Großbritannien Bierabsatz gesunken. Das erste Mal seit 16 Jahren haben die Erlöse aus dem Bierverkauf bei Whitbread im Jahre 1991 abgenommen. Zurückgeführt wird dies auf die allgemein schlechte Wirtschaftslage. Zudem hatte sich 1991 auch das Wetter gegen den Bierverkauf verschworen. Der gesamte Bierabsatz ist im letzten Jahr in Großbritannien um 7% gefallen, im Südosten sogar um 10%. Dies ist die größte Abnahme im Bierabsatzvolumen seit 1948. Whitbread's Absatz nahm um 6% ab, in erster Linie, weil der Konkurrent Hofmeister um 1,80 DM/4er-Pack billiger ist als Heineken.
Wie der Bundesverband der Deutschen Erfrischungsgetränke-Industrie mitteilte, wurde von der Verordnung zur Änderung der Zusatzstoff-Zulassungsverordnung auch die Herstellung von Erfrischungsgetränken erfaßt. Im Gegensatz zu der vormals geltenden Rechtslage können nun Süßstoffe nicht nur bei diätetischen Erfrischungsgetränken, sondern auch bei allen anderen brennwertverminderten Erfrischungsgetränken eingesetzt werden. Vor diesem Hintergrund wurde eine Ergänzung der Verkehrsanschauung der Lebensmittelwirtschaft bezüglich der Herstellung und Kennzeichnung von brennwertverminderten Erfrischungsgetränken vorgenommen, die auch in die neue Richtlinie für Erfrischungsgetränke mit aufgenommen wurde..
Schadensersatzanspruch wegen behördlicher Warnung vor Gesundheitsgefahren -- Gemäß 824 BGB kann Schadensersatz verlangt werden, wenn Tatsachen behauptet werden, die den Eindruck hervorrufen, ein bestimmtes Produkt wäre gesundheitsgefährlich. Natürlich muß die Behauptung auch noch falsch sein und einen Schaden verursacht haben. Weiter muß die unwahre Behauptung noch rechtswidrig gewesen sein. Dafür ist eine Interessenabwägung notwendig; dabei ist das Interesse der Verbraucher an der Information über mögliche Gesundheitsgefahren gegen das Interesse des Herstellers an der Vermeidung einer Berufsschädigung abzuwägen. Das Interesse der Verbraucher, über Gesundheitsrisiken aufgeklärt zu werden, ist aber umfassend. 11. 1990 - 2 0 320/90)..
Haustrunk steuerlich geldwerter Vorteil -- Im Rahmen einer Betriebsprüfung hatte das Finanzamt beanstandet, daß für die im Tarifvertrag verankerte kostenlose Abgabe von arbeitstäglich 1,5 bis 2,5 l Bier je Arbeitnehmer keine Einkommensteuer abgeführt worden war. Der von einem kaufmännischen Angestellten dieser Brauerei gegen die Besteuerung des Haustrunks angestrengte Prozeß wurde vom Bundesfinanzhof in letzter Instanz entschieden. Danach ist Haustrunk als geldwerter Vorteil anzusehen und zu besteuern. Zuwendungen des Arbeitgebers unterlägen nur dann nicht der Steuer, wenn sie keine Gegenleistungen für die Arbeit bildeten und mit dem Arbeitsverhältnis nichts zu tun hätten. Regelmäßige Bierlieferungen seien auch nicht als gesellschaftsübliche und damit steuerfreie Geschenke anzusehen..
Die Gesamthopfenproduktion in den USA betrug 1991 627 368 Ztr -- und lag damit um 22% über der des Vorjahres. Nach Mitteilung von Sean Mc Gree, Executive Director der Hop Growers of America, Yakima, entfielen 32% der US- Hopfenproduktion von 1991 auf Aromahopfensorten (s.a. S. 83) .
CSFR Budvar auf Erfolgskurs. -- Ceske Budejovice, die Brauerei Budvar, schloß nach einer Agenturmeldung 1991 mit einem Plus von 270 Mio Kronen ab, nachdem der Betrieb zu Jahresbeginn bei der Herauslösung aus dem Gemeinschaftsunternehmen südböhmischer Brauereien Schulden in Höhe von 89 Mio Kronen übernommen hatte. Budvar hat 1991 die Produktion um 34 000 hl auf 490 000 hl gesteigert, von denen 2/3 exportiert wurden. Die Inlandsnachfrage konnte nicht befrieidigt werden. 1992 soll die Kapazität um weitere 12 000 hl aufgestockt werden.
Leserbrief: Verpackungsdiskussion in der Getränkeindustrie - - Im folgenden setzen sich die Autoren der beiden Beiträge mit der Offenlegung und Handhabung von Zahlen bezüglich der Entwicklung der Einweganteile in der Getränkeindustrie der Bundesrepublik Deutschland auseinander. M. Laupheimer bezieht sich dabei auf einen Beitrag aus der Brauwelt Nr. 50, S. 2399, 1991. Es wird außerdem die Antwort des Bayerischen Brauerbundes auf diese Einwände dargelegt.
Forderungen der Brautechnologie: Welchen Part erfüllt die Braugerste? -- Die Überschrift des Referates legt bereits offen, daß kein Dogma verbreitet werden soll, sondern nur versucht wird, einige wenige Fakten und Forderungen der Brauer mit einer Antwort aus dem Bereich der Braugerste zu versehen. Ebenso ist dem Thema zu entnehmen, daß keineswegs eine detaillierte, tiefergehende Ausarbeitung erfolgen kann, hierfür ist wohl der Bereich Technologie des Bieres wie auch der Bereich Braugerste viel zu komplex.
Der Weltmarkt für alkoholfreie Erfrischungsgetränke wird von 1,86 Mrd hl im Jahre 1990 auf 3 Mrd hl im Jahre 2000 ansteigen. Das schätzt das Marktforschungsinstitut Euromonitor, London. Dabei werden die kohlensäurehaltigen Getränke mengenmäßig einen Anteil von 60% und wertmäßig einen von 68% haben. Am stärksten wird mit einem Plus von 11,3% der Mineralwasserabsatz wachsen. In den letzten fünf Jahren ist der Mineralwasserabsatz um 56,5% gestiegen. Die besten Chancen sieht Euromonitor in den bereits entwickelten Märkten, wie z.B. Japan, Frankreich und Spanien. Bei den kohlensäurehaltigen Getränken werden dem asiatischen und pazifischen Raum sowie dem Fernen Osten die besten Möglichkeiten eingeräumt. 24%. Nach der neuen Euromonitor-Studie, die zum Preis von 3950,00 i Euromonitor, London, Tel.
Entsorgung und Verwertung von Transportverpackungen -- Einzelne Handelsunternehmen belasten, wie der Bayerische Brauerbund mitteilte, Brauereien wegen der Entsorgung von Transportverpackungen mit Kosten in Höhe von 0,3% des Rechnungswertes und wollen diesen Betrag pauschal von den Rechnungen der Lieferanten abziehen. Das entspricht lt. Bayerischem Brauerbund aber nicht dem Inhalt der Vereinbarung, die die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie und der Markenverband mit dem Rat des Handels getroffen haben. Nach dieser Vereinbarung beteiligt sich die abfüllende/abpackende Industrie an den Kosten der Entsorgung ab 1. 1. 1992 auf der Grundlage des stoff- und mengenbezogenen Packmitteleinsatzes im jeweiligen Geschäftsverhältnis. Diese ist quartalsweise nachträglich zu erteilen.B..
Umweltfreundliche Alternativen zu Alu-Halsmanschetten -- Der hohe Energiebedarf und die Freisetzung großer Mengen an staub- und gasförmigen Emissionen bei der Gewinnung von Aluminium sowie der Einsatz von abwasserbelastenden Reinigungsmitteln zur Ablösung von Aluminium-Etiketten sind die Gründe, warum die Brauereien in Zukunft auf Halsetiketten aus Aluminium verzichten wollen. Durch eine Zusamenarbeit der Firma Wanfried Druck Kalden GmbH, der Papierfabrik Weissenstein AG und des Pigmentherstellers E. Merck, Darmstadt, ist es nach einer Mitteilung der Fa. Merck gelungen, einen neuen Halsring aus Spezial- Kreppapier herzustellen, der sich für verschiedene Bedruck- und Beschichtungsarten eignet. Das Basismaterial dieser Pigmente ist transparenter Glimmer, der in der Natur vorkommt. B.B..
Brandverhalten von Kunststoffkästen -- Kunststoffkästen aus Hochdruckpolyethylen (HDPE = high density polyethylene) lassen sich im Brandfall schlecht oder gar nicht löschen. In der Automobilindustrie war es zu einigen Schadensfällen gekommen, was die Versicherungen dazu brachte, Kunststoffkästen als Lagerware der höchsten Brandgefährdungsklasse einzustufen. Darauf hat der Deutsche Brauer-Bund, Bonn, in einem Rundschreiben hingewiesen, dem ein Gespräch beim Verband der Sachversicherer vorausgegangen war. Eine derart hohe Einstufung erhöht unmittelbar die Auflagen, die bei einem Genehmigungsverfahren für Stapelhallen gemacht werden, in denen Kunststoffkästen gelagert werden sollen..
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