Nach Angaben der WHO trinkt in England und Malta mehr als die Hälfte der 15 Jahre alten Jungen mindestens ein Mal wöchentlich Alkohol, bei den Mädchen 49 bzw. 40 Prozent. An dritter Stelle dieses "Rankings" steht Deutschland mit 46 Prozent bei den Jungen und 33 Prozent bei den Mädchen. Am Ende der Skala liegen die Jugendlichen in Polen, USA, Frankreich, Grönland, Lettland und Finnland.
Im ersten Halbjahr 2004 wurden in Deutschland 51,8 Mio hl Bier abgesetzt, das waren 0,3 Mio hl oder 0,6 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Wie das Statistische Bundesamt Wiesbaden mitteilte, ging der Absatz im zweiten Quartal 2004 im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres um 2,1 Prozent oder 0,6 Mio hl zurück, nachdem er im ersten Quartal 2004 gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres um 4,3 Prozent oder 0,9 Mio hl gestiegen war. Nicht enthalten sind der Absatz von alkoholfreien Bieren und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier ff.
Von den rund 1950 EUR, die Familie Mustermann im Monat ausgeben kann, gehen 615 EUR für die Miete und Heizung ab. Wohnen ist inzwischen der größte Ausgabeposten. Die Haushalte werden kleiner, die Ansprüche an Wohnfläche und Komfort steigen: So erklärt sich, dass die Deutschen fast 32 Prozent ihres verfügbaren Einkommens an den Vermieter überweisen. Allein Lebende geben sogar 37 Prozent des Einkommens fürs Wohnen aus. Der Anteil der Ernährung an den Ausgaben ist dagegen geschrumpft. Von 273 EUR im Monat wird ein Durchschnittshaushalt heute satt. + Grafik
Da aufgrund des Biersteuergesetzes Biere mit einem Alkoholgehalt von 0,5 Vol.-% oder weniger (alkoholfreies Bier und Malzbier) nicht mehr Steuergegenstand und deshalb auch nicht mehr in der Biersteuerstatistik erfasst sind, soll dieses Segment des Biermarktes hier etwas transparenter dargestellt werden.
In den Tabellen werden die Angaben für die jeweils größten Brauereien wiedergegeben, die auf eine direkte Befragung ihre Absatzmeldungen für das Jahr 2003 mitgeteilt haben. Der Gesamtausstoß für alkoholfreies Bier und Malzbier ist nach Schätzungen des Deutschen Brauerbundes von ca. 3 455 272 hl im Jahr 2002 auf ca. 2 962 383 hl im Jahr 2003 gesunken, was einem Rückgang von 14,3% entspricht. Die Stammarke Claustaler musste durch den hohen Dosenanteil starke Rückgänge hinnehmen..
Biere
Die konjunkturelle Situation der Brauereien hat sich im 2. Quartal 2004 gegenüber dem 1. Quartal nochmals, wenn auch nur leicht, verschlechtert.
So ist der saisonbereinigte und geglättete Ifo-Geschäftsklimaindex von -23,4 Indexpunkten im ersten auf -26,3 Indexpunkte abgerutscht. Die aktuelle Geschäftslage wurde per Saldo von etwa jeder zweiten befragten Brauerei als schlecht bezeichnet, wobei es nur ganz wenige Gut-Stimmen gab. Der Ausstoß wurde im Juni deutlich gedrosselt; für die nächsten drei Monate rechnet allerdings per Saldo ein Fünftel der Brauereien wieder mit Produktionssteigerungen. Zu Jahresbeginn war der entsprechende Firmenanteil allerdings noch etwas höher. Gleichermaßen großteils unbefriedigend sind die Auftragsbestände aus dem Inland wie aus dem Ausland..
Die nachfolgende Liste für die 9 größten Schwarzbierhersteller im Jahresvergleich 2003 zu 2002 zeigt, dass die aufgeführten Marken insgesamt eine Absatzsteigerung von ca. 6,7 Prozent (882 200 hl im Jahr 2003 gegenüber 822 667 hl im Jahr 2002) bei leicht rückläufigem Biermarkt in der Bundesrepublik erreichen konnten. Aus der Liste ist ferner zu ersehen, dass die führende Position nach wie vor die Köstritzer Schwarzbierbrauerei inne hat. Sie hat im Jahr 2003 eine Absatzsteigerung von ca. 12 700 hl (+2,8%) erzielt. Die zweitgrößte Marke König Ludwig von der Brauerei Schloß Kaltenberg konnte ihren Absatz mit 113 000 hl stabilisieren....
Die hessischen und rheinland-pfälzischen Brauereien konnten im Jahr 2003 um 1,3 Prozent zulegen und haben insgesamt fast 10 Mio hl Bier gebraut.
Auch im ersten Quartal 2004 hielt der positive Trend in Hessen und Rheinland-Pfalz an. Nach Angaben des Brauerbundes Hessen/Rheinland-Pfalz wurden im ersten Quartal 2004 gut 2 Mio hl Bier gebraut.
Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des Brauerbundes Hessen/Rheinland-Pfalz am 25. Juni 2004 in Pfungstadt warnte der Vorsitzende Ulrich Kallmeyer jedoch davor, die Entwicklung des Jahres 2004 zu sehr mit der des Jahres 2003 zu vergleichen. Der heiße Sommer 2003 sei für den Bierabsatz günstig gewesen.
Der Pro-Kopf-Verbrauch an Bier in Deutschland betrage zwar noch 117,5 l und belege damit einen Spitzenplatz in Europa. ....
Wie dem jetzt erschienenem Barth-Bericht 2003/2004, herausgegeben von der Fa. Joh. Barth & Sohn, Nürnberg, zu entnehmen ist, hat sich der Bierausstoß weltweit im Jahre 2003 um 2,4% auf 1,478 455 Mrd hl erhöht. Wie schon im Vorjahr verzeichnete China mengenmäßig das mit Abstand größte Wachstum und zwar von 235,580 Mio hl auf 254,048 Mio hl (+7,8%). In Europa meldete Russland mit einem Plus von 4,3% auf 73,20 Mio hl das größte Wachstum, Deutschland mit einem Minus von 1,9 Prozent auf 106,304 Mio hl den stärksten Rückgang. Mexiko hat mit einem Plus von 4,3 Prozent auf 66,420 Mio hl den größten Anteil an dem deutlichen Plus in Mittelamerika. In Asien wird der Zuwachs von China durch den Einbruch in Japan mit minus 6,3% auf 64,970 Mio hl geschmälert..
Die Stimmung der deutschen Verbraucher hat sich nach den Ergebnissen der GfK-Konsumklimastudie im Juni 2004 ein wenig aufgehellt. Darauf weisen die drei für das Konsumklima bedeutsamen Indikatoren Konjunkturerwartung, Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung hin. Der Verbraucher erwartet wohl eine Erholung sowohl der konjunkturellen als auch der persönlichen finanziellen Lage. Insgesamt gesehen liegen alle drei Werte für die Konsumstimmung aber noch unter dem langjährigen Durchschnittswert.
Die deutschen Brauereien hatten im Kalenderjahr 2003 nach vorläufigen Daten der Außenhandelsstatistik und dem steuerfreien Bierabsatz nach Bundesländern des Statistischen Bundesamtes mit ca. 9,4 Prozent einen starken Ausfuhranstieg zu verzeichnen. Die Gesamtausfuhr 2003 betrug nach der Biersteuerstatistik 12 095 Mio hl (ca. 11 057 Mio hl im Vorjahr) - nach der Außenhandelsstatistik für 2003 nur 11 250 Mio hl (Vorjahr: 11 410 Mio hl). Die direkte Brauereiabfrage bei den 30 größten Ausfuhrbrauereien (über 20 000 hl) für das Jahr 2003 ergab ein Volumen von 11 624 Mio hl (Vorjahr 10 174 Mio hl), ein Plus von 12,6 Prozent....
Die mittelständische Struktur ist charakteristisch für den deutschen Biermarkt und macht, wie Dr. Richard Weber in der Pressekonferenz zum Deutschen Brauertag am 17. Juni 2004 in Saarbrücken betonte, seinen besonderen Charme aus. Die 1268 Brauereien Deutschlands haben im Jahr 2003 106,3 Mio hl Bier produziert. 770 davon brauten weniger als 5000 hl, nur 27 Braustätten mehr als eine Million Hektoliter pro Jahr. Die fünf großen deutschen Brauereigruppen brachten es auf etwas mehr als 54 Mio hl, die größte deutsche Gruppe auf 15,8 Mio hl. Im Vergleich dazu wird der größte Brauereikonzern der Welt, die InterbrewAmbev, im laufenden Jahr auf einen Ausstoß von 190 Mio hl kommen.
Der Export von deutschem Bier erhöhte sich im Jahr 2003 auf mehr als 12 Mio hl bzw.....
Der Altbiermarkt hat im Jahr 2003 einen besonders starken Absatzrückgang (-13,7%) auf dem deutschen Biermarkt - offenbar durch das Dosenpfand-Debakel - hinnehmen müssen. Man rechnet zur Zeit mit einem Gesamtausstoß an Altbier in Nordrhein-Westfalen von 2 482 524 hl (Vorjahr 2 876 621 hl). Wie sich der größte Teil der 2,483 Mio hl im Jahr 2003 aufteilten, zeigt für die größten sechs Marken die in der Tabelle 1 wiedergegebene Markenaufteilung, die addiert 2,231 Mio hl ergibt. ...
Im Beitrag wird die Entwicklung der 35 größten Getränkefachgroßhändler über 45 Mio EUR im Jahr 2003 in der Bundesrepublik Deutschland wiedergegeben. Zur Durchführung eines "effizienten Marketing" im GFGH-Bereich ist eine Transparenz der jeweiligen speziellen Absatzmärkte der einzelnen GFGH-Betriebe für Brauereien, Brunnen, Fruchtsaft- und Erfrischungsgetränkehersteller von größter Bedeutung und damit eigentlich unerlässlich. Aus diesem Grunde müssen die Daten über Produktpräsenz, Marktgröße und die genaue Entwicklung für die einzelnen Marktsegmente (z.B. Bier, Mineralwasser, Cola- und Süßgetränke) möglichst lückenlos vorliegen. Um diesem Ziel näher zu kommen, wurden in den letzten Jahren die 35 größten GFGH nach Gesamtumsatz und speziellen Vertriebswegen schriftlich bzw. mündlich befragt..
Ein Viertel der deutschen Haushalte hat monatlich 900 bis 1500 EUR zur Verfügung. Ein weiteres Viertel hat ein Monats-Netto-Einkommen von mehr als 2600 EUR. 15 Prozent der Haushalte müssen mit weniger als 900 EUR im Monat auskommen. Doch stehen diese finanziell nicht unbedingt schlechter da als höhere Einkommensgruppen. Da in diese Einkommensschichtung die Einkommen aller Haushaltsmitglieder einfließen, ist ein Einpersonenhaushalt mit 900 EUR finanziell besser gestellt als eine vierköpfige Familie mit 2000 EUR.
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