In seinem Bericht für das Geschäftsjahr 1997/98 (30. Juni 1998) gab der australische Bier- und Getränkekonzern Foster’s einen Gewinn vor Steuern von AUD 534,8 Mio (561,5 Mio DM) bekannt. Dies ist eine Ertragssteigerung von 25,3%. Hinter diesem Ergebnis verbirgt sich ein äußerst bewegtes Geschäftsjahr, in dem Foster’s es verstand, einen Aktienrückkauf im Wert von 656 Mio DM und den Verkauf seiner Anteile am kanadischen Braukonzern Molson Companies Ltd. für 1,16 Mrd DM abzuschließen. Zudem erwarb Foster’s im Oktober 1997 zwei vietnamesische Brauereien in Hanoi im Wert von 82 Mio DM und vergab noch im Juli dieses Jahres den Auftrag für eine neue Brauerei in der Nähe von Mumbai (Indien).
q Mildara Blass, der Bereich Wein bei Foster’s, erhöhte seinen Ertrag um 44,2% auf 86,1 Mio DM..
Die Al Ahram Beverages Co. (ABC) übernahm nach eigenen Angaben den Konkurrenten Nile Brewery und erwartet, rd. 55 Mio EGP investieren zu müssen.
Die Produktionskapazität der nahe Kairo gelegenen Brauerei soll in der Hochsaison bei 300 000 hl liegen. Lt. Sherif Zayat, dem geschäftsführenden Direktor Absatz, Marketing und Vertrieb, trage die Übernahme zusätzlich zum Unternehmenswachstum auch zu Kosteneinsparungen beim Transport und den Steuern bei. Nach Betriebsaufnahme braucht die Nile Brewery zehn Jahre keine Steuern zu zahlen.
ABC hat strategische Allianzen mit dem dänischen Brauereikonzern Carlsberg, der US-amerikanischen RC Cola und der irischen Brauerei Guinness.
Eine Abstimmung der Geschäftspolitik erfolgte nach Angaben von ABC mit der El Gouna Beverages Co..
Das Bundeskartellamt hat mit Datum 10. 03. 1998 unter Nr. 26/98 bekannt gemacht, daß die Genossenschaft Deutscher Brunnen e.G. (DGB) einen dem wesentlichen Inhalt nach wiedergegebenen Vereinbarungskomplex über das Verwenden von grünen 0,75-l-Brunnen-Einheits-Mehrwegflaschen und den dazugehörigen Kunststoffkästen als Normen- und Typenkartell nach § 5 Abs. 1 GWB beim Bundeskartellamt angemeldet hat. Dieser Vereinbarungskomplex ersetzt das inhaltlich weitgehend identische 1985 und 1988 angemeldete Regelungswerk.
Die neue Tafelwasser-Anlage der Boon Rawd Asia Beverage Co Ltd., Bangkok, liegt in der Provinz Sing Buri nordwestlich von Bangkok. Wobei Sing Buri übersetzt die Stadt des Löwen bedeutet und der Löwe ja auch das Zeichen des Singha Bieres ist.
Die Grundstufe dieser Fabrik ist auf 60 Mio l stillen Tafelwassers ausgelegt. Eine Erweiterung auf über den doppelten Jahresausstoß wurde bei der Planung des Maschinenparks und des Gebäudes bereits berücksichtigt. Die Montage begann Ende 1997 und die Abnahme der kompletten Anlage erfolgte im 3. Quartal 1998. und 21 Construction Co Ltd., Thailand, umgesetzt..
Wandel und Kostendruck dominieren in den letzten Jahren in der Brauwirtschaft. Restrukturierung und Rationalisierung wiederholen sich in immer kürzeren Zeitzyklen: Die Unternehmen werden „schlanker“. Diese Entwicklung macht auch vor dem analytischen Brauereilabor und damit vor der eigentlichen Qualitätskontrolle nicht halt. Wie muß reagiert werden, um im Wandel Schritt zu halten – um also möglichst große Effizienz durch den ökonomischen Einsatz der Mittel zu erreichen, wobei die Produktqualität nie und in keinster Weise in irgend einer Form gefährdet sein darf. Ganz im Gegenteil, es müssen im derzeitigen Verdrängungswettbewerb alle nur erdenklichen Mittel ausgeschöpft werden, um die Produktqualität auf allerhöchstem Niveau anzusiedeln und auch konstant zu halten.
Plattenwärmeaustauscher gehören wegen ihrer Flexibilität in der Gestaltung und Anpassung an neue Gegebenheiten, der Effizienz und dem geringen Platzbedarf bei großer Austauscherfläche zu den verfahrenstechnischen Standardkomponenten in fast allen Industriezweigen. Der Einsatz in Brauereien fordert besondere Aufmerksamkeit, um Risiken aus Defekten rechtzeitig zu erkennen.
Geänderte Werkstoffe und Fertigungsverfahren, vor allem aber der dadurch begünstigte Wärmeübergang, haben zu immer dünneren Plattenstärken geführt, so daß heute bereits Platten von nur noch 0,4 mm eingesetzt werden..
Michael Jackson „Bier International“, Neuausgabe, 1999, 288 Seiten, 8 Karten,
Pappband, Format 20 x 26,5 cm, DM 69,00.
Keiner hat die Jagd nach den besten, ausdrucksvollsten Bieren länger, leidenschaftlicher und erfolgreicher betrieben als der „Guru“ des Biers, Michael Jackson. Wie beim Wein gibt es auch beim Bier klassische Stile; sie bilden sozusagen das Grundmuster für eine ungeheure Vielfalt an Variationsmöglichkeiten. Und das Bier erlebt weltweit eine schäumende Renaissance.
Nicht nur nach Michael Jacksons Meinung ist Bier das Getränk für geselliges Beisammensein. Ein Bier für eine gemütliche Runde braucht nicht allzu stark zu sein, mit frischer, hopfiger Herbheit ist es anregend genug.
Auch gastronomisches Neuland betritt Michael Jackson.
Die Forderungen der Gesellschaft an die Unternehmen, zum Beispiel zur Umsetzung der Lebensmittelhygienerichtlinie, zum Umwelt- und Arbeitsschutz sowie zur Produkt- oder Produktionsanlagenhaftung werden immer umfangreicher.
Neben den QS-Systemen nach DIN ISO 9000 ff., der Öko-Audit-Verordnung oder der ISO 14000 ff. zeichnen sich weitere Normen und Standards u.a. mit den Schwerpunkten Arbeitsschutz oder Anlagensicherheit ab. So gibt es bereits einen Leitfaden der British Standard Institution zur Errichtung von Managementsystemen im Bereich des Arbeitsschutzes. Ähnliche Ansätze wurden auch im ASCA-Programm in Hessen entwickelt. Indirekt wird durch die 3. Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Störfallverordnung ein Notfallmanagement gefordert..
Ein Tanz am Rosenmontag wurde einer Ballbesucherin zum Verhängnis. Sie stürzte auf der Tanzfläche an einer Stelle, an der ein gefülltes Bierglas heruntergefallen und zersplittert war. Die Scherben hatte man zwar aufgelesen; der Mann mit dem „Wischer“ ließ aber über eine Viertelstunde auf sich warten. Und da war das Unglück schon passiert. Wegen eines gebrochenen Sprunggelenks am rechten Fuß und anhaltenden Beschwerden wollte die Frau vom Gastwirt 8000 DM Schmerzensgeld.
Das Oberlandesgericht Düsseldorf bejahte ihren Anspruch. Die Tanzfläche aus Terrakotta-Fliesen sei wegen der Bierlache besonders glatt gewesen, was die Tanzenden schlecht erkennen konnten, schon deshalb, weil es auf der Tanzfläche sehr eng war. Juni 1998 – 22 U 228/97)..
Der Markt für Gasthausbrauereien boomt. Immer mehr Investoren, junge Braumeister und Gastronomen sehen in diesem Erlebniskonzept einen zukunftsorientierten und erfolgreichen Weg für die eigene Selbständigkeit.
Trotz oder gerade wegen des anhaltenden Konzentrationsprozesses in der Braubranche, der damit oftmals einhergehenden Geschmacksverflachung und der Reduzierung der Biervielfalt wagen immer mehr Betreiber einen Gegentrend, weg von der Anonymisierung des Brauvorganges, zu initiieren. Mit viel Liebe und Engagement kreieren die Gasthausbrauer lebendige Bierspezialitäten, die vor den Augen des Konsumenten anschaulich entstehen.
So wurde erst vor wenigen Wochen die Gasthausbrauerei „Bräu Schloderer” im Herzen Ambergs eröffnet..
Schuster, Weinfurtner, Narziss, Die Bierbrauerei Band 1 – Die Technologie der Malzbereitung, 7., neubearbeitete Auflage von Ludwig Narziß, 1999, 466 Seiten, 303 Abb., 183 Tabellen, gebunden, DM 178, Ferdinand Enke Verlag, Stuttgart, ISBN 3-432-84997-4.
Es war an der Zeit, eine neue überarbeitete Auflage des Klassikers der Malzbereitung herauszubringen, denn in den 23 Jahren seit der letzten Ausgabe haben zahlreiche neue Erkenntnisse im wissenschaftlich-technologischen wie auch neue Anlagen im technischen Bereich den Prozeß der Malzbereitung deutlich geprägt. Professor Narziss war sich dessen bewußt, nur bedurfte es des Ruhestandes, um dieser herausfordernden Aufgabe nachkommen zu können. Gegenüber der vorigen 6. Auflage ist hat sich der Umfang damit um über 20% erhöht..
Was Sie schon immer über ... wissen wollten, aber sich nie trauten, einen Australier danach zu fragen. Kalt duschen, Holz hacken, Glocken läuten – was wurde einem nicht alles empfohlen, damit man(n) nicht zum Sklaven seiner Begierden wird. Wohlgemeinte Ratschläge in Ehren, nur was hat die Volkswirtschaft davon, wenn wertvolle Naß-Ressourcen verschwendet und ganze Wälder abgeholzt sind? Die ökologischen Kosten, die bei der Abschaffung der Lustsklaverei entstünden, sind politisch einfach nicht zu rechtfertigen. Da aber unser wirtschaftliches Handeln auf der Prämisse beruht, daß Arbeit Spaß macht, fragen wir uns außerdem: Wo bleibt beim Kaltduschen der Spaß?
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