Entwicklung moderner Braugerstensorten -- Zu Beginn seines Referates über Perspektiven für die Entwicklung moderner Qualitäts-Braugerstensorten anläßlich des 21. Internationalen Braugersten-Seminars der VLB, Forschungsinstitut für Rohstoffe, am 14. 10. 1992 in Berlin, wies Prof. Dr. Diter von Wettstein, Carlsberg Laboratory, Kopenhagen, darauf hin, daß die Züchtung einer neuen Braugerstensorte 12 bis 15 Jahre dauert, wobei mindestens sechs Jahre auf die Wertprüfung für die Ertragssicherheit, Krankheitsresistenz und andere Anbaueigenschaften entfallen. Danach kommt dann noch die Prüfung auf die Verarbeitbarkeit der neuen Sorte in der Mälzerei und in der Brauerei. Nur beim Start der Züchtung kann man durch den gezielten Einsatz der Gentechnologie einige Jahre einsparen. Wie Prof.B..

Alphasäurewerte von Hopfen der Ernte 1992 -- Bis zum 7. 10. 1992 sind ca. 435 000 Ztr der Hopfensorten der Ernte 1992 vom Handel übernommen worden. Hinsichtlich der Bitterwerte ergibt sich aufgrund der eingegangenen Meldungen der Betriebslabors in den einzelnen Hopfenhandelsbetrieben unten stehende Tabelle. Die langjährige Erfahrung zeigt, daß diese Durchschnittswerte im Verlauf der Saison noch einen gewissen Abbau erfahren.

Die Nachfrage nach Saatgut für Wintergerste war in diesem Herbst besonders groß. -- Für das Jahr 1993 rechnen die Experten, wie beim mit 180 Teilnehmern hervorragend besuchten 21. Internationalen Braugersten-Seminar der VLB, am 14. 10. 1992 in Berlin geäußert, mit einem starken Rückgang des Sommergerstenanbaues und deshalb auch mit einem zweiten Malzmarkt für Malze aus Winterbraugerste.

Vertragslandwirtschaft im Braugerstenbereich -- K. van Betteray leistet mit seiner Bonner Dissertation einen Beitrag zum Thema Vertragslandwirtschaft, der seit geraumer Zeit überfällig war. Während die vertraglichen Bindungen zwischen der Landwirtschaft und ihren Marktpartnern in der Öffentlichkeit, in Politik, Verbänden und Verwaltungen immer wieder hinreichend Aufmerksamkeit finden, mangelte es bislang an empirisch fundierten Aussagen über die Vorgänge und Entwicklungen in der Vertragslandwirtschaft. Diese Vorteile können bei wirksamer Produktprofilierung und Marktabgrenzung langfristig zu einer guten Marktstellung der hier mitwirkenden Erzeuger führen. Der genaue Titel der Arbeit lautet: Van Betteray, K..

Dem Weltmarkt fehlen 500 000 Ztr Hopfen -- Zu diesem Ergebnis kommt die Pflanzerinitiative Hallertau, eine Gruppierung, die sich mit dem Marktgeschehen auseinandersetzt. Rein rechnerisch steht den Ernteschätzzahlen 1992 von weltweit 2 380 800 Ztr ein Hopfenbedarf von 2 739 000 Ztr gegenüber und somit entsteht eine Versorgungslücke von 358 000 Ztr. Nicht berücksichtigt sind in dieser Rechnung neueste Meldungen, wonach in einer Reihe von Ländern die Schätzzahlen nicht erreicht werden, sowie die unterdurchschnittlichen Alphawerte 1992 (z.B. ein weltweit um 0,2% unter dem Durchschnitt liegender Alphagehalt verursacht 90 000 Ztr Hopfen Mehrbedarf). Eine Fehlmenge von mindestens 500 000 Ztr Hopfen, so die Pflanzerinitiative, ist keinesfalls übertrieben..

Abwaage von Vertragshopfen weitgehend abgeschlossen -- Wie der Verband deutscher Hopfenpflanzer mitteilte, wird in der 41. Kalenderwoche in der Hallertau nur noch an zwei Tagen abgewogen. Damit dürfte die Abwaage der Vertragshopfen im wesentlichen abgeschlossen sein. Ähnlich ist die Situation in den übrigen deutschen Anbaugebieten, mit Ausnahme des Anbaugebietes Hersbruck. Für Freihopfen wurden in der Hallertau und im Anbaugebiet Hersbruck vom Hopfenhandel Preise zwischen 1100 DM/Ztr für Perle und 1000 DM/Ztr für Hallertauer Magnum auf der einen Seite und 600 DM/Ztr für Hallertauer Gold und Hersbrucker sowie je 700 DM/Ztr für Hüller, Brewers Gold, Orion und Record auf der anderen Seite geboten. Bis zum 1. 10. Die Gesamtabwaage im Bundesgebiet betrug bis zu diesem Stichtag 434 773 Ztr..

Bayerischer Mälzerbund: Zu wenig Braugerste 1992, befriedigende Qualität -- Wir sind mit der Menge der diesjährigen Braugerste natürlich überhaupt nicht zufrieden, die extremen Temperaturen des Sommers waren dafür ausschlaggebend. Aber die Versorgung der Brauereien mit Braugerste eines hohen Qualitätsstandards, wenn auch nicht vom Niveau des Vorjahres, sehe ich nicht in Frage stehen, sagte Hans Albert Ruckdeschel, Vorsitzender des Bayerischen Mälzerbundes, bei der 47. Mitgliederversammlung seines Verbandes in München. Oberstes Kriterium für uns ist und bleibt es, die Malzqualität zu erzeugen, die von unseren Abnehmern gewünscht wird. So schnell wie möglich müssen Preissignale für den Markt gesetzt werden, bevor die Wintergerste ab 10. Oktober ausgesät wird.

Die Erzeugergemeinschaften für Braugerste in Rheinhessen, Pfalz und Hessen haben jetzt ihren Mitgliedern für Braugerste der Ernte 1993 einen Erzeugerpreis von 32 - 32,50 DM/dt, valuta 1. 10 1993, empfohlen. -- Dies dürfte zu franko-Mälzerei-Preisen von rd. 37 DM/dt oder etwas darüber führen, sofern bei der Landwirtschaft Interesse an Anbau- und Lieferverträgen zu diesen Preisen geweckt werden kann. Zu Vertragsabschlüssen ist es bisher noch nicht gekommen. In den übrigen Anbauregionen stehen die Empfehlungen der Erzeugergemeinschaften noch aus.

Keine Währungsausgleichsbeträge mehr wird es ab 1. 1. 1993 geben. -- Das hat die EG-Kommission in einer Verordnung dem Rat vorgeschlagen. Damit der Gemeinschaft keine unnötigen Ausgaben entstehen, sollen die im voraus festgesetzten Währungsausgleichsbeträge für die ab 1. Januar 1993 erfolgenden Ein- und Ausfuhren als ungültig erklärt werden. Die Kommission hat dies durch die Verordnung 2147/92 bestimmt, die am 29. 7. 1992 inkraftgetreten ist.

Gute Braugerstenqualität in Niedersachsen -- Bereits vor der Ernte 1992 wurde in Anbetracht der anhaltenden sommerlichen Trockenheit in Norddeutschland eine Erntekatastrophe prognostiziert. In der Brauwelt Nr. 37, 1992, S. 1730 wurde auch über die Ernteergebnisse in Norddeutschland berichtet. Die dort getroffenen negativen Darstellungen mögen, soweit es die nordöstlichen Anbaugebiete angeht, zutreffend sein. Für Niedersachsen gelten diese Aussagen nur unter erheblichen Einschränkungen, weil sie nicht genügend differenziert sind und dem Leser einen irreführenden, ungünstigen Eindruck vermitteln können. Die Qualitätsaussage ist ebenfalls zu sehr pauschaliert und bedarf einer objektiveren Würdigung. So wurde bei einem Braugerstenaufkommen von ca..

Schlechte Hopfenernte beunruhigt Pflanzer und Handel -- Die lang anhaltende Trockenheit sowie die große Hitze im Sommer 1992 bereiten den Hopfenpflanzern große Probleme. Mit nur 605 620 Ztr. liegt die Hopfenernteschätzung 17% unter den 729 077 produzierten Zentnern des Vorjahres und steht somit dem schlechten Ergebnis von 1990 in nichts nach, stellte Josef Schrag, Präsident des Verbandes deutscher Hopfenpflanzer, auf der Pressekonferenz zur Hopfenernte und zum Hopfenmarkt 1992 klar. So fürchten die Pflanzer, daß der Gewinn hinter den Gestehungskosten zurückbleibe. Ein Bruttoertrag von 16 000 DM je Hektar ist unbedingt notwendig, so Schrag, um effektiv wirtschaften und neu investieren zu können. Raiser, 1. Vorsitzender des Verbands der Hopfenkaufleute und Hopfenveredler, aus. 1992).

Gerstensorten und Brauqualität -- Die Brauqualität einer Gerstensorte wird, wie Dipl.-Ing. M. Krottenthaler, Lehrstuhl für Technologie der Brauerei I, Weihenstephan, anläßlich der diesjährigen Brauwirtschaftlichen Tagung in Weihenstephan erläuterte, durch die technologische Verarbeitbarkeit in Sudhaus, Gärkeller und Filterkeller bestimmt. Ebenso wichtig, aber bisher noch nicht analytisch meßbar, ist die Qualität des Biergeschmackes. Brauqualität: - Beurteilung von neuen Sorten der Wintergerste; - Beurteilung einer Methode zur Früherkennung des Biergeschmackes. In Kleinsuden (10 l) und Großversuchen (2000 hl) wurden die Wintergersten Pamir bzw. Astrid verarbeitet. Überraschenderweise konnte eine bessere Filtrierbarkeit der Wintergersten festgestellt werden. 350) diejenigen Substanzen (ca..

Zur Malzanalyse. Zum Wunsch der EBC- Analysenkommission nach Einführung einer Lösungszahl -- Der folgende Beitrag setzt sich mit einem Vorschlag der EBC- Analysenkommission nach Einführung einer Lösungszahl kritisch auseinander. Dem Verfasser erscheint die Forderung nach dieser neuen Kennzahl überflüssig, die auf Kommentaren basiert, die seitens der Mitglieder des EBC- Analysenkomitees abgegeben wurden (1). Mit dieser Kritik will er auch eine Diskussion über die Lösungszahl anregen und in die richtigen Bahnen lenken.

Zum deutschen Braugerstenmarkt -- Nachdem in den frühen Ernteergebnissen im In- und Ausland eine meist gute Braugerste mit guten Erträgen eingebracht werden konnte, hat sich das Bild in den späteren Regionen vielfach verschlechtert. Auch davon gibt es allerdings Ausnahmen, wie z.B. in den Höhenlagen von Rheinland-Pfalz. Die Sommergerstenproduktion lag im gesamten Bundesgebiet gut 25% unter dem Rekord des Vorjahres. Bei starken regionalen Unterschieden war das Braugerstenaufkommen in den Späterntegebieten durch höhere Eiweißgehalte und niedrigere Vollgerstenanteile beeinträchtigt. Der Markt hat daraus die Konsequenzen gezogen. Während zu Beginn der Ernte das Preisniveau noch etwa auf dem der Vorvertragsware lag, trat im August eine spürbare Befestigung ein..

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