Die Sudhaussteuerungssoftware Braumat von Siemens im Einsatz in einer Brauerei (Foto: Siemens)

Offene Grenzen, offene Märkte und dann Corona | Im letzten Teil unserer Artikelserie zur Biergeschichte seit 1861 geht es um die Jahrzehnte seit der Auflösung der Sowjetunion und der deutschen Wiedervereinigung.

Die Anwendung von Flavour-Standards ist denkbar einfach, am besten dosiert man sie dem eigenen Bier zu (Foto: Doemens)

Trinkst du noch oder verkostest du schon? | Spätes­tens seit der Craft Bier-Revolution interessiert nicht mehr nur die „sensorische Reinheit“ von Bier. Die Konsumenten haben Bier als Genussmittel entdeckt, Biersommeliers eine eigene „Genuss­sprache“ entwickelt. Dr. Wolfgang Stempfl, ehemaliger Geschäfts­führer der Doemens Akademie, schildert, wie sich die sensorische Beurteilung von Bier in den letzten 75 Jahren von der nüchternen Qualitätsprüfung nach DLG-Schema zu emotional und positiv aufgeladenen Bier-Beschreibungen wandelte. Im an diesen geschichtlichen Exkurs anschließenden Interview erläutert Julia Bär, Genussakademie Doemens, wie auch kleine und mittelständische Brauereien die Sensorik als effizientes Instrument zur Qualitätssicherung einsetzen können.

Prof. Ludwig Narziß

Brauen nach dem Krieg | Die Brauwirtschaft hat sich in den vergangenen 160 Jahren, aber insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg, also seit 75 Jahren rasant verändert. Wie war die Situa­tion zum Beispiel in Weihenstephan: Wie sah damals ein Studium dort aus? Oder auch in den Betrieben: Mit welcher technischen Ausstattung mussten die aus dem Krieg heimkehrenden Brauer und ihre Nachfolger arbeiten? Und wer könnte davon besser erzählen als Prof. Ludwig Narziß, der dies alles noch selbst erlebt hat…

Fertigungshalle von Ziemann 1952 (Quelle: Ziemann)

Vom Wirtschaftswunder zur Wiedervereinigung | Der dritte Teil der Jubiläums-Artikelserie von Günther Thömmes zur Bier­geschichte seit 1861 beschäftigt sich mit dem mühsamen Neu­beginn nach dem Zweiten Weltkrieg und der Zeit zwischen Wirtschafts­wunder und Wiedervereinigung.

Biergenuss im Biergarten

Wachstum und Rückgang | Deutschland, 1946: Der Zweite Weltkrieg ist vorbei. Hunger, Kälte und Verlust beherrschen den Alltag der Menschen. Doch die Hoffnung auf ein neues und besseres Leben ist da, der Wiederaufbau beginnt. Mein Vater Dr. Kai Kelch war mit 22 Jahren unversehrt aus der Gefangenschaft zurück­gekehrt; erst viel später sollte er langjähriger Autor für die BRAUWELT werden. Diese erschien bereits ab dem 31. Januar 1946 wieder regelmäßig – die „Allgemeine Brauer- und Hopfen­zeitung“, die erste Brauerei-Fachzeitschrift, war zur BRAUWELT geworden. Wie hat sich der deutsche Biermarkt seitdem entwickelt?

Soldaten im 1. Weltkrieg posieren mit einer Maß Bier für ein Foto (Quelle: CC-BY-SA 3.0, http://www.europeana1914-1918.eu/en/contributions/1269)

Zwischen Überschwang und Überleben | Der zweite Teil der Jubiläums-Artikelserie von Günther Thömmes zur Bierge­schichte seit 1861 widmet sich der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen.

Rund ums Bier weltweit bunt vernetzt (Foto: Gerd Altmann, Pixabay)

Branchennetzwerke | „Bier verbindet“ – so spricht der Volksmund. Und in der Tat, viele Sitten und Gebräuche, wie z.B. das Feierabendbier, der Frühschoppen oder der Stammtisch, entstanden rund ums Bier. Sogar das Kaffeekränzchen war im Ursprung ein „Bierkränzchen“. Wollen wir uns mit Freunden verabreden, so lautet nicht selten die Frage: „Gehen wir ein Bier trinken?“ Der Volksmund hat also Recht. Doch Bier verbindet nicht nur auf der Seite der Genießer, es verbindet auch auf der Seite seiner Erzeuger, der Bierbrauer.

Das Sudhaus als Tempel des Bieres – hier das Ziemann-Sudhaus der Feldschlösschen Brauerei 1908 (Quelle: Archiv Fachverlag Hans Carl)

Die Belle Époque der Brauer | Der Fachverlag Hans Carl feiert 2021 sein 160-jähriges Bestehen, die BRAUWELT gibt es seit inzwischen 75 Jahren. Unser Autor Günther Thömmes hat diese beiden Jubiläen zum Anlass genommen, um in die bewegte Biergeschichte zurückzublicken, denn die war in den vergangenen 160 Jahren immer eng verwoben mit der unseres Traditionsverlags.

Das Cover der ersten Nachkriegsausgabe der BRAUWELT vom 31. Januar 1946

75 Jahre BRAUWELT | Die BRAUWELT, Wochenzeitschrift für das Getränkewesen, erschien am 31. Januar 1946 zum ersten Mal nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie war Nachfolgerin der „Allgemeinen Brauer- und Hopfenzeitung“, die wiederum seit 1882 auf der „Allgemeinen Bayerischen Hopfenzeitung“ aufbaute. Und diese war 1861 als „Amts- und Intelligenzblatt der Stadt Roth“ gegründet worden. Die Kommunikation und Vernetzung der Brau- und Getränkebranche war und ist ohne die BRAUWELT nicht denkbar. Inhaltlich und im Erscheinungsbild hat sie sich stets den Erfordernissen der Zeit angepasst.

Verschiedene Bierfarben (Foto: Bayerischer Brauerbund)

Farbmessung des fertigen Bieres | Der vorliegende Artikel ist der erste Teil einer dreiteiligen Artikelserie über die Heraus­for­derung, Bierfarben sowohl zum Zeitpunkt der Rezeptge­staltung als auch im fertigen Bier exakt zu quantifizieren. Teil 1 ist eine Unter­suchung von Farbe allgemein sowie der historischen Entwicklung speziell der Bierfarbenmessung. Teil 2 untersucht die Unterschiede zwischen den heutzutage international verwendeten Formeln zur Berechnung der Bierfarbe. Der dritte Teil bewertet anhand von drei speziell für diese Studie gebrauten Testbieren, welche Voraus­berechnungsformeln die beste Treffsicherheit im Vergleich zu den Labormesswerten der fertigen Biere hat.

Eduard Buchner an der Universität (Foto: Author unknown, public domain, Wikimedia Commons https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Buchner_1907_W%C3%BC.jpg)

Über die Gärung zum Nobelpreis | Der Name Eduard Buchner wird heutzutage den Allerwenigsten etwas sagen – zu Beginn des 20. Jahrhunderts war er jedoch den meisten Menschen im Deutschen Reich geläufig. Buchner gilt als Begründer eines neuen Zweigs der Biochemie: der Enzymologie, die sich mit Gärungsvorgängen befasst. Für seine Arbeit wurde Buchner 1907 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet.

Farmhouse Brewery | Die Brauerei Kemker Kultuur aus Evers­winkel braut elegante, langgereifte Sauerbiere und ist damit einzigartig in Deutschland. Mit ihrem ortsbezogenen Ansatz reihen sich die Münsterländer in das internationale Phänomen der Farm­house-Brauer ein – eine neue, richtungweisende Brauphilosophie. Sylvia Kopp besuchte die Braukünstler in ihrer Braustätte

Lesesaal bzw. Gruppenraum der Axel-Simon-Bibliothek (Foto: VLB)

Wissensspeicher | Im 2017 fertiggestellten Neubau der VLB Berlin haben auch zwei brauwissenschaftliche Fachbibliotheken mit unterschiedlichen Schwerpunkten eine neue Heimat gefunden. Während die Axel-Simon-Bibliothek der VLB Berlin aktuelle brauwissenschaftliche Literatur beherbergt, liegt der Schwerpunkt der Sammlung der Schultze-Berndt-Bibliothek der Gesellschaft für Geschichte des Brauwesens e.V. (GGB) auf der Sammlung zur braugeschichtlichen Literatur. Die Bibliotheken sind organisatorisch und finanziell voneinander unabhängig und werden jeweils ohne staatliche Mittel von VLB und GGB unterhalten.

Frauenkirche in München (Foto: Pat Whelen, Unsplash)

Der König aller Bierpioniere | Der Münchner Brauherr Gabriel Sedlmayr II. (der Jüngere), verantwortlich für den Aufstieg der Spaten Brauerei zur führenden Brauerei Europas, ist ohne Zweifel DIE Lichtgestalt unter den zahlreichen hervorragenden Brau­unternehmern des 19. Jahrhunderts – und so soll ihm auch die Ehre des ersten Porträts in der neuen BRAUWELT-Serie „Giganten der Biergeschichte“ zuteilwerden.

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