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Der österreichische Biermarkt hat sich 1999 leicht erholt. Nach einem Minus von 5,1% im Jahr 1998 dürfte sich die Talfahrt des Biermarktes nun stabilisiert haben, stellen die Getränkeverbände fest. Beim Bier stieg der Inlandsausstoß 1999 um 0,3% auf 8,407 Mio hl. Nach den starken Zuwächsen von 1998 fiel alkoholfreies Bier 1999 um 11,6% auf 128 000 hl zurück. Insgesamt gab es damit bei Bier und alkoholfreiem Bier 1999 einen minimalen Produktionsanstieg von 0,1% auf 8,535 Mio hl. Exportiert wurden 1999 von Österreichs Brauern 570 696 hl (+1,2%).
Um weitere 1,3% auf 6,622 Mio hl zurückgegangen ist der Absatz von Limonaden. Während der Inlandsmarkt um 1,4% nachgab, sind die im Jahr zuvor eingebrochenen Exporte 1999 wieder leicht angewachsen..

Das Leben ist hart am Polarkreis, besonders für einen Brauer. Lange Winternächte, wenige Konsumenten, dafür mit großer Lust auf Dosenbier, und eine schwierige Distribution machen einem das Leben nicht gerade leicht. Aus diesem Grund scheinen die Tage der nördlichsten Brauerei Norwegens, der Nordlands Brauerei von Ringnes, gezählt, denn sie verfügt über keinen Dosenfüller. In weniger als einem Jahr konnte die Dose ihren Marktanteil auf 30% steigern. Der Brauer Ringnes, der zur Orkla Gruppe gehört, betreibt (noch) fünf Brauereien in Norwegen.

Die neue Mikrobrauerei Steam Whistle Brewing in Toronto hat eine Kapazität von 50 000 hl. In dem historischen Roundhouse – Rundhaus – wurden früher die Lokomotiven der CN und CP Railways repariert. Der Brauerei sind ein Restaurant mit Biergarten, ein Besucherraum zur Bierverkostung, eine Empore mit Rundgang sowie ein Souvenirverkauf angegliedert. Vom Restaurant, von der Empore und auch vom Besucherraum aus kann der gesamte Brauprozeß des Pilsner Bieres nach Deutschem Reinheitsgebot beobachtet werden.
Die Brauerei wurde von der stillgelegten Brasal-Brauerei, Montreal, übernommen. Die Demontage alter sowie der Aufbau und die Modernisierung neuer Anlagen wurde von der Firma BCI-Brewing Consulting Int. durchgeführt; diese zeichnet auch für den gesamten Brauprozeß verantwortlich..

Kirin Brewery Co. und Anheuser Busch Co. haben eine neue Vereinbarung getroffen, wonach sich beide Brauer je zur Hälfte den Gewinn der Marke „Budweiser“ in Japan teilen werden. Der Vertrag ist etwas ungewöhnlich, da der Lizenznehmer üblicherweise einen geringeren Gewinnanteil erhält. Die Vertragsänderung soll Kirin bei der Vermarktung von „Budweiser“ unterstützen. Der ursprüngliche Vertrag, der 1993 geschlossen wurde, wurde wegen hoher Schulden im März liquidiert.
Kirin Brewery Co. erwartet für das Finanzjahr 1999 (31. Dezember 1999) einen Gewinn vor Steuern von 64 Mrd JPY, eine Steigerung von 6% zu 1998. Die Gewinnsteigerung wird hauptsächlich Umstrukturierungsmaßnahmen zugeschrieben. Beim Umsatz wird ein Rückgang von 1% auf 1130 Mrd JPY prognostiziert..

Der Verkauf von Energy- und Sportgetränken soll im Vereinigten Königreich, so der Marktforscher Zenith International, im Jahr 2000 die 700 Mio-GBP-Marke überschreiten. Damit werden diese neueren Getränke einen Marktanteil von 10% am gesamten AfG-Markt erreichen. Der Umsatz wird sich gegenüber 1998 verdoppelt haben.
In einer Broschüre, die auf den Bereich Handel ausgerichtet ist, wird der Markt in drei Produktbereiche eingeteilt:
q Erfrischung-Energie – angeführt von Lucozade Energy,
q Sport – isotonische Getränke angeführt von Lucozade Sport und
q Functional Energy – mit Coffein, Taurin und Kräuterauszügen angeführt von Red Bull.
Functional Energy ist der neueste und am schnellsten wachsende Bereich mit Verkaufszahlen, die sich seit 1999 fast verdreifachten..

Laut des „China Millennium Report“ von AC Nielsen hat sich in China noch keine nationale Biermarke herausgebildet. Jeder städtische Markt habe seine jeweiligen Präferenzen, was die Biermarke betrifft. Zumeist lägen örtliche Marken vorne. Die Untersuchung kommt zum Ergebnis, daß die Hälfte der chinesischen Städter in den vergangenen drei Monaten Bier getrunken hätte. Davon waren 70% Männer und 30% Frauen. Der Bierkonsum war am höchsten in den Städten Fuzhou (69%), Qingdao und Beijing (62%) und Shenyang (59%), am niedrigsten in Nanjing und Wuhan (44%).

AmBev und PepsiCo. Inc. haben einen Vertrag unterzeichnet, der es PepsiCo gestattet, das Erfrischungsgetränk „Guaraná“ von Antarctica weltweit herzustellen, abzufüllen und zu vertreiben. Beide Unternehmen gehen davon aus, daß in nur fünf Jahren das Getränk unter den Top-10-Bestsellern der Welt plaziert sein wird. Wie der Präsident von PepsiCo, Steve Reinemund, verkündete, soll sich der weltweite Umsatz von PepsiCo (1998: USD 22,3 Mrd) durch den Vertrieb von „Guaraná“ zwischen 5 und 9% erhöhen. „Guaraná“ ist bei Erfrischungsgetränken der Marktführer in Brasilien. Der Vertrag mit PepsiCo ist für AmBev der erste Schritt auf den internationalen Getränkemarkt.

Die Übernahme der Anteile von Kirin am neuseeländischen Bierkonzern Lion Nathan durch den tasmanischen Brauer Boag (wir berichteten) war einer dieser Sätze mit „x“: „war wohl nix“. Anläßlich der Veröffentlichung des Interims-Ergebnisses (Ende Dezember 1999) von J. Boag & Son schwiegen sich die Tasmanier über diesen Punkt aus. Gern sprachen sie jedoch über ihr Finanzergebnis. Das Ergebnis wies eine Gewinnsteigerung vor Steuern von 144% aus. Der Nettogewinn betrug 1,4 Mio AUD (1,89 Mio DM). Das Betriebsergebnis in der Braudivision verbesserte sich um 23% auf 4,4 Mio AUD. Deutlich zurückgefahren wurden die Kosten und die Verluste in der Restaurant-Division. Allein die Verwaltungskosten wurden um 10% gesenkt. Auch die Zinszahlungen wurden um 20% reduziert. Juni 1999: 7,8 Mio AUD)..

Eine der bekanntesten Persönlichkeiten des österreichischen Braugewerbes, Dr. Franz Kühtreiber, technischer Geschäftsführer i.R. und Mitbesitzer des „Hubertusbräu” in Laa/Thaya, feierte dieser Tage in bewundernswerter Fitneß seinen 75. Geburtstag. Der Jubilar, der eigentlich Flugzeugkonstrukteur und Maschinenbauingenieur werden wollte, fand auch als Bierbrauer ein reichhaltiges Betätigungsfeld, in dem er seinen Erfindergeist umsetzen konnte und kann auf ein reichhaltiges Leben für die Brauwissenschaft zurückblicken. Mit einem offenen Brief wendet er sich gegen Ende seiner beruflichen Laufbahn noch einmal an seine Brauerkollegen.

Werte Kolleginnen und Kollegen!

Der nachfolgende Bericht wird mit größter Wahrscheinlichkeit meine letzte Veröffentlichung in der „Brauwelt“.

Kühl und trocken soll der Gärkeller sein - im feuchtheißen chinesischen Klima eine Herausforderung.
Die Munters GmbH, Hamburg, installierte erfolgreich eine Luftkonditionierungsanlage einschließlich Luftentfeuchtung für die Firma Anheuser Busch
in einer neu erstellten Produktionsanlage in Wuhan, China.
In diesem Keller ist es eigentlich kalt und naß. Im Vergleich zur Außentemperatur, die in diesem Teil Chinas tagsüber 40 °C erreicht, sind 10 °C geradezu eisig. An den Außenwänden der Gär-, Lagertanks und Rohre im Gärkeller schlägt sich Kondenswasser nieder, sammelt sich an den Unterseiten und tropft beständig auf Fußböden, Apparate und elektrische Schaltanlagen. Auf dem Boden stehen Pfützen – Korrosion frißt an den Stahlbauteilen..

Nach dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 12. August 1999 – 2 AZR 55/99 – be-steht keine gesetzliche Pflicht, sich einer Blutuntersuchung zur Klärung eines möglichen Alkohol- bzw. Drogenmißbrauchs zu unterziehen.
Zwar kann ein Arbeitnehmer aufgrund seiner Treuepflicht allgemein verpflichtet sein, eine jährliche Gesundheitsuntersuchung zu dulden bzw. an ihr mitzuwirken. Aber auch dies bedeutet nicht, daß der Arzt ohne jede Einschränkung alle Unter-suchungen vornehmen darf, die er oder der Arbeitgeber für sachdienlich halten. Das Interesse des Arbeitgebers an der geforderten Untersuchung ist vielmehr abzuwägen gegen das Interesse des Arbeitnehmers an der Wahrung seiner Intimsphäre und körperlichen Unversehrtheit. Sie ist jedoch verfassungsrechtlich geschützt. Dr. tt.

Neben der Grundvoraussetzung der einfachen und sicheren Reinigung wird bei den Schanksystemen und Zapfanlagen zunehmend die Optik immer wichtiger. Die "Theke" selbst soll schon als Blickfang wirken und Lust auf etwas frisch Gezapftes machen, wobei die Palette der Möglichkeiten von Bier und alkoholfreien Getränken über Wein (heiß und kalt) bis hin zu Tee und Prosecco reicht. Auffallend ist, daß neben technisch ganz einfachen, schnell auf- und abzubauenden Anlagen High-Tech-Systeme für den Großausschank präsentiert wurden.

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