Rohstoffe
Welthopfenernte 1991 -- Bereits die Schätzungszahlen des IHB-Kongresses, der Anfang August in Pecs/Ungarn stattfand, ließen gegenüber dem Vorjahr eine um über 10% höhere Ernte erwarten: Nunmehr liegen auch die Zahlen der offiziellen Schätzungskommission für die deutsche Hopfenernte 1991 vor, die die IHB-Schätzungszahl von 670 000 Ztr. noch übertreffen: Wie von der Schätzungskommission zu erfahren war, verteilt sich die Schätzungszahl des Anbaugebiets Hallertau auf die einzelnen Sorten wie folgt: Der Schätzbericht der Lupofresh-Gruppe vom 23. 8. 91 ergänzt diese Zahlen und kommt bei den 30 Hopfen anbauenden Ländern der Welt auf eine voraussichtliche Ernte 1991 von 2 486 500 (Vorjahr 2 273 500) Ztr./50 kg. Diesem Angebot wird ein Weltbedarf für das Braujahr 1991/92 von 2 766 000 Ztr..
Rohstoffe
Weiterhin Marktfrucht Nr. 1: Braugertse -- Angesichts eines weiteren Preisabfalls bei den Marktordnungsfrüchten war zu erwarten, daß die Braugerste in Rheinland-Pfalz auch in diesem Jahr ihren hohen Stellenwert behält. Mit einer Sommergersten-Anbaufläche von rund 101 000 Hektar (im Vorjahr : 96 500 Hektar) hat die Landwirtschaft auf den offenen Gerstenmarkt richtig reagiert, zumal durch ein frühzeitig bekannt gegebenes Vertragssystem für die nötige Konstanz sorgte.
Rohstoffe
Elbe-Saale Hopfen in Geschichte und Gegenwart -- In der fast 1000 jährigen Geschichte des Hopfenbaues im Anbaugebiet Elbe-Saale, das die Länder Sachsen, Sachsen- Anhalt und Thüringen umfaßt, zeigen sich Höhen und Tiefen, die jeweils durch die wirtschaftliche Entwicklung, aber auch durch restriktive Maßnahmen zur Förderung oder Einschränkung des Anbaues bedingt waren.
Diverses
Die Investitionsquote lag 1990 bei deutschen Brauereien bei 14,9 % (13,1 %) des Umsatzes von 3,2 Mrd. DM (+ 15,2 %). -- Das ging aus einer Untersuchung der IKB Deutsche Industriebank AG, Düsseldorf, bei 36 Brauereien aus ihrem Kundenkreis hervor. Damit sind in erster Linie neue Kapazitäten geschaffen worden.
Rohstoffe
Neue Hopfensorten. Teil 2: Klein- und Großsudversuche mit neuen Aromahopfen aus dem Hans-Pfülf-Institut für Hopfenforschung in Hüll -- Im Teil I dieser Veröffentlichung (Brauwelt 131, 497 - 515,1991) wurde beschrieben, wie drei neue Hopfensorten, die in ihrem Brauwert den Standard-Aromasorten Spalter, Hallertauer Mfr. und Hersbrucker Spät entsprechen, mittels moderner Selektionsverfahren ausgewählt und gezüchtet wurden. Im vorliegenden Teil II werden die Ergebnisse der Klein- und Praxis-Sudversuche mit diesen neuen Hopfensorten dargelegt und diskutiert.
Rohstoffe
Bayerische Gerstenernte 1991. Vorläufige Ergebnisse der bayerischen Sommergerstenernte 1991 -- Der vorliegende vorläufige Bericht enthält bereits einigermaßen zuverlässige Zahlen über die Sommergerstenernte 1991 in Bayern. Die Autoren kommen aufgrund der hier vorgestellten Werte zu dem Schluß, daß das besondere Merkmal dieses Sommergerstenjahrganges die enorme Ertragsleistung ist. Ein Wermuts- tropfen für die unter- und mittelfränkischen Erzeuger und Verarbeiter ist jedoch der relativ hohe Proteingehalt.
Rohstoffe
Die Interventionspreise für Getreide in der EG blieben zu Beginn des Wirtschaftsjahres 1991/92 in ECU gegenüber dem Vorjahr unverändert. In DM sanken sie um etwas mehr als 0,8%, da der über Jahre hingeschleppte Währungsabstand für Getreide in der Bundesrepublik gestrichen wurde. Die Relation zwischen Interventions- und Ankaufspreis (100 : 94) wurde beibehalten, die zwischen Schwellen- und Interventionspreis etwas verengt. Die monatlichen Reports blieben in Höhe und Anzahl unverändert, der Wassergehalt bei der Intervention wurde wie im Vorjahr auf 15% festgesetzt.
Diverses
In den baden-württembergischen und oberbadischen Brauereien wurde ab 28. November 1991 zum Streik aufgerufen, -- nachdem sich 92% der gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten in den Brauereien für einen Streik ausgesprochen hatten. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuß- Gaststätten hatte für die 6800 Beschäftigten der Branche 11% mehr Lohn und Gehalt gefordert, die Arbeitgeber, die notfalls mit Aussperrungen antworten wollen, hatten 7,03% geboten.
Rohstoffe
Reduzierung der Nitratdosage bei Einsatz von Ethanolextrakten -- Über die Nitratbelastung von Hopfen und den möglichen Nitrateintrag in die Bierwürze durch Hopfen und Hopfenprodukte sowie über Möglichkeiten einer Reduzierung der Nitratdosage durch den Einsatz von Hopfenprodukten wurde schon mehrmals berichtet (1 - 4). Nach Untersuchungen von Dr. Maier (5) liegt der Nitrateintrag in das Bier durch die Hopfengabe zwischen 0,9 und 7,1 mg/l. Obwohl nach diesen Untersuchungen der weitaus größte Teil des Nitrateintrages über das Brauwasser erfolgt (63% bis 88%), kann die Nitratreduzierung durch den Einsatz von Hopfenprodukten eine gewisse Rolle spielen.
Diverses
Gaschromatopraphische Bestimmung von freien DMS und dessen Vorläufer in Malz -- Die Arbeit von Mario Tavera, Doemens- Technikum, Monatsschrift für Brauwissenschaft, Nr. 10, 1991, S. 341, beschreibt eine Methode zur Bestimmung von freiem DMS und dessen Vorläufer in Malz. Bei der Probenvorbereitung wird nahezu im geschlossenen System gearbeitet. Die Analyse erfolgt gaschromatographisch unter Verwendung von head space. Auffallend dabei sind die höheren und sehr gut reproduzierbaren Ergebnisse, sowohl des freien DMS, als auch des Vorläufer-DMS (derzeitige Normwerte 6 mg/kg). Voraussetzung für eine gute Reproduzierbarkeit der Ergebnisse ist die Homogenität der Probe, d. h. daß Spelzen und Pudermehl gleichmäßig verteilt sind..
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