Dipl.-Ing. Ulrich Rust, Bergische Löwenbrauerei, Köln, sprach anlässlich des Kölner Brauertages über die Optimierung der Sauerstoffaufnahme bei der konventionellen Fassabfüllung. Die Kölsch-Brauereien arbeiten mit konventionellen Fässern und im Kölner Brauerei-Verband wurden im Jahre 2000 bei einem Gesamtausstoß von ca. 2,7 Mio hl allein 450 000 hl konventionelles Fassbier abgefüllt. Probleme veranlassten den Betrieb, spezielle Untersuchungen durchzuführen. Die Sauerstoffaufnahme erfolgt im Wesentlichen durch die Verwirbelung der Kohlensäure mit Luft bei der Vorspannung und durch den Sauerstoffübergang an der Grenzfläche Gas/Flüssigkeit. Es wurde versucht, die Verwirbelung während der Vorspannphase durch eine geringere auf die Gebindegröße bezogene Vorspannung zu erreichen. Thiedig-System.
Prof. Dr. Egon Peter Köster, Universität Utrecht/NL und ASAP GmbH München, machte zu Beginn seines bemerkenswerten Vortrages während des Kölner Brauertages den deutschen Getränkefachleuten den Vorwurf, auf dem Gebiet der Sensorik nicht auf dem neuesten Stand zu sein. In der Lebensmittel- und Getränkeindustrie diene die Sensorik nur dazu, im Unternehmen die Qualität der eigenen Produkte zu prüfen, um diese täglich reproduzieren zu können. Diese sensorische Kontrolle dient nur dem Selbstzweck und wird nur in wenigen Fällen zur Entwicklung neuer Produkte genutzt. In der modernen Sensorikforschung soll die Objektivierung subjektiver Eindrücke in Form physikalisch-chemischer Reize von Nahrungs- und Genussmitteln der Entwicklung neuer Produkte dienen. Biertrinken ist ein sehr komplexer Vorgang.
1997 veröffentlichte das Forum für Technologie und Technik der European Brewery Convention (EBC) unter dem Titel "Brewery Utilities" ein Handbuch zur Versorgungstechnik in Brauereien. Die Brauwelt veröffentlicht im Rahmen einer Serie Auszüge aus diesem Handbuch. Nach dem ersten Thema "Einsatz und Rückgewinnung von CO2" betrachtet dieser Beitrag die Grundlagen und das Prinzip der Druckluftversorgung. Der dritte Teil der Serie beschreibt die notwendige Anlagentechnik.
Allgemeine Grundlagen der Druckluftversorgung
Anlagen zur Druckluftversorgung sind in Industriebetrieben weit verbreitet. Sie stellen eine Möglichkeit dar, Energie von der Stelle ihrer Erzeugung zur Stelle ihrer Anwendung zu transportieren. B. Anheben von Kegs oder Flaschen zu den Füllorganen. B.
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Der Verfasser hat nach umfangreichen Versuchen im Technikumsmaßstab im Jahre 1998 ein Patent über ein kontinuierliches Flotationsverfahren angemeldet (1), welches erhebliche Vorteile gegenüber dem Stand der Technik aufweist. Aus den Erfahrungen gewonnen bei der Durchführung der Versuche und aus dem Studium der einschlägigen Literatur werden Vorschläge zum Betrieb bestehender Flotationsanlagen abgeleitet. Ferner werden einige Überlegungen dargestellt, welche die Einsatzmöglichkeiten des Flotationsverfahrens in anderen Bereichen der Bierherstellung betreffen.
Die Behandlung des Kühltrubs war in letzter Zeit Thema verschiedener Veröffentlichungen zur Brauereitechnologie. In den meisten Betrieben wird mit Flotation gearbeitet.
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Im Jahre 1993, kurz nach dem Zusammenbruch der einst mächtigen Sowjetunion, gründete eine Gruppe junger isländischer Unternehmer ein Getränkeunternehmen, das später unter dem Namen "The Bravo Group" ("Bravo") bekannt wurde.
Zunächst wurden Soft-Drinks in St. Petersburg, der "Hauptstadt des Nordens", hergestellt, abgefüllt und unter der Marke "Bravo" vertrieben. Bald erhielt man auch die Lizenz für Pepsi Cola. Einige Jahre später wurde die Produktionsstätte an Pepsi verkauft.
Entwicklung der Bravo Brauerei
Die Produktion "alkoholischer Longdrinks" in Dosen und PET-Flaschen begann im Jahre 1997 in einer neuen Produktionsstätte. Darüber wurden Baltika-Biere in Lohnabfüllung auf Dosen abgefüllt. Bravo konnte mit diesem Geld ein 11 ha großes Gelände in St. Petersburg....
Durch die Umgestaltung der Würzekochung konnte die Würze- und Bierqualität und Produktkonstanz verbessert werden. Zugleich wurde es möglich, die Gesamtverdampfung zu reduzieren und dadurch Energie einzusparen.
Vor dem Umbau des Sudhauses wurde in der Rosenbrauerei in Pößneck die Würze atmosphärisch in einer Eisenpfanne gekocht. Die Kochintensität war abhängig vom atmosphärischen Luftdruck. Eine gleichbleibende Produktkonstanz konnte somit nur ungenügend erzielt werden. Eine Energierückgewinnung fand nicht statt.
Die Umgestaltung der Würzekochung wurde von der Firma Nerb und dem Ingenieurbüro Dr.-Ing. Breywisch (1) ausgeführt. An die Eisenpfanne wurde ein Außenkocher, ein Entspannungsverdampfer mit Vakuumpumpe und ein Pfannendunstkondensator mit Heißwasserspeicher angegliedert.
Eine objektive Analyse des Aromas, Geschmacks und der Vollmundigkeit von Bier ist entscheidend für das reibungslose Betreiben einer Brauereianlage. An dieser Stelle blicken wir auf die gegenwärtig beste Praxis und bieten unseren Rat an, wie man den maximalen Nutzen aus einem sensorischen Qualitätsmanagement zieht.
Der Biergeschmack steht im Zentrum des Prozesses zur Erlangung der Konsumentenbefriedigung. In diesem Bericht wird der Nutzen moderner Geschmacksbewertungstechniken dargestellt als Hilfe zur Herstellung von Bieren, die den Verbraucher ansprechen. Diejenigen, die auf der Qualitätssicherung basieren, betonen die Überprüfung der Rohstoffe und der Halbfertigprodukte. Die Wichtigkeit wird mehr auf die Problemvermeidung gelegt und nicht auf deren Entdeckung.
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Der Inlandsausstoß an Bier in Österreich ging nach Angaben des Brauereiverbandes im ersten Halbjahr 2001 um 4,6% auf rund 4,1 Mio hl zurück.
Ein Grund dafür könnte die seit Juli des Vorjahres geltende höhere Biersteuer sein.
Derzeit gibt es in Österreich rund 360 verschiedene Markenbiere und Sorten. Besonders beliebt waren in den ersten sechs Monaten dieses Jahres die Märzenbiere, die über die Hälfte der für das Inland produzierten Menge ausmachten. Der Marktanteil der Leicht-, Schank- und Spezialbiere war leicht rückläufig, während er bei Pils und Weizenbier unverändert 5,4 und 1,3% ausmachte.
Weiterhin im Abwärtstrend befindet sich das alkoholfreie Bier. Hier ging der inländische Ausstoß um 9,5% auf rund 61 000 hl zurück. um 3,2%..
Marktkenner sind sich einig, dass der Markt der Premium-Biere auf Kosten der Standardbiere wächst. Nicht einig sind sie sich in der Beantwortung der Frage, was ein Premium-Bier ausmacht. Die Positionierung als Premium-Bier ergibt sich im Allgemeinen aus der Kombination von Preis, Verpackung und Herkunft. Die neue Canadean-Studie über den internationalen Markt von Premium-Bieren bezieht sich auf den relativen Preis als Kriterium. Setzt man den Preis, den der Marktführer erzielt, mit 100% an, dann liegen Discount-Biere bei <50% dieses Preises, Konsum-Biere bei 50 bis 89%, Standard-Biere bei 90 bis 110%, Premium-Biere bei 110 bis 200% und Super-Premium-Biere bei >200 %. Die Studie erfasst 25 Schlüsselmärkte weltweit. 7% des Gesamtkonsums aus.
Weitere Informationen unter: www.canadean.
Ein neuer Software-Führer Energie und Umwelt, FIZ Karlsruhe, Reihe: Energie Daten. No. 3-2 1999, ISSN 0175-0968, 160,00 DM
Entscheidungshilfe oder Informationsflut - das Fachinformationszentrum (FIZ) Karlsruhe hat seine 2. Ausgabe des Softwareführers Energie und Umwelt herausgegeben. Das FIZ Karlsruhe ist eine Non-profit-Organisation, welche den Zugang und die Verwaltung von Informationen für Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten von akademischen und industriellen Organisationen anbietet. Hinter dem FIZ Karlsruhe stehen damit eine Reihe namhafter Organisationen. Nähere Informationen zum FIZ Karlsruhe können unter http://www.fiz-karlsruhe.de im Internet abgerufen werden.
Der neue Software-Führer Energie und Umwelt (FIZ Karlsruhe. Reihe: Energie Daten. No.
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Teil 1: Maschinen, Apparate und Anlagen für die Rohstoffbehandlung in Mälzerei, Brauerei und Getränkeindustrie von Hans-J. Manger, 128 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Paperback, VLB Eigenverlag Berlin, 2000, ISBN 3-921 690-41-2, 49,00 DM
Der Autor besitzt wie kaum ein anderer gute Fachkenntnisse durch seine langjährigen Erfahrungen in der Industrie gepaart mit einem breiten theoretischen Wissen als Dozent an der Humboldt-Universität, später der TU Berlin, für die ingenieurmäßige Ausbildung künftiger Getränkefachleute. Mit diesem vorliegenden ersten Teil einer zu erwartenden Lehrbuchreihe baut Dr. Wie in Form von Thesen wird das Wichtigste zu den Maschinen, Anlagen und Verfahren gesagt. Die Übersichtszeichnungen tragen besser als viele Worte zum Verständnis bei..
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