Diverses
Die neue Braustätte von Efes, Istanbul/Türkei, in Moskau ist seit Mai 1999 in Betrieb. Ausgelegt ist sie für eine Jahreskapazität von 1,25 Mio hl. Sie soll aber in den nächsten zwei Jahren auf rd. 3 Mio hl erweitert werden. Die Voraussetzungen dafür sind bereits geschaffen. Die hochmoderne Brauerei konnten die Teilnehmer des Seminars besichtigen, das Ende März in Moskau stattgefunden hat
(s.a. „Brauwelt“ Nr. 13/14, 2000, S. 511 f.).
Die türkische Efes-Gruppe startete vor nunmehr 30 Jahren mit den beiden ersten Efes-Braustätten in Istanbul und Izmir. Heute produziert die Gruppe in der Türkei und im Ausland bereits über 9 Mio hl Bier (s.a. Brauwelt Nr. 12, 1997, S. 437 ff.). In Moskau, wo z.Z. Nach dem Ausbau wird die Investitionssumme bei rd. 140 Mio USD liegen..
AfG
Dr. Hans-Peter Wild begrüßte mehr als 300 Gäste aus der mittel- und osteuropäischen Region zu dem Internationalen Wild Fachseminar der Getränkeindustrie am 6. und 7. März 2000 im Hotel Diplomat in Prag. Über „Die Globalisierung der Getränkemärkte“ berichteten namhafte Referenten vor den Seminarteilnehmern
aus 19 Ländern. Die erfolgreiche und gelungene Veranstaltung vermittelte den mittel- und osteuropäischen Gästen weltweite Informationen über die Trends, Entwicklungen und Innovationen auf dem alkoholfreien und alkoholischen Getränkemarkt.
Der Vortrag von Christian Brunkau, Leiter Vertrieb für die Märkte Mittel- und Osteuropa (MOE), stand im Mittelpunkt des Interesses in Prag. Er beschrieb die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen der Länder..
Archiv
Der Beitrag beschäftigt sich mit der Wirkungsweise des Neuro-Controllers am Beispiel eines realen Abläuterprozesses. Es werden die in zwei Großbrauereien erzielten Betriebsergebnisse dargestellt. Im ersten Teil dieser Veröffentlichung (Brauwelt 51-52/1999, S. 2486 – 2489) wurden die allgemeinen Grundlagen Künstlicher Neuronaler Netze (KNN), deren Einsatz bei der Automatisierung und Optimierung des Läuterprozesses, die Applikation auf verschiedene Betriebssysteme sowie die Parametrierung und Handhabung des von der A. Ziemann GmbH in Zusammenarbeit mit der FH Heilbronn entwickelten Neuronalen Reglers (Neuro-Controller) beschrieben.
Archiv
Ehrlich, wir sind unschuldig. Wir haben nichts gewußt. Daß nach unserem letztjährigen Europa-Report Danone den Brauer Kronenbourg verkaufte – reiner Zufall. Daß nach unserem England-Report Bass und Whitbread zum Verkauf kamen – wieder Zufall. Zu viele Zufälle? Uns beschleicht schon selbst ein unheimliches Gefühl. Bevor daher die nächste Runde im englischen Pub-Roulette gespielt wird, halten wir schnell für Sie das Rad an.
Wenn die Eiserne Lady das geahnt hätte – tja, dann hätte sie wohl den englischen Biermarkt in Ruhe gelassen. Oder vielleicht auch nicht. Denn was ist das Resultat ihrer Bemühungen, die vertikale Integration der englischen Brauer aufzubrechen? Elf Jahre nach den berüchtigten „Beer Orders“ gibt es keinen englischen Großbrauer mehr. Aber Pech gehabt..
Archiv
„Endlich haben wir es geschafft“, konnte voller Stolz der Vorsitzende des Vereins Münchner Brauereien, Dr. Peter Kreuzpaintner, verkünden. „München ist mit einem Bierausstoß von 5,83 Mio hl nun die deutliche Nummer 1 in Deutschland, weit vor Dortmund mit rund 5 Mio hl!“ Anlaß zur Verkündung bot der Münchner Brauertag 2000, der seit 1961 alle zwei Jahre zelebriert wird. Heuer fand er am 1. Juli statt, die Münchner Bürger durften mit 2800 l Freibier, gestiftet von allen fünf Münchner Braustätten, daran teilhaben.
Nicht nur Bayern unterscheidet sich beim Bierkonsum mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 162 l (Deutschland 127,5 l) deutlich vom Rest der Republik, die Stadt München hebt sich beim Bierausstoß auch wohltuend vom bayerischen wie auch deutschen Trend ab..
Marketing
Am 1. Juli 2000 wird die neue Vertriebskooperation zwischen der Memminger Brauerei AG, Memmingen, und der Ulmer Münster Brauerei Inh. Grasmann KG, Ulm, im Absatzgebiet der Ulmer Münster Brauerei starten. Eine gemeinsame Vertriebsgesellschaft unter der Managementführung der Memminger Brauerei AG, an der beide Partner gleich beteiligt sind, wird das Kundenpotential der Ulmer Münster Brauerei kooperativ nutzen und ausbauen. Die Eigenständigkeit der Produktionsstätten wird von der strategischen Vertriebsallianz nicht berührt.
Markt
Die bayerischen Brauereien erzielten nach Angaben des Bayerischen Brauerbundes im Mai 2000 ein Absatzplus von 18,5% gegenüber dem Mai 1999. Für die ersten 5 Monate des Jahres ergibt sich ein aufgelaufenes Plus für die bayerische Bierproduktion von 2,7%. Der positive Trend aus dem 2. Halbjahr 1999 mit +2,6% hat sich also fortgesetzt. Bundesweit betrug das Ausstoßplus im Mai 17,4% und in den ersten 5 Monaten 3,7% auf 44,4 Mio hl.
Recht
Am 13. Juni 2000 fand im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Dienststelle Bonn, ein Spitzentreffen von Wirtschaftsverbänden sowie Umwelt- und Verbraucherorganisationen unter Leitung von Staatssekretär Rainer Baake zum Thema „Abgabe auf Einweg als Alternativregelung zur in der Verpackungsverordnung festgeschriebenen Bepfandungs- und Rücknahmepflicht“ statt.
Wie entsprechenden Mitteilungen des Bundesverbandes mittelständischer Privatbrauereien und des Deutschen Brauer-Bundes zu entnehmen ist, stellte Baake zunächst fest, daß Bepfandung und Rücknahme von Getränkeeinwegverpackungen, wie sie in der jetzigen Verpackungsverordnung verankert sind, durchaus mehrwegfördernd und -stabilisierend wirken werden. Als Orientierungsgröße wurde der Wert von 1998 genannt.B.
Diverses
Vom 27. – 29. Juni 2000 fand der diesjährige Brauertag des Deutschen Brauer-Bundes in Potsdam statt. Im Mittelpunkt der Beratungen standen, wie DBB-Präsident Dieter Ammer anläßlich der Pressekonferenz am 29. Juni 2000 ausführte, die Verpackungsverordnung und die Alkoholdiskussion.
Bei der Verpackungsverordnung geht es konkret um die Frage, ob die Verbraucher ab voraussichtlich 1. Juli 2001 für Bier, Wein und Mineralwasser in Einwegverpackungen Pfand bezahlen müssen und der Handel diese Verpackungen auch wieder zurücknehmen muß (s.a. S. 1107). Für Ammer ist nicht sicher, daß das Pfandsystem und die Rücknahmepflicht auch tatsächlich das Mehrwegsystem fördern. Als Alternativen zu Bepfandung und Rücknahme werden zur Zeit Abgaben und/oder zusätzliche Steuern diskutiert.B.B.
Marketing
Am Dienstag, 4. Juli 2000, unterzeichneten die Vorstände der Bayerischen BrauHolding AG, München, und der Brau und Brunnen AG, Dortmund und Berlin, in München eine Vereinbarung, nach der die beiden Unternehmen durch eine Fusion ihre nationale Marktposition in den Geschäftsfeldern Bier und alkoholfreie Getränke stärken und ihre Marken zu weiterem ertragsreichen Wachstum führen wollen. Die Aufsichtsräte der beiden Aktiengesellschaften hatten am Tage zuvor dieser Fusion zugestimmt.
Die gesellschaftsrechtliche und betriebswirtschaftliche Zusammenlegung aller Getränkeaktivitäten der beiden Unternehmen mit ihren Beteiligungen unter einem Dach erfolgt nach einem positiven Votum der Hauptversammlung beider Gesellschaften und vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Institutionen. 7 Mio hl.
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