Für die Aufbringung variabler Datencodes auf dunklen oder nur schwer zu markierenden Materialien hat die Videojet Technologie GmbH, Limburg, den Kleinschrift-Tintenstrahldrucker Videojet 1710 entwickelt. Kontraststarke Pigmenttinten erzeugen klare, gut sichtbare Codes auf Oberflächen wie farbigem Glas, Gummischläuchen, Kunststoffkabeln oder dunklen Kartonagen, für deren Bedruckung Farbstofftinten ungeeignet sind. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 271 m/min werden auf bis zu fünf hochauflösenden Druckzeilen lineare Barcodes, 2D-DataMatrix-Codes, Firmenlogos oder andere grafische Kennzeichnungen in verschiedenen Sprachen und Schriftarten auftragen. Eine patentierte Technologie sorgt dafür, dass die Pigmente ständig aufgeschlämmt bleiben und verhindert, dass sich die Düsen zusetzen..

Die König-Brauerei feiert das 100-jährige Bestehen ihrer Premiummarke „König Pilsener“ mit einem Schmuckstück der besonderen Art: die erste 568-ml-Getränkedose mit taktiler Bedruckung, die Ball Packaging Europe für den deutschen Markt produziert. Die spezielle Strukturfarbe verleiht der Getränkedose dabei nicht nur einen schimmernden Glanz, sondern sorgt auch für eine angenehme Haptik. Für die Jubiläumsedition wählte das Unternehmen die Getränkedose, da im vergangenen Jahr der Absatz an verkauften Getränkedosen in Deutschland um 46 Prozent stieg.

Vor fünf Jahren gründete Hubert Prestel gemeinsam mit seinem Partner Bernhard Göhl das Unternehmen Gesete GmbH in Rettenberg im Allgäu. Die dort hergestellten Hochleistungs-Zentrifugalgebläse eliminieren das Haftwasser auf abgefüllten Getränkeflaschen und verbessern dadurch deren Etikettierbarkeit. Leimspuren, Tropfenflecken, Schimmel und nicht korrekt sitzende Etiketten werden so vermieden.

Die Freien Brauer setzen sich für die Förderung des Mehrwegsystems in Deutschland ein. In einem Positionspapier verpflichteten sich die Mitgliedsbetriebe im Juni 2011 zur Unterstützung laufender Aktivitäten von Verbänden zur Förderung von Mehrweggetränkeverpackungen.

Bier ist inzwischen das einzige Getränk in Deutschland, welches noch zu rund 90 Prozent in Mehrweggebinden vermarktet wird. Dabei sind einige Flaschenformen inzwischen fast vom Markt verschwunden, andere wurden standardisiert. Immer stellt sich die Frage nach Verbraucherakzeptanz, Praktikabilität und Rentabilität bei der Abfüllung sowie dem Streben nach Individualisierung. Wie sich die Gebinde im Laufe der vergangenen Jahrzehnte entwickelten, fasst dieser Beitrag zusammen.

Sauber verpackt | Seit über 150 Jahren höchster Qualität verpflichtet, so lässt sich die Unternehmensphilosophie der König-Brauerei, Duisburg, zusammenfassen. Mit König Pilsener, König Pilsener Alkoholfrei und König Pilsener Radler müssen drei Premium-Produkte den eigenen hohen Qualitätsansprüchen genügen. Bei der jüngsten Investition in Shrinkpacker und Tray-Shrinkpacker für die vorhandene Dosenlinie entschied sich die Brauerei für KHS-Technik, da hier, wie Guido Christiani, Geschäftsführer Produktion/Technik der König-Brauerei, erklärt, Know-how und Kundenbetreuung Hand in Hand gehen.

Die Mehrweg-Allianz, ein Zusammenschluss aus Deutscher Umwelthilfe [EV] und Verbänden der mehrwegorientierten Getränkewirtschaft, startet mit „Mehrweg ist Klimaschutz 2011“ zum fünften Mal ihre Informationskampagne zum umweltfreundlichen Getränkekauf. Im Rahmen der Kampagne wird mit Plakaten und Informationsflyern über die Vorteile von Mehrwegflaschen informiert. Mehr als 5000 beteiligte Unternehmen der Getränkebranche bieten ihren Kunden einen freiwilligen Beratungsservice zu klimafreundlichen Getränkeverpackungen an. Der Kreativität der beteiligten Unternehmen sind dabei keine Grenzen gesetzt. Hervorragende Beispiele sind der so genannte Klimapass, der Rabatte für den Einkauf von regionalen Produkten in Mehrwegflaschen gewährleistet, LKW-Lackierungen, die als mobile Plakatwände in ihren Regionen unterwegs sind sowie Fahnen und Banner vor den Getränkemärkten.

Die bisher angewendeten sehr unterschiedlichen Methoden zur Bewertung von Bedruckstoffen bereiteten Probleme hinsichtlich der Vergleichbarkeit. Die Arbeitsgruppen Papier und Folie der Initiative Label-Forum e.V. (ILF) haben sich daher zum Ziel gesetzt, vergleichbare Spezifikationen für Etikettenpapiere und -folien zur Bewertung von Bedruckstoffen herbeizuführen. Zusammen mit dem Folienhersteller Treofan Germany und dem Papierhersteller Brigl & Bergmeister wurden die entscheidenden Parameter erarbeitet, die praxistaugliche und reproduzierbare Ergebnisse liefern. Nach einer halbjährigen Erprobungsphase werden die Spezifikationen erneut einer Bewertung unterzogen werden.label-forum.de">www.label-forum.de) beziehen..

Eine Untersuchung des Marktforschungsinstituts TNS Emnid ergab, dass inzwischen 39 Pro-

Europa hat ein neues Rekordhoch beim Recycling von Glasverpackungen erreicht: 67 Prozent des Altglases wurden nach  Angaben der Europäischen Behälterglas  Vereinigung FEVE 2009 wiederverwertet. Rund 25 Milliarden Glasflaschen und -behälter fanden den  Weg in die Sammelcontainer. Dieses  Wachstum bestätigt den  Aufwärtstrend der vergangenen Jahre.

Wandelbar | Allein das erfrischende „Zisch“ beim Öffnen der Getränkedose macht sie für viele Konsumenten zum Kultobjekt. Viele Brauer wissen die runde Metallverpackung als „Mini-Fass“ zu schätzen – licht- und sauerstoffdicht schützt sie die Qualität des Bieres. Kein Wunder, dass die Getränkedose sich auch im deutschen Markt wieder wachsender Beliebtheit beim Verbraucher erfreut. Im vergangenen Jahr stieg der bundesweite Dosenabsatz um 46 Prozent auf rund 930 Millionen. Ihre Popularität verdankt die Getränkedose dabei nicht zuletzt der Fähigkeit, sich immer wieder neu zu erfinden. Heute sind Dosen praktischer, bieten mehr Gestaltungsoptionen und bessere Umweltwerte als noch ihre Vorgängermodelle vor einigen Jahren. Dabei ist ihr Innovationspotenzial noch nicht ausgereizt. In Sachen energieeffiziente Herstellung entwickelt Getränkedosenhersteller Ball Packaging Europe gemeinsam mit Wissenschaftlern verschiedener Universitäten innovative Produktionsverfahren.

Kreative und intelligente Lösungen | Glasflaschen haben schon viele Trends erlebt, so wie aktuell die Premiumisierung. Dies ist derzeit eine Schlüsselentwicklung auf dem Bier- und AfG-Markt. Ein attraktives Design kann eine Flasche zum Blickfang machen – mit Hilfe von Farben, Formen, Prägungen und anderen Dekorationen. Obwohl die grundlegenden Produktionsmethoden für Glasflaschen über Jahrhunderte mehr oder weniger unverändert geblieben sind, hat der Einfluss von Innovationen in jüngster Zeit bedeutend zugenommen.

Die Kennzeichnungsverordnung für Einweg und Mehrweg ist für den Getränkefachgroßhandel von zentraler Bedeutung. Rund die Hälfte der Verbraucher wisse sieben Jahre nach Einführung des Einwegpfandes nicht, dass es neben Mehrwegflaschen auch Einwegverpackungen mit Pfand gibt. „Der Verbraucher glaubt, weil er Pfand zahlt und die Flasche zurück in den Laden bringt, habe er Mehrweg gekauft. Mit einem deutlichen Logo kann der Verbraucher dagegen sofort erkennen, ob es sich um Mehrweg oder Einweg handelt“, resümierte Günther Guder, geschäftsführender Vorstand, Bundesverband des Deutschen GFGH. Günther Guder mahnt: „Die Getränkehersteller sowie die Getränkegroß- und -einzelhändler beschäftigen insgesamt noch über 170 000 Menschen in nicht exportierbaren Arbeitsverhältnissen..

Angesichts des dramatischen Absturzes der Mehrwegquote bei alkoholfreien Getränken haben die Deutsche Umwelthilfe (DUH), die Stiftung Initiative Mehrweg (SIM), der Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels, der Verband Privater Brauereien Deutschlands und der Verband des Deutschen Getränkeeinzelhandels der Bundesregierung Untätigkeit vorgeworfen. Insbesondere müsse die Regierung gegen „Dumpingpreise und Verbrauchertäuschung“ bei den großen Discounter-Ketten vorgehen und die im Herbst 2009 im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und FDP verabredete verbraucherfreundliche und eindeutige Kennzeichnung von Mehrweg- und Einweggetränkeverpackungen endlich umsetzen. DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch warf der Bundesregierung vor, die dringend notwendige eindeutige Kennzeichnung von Einweg und Mehrweg aufgrund der Intervention von Einwegindustrie und Großunternehmen des Handels entgegen der Zusagen nicht umzusetzen. Darüber hinaus wird die geltende Verpackungsverordnung auch nicht eingehalten. Danach wäre die Bundesregierung bereits Anfang 2010 verpflichtet gewesen, Bundestag und Bundesrat über die Bewertung der derzeitigen Instrumente zum Mehrwegschutz zu informieren. Bislang hüllen sich Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) und die ganze Regierung jedoch in Schweigen. Resch forderte Umweltminister Röttgen auf, bei der noch in diesem Jahr bevorstehenden ökologischen Neubewertung von Getränkeverpackungen alle relevanten Stakeholder unter Leitung des Umweltbundesamtes einzubeziehen. Das Bundesumweltministerium plant für dieses Jahr eine Aktualisierung der Ökobilanzen für Getränkeverpackungen. Resch begrüßte vor dem Hintergrund zumeist industriegetriebener Ökobilanzen die geplante Aktualisierung als einen wichtigen und längst überfälligen Schritt zur Versachlichung und Transparenz der Diskussion über tatsächliche Umweltauswirkungen verschiedener Getränkeverpackungen.

Traditionsgemäß führte das Deutsche Verpackungsinstitut [EV] (dvi) den inzwischen 6. Deutschen Verpackungskongress am 24. März 2011 in Berlin durch und lud die Führungskräfte der Branche sowie Fachleute aus der Konsumgüterindustrie, von Handelsunternehmen und dem Verarbeitungsmaschinenbau ein. In dem weit gefassten Programm gemäß dem Motto „Nachdenken. Mitdenken. Umdenken. Vordenken....“ wurden in den Fachvorträgen zwar viele Hinweise zur Verpackungsgestaltung, zu Materialien, Marketing, usw. gegeben, aber auch provokatorische Gedanken zur Verpackung als Ganzes und dem Trend geäußert.

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