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Die offizielle Statistik für Biermischgetränke zeigt für 2013 einen Rückgang der Gesamtabsätze um 1,9 Prozent; bei den befragten Brauereien sind es sogar minus 3,6 Prozent. Unter anderem machten die Innovationen des vergangenen Jahres dem „klassischen“ Biermix das Leben schwer: Neue alkoholfreie Biermischgetränke, Fassbrausen sowie alkoholfreie Radler kamen auf den Markt und ein Teil der Biermischgetränke-Konsumenten wanderte zu diesen neuen Varianten ab.

Für Brauer wenig überraschend: In Deutschland trinkt sich Bier im weltweiten Vergleich sehr günstig. Günstiger ist es laut Bierpreisindex der Berliner Reisesuchmaschine GoEuro (www.goeuro.de) nur in Polen. Am tiefsten müssen Bierfreunde hingegen in Oslo in die Tasche greifen.

Die 27 meldenden Ausfuhrbrauereien zeigen für 2013 einen Exportanstieg um circa ein Prozent. Die Außenhandelsstatistik mit vorläufigen Daten zeigt einen Rückgang um circa vier Prozent. Der große Unterschied zur Datenerfassung des Statistischen Bundesamtes erklärt sich durch die Tatsache, dass es sich bei dieser um „vorläufige“ Angaben handelt, für die im Laufe des Jahres noch Korrekturen gemeldet werden; die Daten für 2012 wurden erst im November 2013 zu endgültigen Daten erklärt.

Im Jahr 2013 ging der Schwarzbiermarkt in der Bundesrepublik bei den in der Recherche erfassten Daten von 1 052 196 hl (2012) auf 1 023 805 hl zurück – dies entspricht einem Minus von 2,7 Prozent. Die nachfolgende Tabelle für die 14 größten Schwarzbierhersteller (über 15 000 hl) zeigt für das Jahr 2013 sehr unterschiedliche Absatzentwicklungen. Bei einigen Brauereien zum Beispiel Köstritzer, Oettinger, Privatbrauerei Eibau in Sachsen und die Klosterbrauerei Neuzelle, sind Absatzsteigerungen von über fünf Prozent festzustellen.

Brauer aufgepasst! Wertvolle Informationen für ihre eigene Standortbestimmung erhalten Brauer, wenn sie bei einer Erhebung der HLB Linn Goppold Treuhand GmbH teilnehmen – eine weitere Brauerei-Vergleichsanalyse neben der Jahresabschlussanalyse der Landestreuhand Weihenstephan GmbH, Freising.

Der Online-Handel ist in vielen Branchen weiter auf dem Vormarsch. Auch im Lebensmittelhandel werden unterschiedliche Konzepte rege diskutiert. Aktuelle Ergebnisse des „Consumer Barometers“ (n=519) des IFH, Köln, und der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, zeigen: Deutsche Konsumenten sind dem Lebensmittel-Onlinekauf gegenüber durchaus aufgeschlossen. Etwa jeder Dritte hat schon einmal Lebensmittel im Internet gekauft und rund drei Viertel der Befragten können sich vorstellen, zukünftig online Lebensmittel zu bestellen. Lediglich ein Viertel der Konsumenten lehnt die Online-Bestellung von Nahrungsmitteln grundsätzlich ab.

Betrachtet man Fülle und Vielfalt in den Regalen des Handels, so ist auf den ersten Blick kaum nachzuvollziehen, dass der Pro-Kopf-Verbrauch an Saft und Nektar erneut gesunken ist: Im Durchschnitt trank jeder Deutsche im letzten Jahr 33 Liter der fruchthaltigen Getränke – das waren 0,9 Liter oder 2,7 Prozent weniger als im Vorjahr, so der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie [EV] (VdF), Bonn. Der Pro-Kopf-Verbrauch der beliebten Apfelschorle sank übrigens von fast 9,4 auf 8,5 Liter und sorgte somit für ein weiteres Minus in der Bilanz des Apfelsaftes.

Aufgrund des Biersteuergesetzes sind Biere mit einem Alkoholgehalt von 0,5 Volumenprozent oder weniger (alkoholfreies Bier und Malztrunk) nicht mehr Steuergegenstand und daher nicht mehr in der Biersteuerstatistik erfasst. Der Deutsche Brauer-Bund [EV] veröffentlicht seit vier Jahren auch für seine Verbandsmitglieder keine Daten mehr über alkoholfreies Bier und Malzbier in den einzelnen Bundesländern, da die größten Brauereien den Regionalverbänden hierzu keine Absätze melden. Deshalb bieten die nun vorliegenden Marktdaten einen guten Überblick über die Entwicklung 2013.

Schaut man auf die vorläufigen Branchendaten, die der Verband Deutscher Mineralbrunnen jährlich herausgibt, wird erneut klar: Mineralwasser rangiert weiterhin ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Selbst der lange Winter und der kühle Frühling 2013 konnten der Trinklust der Deutschen nichts anhaben: Der Absatz von Heil- und Mineralwasser stieg um zwei Prozent auf 10 420,0 Millionen Liter.

Betrachtet man den Inlands­absatz der 74 größten deutschen Brauereien zeigt sich, dass der tatsächliche Bierkonsum im letzten Jahr um weniger als ein Prozent zurückgegangen ist. Um den regional sehr unterschiedlichen Konsumgewohnheiten Rechnung zu tragen – wie z. B. einem hohen Weizenbierkonsum in Süddeutschland und der Dominanz von Pils in den restlichen Landesteilen –, erfolgt die Betrachtung des Bierkonsums in der Bundesrepublik Deutschland mit Blick auf die einzelnen Regionen. Deutlich abweichende Absatz- und Wettbewerbsverhältnisse rechtfertigen zudem eine solche Differenzierung.

Die Geschäftslage der Brauereien hat sich im ersten Quartal 2014 gegenüber dem vierten Quartal 2013 kaum verändert. Abermals rund neun Zehntel der befragten Brauer sprachen von einer befriedigenden Geschäftslage, die wenigen Firmen, die „Geschäftslage gut“ urteilten, und diejenigen, die das Urteil „Geschäftslage schlecht“ abgaben, hielten sich zahlenmäßig in etwa die Waage. Im März allerdings standen elf Prozent „Gut“-Stimmen nur vier Prozent „Schlecht“-Stimmen gegenüber. Die Produktionstätigkeit wurde im März von einem Drittel der befragten Brauer hochgefahren, für die nächsten drei Monate rechnet knapp ein Fünftel mit Produktionsausweitungen. Die Fertigwarenlager erwiesen sich wie in den zurückliegenden Monaten durchweg als normal. Was die Auftragslage betrifft, so sprach im Januar und März zuletzt ein Drittel von steigenden Auftragseingängen, die Auftragslage wurde weitgehend als normal bzw. saisonüblich angesehen. An der Preisfront zeigte sich nach Angaben der Firmen im Januar und Februar kaum Bewegung. Für März sprach dagegen knapp ein Fünftel der Firmen von Preiserhöhungen, für die nächsten drei Monate planen nur wenige Firmen (12 %) Preiserhöhungen. Für die nächsten sechs Monate rechnet man zum weitaus überwiegenden Teil mit einer Fortdauer der derzeit befriedigenden Geschäftslage. Der saisonbereinigte und geglättete ifo-Geschäftsklimaindex ist von –1,3 im vierten auf +2,3 Indexpunkte im Berichtsquartal gestiegen, was auf eine, wenn auch geringe, konjunkturelle Belebung in der Braubranche hindeutet.

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