Vom 17. bis 19. April 1999 fand im Ullsteinhaus in Berlin die 4. Bier- und Getränkemesse statt, veranstaltet von Privaten Messen in Berlin GmbH. Der „Getränkemarkt – Bier und Getränke“, die Fachzeitschrift für Marketing und Vertrieb in Handel + Gastronomie aus dem Fachverlag Hans Carl, Nürnberg, hatte, wie bereits im Vorjahr, die Trägerschaft übernommen. Der Fachverlag Hans Carl zeichnete auch für das begleitende Seminar mit interessanten Beiträgen für Gastronomie und Handel sowie Außendienst verantwortlich.
Die Vorträge am Montag, dem 19. April 1999, befaßten sich in erster Linie mit dem Thema Absatzsteigerung in der Gastronomie und zwar aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln. Entscheidend dabei ist immer, den Endverbraucher im Visier zu haben.
Der Verkauf von Bier bedeutet lt.
Bestimmt die Klausel in einem Gewerberaummietvertrag, daß die Kündigung des Mietverhältnisses durch eingeschriebenen Brief zu erfolgen habe, dann ist es nicht formwidrig, wenn der kündigende Vertragsteil die Kündigungserklärung durch Faxschreiben dem Empfänger übermittelt.
Mit einer Anfrage an 67 Brauereien aus dem Raum Mittelfranken hat der Bund Naturschutz (BN) in Bayern e.V. eine klare Stellungnahme gegen den Einsatz von Gentechnik beim Brauen initiiert. Denn, so die BN-Vorsitzende Therese Mayerle, das Reinheitsgebot schütze nicht vor Gentechnik.
Besonders im Visier haben die Naturschützer die Hefe. Denn, wie sie recherchiert haben, ist hier die Möglichkeit eines Einsatzes am wahrscheinlichsten. Patentanmeldungen von deutschen Brauereien und Meldungen von Brauereien und Forschungseinrichtungen aus dem Ausland haben sie zu dieser Aktion und der Forderung für eine Erweiterung des deutschen Reinheitsgebots veranlaßt.“ Die deutschen Brauereien setzten auch keine gentechnisch veränderten Hefen ein.T..
Die Ergebnisse eines mit dem Marktforschungsinstitut Nielsen durchgeführten Testmarktes zeigen nach Angaben der Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co., Gerolstein, daß sich die individuelle Gerolsteiner PET-Mehrwegflasche für Mineralwasser bereits unmittelbar nach ihrer Markteinführung erfolgreich positionieren konnte. Durch die zusätzliche Plazierung von Gerolsteiner Mineralwasser in der individuellen 1,0-Liter-PET-Mehrwegflasche wurde ein signifikanter Absatzanstieg für die Gesamtmarke Gerolsteiner festgestellt. Saisonbereinigt stieg der Gesamtabsatz um 23%.
In den neun Testwochen erzielte Gerolsteiner PET einen Sortimentsanteil von knapp 30% am Gerolsteiner Gesamtabsatz. fünf Marktanteilspunkte..
Die Arbeitsgemeinschaft Verpackung und Umwelt e.V. (AGVU) hat nach einer Mitteilung des Deutschen Brauer-Bundes gemeinsam mit dem Rat des Handels (Vereinigung der wesentlichen Verbände des LEH) und der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) eine „Gemeinsame Erklärung zur Reform der Vorschriften zur Abfallverminderung bei Getränkeverpackungen” herausgegeben und diese im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt. In der AGVU sind Unternehmen des Handels, der Packmittelhersteller und der Getränkeabfüller zusammengeschlossen. Diese neue Quote führt die Vorgaben der Mehrwegquote und die Vorgaben für materialspezifisches Recycling zusammen, d. h. ein Absinken der Mehrwegquote müßte durch erhöhtes Materialrecycling ausgeglichen werden..
Nach Auswertung einer Befragung von 500 Ausschankstätten wird bis zum Ende 2000 eine Zunahme des Konsums alkoholischer Getränke in Gaststätten um rd. 3% erwartet. In den vergangenen Jahren hatte sich der Ausschank um 9% verringert, und zwar zugunsten von Wasser und Limonaden (+20%). In den letzten fünf Jahren sank der Bierkonsum um 11%; Leichtbiere verzeichneten jedoch einen Trend nach oben.
Adolph Coors Company gab für das dritte Quartal 1998 einen Nettoumsatzerlös von US$ 499,3 Millionen (im Vergleich zu US$ 489,5 Millionen für den entsprechenden Zeitraum 1997) bekannt. Die Umsatzsteigerung wird auf die hohe Marktakzeptanz von „Coors Light“ (also genannt „Silver Bullet“) zurückgeführt. Erfreuliche Zahlen brachten auch die Produktlinie von George Killians irischen Bieren und „Zima“, bei dem es sich um ein farbloses, leicht kohlensäurehaltiges alkoholisches Getränk handelt. Coors schreibt den gestiegenen Umsatzerlös einer neu ausgerichteten Marketingstrategie zu. Laut Marktbeobachter gibt Coors jährlich ungefähr US$ 60 Millionen für Werbung aus.
Miller Brewing Company, wie auch CUB in Australien, hat einige seiner Biermarken in PET-Flaschen in den Markt eingeführt. Sie sind gedacht zum Verkauf an Orten, wo Glasflaschen entweder nicht erlaubt oder nicht praktisch sind.
Im November begann Miller mit der Testmarketing-Serie von 20 Ounces- und Ein-Liter-Flaschen in den sechs amerikanischen Städten von Los Angeles, Phoenix und Tucson, Miami, Dallas-Fort Worth, San Antonio und Norfolk. Angeboten werden „Miller Lite“, „Miller Genuine Draught“ und „Icehouse“ in weithalsigen Flaschen.
Die PET-Flaschen wurden von Miller und Continental PET Technologies entwickelt.
Auch bleibe Bier in PET-Flaschen fast so lange kühl wie in Glasflaschen, jedoch deutlich länger als in Dosen..
Rußlands Brauindustrie floriert, doch die Branche wird zunehmend abhängiger von Rohstoffimporten. Im größten Flächenland der Erde mit hervorragenden Böden und unterschiedlichsten Klimazonen ist es zur traurigen Wahrheit geworden, daß die heimische Landwirtschaft die Bierbrauereien auch nicht annähernd mit den wichtigsten Rohstoffen versorgen kann. Dies tun inzwischen in immer größerem Maße ausländische Zulieferer.
Sowohl die Importe von Braugerste, als auch von Malz und Hopfen sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Die Gesamteinfuhr dieser landwirtschaftlichen Rohstoffe nähert sich inzwischen einem Wert von 130 Mio USD pro Jahr. Dies macht die russische Bierindustrie äußerst anfällig gegenüber Preisschüben auf dem Weltmarkt sowie Änderungen des Außenwertes des Rubel.h.
Die polnische Brauerei Zywiec SA hat ihren Nettogewinn 1998 um 161% auf 98,8 Mio PLZ gesteigert. Im Vorjahr waren es 37,8 Mio PLZ, teilte das Unternehmen mit. Die Einnahmen kletterten um 35% auf 723,8 (Vorjahr: 534,7) Mio PLZ.
Die Gewinnsteigerung führte Jean Francois van Boxmeer, Vize-Präsident von Zywiec, auf umfangreiche Absatzzuwächse bei stabilen Kosten zurück.
Zywiec habe seinen Bierabsatz 1998 gegenüber 1997 um 30% steigern können. Insgesamt wurden 2,8 (Vorjahr: 2,1) Mio hl verkauft. Der polnische Biermarkt wachse sehr schnell, sagte van Boxmeer. Viele Polen stiegen von Wodka auf Bier um. Der Pro-Kopf-Verbrauch in Polen stieg Berechnungen der Brauerei zufolge im vergangenen Jahr auf 52,2 l nach 48,5 l im Jahr 1997. Der Cash-flow der neuen Gruppe werde dadurch nicht belastet.
Nach drei Jahren der Stagnation entwickelte sich der griechische Biermarkt wieder positiv. 1998 betrug das Gesamtvolumen des griechischen Biermarktes 4,2 Mio hl Bier. Das entspricht einem ungefähren Pro-Kopf-Verbrauch von 42 l im Jahr. Schätzungsweise werden 35% des Bieres zu Hause getrunken. Auf die Sommermonate entfallen rd. 60% des Jahresabsatzes. Es wird geschätzt, daß rd. 74% des Konsums auf Flaschenbier entfallen, 18% auf Dosenbier und 8% auf Faßbier.
Den Löwenanteil nach Sorten haben die Lagerbiere; alle anderen, wie Pils, Stout, Ale und Weißbier, erreichen zusammen einen Anteil von 8%. Unangefochtener Marktführer mit 84% Marktanteil ist die Athenian Brewery S.A., gefolgt von der Northern Greece Brewery (8%) und der Hellenic Brewery of Atalanti (2%). 100 000 hl/Jahr).
Lt.A.
Die Heller-Bräu Trum KG Schlenkerla, Bamberg, hatte eine Neuinvestition beschlossen: Der Flaschenfüller, der als Langrohrfüller noch mit Luft betrieben worden war, wurde durch einen neuen Füller mit doppelter Vorevakuierung ersetzt. Diese Investitionsentscheidung verlangte den Einsatz von inertem Gas. Zur Auswahl standen CO2, Stickstoff oder ein Gemisch aus diesen beiden Gasen. Eine Eigenerzeugung von CO2 schied wegen der zu geringen Mengen aus. Beim Vergleich der Kosten der einzelnen Möglichkeiten – Kauf von CO2 bzw. Mischgas oder Eigenerzeugung von Stickstoff – stellte sich die Stickstofferzeugung mit dem von der Bergbauforschung Essen entwickelten Druckwechselverfahren als die kostengünstigste Variante heraus.
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