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Wie in den Vorjahren befragte unser Autor die Brauereien mit einem versteuerten Bierausstoß von über 140 000 hl nach Ausstoß- und Exportzahlen. Die Ergebnisse sind auf dem Stand vom Juni 1997.

Auf den „Brauwelt“-Beitrag „Die Gasthausbrauerei – eine Chance für junge Braumeister“ in der Ausgabe Nr. 33/34, 1997, S. 1308 hin schrieben uns R. Prinz und H. Schneider, Penzberg, Produktionsleiter für Brauwesen und Getränketechnik, daß sie seit dem 23. 11. 1996 in Penzberg/Oberbayern eine Gasthausbrauerei mit Biergarten betreiben. Besitzer dieser Brauerei sind drei junge Braumeister (Doemensianer) zwischen 28 und 31 Jahren. Trotz des geringen bzw. nicht vorhandenen Eigenkapitals konnten sie innerhalb eines Jahres ein komplettes Konzept (Standort, Planung, Finanzierung) erstellen, ohne größeres finanzielles Risiko einzugehen. Seit der Eröffnung haben sie nach eigenen Angaben hervorragende Geschäftsergebnisse erzielt. com..

In nur 4 Monaten renovierten die neuen Eigentümer Familie Sauerhammer und Stangelmayer den ehemaligen Brauereigasthof. In einem Nebengebäude installierten die beiden Braumeister eine Gasthausbrauerei. Bis Mitte der 50er Jahre war im Gebäudekomplex eine Brauerei untergebracht, von der bis 1995 noch das Gasthaus „überlebte“. Der Braubetrieb ist als Erlebnisbrauerei geplant, mit praxisnahen Bierseminaren. Die nahen Hopfenanbaugebiete, weitere Brauereien und andere Sehenswürdigkeiten rund ums Bier bieten sich auch für Bierreisen und saisonale Feste an, die ebenfalls von der Lindwurmbräu geplant sind.

Am 16. Mai 1997 hat der bayerische Gesetzgeber auf der Grundlage des bereits im vergangenen Jahr verabschiedeten Hopfengesetzes die neue Bayerische Durchführungsverordnung zur Hopfenzertifizierung (Bay HopfDV) erlassen.
Nach einer Veröffentlichung in der Hopfen-Rundschau, Nummer 8, 1997, geht es dem Gesetzgeber darum, mehr Flexibilität für zukunftsorientierte Konzepte im Bereich der Hopfenzertifizierung zu schaffen.
Der Verband deutscher Hopfenpflanzer wurde vom Gesetzgeber beauftragt, am Bescheinigungsverfahren mitzuwirken, in dem er durch seine Beauftragten die Herkunft des Hopfens aus dem jeweiligen Erzeugerbetrieb sowie den Herkunftssiegelbezirk bestätigt..

Nach Aussagen von Dr. Max Baumer, Bayerische Landesanstalt für Bodenkultur und Pflanzenbau, Freising, ist nach einer Mitteilung des Bayerischen Brauerbundes in diesem Jahr bei der Sommergerste mit hohen Rohproteinen zu rechnen. Nur 40% der Sommergerste dürften in diesem Jahr die Ansprüche als Qualitätsbraugerste erfüllen.
Die Kornqualität wird das hohe Niveau des Vorjahres nicht erreichen. Ein Vollgerstenanteil von 82 – 84% ist aber aufgrund der dünn stehenden Bestände denkbar. Damit errechnet sich, wenn die Rohproteinwerte und Kornqualitätseigenschaften wie bisher unabhängig voneinander streuen, also nicht korreliert sind, ein Qualitätsbraugerstenanteil von 37 – 40%. 300 000 – 360 000 t Qualitätsbraugerste anfallen, etwa 100 0000 t weniger als im Vorjahr..

Nach einer Meldung des Deutschen Brauer-Bundes wird sich die Erntemenge 1997 nach der Hopfenernteschätzung um 40 000 Ztr auf ca. 746 000 Ztr verringern.
In der Hallertau hat sich die Anbaufläche gegenüber 1996 um 399 ha verringert.
Die Deutsche Gesellschaft zur Hopfenforschung weist darauf hin, daß die Bestände gesund sind und eine gute Qualität erwarten lassen.
Möglicherweise wird der Hopfenmarkt dadurch beeinflußt, daß in den USA, wie bereits berichtet, durch den erstmaligen Befall mit Mehltau größere Flächen vernichtet wurden und ein weltweit aktives Hopfenhandelshaus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist..

Ihr 10jähriges Bestehen feierte die Interessen-Gemeinschaft Qualitätshopfen Niederlauterbach (IGN) mit einer Vielzahl von Hallertauer Hopfenpflanzern und Vertretern von Ministerien. Als Festredner fungierte der Präsident des Deutschen und Bayerischen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, der über den Agrarstandort Deutschland sowie Kontrollierte Erzeugung referierte. Die im Jahr 1986 unbefriedigende Marktlage veranlaßte einige Hopfenpflanzer in Niederlauterbach, nicht nur zu jammern, sondern darüber nachzudenken, was zu tun ist, um ihre Situation zu verbessern. Sie waren der Meinung, daß es durch die Zusammenfassung von größeren Mengen Hopfen möglich sein müßte, höhere Preise zu erzielen.
Der KVA hat heute einen Anteil von rund 10%.

Die Löwenbräu AG wird ab 1. Oktober 1997 eine 96%ige Tochter des Spaten-Konzerns, München, der dann zusammen mit Dinckelacker, Stuttgart, jährlich etwa 3,5 Mio hl Bier ausstoßen und damit zu den zehn größten Brauereien Deutschlands gehören wird. An Spaten sind die Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bank und die Bayerische Landesbank mit künftig je 17% beteiligt. Die Familie August von Finck hält 27%. Größter Gesellschafter ist nach wie vor die Familie Sedlmayr. Vorstandsvorsitzender bei Löwenbräu wird Spaten-Chef Jobst Kayser-Eichberg. Die Löwenbräu AG bleibt eine rechtlich eigenständige, börsenorientierte Gesellschaft.

Anfang Juni dieses Jahres hatte der Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels in Sachen Faßbier im Lebensmitteleinzelhandel und in den Getränkeabholmärkten folgende konkretisierende Beschlüsse gefaßt:
q Die 30-l- und 50-l-Gebinde sollen zukünftig als reine Gastronomiegebinde auch nicht in irgendeiner alternativen Ausstattung für den Verkauf im LEH/GAM freigegeben werden. Dies vor allem auch unter Berücksichtigung der Tatsache, daß aufgrund der Absatzrückgänge in der Gastronomie das 30-l-Gebinde eine immer größere Bedeutung erlangt.
q Für den reinen Party- und Freizeitbereich sollten nur Gebinde von 20 l bzw. 25 l bereitgestellt werden. Der Hektoliter-Abgabe-Preis müßte wesentlich höher liegen, der Pfandwert mit mindestens 50 DM angesetzt werden. B. Dabei geht es um u.a..

Den diesjährigen Oktoberfestkrug, die Nr. 20 aus der traditionsreichen Reihe der Rastal Steinzeug-Krüge, schmückt das Motiv des Oktoberfestplakates 1997, das von der Grafikerin Bozena Jankowska gestaltet wurde

Die Mercuri-Goldmann International GmbH, Meerbusch, hat eine Studie zur Zufriedenheit der Getränkeabholmärkte mit dem Außendienst im Bereich Bier und AfG gemacht und jetzt die wichtigsten Ergebnisse im Überblick vorgestellt. Fast die Hälfte der befragten Marktleiter läßt sich aufgrund einer guten Beziehung zum Außendienst der Getränkehersteller zu einer Sortimentsaufnahme bewegen, Verkaufsförderung ist hier von untergeordneter Wichtigkeit.
Bei der Plazierung ist es für den Außendienst noch entscheidender, ein gutes Verhältnis zum Marktleiter zu haben. Insgesamt werden die Auswirkungen verkaufsfördernder Maßnahmen eher als gering eingestuft. Ähnlich positiv wird auch die Durchführung einer Ereignisaktion gesehen, weil sich hierbei der Handel gegenüber dem Verbraucher profilieren kann..

Wie die GfK, Nürnberg, in ihrem Pressedienst vom 25. August 1997 schreibt, hat die „Lean production“ die Unternehmen schlanker gemacht, jetzt fangen die Konsumenten an abzunehmen: „Lean consumption“ heißt die Devise. Dieser fügen sich die meisten Verbraucher aber nicht freiwillig. Das frei verfügbare Einkommen reicht oft nicht mehr aus, alle Bedürfnisse im gewohnten Maß zu befriedigen. Immer mehr Verbraucher versuchen den Spagat zwischen notwendigem Sparen bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung ihrer individuellen Genußmoral.
In Westdeutschland machten 1996 die Wohnungsmieten knappe 24% vom monatlichen Familien-Budget eines Arbeitnehmerhaushalts (zwei Erwachsene, zwei Kinder) mit mittlerem Einkommen bzw. mit 4265 DM für den privaten Verbrauch. ä. 7,2%.T. erheblich ändern. Lt.B..

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