Abnehmender Hopfenanbau -- Nach den vorläufigen Ergebnissen der diesjährigen Hopfenanbauerhebung hat sich die Zahl der Pflanzer binnen Jahresfrist um 10% verringert. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilte, hat sich auch die in Bayern mit Hopfen bepflanzte Fläche um fast 1000 ha auf 18 670 ha verringert. Die Sorte Hersbrucker Spät hatte mit 1020 ha absolut den größten Flächenrückgang, vor Northern Brewer mit 620 ha und Brewers Gold mit 250 ha. Den größten Flächengewinn erzielte Hallertauer Tradition mit 310 ha, Hallertauer Magnum mit 300 ha und Spalter Select mit 290 ha. Hersbrucker Spät führt aber weiterhin mit 29% der Anbaufläche, vor Northern Brewer und Perle mit jeweils 19%. Die Aromasorten machen mittlerweile einen Anteil von 64% der Anbaufläche aus.
Konsequente Fort- und Umsetzung des Umweltschutzgedankens -- Vor einem Jahr hat die Europäische Gemeinschaft eine Verordnung zu einem System für das Umwelt-Management und das Umwelt-Audit (Umwelt- Betriebsprüfung) erlassen. Es handelt sich hier um eine Verordnung über eine freiwillige Beteiligung gewerblicher Unternehmen an einem Gemeinschaftssystem.
Die Wintergerstenneuzüchtung Jolante ist für die Saatzucht Hege, Hohebuch, in die Sortenliste eingetragen. -- Die neue Sorte besitzt überragende Ertragsleistungen kombiniert mit einem hohen Tausendkorngewicht.
Brauwasserqualität -- In einem sehr umfangreichen Beitrag über Aspekte zur Brauwasseraufbereitung im Der Doemensianer Nr. 2, 1993, S. 74, ging Dipl.-Brm. Gerhard Schmidt, Doemens-Technikum (Fachakademie) auch auf die Qualitätsspannweiten für das Brauwasser ein. Die Grundvoraussetzungen nach TWVO und der integrierten TWAVO sind natürlich zu erfüllen. Die Geamthärte variiert zwischen 5 und 25 Grad dH. Die Magnesiahärte sollte bei 2 Grad dH liegen. Die Karbonathärte liegt im Bereich zwischen 0 und 5 Grad dH. Der p-Wert (nur bei Eisenreserven) sollte bei 0,10 bis 0,15 liegen. Der Nitratgehalt muß, auch bei höherer Vorbelastung, unter 5 mg/l abgesenkt werden. Wegen der Korrosionsgefahr sollen weniger als 50 mg/l an Chloriden enthalten sein, auch in der Anlaufsphase. Dabei sollte man lt. Lt. G..
Hopfenmarktbericht der Ernte 1993 -- Im folgenden wird der Abschlußbericht Nr. 16 vom 16. Juni 1994 für die Hopfensorten der Ernte 1993 des Verbandes deutscher Hopfenplanzer e.V., wiedergeben. Gemäß Artikel 1 der Verordung (EG) Nr. 810/94 der Kommission vom 12. April 1994 zur Verlängerung von für die Zertifizierung von Hopfen festgelegten Fristen ist die Frist der Bezeichnung und Abwaage des Hopfens der Ernte 1993 am 31. Mai 1994 abgelaufen. Im Bundesgebiet kamen 849 362 Zentner zur Waage. Diese Menge verteilt sich auf die Anbaugebiete wie in Tabelle 1 ersichtlich. Von der Gesamternte 1993 im Bundesgebiet entfallen auf die Sorten die in Tabelle 2 aufgeführten Mengen einzelnen (Angaben in Ztr.)
Mikrobiologische Qualitätssicherung in der Brauerei (Fortsetzung) -- Infiltrationswege in der Brauerei Eine der Grundlagen für eine praktische Betriebskontrolle ist die Kenntnis der sogenannten Infiltrationswege, auf denen Mikroorganismen in den Betrieb und von dort unter Umständen in den Produktionsprozeß gelangen können. Bereits die Rohstoffe bringen einen hohen Keimgehalt mit. Gerste und Malz können bis zu 200 Millionen Keime pro Gramm enthalten. In der Mälzerei kann ein Abtöten des Keimlings durch Bakterien erfolgen! Bei der Anlieferung von Malz werden große Mengen an Mikroorganismen - auch bierschädliche - in den Brauereibereich gebracht. Neben Pseudomonaden, Flavobakterien, Bacillen und Micrococcen besiedeln auch Lactobacillen und Pediococcen das Malz.
Hopfenernte 1994 - Schätzungszahlen der IHB- Wirtschaftskommission -- Tabelle
Stammwürze-Monitor -- Das Meßprinzip des Centec/Paar- Stammwürzemonitors beruht auf einer hochgenauen, temperaturkompensierten Schallgeschwindigkeitsmessung im Bier, im Durchfluß, mit anschließender mathematischer Auswertung. Bei der Gärung von Bierwürze wird jedes vergorene Prozent Extrakt in ca. ein halbes Prozent Alkohol umgewandelt. Zur Stammwürzebestimmung des vergorenen Bieres muß daher der Alkoholgehalt mit ca. 2 multipliziert werden und das Ergebnis zum verbleibenden (wirklichen) Extraktgehalt addiert werden. Das ist im wesentlichen die Aussage der Balling-Formel. Die Schallgeschwindigkeit im Bier wird vom Alkohol etwa doppelt so stark beeinflußt wie vom Extraktgehalt. Der Centec/Paar- Stammwürzemonitor ist als einbaufertiges Rohrstück mit zwei Rohrgewinden DIN 11851 ausgebildet...
Bakterien-Zählgerät -- Das neue Bakterienzählgerät der Sartorius AG, Göttingen, ist ein Biosensor, der die Stoffwechselaktivitäten von Mikroorganismen mißt und nach Angaben der Firma innerhalb von 10 Minuten komplette Ergebnisse liefern kann, die konventionell erst nach 48 Stunden vorliegen. Weitere Vorteile sind: es ist kein besonders qualifiziertes Personal erforderlich und keine spezielle Laborausstattung. Als Anwendungsbereiche nennt die Sartorius AG unter anderem die Hefeherführung in Brauereien, Eingangskontrolle von Rohstoffen, In-line- Prozeßkontrolle, wenn höhere Keimzahlen vorliegen. Das Gerät kann mit Batterieantrieb 24 Stunden vor Ort eingesetzt werden. Es werden nur lebende Bakterien, Schimmelpilze und Hefen nachgewiesen..
ISO-itis oder Investition in die Zukunft? -- In der Brauwelt Nr. 18, 1994, S. 849, hat Christian Sperber aus Sulzbach-Rosenberg von einem ISO-Virus gesprochen. Die PINT nieuws Nr. 79, 1993, S. 11, warten mit einer ähnlichen Wortschöpfung auf, wenn sie davon sprechen, daß unter den Brauereien jetzt die ISO-itis ausgesprochen sei, eine neue Qualitätssucht, und man für Zertifikate schwärmt. In den Niederlanden hatte die Brauerei Oranjeboom als erste das ISO-9002-Zertifikat erlangt und damit Grolsche um Haarbreite geschlagen. Mit demselben Zertifikat kann sich Guinness brüsten. Als erste deutsche Brauerei erwarb die Fürstlich Fürstenbergische, Donaueschingen, das ISO-9001-Zertifikat, die Düsseldorfer Privatbrauerei Frankenheim als erste Altbrauerei das ISO-9002-Zertifkat..
Qualität ab Rampe. Gastronomiebetreuung als aktives Qualitätssicherungselement -- Die Implementierung von Qualitätsmanagementsystemen nimmt unter den aktuellen Aufgaben modernen Brauereimanagements eine primäre Stellung ein. Begriffe wie TQM, Kaizen und Quality Circle prägen einen Sprachgebrauch des Brauers; die ersten mitteleuropäischen Brauereien besitzen nach den Normen der DIN-ISO-Reihe zertifizierte QS- Systeme. Im folgenden Artikel soll modellhaft die Integration von Maßnahmen der technischen Gastronomiebetreuung in ein Qualitätssicherungssy ystem dargestellt werden.
Schweiz Konzentration wird immer stärker -- Im vergangenen Jahr wurden in der Schweiz knapp 4,6 Mio hl Bier abgesetzt, 4,6% weniger als 1992. Erstmals hatten auch die Importbiere, die mittlerweile einen Marktanteil von 15,4% halten, ein kleines Minus von 1%. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Bier ging nicht zuletzt aus Witterungs- und Konjunkturgründen von 69,4 l auf 65,5 l zurück. Mittelfristig dürfte der Biermarkt in der Schweiz höchstens noch um 2 - 3% pro Jahr wachsen. Der Einstieg von Heineken könnte in der nächsten Zeit zu einer Stabilisierung der Preispolitik führen. Das Unternehmen, mit 54 Mio hl/Jahr weltweit die Nummer 2, fährt eine strikte Markenpolitik. Eigenmarken als Konkurrenz für das eigene Markenprodukt werden abgelehnt. Die Konsumgewohnheiten haben sich geändert..
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