Italien Bierkonsum hält sich in Grenzen. -- Seit 1985 schwankt der Pro-Kopf-Bierkonsum in Italien zwischen 22 und 23 l/Jahr. Allerdings rechnen Marktkenner langfristig mit einer Anhebung des Konsums. Die Stagnation in den letzten Jahren hat auch zu einer Konzentration im Braugewerbe geführt. Die Zahl der Hersteller sank von 1982 bis 1990 von 30 auf 21 mit nunmehr 4322 Beschäftigten. Insgesamt wurden 1990 in Italien 11 Mio hl Bier erzeugt. Davon dürften auf Peroni, den Marktführer, der 1989 Wührer übernommen hatte, 37,6% entfallen. Die Dreher-Gruppe mit einem Marktanteil von 30,3% hat kürzlich die Brauerei Sicilia Sib erworben. An vierter Stelle steht die Moretti-Gruppe mit der Prinz SpA mit 7,7% Marktanteil. Kenner halten die Konzentrationswelle für noch nicht abgeschlossen..
Irland Pilsener-Bier immer beliebter. -- Die Iren bevorzugen immer stärker das Lagerbier nach Pilsener Brauart. Der Marktwert der letztes Jahr in Irland getrunkenen Lagerbiere wird auf 2,7 Mrd DM geschätzt. Für 1992 rechnet man mit keiner Steigerung des Bierausstoßes insgesamt, jedoch mit weiteren Verschiebungen innerhalb der verschiedenen Marktsegmente. Stout hält immer noch einen Marktanteil von 50%. Dagegen setzt sich Lager immer stärker gegen Ale durch. Marktführer ist auch weiterhin das irisch- britische Unternehmen Guinness. Der Wert der Importbiere erhöhte sich 1991 um 19% auf rd. 72 Mio DM. Die deutschen Lieferungen machten 1990 rd. 2,6 Mio DM aus, 16% mehr als 1989.
Energieberatung und Betriebevergleich -- Der Bayerische Brauerbund e.V. führte in den vergangenen Jahren mit hoher Beteiligung erfolgreich Energiekostenvergleiche in der bayerischen Brauwirtschaft durch. Dabei zeigte die Praxis, daß aussagekräftigere Vergleiche nur durch individuelle Erfassung vor Ort in den Brauereien verbunden mit einer standardisierten compu-tergestützten Auswertung möglich ist. Nur damit sind noch ungenutzte Einsparpotentiale aufzuzeigen und effiziente Vorschläge zur Reduzierung von Energieverbrauch sowie Wasser- und Abwasserkosten möglich. In Zusammenarbeit mit IGS (Ingenieurbüro Dr. Schu), Hallbergmoos, wird diese Auswertung als dauernde besondere Dienstleistung angeboten. 510 DM/d) Zuschuß..
Drexler H. P., und Uhl, G.: Neue Anlagen im Blickpunkt: Brauerei G. Schneider & Sohn KG, Kelheim: Betriebsdatenerfassung in einer mittelständischen Brauerei Mit dem Neubau des Sudhauses im Jahre 1989 (s.a. Brauwelt Nr. 35, 1989, S. 1689) befaßte man sich bei der Brauerei G. Schneider & Sohn KG, Kelheim, auch mit der Installation eines Systems zur Betriebsdatenerfassung, das als eigenständiges System parallel zur Sudhaussteuerung installiert werden sollte. Aus diesem Grund wurden eine Reihe von Meßgeräten im Sudhaus parallel zur Steuerung auch auf das technische Betriebsinformationssystem der Fa. Steinhaus Informationssysteme GmbH, Datteln, gelegt, das im folgenden Beitrag in seiner Funktion beschrieben wird..
Sachsen-Malt, Heidenau. Neue Weissheimer- Tochtergesellschaft geht in Produktion -- Der Sächsische Staatsminister für Agrar, Ernährung und Forsten, Dr. Rudolf Jähnichen, setzte anläßlich der Einweihungsfeier am 9. Dezember 1991 die neue Mälzerei mit einem Knopfdruck offiziell in Betrieb. Mehr als 200 Gäste aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Landwirtschaft und Brauindustrie versammelten sich in der Darre des in 8 Monaten fertiggestellten Betriebes. Die Friedrich Weissheimer Malzfabrik in Andernach hatte gerade beschlossen, ihre 4. Betriebsstätte in Großaitingen zu errichten, als im November 1989 die Berliner Mauer fiel und die politische Wende nicht mehr aufzuhalten war. Trotz des erheblichen Engagements in Bayern gab es im Hause Weissheimer kein Zögern..
Bierausstoß 1991 -- Nach einer Mitteilung des Deutschen Brauer-Bundes, Bonn, kamen die deutschen Brauereien 1991 auf einen Bierausstoß von 118 Mio hl. Ein Vergleich mit dem Ausstoß 1990 leidet unter dem Mangel, daß für das 1. Halbjahr 1990 für das Gebiet der ehemaligen DDR keine exakte Zahl vorliegt, die ihre Basis in der Bierbesteuerung hat. Allerdings hat sich die Zentralstelle Biersteuer, Hauptzollamt Stuttgart-West, bei den nach dem 1. 7. 1991 noch tätigen Brauereien im Beitrittsgebiet den Bierausstoß für das 1. Halbjahr 1990 nachträglich angeben lassen. Berücksichtigt man diese Zahl, ergibt sich für 1990 ein Gesamtausstoß in Deutschland von 120,2 Mio hl. Damit wäre 1991 der Bierausstoß um 1,8% gegenüber 1990 zurückgegangen. 6. Für diesen Zeitraum ergibt sich ein Plus von 5,5%.o.) .a..
Indien Coca-Cola darf wieder hergestellt werden. -- Vor nunmehr 14 Jahren wurde die Herstellung von Coca-Cola in Indien verboten, weil sich Coca-Cola geweigert hatte, seine Rezepturen indischen Herstellern bekanntzugeben. Jetzt meldete die indische Nachrichtenagentur UNI, daß ein in Großbritannien ansässiger Inder die Genehmigung für die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens zur Produktion von Coca-Cola in Indien erhalten habe.
Der Bierausstoß belief sich 1991 in Deutschland auf 118 Mio hl. -- Davon entfielen 110,16 Mio hl (+ 5,7%) auf die alten und 7,8 Mio hl auf die neuen Bundesländer. Im 2. Halbjahr 1991 ist der Bierausstoß im Beitrittsgebiet um 8,6% zurückgegangen. Vergleichbare Zahlen für das 1. Halbjahr 1991 liegen nicht vor. Im November 1991 erzielten die Brauereien im Beitrittsgebiet ein Plus von 5,2% und im Dezember gar von 23,3%.
150 Jahre Bier nach Pilsner Art -- In diesem Jahr wird die mittlerweile klassische Biersorte nach Pilsner Art 150 Jahre alt. Daran erinnerte die Wolferstetter Bräu, Vilshofen, in einer Jubiläumsveranstaltung am 7. Januar 1992 im traditionellen Wolferstetter Keller. Wie Georg Huber jun. von der Wolferstetter Bräu bei der Begrüßung der Gäste ausführte, war es ein junger Vilshofner Braumeister, Josef Groll, der im Frühjahr 1842 in das dortige Bürgerliche Brauhaus nach Pilsen berufen wurde, um ein gutes untergäriges Bier nach bayerischer Art zu brauen. Lt. Huber wurde in der südböhmischen Stadt Pilsen damals hauptsächlich obergäriges Bier hergestellt, das aber dem Geschmack der Pilsener nicht mehr entsprach. Die untergärige Hefe bezog er aus Bayern. Am 11..
Hofmark Brauerei setzt Maßstäbe bei Umweltentlastung in Kegabfüllungen -- Die Hofmark Brauerei war eine der ersten Brauereien, die ihren Kunden den Vorzug der heute schon zum Standard gewordenen Kegfaßbierversorgung bot. Der stetig wachsende Faßbieranteil veranlaßte die Brauerei, eine moderne vollautomatische Keg-Innenreinigungs- und Füllmaschine mit vorgeschalteter Vorreinigungsstation und mit Außenwascher zu installieren.
Großbritannien Weitere Brauereischließungen angekündigt. -- In den nächsten zwei Jahren will Bass, die größten Brauereigruppe Großbritanniens, weitere zwei Braustätten schließen, und zwar zunächst die Heriot Brewery in Edinburgh und 1994 die Hope Brewery in Sheffield. Durch diese Schließungen sollen weitere 420 Arbeitsplätze eingespart werden. Bass hat bereits zwei Braustätten im Rahmen einer Rationalisierungskampagne in Wolverhampton und Runcorn geschlossen. Bass hatte eine Steigerung beim Betriebsgewinn von 10,6% und beim Umsatz von 2%. Der Gesamtgewinn ist um 5% auf über 1,6 Mrd DM gesunken. Bass Draught und Stones Bitter waren die erfolgreichsten Marken, während Carling Black Label um 3,2% abnahm.
Großbritannien Import-Lagerbiere mit wachsenden Chancen. -- Im letzten Jahr wurden in Großbritannien 1,8 Mio hl Premium- Lagerbiere importiert. Der mit ihnen erzielte Einzelhandelsumsatz betrug rd. 1 Mrd DM. Um dieses relativ kleine Segment kämpfen etwa 200 Bier-Marken. Groß in Mode sind z.Zt. die mexikanischen Biere, allen voran das Lagerbier Sol, aber auch Corona, Dos Equis und Tecate. Marktkenner gehen davon aus, daß der Importbiermarkt in Großbritannien jährlich um 12% wächst. Positiv könnte sich auch auswirken, daß die großen Brauereien gezwungen worden sind, Braugeschäft und Pubs zu trennen. Z.Zt. beherrschen Holsten Pils, Beck's und Grolsch 80% des Marktes für Import- Lagerbiere. Der Einzelhandelsumsatz für Holsten-Pils dürfte 1991 bei 600 Mio DM gelegen haben. 280 000 hl gerechnet.
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