Biere Die konjunkturelle Talfahrt bei den Bierbrauern hat sich auch im dritten Quartal 2004 fortgesetzt. Der ifo-Geschäftsklimaindex, der - saisonbereinigt und geglättet - als bewährter Konjunkturindikator gelten kann, ist weiter deutlich gesunken, gegenüber dem zweiten Quartal immerhin um nahezu 50 Prozent. Die aktuelle Geschäftslage wurde dementsprechend häufig (zuletzt, d.h. im September) von drei Fünfteln der befragten Betriebe als schlecht beurteilt. Knapp zwei Fünftel der Testfirmen nahmen Produktionseinschränkungen vor, per saldo ein Zehntel will auch in den kommenden 3 Monaten den Ausstoß zurückfahren. Die Nachfrage hat sich im Berichtsquartal spürbar abgeschwächt.
Erfrischungsgetränke Im dritten Quartal 2004 hat sich das Geschäftsklima ganz erheblich verschlechtert..
Einen sehr komprimierten und aussagefähigen Vortrag über den internationalen Gersten-, Malz- und Biermarkt hielt Claude Auroux, Fa. Malteurop, bei der 54. Arbeitstagung des Bundes Österreichischer Braumeister und Brauereitechniker am 1. Oktober 2004 in Bludenz. Nach seinen Angaben lag die Gesamtproduktion an Braugerste weltweit im Jahre 2003 bei 23 Mio t. Die EU machte rd. 50 Prozent des Weltmarktes aus. Exportiert wurden insgesamt 4,5 Mio t, und zwar aus den Ländern der EU, aus Kanada und aus Australien. Aufgrund des starken EUR-Kurses von über 1,20 USD kam der Export aus der EU nach China zum Erliegen. China hat einen Jahresbedarf von rd. 3 Mio t Braugerste. So hatte die EU einen Überschuss an Braugerste von 1,4 Mio t. Die Preisunterschiede liegen bei 30 bis 40 EUR/t. 2,65 Mio t..
Nach Angaben im ACNielsen Universen 2004, Daten zum Handel in Deutschland, haben zwar die Billiganbieter im Jahre 2003 erneut das Rennen um die größten Zuwachsraten gewonnen und auch zahlenmäßig weiter zugenommen. Dennoch deutet sich, so die Analysten, eine Abschwächung des Trends ab. Bei Branchen-Primus Aldi liegt das Umsatzwachstum deutlich unter dem der übrigen Discounter. Insgesamt erzielte der LEH inklusive Aldi ein Plus von 1,5 Prozent auf 121,7 Mrd EUR. Ohne Aldi lag der Zuwachs bei 1,2 Prozent. Überdurchschnittliche Entwicklungen verzeichneten große (+3,4%) und kleine Verbrauchermärkte (+2,1%). Die Getränkeabholmärkte gingen bei den Vertriebskanälen im letzten Jahr mit
einem Umsatzplus von vier Prozent eindeutig als Gewinner hervor..
Rüdiger Ruoss zeigte bei den Sommertagen der Getränkewirtschaft am 26. August in Berlin die Entwicklung einiger Biermarken in den letzten Jahrzehnten auf. Marken, die qualitative Marktführer waren und dies aber auf die Dauer nicht halten konnten.
In der Nachkriegszeit war die Würzburger Hofbräu die angesehenste deutsche Biermarke, nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA. Sie war für die Amerikaner die Inkarnation deutscher Bierkultur. In ihren besten Zeiten exportierte sie 200 000 hl Bier. Vor dem 2. Weltkrieg erlaubte das Würzburger Management jeweils nur einen Spezialausschank pro Stadt und handelte nach dem Prinzip "Wer von uns etwas möchte, muss auch zu uns kommen." Heute liefert die Brauerei im Umkreis von 80 km. Weltkrieg begannen, ihr Bier weltweit zu vertreiben. Dr..
1.Eigener Einzelhandel (Gam) - und Kooperationspartner; 2.Umsatz in der Gastronomie; 3.Strukturdaten (Anzahl der Lager, Eigengeschäfte, Personal, LKW und Liefergebiet). Für das Jahr 2003 wurde bei den 35 größten GFGH mit eigenen Einzelhandelsgeschäften oder mit partnerschaftlich gebundenem Einzelhandel sowie Franchising-Ketten die Geschäftsanzahl und der jeweilige Umsatz (über 10 Mio EUR) abgefragt. Die Antworten sind in der nachfolgenden Tabelle aufgelistet. (Die Rangfolge bezieht sich auf den Umsatz.) In dieser Aufstellung fehlt die Firma Bier-Nagel mit ca. 200 eigenen EH-Geschäften, ferner alle Firmen, die unter der Umsatzgrenze von 10,0 Mio EUR liegen. .. "Tabelle"
Die deutschen Verbraucher geben immer mehr für den privaten Konsum aus. Im laufenden Jahr werden es voraussichtlich 1266 Mrd EUR sein - ein Drittel mehr als vor zehn Jahren. Der Einzelhandel kann von dieser Entwicklung jedoch kaum profitieren; ein Großteil der Mehrausgaben geht an der Branche vorbei. Der Grund dafür: Die Verbraucher geben einen immer geringeren Teil ihres Einkommens beispielsweise für Nahrungsmittel oder Bekleidung aus, dafür aber einen wachsenden Teil für Dienstleistungen wie Reisen, Unterhaltung oder Freizeit. Die Folge: Der Anteil des Einzelhandels an den gesamten Verbrauchsausgaben schrumpft: 1993 waren es 40 Prozent, heute sind es nur noch 31 Prozent.
Der deutsche Werbemarkt beginnt sich zu erholen, allerdings nur sehr zögerlich. Unter den gegenwärtigen konjunkturellen Rahmenbedingungen ist nicht absehbar, ob sich 2004 ein Aufschwung durchsetzen wird. Im vergangenen Jahr musste die Werbewirtschaft einmal mehr einen Rückschlag hinnehmen - den dritten in Folge. Besonders betroffen von der lang anhaltenden Werbeflaute sind die Tageszeitungen, die Zeitschriften und das Fernsehen. Die Entwicklung bei den großen werbetreibenden Branchen verlief 2003 recht unterschiedlich. Während Massenmedien und Handelsorganisationen ihre Werbeetats spürbar aufstockten, zeigten sich Autohersteller, Süßwaren- und Pharmaindustrie zurückhaltend.
"Grafik".
Nach einem neuen Report von Datamonitor haben die aromatisierten alkoholhaltigen Getränke ihre Dynamik im Markt eingebüßt. Deutschland war im Jahre 2003 mit 923 Mio EUR immer noch der zweitgrößte Markt für diese Getränke in Europa. Im letzten Jahr lag das Wachstum nur noch bei 1,5 Prozent, im Jahr 2001 war es noch bei 53 Prozent. Bis zum Jahre 2008 wird ihr Absatz dramatisch sinken, und zwar bedingt durch die gesetzlichen Regelungen und durch den Verlust an Image (Coolness). Gerade jüngere Konsumenten dürften schnell auf andere Getränke ausweichen, an denen ebenfalls kein Mangel herrscht. Gerade in Bars stellen die Besucher verstärkt auf weiße Spirituosen wie Smirnoff und Barcadi um oder auf Cocktails..
Die Top 50 Bier erzeugenden Länder weltweit kommen nach einer Aufstellung des Barth-Reports 2003/2004 der Fa. Joh. Barth & Sohn, Nürnberg, und von Germain Hansmaennel, Straßburg, auf einen Anteil von 95 Prozent am Weltbiermarkt von insgesamt 1,478 Mrd hl. "Tabelle"
Industrie und Handel sind darauf angewiesen, Güter schnell und preiswert an die gewünschten Ziele zu transportieren. Dieses Gütertransportaufkommen wird nach Meinung von Experten gerade in Deutschland weiter ansteigen. Weil der offene Handel innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten zunehmen wird, kommen auf Deutschland als Transitland weitere Belastungen zu. Darüber hinaus findet durch die EU-Osterweiterung zunehmend eine erhöhte internationale Güterbeförderung in Ost-West-Richtung statt. Am Beispiel des GFGH trinks GmbH wird hier eine Flottenmanagement-Lösung vorgestellt.
Industrie und Handel sind darauf angewiesen, Güter schnell und preiswert an die gewünschten Ziele zu transportieren. Dieses Gütertransportaufkommen wird nach Meinung von Experten gerade in Deutschland weiter ansteigen.
Bei der Beurteilung der unterschiedlichen Beschäftigten-Daten müssen die jeweiligen Geschäftsbereiche mit ihren Schwerpunkten berücksichtigt werden. So ist bei Unternehmen mit vielen Eigenregiemärkten der Personalaufwand wesentlich höher als bei gebundenen Abnehmergruppen (z.B. Kooperationsverträge, Franchising usw.). Der Personalaufwand ist für die Gastronomiebelieferung ähnlich wie im eigenen Absatzmarkt. Auch bei dem LKW-Bestand müssen die zu fahrenden Strecken und die Größe der Fahrzeuge sowie die Aufgabenstellung genau berücksichtigt werden. In dieser Aufstellung fehlen die großen Unternehmen Bier-Nagel, Hannover und Hubauer, Gräfelfing. Falls sonst noch andere Unternehmen fehlen bitte ich um Mitteilung.
Eine neue Untersuchung von Mintel ("Bier in Europa", 995,00 Pfund), bei der 10 000 Personen in Deutschland, Spanien sowie Frankreich und 25 000 Personen in Großbritannien befragt wurden, ergab, dass die Erwachsenen Deutschen in diesen Ländern mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 145 Liter Bier/Jahr mit Abstand am meisten Bier trinken. Die britischen Erwachsenen bringen es auf lediglich 125 Liter. Insgesamt lag der Bierabsatz in Deutschland bei rd. 100 Mio hl, in Großbritannien bei 58 Mio hl. Deutschland hat mit 44 Prozent den größten Anteil am europäischen Biermarkt, gefolgt von Großbritannien mit 26 Prozent, Spanien mit 14 Prozent, Frankreich mit 9 Prozent und Italien mit 8 Prozent.
61 Prozent der Briten geben an, dass sie Bier trinken, wenn es um alkoholische Getränke geht..
Nach Angaben der WHO trinkt in England und Malta mehr als die Hälfte der 15 Jahre alten Jungen mindestens ein Mal wöchentlich Alkohol, bei den Mädchen 49 bzw. 40 Prozent. An dritter Stelle dieses "Rankings" steht Deutschland mit 46 Prozent bei den Jungen und 33 Prozent bei den Mädchen. Am Ende der Skala liegen die Jugendlichen in Polen, USA, Frankreich, Grönland, Lettland und Finnland.
Im ersten Halbjahr 2004 wurden in Deutschland 51,8 Mio hl Bier abgesetzt, das waren 0,3 Mio hl oder 0,6 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Wie das Statistische Bundesamt Wiesbaden mitteilte, ging der Absatz im zweiten Quartal 2004 im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres um 2,1 Prozent oder 0,6 Mio hl zurück, nachdem er im ersten Quartal 2004 gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres um 4,3 Prozent oder 0,9 Mio hl gestiegen war. Nicht enthalten sind der Absatz von alkoholfreien Bieren und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier ff.
Von den rund 1950 EUR, die Familie Mustermann im Monat ausgeben kann, gehen 615 EUR für die Miete und Heizung ab. Wohnen ist inzwischen der größte Ausgabeposten. Die Haushalte werden kleiner, die Ansprüche an Wohnfläche und Komfort steigen: So erklärt sich, dass die Deutschen fast 32 Prozent ihres verfügbaren Einkommens an den Vermieter überweisen. Allein Lebende geben sogar 37 Prozent des Einkommens fürs Wohnen aus. Der Anteil der Ernährung an den Ausgaben ist dagegen geschrumpft. Von 273 EUR im Monat wird ein Durchschnittshaushalt heute satt. + Grafik
Da aufgrund des Biersteuergesetzes Biere mit einem Alkoholgehalt von 0,5 Vol.-% oder weniger (alkoholfreies Bier und Malzbier) nicht mehr Steuergegenstand und deshalb auch nicht mehr in der Biersteuerstatistik erfasst sind, soll dieses Segment des Biermarktes hier etwas transparenter dargestellt werden.
In den Tabellen werden die Angaben für die jeweils größten Brauereien wiedergegeben, die auf eine direkte Befragung ihre Absatzmeldungen für das Jahr 2003 mitgeteilt haben. Der Gesamtausstoß für alkoholfreies Bier und Malzbier ist nach Schätzungen des Deutschen Brauerbundes von ca. 3 455 272 hl im Jahr 2002 auf ca. 2 962 383 hl im Jahr 2003 gesunken, was einem Rückgang von 14,3% entspricht. Die Stammarke Claustaler musste durch den hohen Dosenanteil starke Rückgänge hinnehmen..
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