Im letzten Jahr stieg der Konsum an alkoholfreien Erfrischungsgetränken in den Niederlanden um 4,5 l auf 71 l pro Kopf der Bevölkerung. Dabei steht Cola mit 43% (+ 10%) Marktanteil an erster Stelle vor Orangeade mit 22%. Der Konsum an Quell- und Mineralwasser dagegen ging um 4,5% auf 14,8 l zurück. Coca-Cola Niederlande steigerte seinen Absatz um 19% auf 3,49 Mio hl. Auch der Absatz von Getränken in wiederverwertbaren Kunststoffflaschen mit Pfand nahm zu. Alkoholfreies Bier soll nach Schätzungen von Marktkennern bereits einen Anteil von 6 - 9% haben.
Ichiban Shibori, das neue Bier der Kirin Brewery Co., Tokio, war 1990 das erfolgreichste Bier Japans. Es erreichte einen Anteil von 7% am Gesamtmarkt in Höhe von rd. 44 Mrd DM. Im laufenden Jahr will Kirin den Marktanteil dieses Bieres auf 15% anheben. Ichiban Shibori ist ein Spezialbier, das sich dadurch auszeichnet, daß bei der Würzegewinnung auf die Nachgüsse verzichtet wird.
Über die Mailänder Handelsgesellschaft Berselli will der US-Konzern Philip Morris/Kraft General Food ab Jahresmitte Miller-Bier nach Italien importieren. Ziel ist es, bis zum Jahresende 4,8 Mio Flaschen zu 0,33 l Miller in Italien abzusetzen.
Italiens Bierproduktion lag 1990 bei 11 Mio hl (+ 6,6%). Die Importe lagen bei 2,4 Mio hl. Geschätzt wird, daß der Pro-Kopf- Verbrauch an Bier bis zum Jahre 2000 auf 26 l ansteigen wird. Der Verbrauch am Inlandsmarkt ist stark von saisonalen Schwankungen und vom Fremdenverkehr abhängig
Bei der 600 Mitglieder starken Allied Brewery Traders' Association (ABTA) wurde Stan Wallis für das Geschäftsjahr 1991/92 zum neuen nationalen Vorsitzenden gewählt. Stan Wallis ist als Berater für die APV-Gruppe tätig und seit über 40 Jahren Mitglied in der ABTA. Er war im letzten Jahr Stellvertreter von Tom Rothery, den er nun im Amt ablöste.
Nach einer Marktstudie von Brtivic/Canadean wird sich der Konsum an alkoholfreien Erfrischungsgetränken in Großbritannien bis zum Jahre 2000 von 84,72 Mio hl um über 40% auf 120 Mio hl kontinuierlich ansteigen. 1980 hatte der Konsum an Erfrischungsgetränken noch bei 46,14 Mio hl gelegen.
Verbesserte Druckfarbenhaftung auf Etiketten -- In der Brauwelt Nr. 35, 1990, S. 1435, wurde bereits über die erzielte Verbesserung der Druckfarbenhaftung auf Papieretiketten berichtet. Dieses erreichte Ergebnis für hochwertige naß- und laugenfeste Etikettenqualitäten findet breiten Nutzen im Sinne einer wirksamen Umweltentlastung, in diesem speziellen Fall der Laugen- und Abwasserentlastung. In der obengenannten Veröffentlichung wurde dargelegt, in welchem Maße die Komplexität bei der Reinigung von Mehrwegflaschen eine Zusammenarbeit zwischen der Getränkeindustrie und dem Zulieferanten erfordert..
Versuche mit einem Alkoholtest aus dem Automaten in 30 Londoner Gaststätten waren sehr erfolgreich. Viele Fahrer ließen nach dem Test für rd. 3 DM ihr Auto stehen. Jetzt sollen diese Geräte in möglichst vielen Pubs aufgestellt werden. Diese Atemtestgeräte benützen die gleiche Technik wie die Polizeigeräte. Deswegen wurden sie mit einem Preis des Verkehrsministeriums ausgezeichnet. Die Geräte sind in der britischen Öffentlichkeit umstritten. Zum Teil wird befürchtet, daß die Gaststättenbesucher sich mit Hilfe dieser Geräte an die Blutalkohol-Grenzwerte herantrinken und somit erst recht zum Konsum von alkoholischen Getränken verführt werden könnten.
In diesem weiteren Beitrag über die Vorgänge und Zusammenhänge in der britischen Brauszene werden Auswirkungen der Entscheidungen der Monopolies and Mergers Commission auf die Brauereien und Pubs beschrieben. Außerdem Wird auf die Besteuerung, auf durch die Aktivitäten ausländischer Brauereien hervorgerufene Getränketrends sowie Unternehmensgewinne und -verluste eingegangen. Es wird auf Bestrebungen hingewiesen, die Ausbildung in der Brauwirtschaft neu zu strukturieren und auch der Grundlagenforschung des Brauwesens wieder größere Aufmerksamkeit zu widmen.
In der CSFR werden jährlich etwa 23 Mio hl Bier von 93 Brauereien gebraut. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei 150 l Bier. Wie M. Javorkova, Leiterin Export der Prager Brauereien, in einem Gespräch mit der Brauwelt ausführte, durften unter dem alten Regime nur zwei Brauereien, Pilsner Urquell und Budweiser, in westliche Länder exportieren, dagegen 11 in Ostblockstaaten, darunter die Prager Brauereien, die jährlich ungefähr 200 000 hl exportierten. Pilsner Urquell hat von seiner Jahresproduktion von 1,2 Mio hl ca. 800 000 hl exportiert, Budweiser von 440 000 hl rd. 60%. Nach der politischen Wende versuchen jetzt auch die Prager Brauereien ihre Aktivitäten im Westen zu verstärken. Sehr gut ist bereits der Export in die ehemalige DDR angelaufen. 2 Mio hl. Am 4.-% im Sortiment..
Die beiden belgischen Fachorgane Cerevisia und The Belgian Journal of Food Chemistry and Biotechnology haben sich zusammengeschlossen; das neue gemeinsame Periodikum führt den Namen Cerevisia and niotechnology. Die Zeitschrift Cerevisia wurde vor 15 Jahren von den Vereinigungen ehemaliger Studierender der belgischen Brauereischulen ins Leben gerufen und behandelte wissenschaftliche und technologische Fragen im Zusammenhang mit Mälzereien, Brauereien und verwandten Gewerben. Das Belgian Journal of Food Chemistry and Biotechnology, das früher La Revue des Fermentations et des Industries Alimentaires hieß und schon vierzig Jahre alt ist, veröffentlichte biochemische und biotechnologische Beiträge im Hinblick auf die Lebensmittel- und Gärungsindustrie..
Neue Wege der Sauerstoffentfernung im Brauwasser -- Wenn heute über die Auswirkungen des Sauerstoffs in der Getränkeproduktion gesprochen wird, dann berührt man damit kein revolutionär neues Thema. Die fördernden sowie schädigenden Einflüsse des Sauerstoffes in der Bier-, Limonaden- und Fruchtsaftgetränkeherstellung wurden hinreichend in der einschlägigen Literatur behandelt. Dennoch lohnt es sich, dieses Thema neu zu beleuchten. Nicht nur neue wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse der Sauerstoff- bzw. Lufteinflüsse bei der Getränkeherstellung, sondern auch der immer stärker werdende Kostendruck führten schließlich zur Entwicklung neuer verfahrenstechnisch und wirtschaftlich verbesserter Hilfsmittel.