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Kontrollierter Vertrags- Anbau lautet die Devise, nach der 28 Niederlauterbacher Hopfenbauern ihren Hopfenanbau unter Grundsätzen des integrierten, umweltgerechten Pflanzenanbaus betreiben. Bei den allgemein gültigen Hopfengeschäftsvereinbarungen handelt es sich um ein ,,Malus-System, etwaige Mängel vermindern also voll den Erlös. Wir aber wollen ein ,,Bonus- System; qualitativ hochwertiger Hopfen soll auch dementsprechend höher vergütet werden, erklärt der Geschäftsführer der Interessengemeinschaft, Georg Breitner. Vor vier Jahren schlossen sich 21 Hopfenpflanzer im Siegelbezirk Wolnzach zusammen, 28 Mitglieder bewirtschaften heute 200 ha Hallertauer Qualitätshopfen der Sorten Hersbrucker, Perle, Northern Brewer und Brewers Gold. Wilhelm Ruppert, Präsident der LBP. Ruppert aus.

Am 9. Oktober 1991 konnte das Internationale Braugersten-Seminar, veranstaltet vom Forschungsinstitut der Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei (VLB), Berlin, unter der Leitung von Prof. Dr. R. Schildbach sein 20jähriges Bestehen feiern. Dr.-Ing. A. Th. Simon, Bitburg, Präsident der VLB, wies in einem kurzen Rückblick zu Beginn des diesjährigen Braugersten-Seminars darauf hin, daß sich die Veranstaltung in diesen 20 Jahren zu einer internationalen Institution entwickelt habe, die sich auf nationaler und internationaler Ebene Vertrauen und Anerkennung erworben habe. Das bewiesen nicht zuletzt auch die Teilnehmerzahlen, die, beginnend bei 35, kontinuierlich auf nunmehr über 160 angestiegen sind. Lt. Dr. Sie war bereits vom Gründer der VLB, Max Delbrück, 1883 als Arbeitsziel fixiert worden.


Der Konsum von Weizenbier steigt kontinuierlich, mittlerweile werden 14 Mio hl dieses obergärigen Bieres erzeugt, wofür derzeit ca. 60 000 t Weizen als Braurohstoff pro Jahr vermälzt werden. Vorwiegend greift man dabei auf Winterweizen zurück, der jedoch vorwiegend mit dem Ziel gezüchtet wird, gutes Back- oder Futtergetreide zu gewinnen, so daß der Mälzer auf einen Weizen angewiesen ist, der nicht auf braurelevante Eigenschaften hin gezüchtet worden ist. Andererseits verschwinden immer wieder neue Weizensorten vom Markt, die zwar keine guten Back- oder Futtereigenschaften besitzten, jedoch gute Merkmale hinsichtlich ihrer Verarbeitbarkeit in Mälzereien bzw. Brauereien besitzen..


Nach dem jetzt erschienenem Bericht der Fa. Simon H. Steiner Hopfen GmbH, Laupheim, wird die Welthopfenmenge 1991 etwa 2,489 Mio Ztr (+ 9,1%) betragen. Das entspricht 8,338 Mio kg Alphasäuren (+ 20,6%) . Geht man für 1992 von einer Weltbierproduktion von 1,182 Mrd hl (+ 1,5%) aus, dann errechnet sich bei einem durchschnittlichen Alphasäureneinsatz von 6,8 g/hl und einem durchschnittlichen Alphasäurengehalt des Hopfens von 6,7% ein weltweiter Bedarf an Alphasäuren von 8,038 Mio kg und damit ein Überschuß von etwa 100 000 Ztr Hopfen. Aufgrund dieser Daten geht das Unternehmen davon aus, daß die Hopfenvorräte, die in den letzten Jahren abgebaut wurden, wieder leicht ansteigen. Weltweit wurden 1991 auf ca. 95 000 ha Hopfen angebaut. In den USA werden auf ca..


Anläßlich des 10. Mälzerei-Seminares, das am 26. und 27. November 1991 in Weihenstephan von Prof. Dr. L. Narziß abgehalten wurde, kam es auch zu lebhaften Diskussionen über den Befall von Gerste und Weizen mit Fusarienarten, die im Bier zu Gushing führen können. Zum Abschluß der Veranstaltung nahmen Prof. Dr. L. Narziß und Prof. Dr. S. Donhauser noch einmal ausdrücklich Stellung zu diesem aktuellen und für die Mälzer und Brauer so wichtigen Thema. Dabei wies Prof. Narziß darauf hin, daß die beiden Institute in enger Zusammenarbeit mit der ZLBP seit nunmehr zwei Jahren an diesem äußerst komplexen Problemkreis Gushing arbeiten und bereits gute Fortschritte erzielt haben. Lt. Prof. Diese Ergebnisse wurden auch mit dem Gushing-Test abgesichert. In diesem Jahr ist Weizen lt. Prof. Nach Prof. L.


Bei stark mit aufgeplatzten Körnern durchsetzten Gerstenpartien muß auch mit Gushing gerechnet werden. -- Darauf wies Dipl.-Biol. L. Niessen in seinem Vortrag anläßlich des 10. Mälzerei-Seminares am 26. 11. 1991 in Weihenstephan hin. Der Grenzwert für aufgeplatzte Körner von 3%, wie er vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium ausgegeben wurde, führt lt. Niessen nicht zu einem sicheren Ausschluß der Gefahr des Wildwerdens, da zwischen Aufplatzen und Befall mit relevanten Schimmelpilzarten kein ursächlicher Zusammenhang besteht (s.a. S. 2342).


Braugerste der Ernte 1991 wird z.Zt. kaum gehandelt, da die Verarbeitungsindustrie überwiegend mit sehr guter Ware bis in den Sommer 1992 gedeckt ist und nur noch geringen Anschlußbedarf hat. -- Bei den ersten Überlegungen zu Vorverträgen 1992 ergaben sich Schwierigkeiten hinsichtlich der Agrarreform- und GATT-Verhandlungen. Alle Beteiligten sind sich einig, daß für Qualitätsware auch in Zukunft ein Preis bezahlt werden muß, der dem Erzeuger den Anbau sortenreiner Braugerste lohnend erscheinen läßt.


Sommergerste 1991 - Europa Nachstehend wird eine Zusammenfassung von Informationen über die diesjährige Sommergerstenernte - Stand: 19. August 1991 - (alle Zahlen ca., bzw. Durchschnittswerte, Vorjahr in Klammern) in Europa gegeben.


Hopfenernte qualitativ überdurchschnittlich -- Fast nur zufriedene Gesichter gab es bei der Hopfenrundfahrt 1991, zu der turnusgemäß der Landkreis Freising eingeladen hatte. Die Hallertau, der Welt größtes Hopfenanbaugebiet, liegt auf die vier Landkreise Pfaffenhofen, Kelheim, Landshut und Freising verteilt. Und ein Landrat ist jeweils Gastgeber für Prominenz aus Wirtschaft und Politik. Prominentester Hopfenfahrtteilnehmer war in diesem Jahr der bayerische Landwirtschaftsminister Hans Maurer. Drei Betriebe wurden besichtigt, dazwischen lagen umfangreiche Fahrten durch die in voller Blüte und kurz vor der Ernte stehenden Hopfengärten der Hallertau. Kritisch merkte dabei der Geschäftsführer der Simon H. Die gesamte Branche hoffe daher auf eine bessere Ernte 1991. mehr als 1990.


Zur Qualität von Hami und Gemina -- In den östlichen Bundesländern sind dem vorangegangenen Vermehrungsaufbau entsprechend 1991 nochmals ca. 50% Braugerste in den Sortenmischungen Hami und Gemina angebaut worden. Die Braugerstengemeinschaft im Bundesgebiet und zahlreiche Mälzereien und Brauereien haben in vorausgehenden Beratungen die Unumgänglichkeit dieser Tatsache akzeptiert. Dennoch gibt es nunmehr, da es an den Verkauf der Braugerste geht, Versuche, die Qualität von Hami und Gemina wegen angeblich uneinheitlicher Malz- und Brauqualität in Zweifel zu ziehen. Tabelle 1) Die Noten einer Malzpartie sollen möglichst eng beieinander liegen, besonders beim Eiweißlösungsgrad. Sie sind im Prinzip eine Handelssorte im echten Sinne. Zt..


Die Gesamthopfenproduktion in den USA betrug 1991 627 368 Ztr -- und lag damit um 22% über der des Vorjahres. Nach Mitteilung von Sean Mc Gree, Executive Director der Hop Growers of America, Yakima, entfielen 32% der US- Hopfenproduktion von 1991 auf Aromahopfensorten (s.a. S. 83) .