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Der Bierabsatz ist im ersten Halbjahr 2014 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 4,4 Prozent beziehungsweise 2,0 Mio hl gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, haben die in Deutschland ansässigen Brauereien und Bierlager somit in den ersten sechs Monaten des Jahres 2014 rund 47,9 Mio hl Bier abgesetzt.

Im vergangenen Jahr trank jeder Bundesbürger im Durchschnitt nur wenig mehr als 2012. Ein schlechtes Sommerwetter, Sättigungstendenzen bei einigen Getränkearten und ein nur mäßiges reales Wachstum der verfügbaren Einkommen trugen dazu wesentlich bei. Zwischen den einzelnen Getränkearten und innerhalb der Sortimente vollzogen sich allerdings deutliche Verschiebungen, bedingt durch veränderte Konsumgewohnheiten wie Gesundheitswelle, Trend zu natürlichen Produkten, Zunahme des Außer-Haus-Verzehrs usw., durch verschärfte Regelungen im Straßenverkehr und nicht zuletzt durch – wie bereits genannt – das Wetter.

Auf Initiative der BRAUWELT wurden in den letzten 17 Jahren die größten Getränkefachgroß­händler in Deutschland nach Gesamtumsatz und speziellen Ver­triebsschwerpunkten wie z. B. eigenem Einzelhandel, Kooperationspartnern, Franchising-Geschäften, Schwerpunkt Gastronomie und Struktur-Entwicklung schriftlich befragt und die Ergebnisse veröffentlicht. In einem Rückblick auf die Entwicklung seit Beginn der Erhebung werden die starken Konzentra­tionsprozesse im Getränkefachgroßhandel (GFGH) deutlich.

Die BRAUWELT möchte ihre Leser weiterhin über die Entwicklung der Brauwirtschaft in Österreich informieren, deshalb setzt Dr. K. Kelch seine Befragung der österreichischen Brauereien fort. In Österreich konnte die Brauwirtschaft im Jahr 2013 unter den befragten 22 größten Brauereien einen leichten Anstieg des Inlandsabsatzes um 0,3 Prozent verzeichnen. Die bei der Befragung angegebene Ausfuhr jedoch wurde um deutliche 21,6 Prozent gesteigert.

Die neuesten Zahlen aus dem Ifo-Konjunkturtest belegen, dass sich die konjunkturelle Situation der Brauereien im zweiten Quartal 2014 gegenüber dem Vorquartal kaum verändert hat. Der weitaus überwiegende Teil der befragten Firmen (zuletzt im Dezember 89 %) war mit der Geschäftslage zufrieden, ein Teil der Firmen (April: 16 %; Mai: 29 %; Juni: 11 %) sprach von einer guten Geschäftslage. Die Produktion wurde im April von 18 Prozent und im Mai von 30 Prozent der Firmen hochgefahren, im Juni wurden allerdings teilweise Produktionskürzungen vorgenommen. Für die nächsten drei Monate rechnen die Brauer mit einer weitgehend unveränderten Produktionstätigkeit.

Die offizielle Statistik für Biermischgetränke zeigt für 2013 einen Rückgang der Gesamtabsätze um 1,9 Prozent; bei den befragten Brauereien sind es sogar minus 3,6 Prozent. Unter anderem machten die Innovationen des vergangenen Jahres dem „klassischen“ Biermix das Leben schwer: Neue alkoholfreie Biermischgetränke, Fassbrausen sowie alkoholfreie Radler kamen auf den Markt und ein Teil der Biermischgetränke-Konsumenten wanderte zu diesen neuen Varianten ab.

Für Brauer wenig überraschend: In Deutschland trinkt sich Bier im weltweiten Vergleich sehr günstig. Günstiger ist es laut Bierpreisindex der Berliner Reisesuchmaschine GoEuro (www.goeuro.de) nur in Polen. Am tiefsten müssen Bierfreunde hingegen in Oslo in die Tasche greifen.

Die 27 meldenden Ausfuhrbrauereien zeigen für 2013 einen Exportanstieg um circa ein Prozent. Die Außenhandelsstatistik mit vorläufigen Daten zeigt einen Rückgang um circa vier Prozent. Der große Unterschied zur Datenerfassung des Statistischen Bundesamtes erklärt sich durch die Tatsache, dass es sich bei dieser um „vorläufige“ Angaben handelt, für die im Laufe des Jahres noch Korrekturen gemeldet werden; die Daten für 2012 wurden erst im November 2013 zu endgültigen Daten erklärt.

Im Jahr 2013 ging der Schwarzbiermarkt in der Bundesrepublik bei den in der Recherche erfassten Daten von 1 052 196 hl (2012) auf 1 023 805 hl zurück – dies entspricht einem Minus von 2,7 Prozent. Die nachfolgende Tabelle für die 14 größten Schwarzbierhersteller (über 15 000 hl) zeigt für das Jahr 2013 sehr unterschiedliche Absatzentwicklungen. Bei einigen Brauereien zum Beispiel Köstritzer, Oettinger, Privatbrauerei Eibau in Sachsen und die Klosterbrauerei Neuzelle, sind Absatzsteigerungen von über fünf Prozent festzustellen.

Brauer aufgepasst! Wertvolle Informationen für ihre eigene Standortbestimmung erhalten Brauer, wenn sie bei einer Erhebung der HLB Linn Goppold Treuhand GmbH teilnehmen – eine weitere Brauerei-Vergleichsanalyse neben der Jahresabschlussanalyse der Landestreuhand Weihenstephan GmbH, Freising.

Der Online-Handel ist in vielen Branchen weiter auf dem Vormarsch. Auch im Lebensmittelhandel werden unterschiedliche Konzepte rege diskutiert. Aktuelle Ergebnisse des „Consumer Barometers“ (n=519) des IFH, Köln, und der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, zeigen: Deutsche Konsumenten sind dem Lebensmittel-Onlinekauf gegenüber durchaus aufgeschlossen. Etwa jeder Dritte hat schon einmal Lebensmittel im Internet gekauft und rund drei Viertel der Befragten können sich vorstellen, zukünftig online Lebensmittel zu bestellen. Lediglich ein Viertel der Konsumenten lehnt die Online-Bestellung von Nahrungsmitteln grundsätzlich ab.

Betrachtet man Fülle und Vielfalt in den Regalen des Handels, so ist auf den ersten Blick kaum nachzuvollziehen, dass der Pro-Kopf-Verbrauch an Saft und Nektar erneut gesunken ist: Im Durchschnitt trank jeder Deutsche im letzten Jahr 33 Liter der fruchthaltigen Getränke – das waren 0,9 Liter oder 2,7 Prozent weniger als im Vorjahr, so der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie [EV] (VdF), Bonn. Der Pro-Kopf-Verbrauch der beliebten Apfelschorle sank übrigens von fast 9,4 auf 8,5 Liter und sorgte somit für ein weiteres Minus in der Bilanz des Apfelsaftes.

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