ‚Nile Beer’ ist damit das erste ostafrikanische Bier in Dosen. Die Erstabfüllung in Dosen kommt zu einem Zeitpunkt, da sich der Wettbewerb zwischen den beiden Brauereien Nile Breweries (mit Beteiligung von South African Breweries) und Uganda Breweries (mit Beteiligung von Guinness Brewing Worldwide) verschärft. Erst im vergangenen Jahr wurde in Uganda das Importverbot für Bier aufgehoben.
Falls Sie sich Gedanken machen, was Sie Ihrer Herzensdame zum nächsten Anlaß schenken werden, hier unser Vorschlag. Vergessen Sie „Chanel Nummer 5”. Schenken Sie ihr lieber eine Flasche „Baltika Nummer 5”. Die Baltika Brauerei in St. Petersburg produziert neun verschiedene Biere, deren Bezeichnung unter Liebhabern der Numerierung 1 bis 9 folgt. Davon abhängig, wo man die Flasche „Baltika Nummer 5” erwirbt, zahlt man zwischen 70 Pfennigen und einer DM. Seit 1993 hat sich der Ausstoß von Baltika verfünffacht. 1997 betrug der Marktanteil 13 Prozent in Rußland. Insgesamt dürfte der Marktanteil aller BBH-Brauereien in Rußland 20 Prozent betragen. Sun Brewing, BBHs wichtigster Mitbewerber, kommt auf geschätzte 14 Prozent Marktanteil..
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