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Rohstoffe

Keine Rekordernte, aber Spitzenqualität -- In allen sieben Anbaugebieten der Bundesrepublik ist die diesjährige Hopfenernte abgeschlossen. Grundlage für Georg Seebacher, Vorsitzender des Verbandes der deutschen Hopfenpflanzer, erste Tendenzen und mögliche Preisentwicklungen bei der Pressekonferenz zur Hopfenernte anzusprechen. Die erwartete Erntemenge wird mit 688 995 Ztr um 42% deutlich über dem Vorjahresertrag von 552 436 Ztr liegen, doch dies ist noch lange kein Grund zur Freude, denn 1990 war ein überaus schlechtes Erntejahr und lag um 38,7% niedriger als 1989. So ergibt sich 1991 gegenüber der relevanten Hopfenernte von vor zwei Jahren lediglich eine Steigerung von 4,5%, und diese Relation muß man einfach sehen. Auch die Welthopfenernte sei mit 2,4 Mio Ztr keine übergroße.

Kunststoff-Folien zur Verpackung von Hopfenpellets. Gegenwart und Zukunft -- Das allgemein steigende Umweltbewußtsein, die knapper werdenden Deponien, die Abneigung großer Bevölkerungsteile gegen Müllverbrennungsanlagen sowie die angelaufenen gesetzgeberischen Maßnahmen zur Abfallvermeidung führen zu kritischen Fragen bezüglich der Verpackung und Verpackungsfolien. Ausgehend von den Maßnahmen des Gesetzgebers zur Abfallvermeidung sowie der Aufgabenstellung zur Verpackung von Hopfenpellets werden einige Neuentwicklungen am Kunststoff-Foliensektor dargestellt und kritisch bewertet.


EBC-Gersten- und Malzgruppe -- Nach einer Pressenachricht von Dr. F. Weilemann, CH, Mitglied der EBC-Gersten- und Malzgruppe, Untergruppe Gersenversuche, wurden 1990 an über 44 verschiedenen Orten in 16 Ländern Europas 63 Anbauversuche mit Winter- und Sommergerstensorten durchgeführt. Die agronomischen wie auch die mälzerei- und brautechnologischen Eigenschafen der geprüften Sorten sind im soeben erschienenen Report on Field Trials 1990, Volume 41, zusammengefaßt. Dieser Report enthält lt. Dr. Weilemann wertvolle Angaben in Hinblick auf die an den einzelnen Anbauorten in den verschiedenen Regionen in Nord- , West-, Zentral- und Südeuropa erreichten Qualitätsmerkmale. Ergänzt wird das Zahlenmaterial duch Angaben über den Im- und Export von Malz in den europäischen Ländern.O. Die 6..


Bayerische Gerstenernte 1991. Kornertrag und Kornqualität der Wintergerste -- Die Wintergerstenernte 1991 in Bayern erfüllte mit 59,2 dt/ha die Erwartungen der Landwirte trotz einer Anbaureduzierung um 10 500 ha. Die Erntemenge von 1,5 Mio t entspricht dem letzten fünfjährigen Durchschnitt und stellt die Futterversorgung der Betriebe für das kommende Jahr sicher. Der folgende Beitrag gibt Auskunft über die Qualität der Wintergerste in Bayern aus der Ernte 1991.


Alphasäuren-Bilanz -- An der Welthopfenernte 1990 war die Sortengruppe A (Saaz, Tettnang, Spalt) mit 6% bzw. 13 322 t (- 23%) beteiligt und lieferte 414 t Alpha-Säure (-12%). Die Sortengruppe B (Hallertauer, Hersbrucker, Hüller, Perle, Golding, Fuggle, Cascade) brachten es auf 29 732 t (- 1%) bzw. 1527 t Alpha-Säure (+ 12%). Die Sortengruppe C (Hopfen ohne Weltmarktgeltung) kamen auf 35 784 t (20%) bzw. auf 1932 t Alpha-Säure (+ 20%) und die Sortengruppe D (Northern Brewer, Brewers Gold, Cluster, Bullion, Pride of Ringwood, Hochalphahopfen der USA und Englands) auf 35 578 t (- 14%) bzw. 2991 t Alpha-Säure (- 11,3%). Insgesamt betrug die Welthopfenernte 1990 114 416 t (- 3,5%) bzw. 6864 t Alpha-Säure (- 6%). Nach dem Hopfenbericht 1990/91 der Fa. Joh..


Positive Perspektiven für die Braugerste -- Positive Perspektiven für den Brauergerstenanbau in Deutschland sah Prof. Dr. R. Schildbach, Leiter des Forschungsinstitutes für Rohstoffe der Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin, VLB, in seinem Vortrag anläßlich des 20. Internationalen Braugerstenseminares am 9. Oktober in Berlin. Dabei hat vor allem die ostdeutsche Landwirtschaft die Marktchancen für die Braugerste erkannt. Die guten Chancen für deutsche Braugerste gelten unter der Vorausetzung, daß die Qualität aus der nationalen Erzeugung gegenüber derjenigen aus den EG-Nachbarländern konkurrenzfähig ist. Die Gegebenheiten dafür sind lt. Prof. Schildbach günstig. Die neuen Braugerstensorten, insbesondere auch aus den neuen Bundesländern (s.a. Brauwelt, Nr. 43, 1991, S. Prof.B.B..


Weltweiter Hopfenüberschuß -- Nach dem jetzt erschienenem Bericht der Fa. Simon H. Steiner Hopfen GmbH, Laupheim, wird die Welthopfenmenge 1991 etwa 2,489 Mio Ztr (+ 9,1%) betragen. Das entspricht 8,338 Mio kg Alphasäuren (+ 20,6%) . Geht man für 1992 von einer Weltbierproduktion von 1,182 Mrd hl (+ 1,5%) aus, dann errechnet sich bei einem durchschnittlichen Alphasäureneinsatz von 6,8 g/hl und einem durchschnittlichen Alphasäurengehalt des Hopfens von 6,7% ein weltweiter Bedarf an Alphasäuren von 8,038 Mio kg und damit ein Überschuß von etwa 100 000 Ztr Hopfen. Aufgrund dieser Daten geht das Unternehmen davon aus, daß die Hopfenvorräte, die in den letzten Jahren abgebaut wurden, wieder leicht ansteigen. Weltweit wurden 1991 auf ca. 95 000 ha Hopfen angebaut. In den USA werden auf ca..


Die Qualität der 1991er Braugerste ist insgesamt gut, aber regional unterschiedlich, mit deutlichem Nord-Süd-Gefälle. - - Der Eiweißgehalt dürfte im Durchschnitt bei 11% liegen. Eher enttäuschende Ergebnisse werden aus den ostdeutschen Anbauregionen gemeldet. Aufgrund der hohen vorvertraglichen Deckung zu Preisen von 44 - 45 DM/dt gibt es bei Preisforderungen von 40 - 41 DM/dt z. Zt. keine Umsätze. In der EG kann mit einer guten bis befriedigenden Braugerstenernte gerechnet werden. Vor allem durch eine gute Braugerstenernte in Dänemark kann der Bedarf voll gedeckt werden.


Mälzerei-Seminar in Weihenstephan -- Am 26. und 27. 11. 1991 fand in Weihenstephan das 10. Mälzerei-Seminar unter der Schirmherrschaft des Deutschen Mälzerbundes und organisiert von Prof. Dr. L. Narziß statt. Das mit rd. 60 Teilnehmern gut besuchte Seminar brachte wie die früheren Seminare eine Fülle von Informationen aus wissenschaftlichen Arbeiten über die Mälzereitechnologie. Damit setzte der Lehrstuhl für Technologie der Brauerei I, wie sein Inhaber, Prof. Dr. L. Narziß, bei der Begrüßung der Teilnehmer unterstrich, in der Forschung eine lange Tradition fort, die zurückreicht bis zu den Professoren Leberle und Schuster. Auch der Mälzerbund, vertreten durch H. A. Die Aktualität dieser Veranstaltung, die lt..


Untersuchungen zur Kenntnis der Mikrobiologie von Braugerste und Brauweizen. 1. Mitteilung: Die Zusammensetzung der Mikroflora auf erntefrischem Getreide -- An die Qualität des Braugetreides und des aus ihm gewonnenen Malzes werden in zunehmendem Maße auch Anforderungen gestellt, die von der Mikroflora her bestimmt werden. So können etwa bei Lagerung und Vermälzung des Getreides Veränderungen in der Zusammensetzung seiner Mikroorganismen auftreten, die unter Umständen eine wesentliche Minderung seines Verarbeitungswertes bedingen. Der epiphytischen Mikroflora auf dem erntefrischen Getreide als Ausgangspunkt jeglicher Keimentwicklung muß dabei besonderes Interesse zukommen..


Wöllmer-Analyse -- Bei der Wöllmer-Analyse werden die Hopfengesamtharze aus methanolischer Stammlösung aufgeteilt in die hexanlöslichen Weichharze und die nicht hexanlöslichen Hartharze. Der Hartharzanteil vom Gesamtharz gilt als Merkmal für Qualität und Alterungszustand des Hopfenproduktes. Da die Weichharzbestimmung problematisch ist - die Weichharze werden manchmal nicht vollständig extrahiert -, ist der Aussagewert dieser Analytik oft nicht sehr zuverlässig. Das Prinzip der Analyse beruht auf der Verteilung der Hopfeninhaltsstoffe zwischen einer sauren wässrig-methanolischen Phase und Diäthyläther. Die Angabe des Konduktometerwertes und der beta-Fraktion in Prozenten des Gesamtharzgehaltes läßt gewisse Rückschlüse auf Sorte und Provenienz des rohen und des veredelten Hopfens zu. U.