Deutsche Hopfensorten -- Perle: In der Brautechnik werden die Hopfensorten, die z. Zt. in Deutschland angebaut werden, vorgestellt. Dabei dient eine Broschüre der Centralen Marketinggesellschaft für Agrarwirtschaft (CMA) als Quelle, die Bilder stellte der Deutsche Hopfenpflanzerverband zur Verfügung. Die Aroma-Sorte Perle wird in der Hallertau, in Spalt, in Hersbruck und in Bitburg angebaut. Sie ist eine Züchtung des Hopfenforschungsinstituts in Hüll und besitzt gute Resistenzeigenschaften mit einem hohen Ertrag. Sie hat folgende Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten: - Welke: gut bis sehr gut; - Peronospera: gut; - Echter Mehltau: mittel. Die Reifezeit wird mit mittelspät angegeben. Der Durchschnittsertrag liegt bei 39 Ztr/ha.-i..

Hopfenerzeuger im Elbe-Saale-Gebiet stellen sich der Forderung nach hoher Qualität des Erntegutes -- Zum alljährlichen Hopfenseminar, das auch in der örtlichen Presse hohe Aufmerksamkeit fand, trafen sich die Erzeugerbetriebe der Hopfenverwertungsgesellschaft Elbe- Saale e.G. unter Teilnahme der Vertreter der Fachministerien Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen am 17. und 18. Februar 1994 in der Fachschule für Agrarwirtschaft in Naumburg. Ausgehend von der Entwicklung des internationalen und nationalen Hopfenmarktes und der Entwicklung der Bierproduktion wurden die Ergebnisse der Hopfenernte 1993 analysiert, betriebswirtschaftliche Analysen vorgestellt und mit Unterstützung von Herrn Schmidt vom Hopfenlabor Wolnzach über Methoden und Probleme bei den Alphasäurenbestimmungen gefachsimpelt.

Mehltauresistenz bei Braugerste -- Eine zu starke Konzentration im Braugerstenanbau auf wenige Sorten mit der gleichen Resistenz gegen bestimmte Krankheiten führt nach einer Mitteilung der I.G. Pflanzenzucht GmbH, München, zu einer Anpassung der Erreger und zu einem Zusammenbruch der Resistenz. Gemessen an der Vermehrungsfläche, konzentriert sich der Sommergersten-Anbau derzeit zu etwa zwei Dritteln, in einigen Gebieten zu 100 Prozent, auf Sorten mit der sogenannten mlo-Resistenz gegen Mehltau. Die Gefahr, daß diese äußerst wirkungsvolle Resistenz sich in eine hohe Anfälligkeit wandelt, wird immer konkreter. Deshalb scheint die Erweiterung des Sortenspektrums durch Neuzüchtungen, die über einen anderen Resistenzhintergrund verfügen, sinnvoll. Hinzu kommt laut der I.G..

Zeitpunkt für Hopfen-Vorverträge -- Die Hopfenpreisentwicklung hängt von einer Reihe nicht vorhersagbarer Faktoren ab: Ernteergebnisse, Flächenreduktionen, Sortenumstellungen, Ausstoßentwicklung der Brauereien usw. Aus diesem Grund ist es sehr schwierig, wie die John I. Haas GmbH, München, mitteilt, den richtigen Zeitpunkt für den Abschluß von Vorverträgen festzulegen. Betrachtet man die Ernteentwicklungen in der Vergangenheit, so kann man feststellen, daß meistens auf Rekordernten mit entsprechend niedrigen Preisen auch wieder Jahre folgten mit normalen oder geringeren Ernten, die die Preise dann wieder in die Höhe schnellen ließen. So hatten sich infolge der schlechten Ernten in den Jahren 1978 bis 1980 die Preise innerhalb von vier Jahren vervierfacht. Die John I..

CMA-Gütezertifikat für Qualitätsbraugerste -- Nach einer Pressemitteilung der Centralen Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) wurden kürzlich die Erzeugungs- und Vermarktungsregeln für Qualitätsbraugerste und Qualitätsmalz aus integriertem, neutral kontrolliertem Vertragsanbau mit CMA-Gütezertifikat durch den Produktausschuß Braugerste und Hopfen der CMA verabschiedet. Im Rahmen der Vertragskette Erzeuger - Handel - Mälzerei - Brauerei vergibt die CMA an den erfassenden Handel bei der Erfüllung der geforderten Güte- und Prüfanforderungen Braugerste das Gütezertifikat Braugerste und an die Mälzerei das Gütezertifikat Malz, das an die Erfüllung der Güte- und Prüfbestimmungen Malz gebunden ist..

Tagung 1994 des Hopfenpflanzerverbandes Hallertau e.V. -- Zusammenhalt im Verband und drastische Flächenreduzierung als Überlebenschance: Auf insgesamt acht Veranstaltungen informierte der Hopfenpflanzerverband Hallertau e.V. mit seinen Repräsentanten Josef Schrag (Präsident), Otmar Weingarten (Geschäftsführer), Werner Brunner (stellv. Geschäftsführer) und Peter Schrittenloher (Syndikus) die Pflanzer, Händler, Verarbeiter und Politiker über die derzeitige Hopfen-Situation. Wie nicht anders zu erwarten, waren Hauptthemen die unbefriedigende Preissituation sowie die enorme Hopfenüberkapazität der Ernte 1993. Es mußmdas Ziel sein, die Kosten für die Hopfenerzeugung zu senken, gleichzeitig natürlich die hohe Qualität aufrechtzuerhalten. Das funktioniert im Jura wunderbar,.

Hopfen und Gerste aus ökologischem Anbau. Qualität und Einfluß auf die Roh-, Zwischen- und Endprodukte der Bierherstellung -- Über vier Erntejahre wurden Braugerste und Hopfen aus ökologischem und konventionellem Anbau untersucht. Die Analysen zielten auf einen Qualitätsvergleich der Rohstoffe sowie den Zwischen- und Endprodukten ab. In der Summe ergaben sich deutliche Vorteile zugunsten von Hopfen und Gerste aus ökologischem Anbau bezüglich der Qualität aus technologischer, gesundheitlicher und ökologischer Sicht. Die von mehreren Autoren aufgestellte These, daß sich Biere aus ökologisch und konventionell angebauten Rohstoffen nicht unterscheiden, kann somit nicht bestätigt werden.

Ist Braugerstenqualität nicht mehr von Interesse. Eine Betrachtung des Braugerstenvereins Nord-Ost -- Aufmerksame Beobachter des Braugerstenmarktes vermerken, daß seit 1992 der einstmals dominierende Qualitätsgedanke beim Einkauf von Braugerste in den Hintergrund tritt. Gewisse Kommentare lasten vor allem den bayerischen Bauern neuerliche Unfähigkeit zur Qualitätsproduktion an, ohne die Ursachen der Erscheinung zu sehen oder sehen zu wollen. Der Autor des nachfolgenden Artikels nimmt davon aus der Sicht des Braugerstenvereins Nord-Ost Stellung.

Zur chemischen Charakterisierung der Hopfenernte 1993 -- Die Durchschnittswerte basieren auf einen rechnerischen H2O- Wert von 10% sowie auf der Woellmer Analyse EBC 7.3.4 Selten waren die Wachstumsbedingungen für Hopfen in den süddeutschen Anbaugebieten so günstig wie in dieser Saison. Den etwas zu trockenen, kalten Winter konnte der April durch seine optimalen Wachstumsbedingungen ausgleichen. Zwar waren die Folgemonate Mai und Juni allgemein zu trocken und zu warm, aber dieser Periode folgte im Monat Juli eine Abkühlung mit ergiebigen Niederschlägen. Von Anfang August bis hin zum Erntebeginn herrschten nahezu ideale Witterungsverhältnisse für Hopfen, allerdings begünstigte das feuchtwarme Wetter den Schädlingsbefall..

Einheimische Rohstoffversorgung sichern -- In einem ausführlichen Gespräch über die aktuelle, schwierige Situation der deutschen Brauwirtschaft, das die Brauwelt in ihrer nächsten Ausgabe veröffentlichen wird, ging Dr. Michael Dietzsch, Präsident des Deutschen Brauer-Bundes, am 3. März 1994 in Bitburg auch auf die Frage der Sicherung der einheimischen Rohstoffbasis ein (s.a. Brauwelt Nr. 9, 1994, S. 353). Die Preise für deutsche Qualitätsbraugerste sind - so Dr. Dietzsch - nach den Agrarpreisabschlüssen und der Situation im Mälzereigewerbe so niedrig, daß das Interesse vieler Landwirte am Anbau von Qualitätsbraugerste gesunken ist. Damit könnte langfristig die Gefahr einer Unterversorgung bzw. einer zu großen Abhängigkeit von ausländischen Landwirten und Mälzereien entstehen. Dr. und 10..

Braugerste und Malz zum Nulltarif? -- Die Landwirtschaft stellt in diesen Tagen die Weichen für die Ernte 1994. Ist der Zug für Braugerste abgefahren? Erstmals seit vielen Jahren konnten bisher praktisch keine Vorvertragspreisempfehlungen für Braugerste 1994 gegeben werden. Damit entfällt ein wichtiger Stabilisator, der in der Vergangenheit den Landwirt zum Anbau von Qualitätsbraugerste motiviert hat. Die Sommergerstenanbaufläche hat sich schon in den letzten Jahren in ganz Europa dramatisch vermindert; 1993 hat nur eine reichliche Ernte noch zu einem ausgeglichenen Markt geführt. Der Landwirt erhielte dann zusammen mit der Ausgleichsabgabe noch einen möglicherweise attraktiven Braugerstenerlös. 10. 10. 1994) 32,25 DM Rohstoffkosten bei 80% Ausbeute 40,30 DM zzgl.

Braugerstenerzeugerpreise -- Ende Januar fand in München ein Gespräch über den Braugerstenmarkt 1994 zwischen Erzeugern, Handelspartnern, Mälzereien und Brauereien statt. Wie der Verband mittelständischer Privatbrauereien in Bayern berichtete, ging es dabei um das gemeinsame Ziel, auch in Zukunft den bayerischen Braugerstenmarkt zu erhalten. Wie die Malzwirtschaft betonte, kann ein höherer Einstandspreis von 32,00 bis 32,50 DM/dt Braugerste frei Mälzerei von ihr nicht verkraftet werden. Nach schwierigen Verhandlungen einigten sich die Marktpartner auf 27,75 DM/dt Braugerste im Vorvertrag als Erzeugerpreis für die Landwirte. Dieser niedrige Erzeugerpreis dürfte aber für den Landwirt wenig attraktiv sein, beste Qualität zu erzeugen..

500 000 t Malz zuviel -- Während die Nachfrage nach Malz in Lateinamerika, Afrika, und den Pazifikländern noch langsam steigt, hat die auf etwa 0,5 Mio t Malz geschätzte Überkapazität in Europa die ersten Opfer gefordert. In Großbritannien hat Pauls Malt verlauten lassen, daß die Mälzerei Ware stillgelegt wird (Jahreskapazität 20 000 t), womit die 600jährige Malztradtion dieser Stadt ein Ende findet. Bei Pauls bleiben dann noch acht Malzfabriken mit einer Gesamtkapazität von rund 350 000 t im Jahr. Nachdem die belgische Mälzerei Boortmalt ihren Betrieb Beloeil bereits geschlossen hatte, wurde nun auch die Produktion im alten Teil der Mälzerei Boortmeerbeek aufgegeben. Am schlimmsten scheint es die belgische Mälzerei Huys Descampe getroffen zu haben, die in Liquidation gegangen sein soll..

Getreidepreisvorschläge der EU-Kommission für das Wirtschaftsjahr 1994/1995 -- Die EU-Kommission hat jetzt in Verfolg der Agrarreform-Vorgaben ihre Preisvorschäge für das Wirtschaftsjahr 1994/1995 beschlossen: - Interventionspreis 106,60 ECU je t = 250,96 DM; - Richtpreis 118,45 ECU je t = 278,85 DM; - Schwellenpreis 162,87 ECU je t = 383,43 DM. Der Monatsreport bei Getreide soll nach den Vorstellungen der EU-Kommission von 1,425 ECU je t und Monat auf 1,16 ECU je t und Monat herabgesetzt werden.

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