Die Anwendung der kaltaseptischen Abfüllung gewinnt in der Getränkeindustrie immer mehr an Bedeutung. Um die entsprechend langen Haltbarkeiten, die heute vom Markt gefordert und vom Verbraucher erwartet werden, zu garantieren, sind besondere Maßnahmen zu treffen, um das Risiko einer Rekontamination zu minimieren.

Schallschutz ist nach wie vor für die Auslegung von Getränke-Abfüllanlagen von hoher Bedeutung. Inzwischen stehen eine Fülle von primären, sekundären und tertiären (persönlichen) Lärmminderungsmaßnahmen sowie numerische Programme zur Vorhersage von Lärmkatastern zur Verfügung, um gezielt Schallpegel an lärmkritischen Arbeitsplätzen senken zu können. Um kostspielige Nachrüstaktionen zu vermeiden und schalltechnisch optimale Lösungen realisieren zu können, sollte Schallschutz von Beginn an bei den Planungen einer Abfüllanlage miteinbezogen werden. Der Beitrag zeigt einige Beispiele aus der Praxis auf.

Im ersten Teil dieses Beitrages (Brauwelt Nr. 48, 2003, S. 1626) ging es um die Abhängigkeit der einzelnen Größen der Flaschentransporteure auf die Abfüllkapazität sowie um die Berechnung den Bandanzahl und der Pufferzeiten. Im zweiten Teil wird ein Überblick über den Aufbau der Flaschentransporteure mit Berechnungsgleichungen für die Pufferstrecken gegeben. So ist es z.B. durch Modifikation der Flaschenführung möglich, die Kapazität eines bestehenden Puffers um bis zu 8 Prozent zu erhöhen, was aber ausgeklügelte Regelungskonzepte voraussetzt.

In den letzten Jahren stieg die Nutzung so genannter kaltaseptischer Abfüllanlagen im In- und Ausland ständig an. Diese Anlagen werden überwiegend zur Herstellung von CO2-freien bzw. CO2-armen Erfrischungsgetränken verwendet. In Europa ist zudem der aus Asien länger bekannte Trend zu "Kaffeegetränken" erkennbar, wenn auch derzeit nicht besonders ausgeprägt.

Kurzzeiterhitzungsanlagen (KZE) sind in der Brau- und Getränkewirtschaft in die Produktions- und Abfüllprozesse voll integriert. In der AfG-Branche werden kaltsterile Verfahren - schon auf Grund der pasteusen bzw. trüben Eigenschaften mancher Produkte - vor der Abfüllung de facto nicht angewandt. Je nach Konsistenz der zu pasteurisierenden Getränke gelangen Plattenapparate oder Röhren-Wärmeübertrager zum Einsatz. Auf Risiken, Schwachstellen und Problembereiche geht dieser Beitrag ausführlich ein.

Aseptische Abfüllung entwickelt sich für die Getränkebranche zur Schlüsselfrage - erkennbar am großen Zuspruch, den die Fachtagung der Akademie Fresenius verzeichnete: Am 3. und 4. Juni 2003 diskutierten Getränkeabfüller, Anlagenhersteller und unabhängige Experten mit 150 Konferenzteilnehmern neue Produktionskonzepte in technischer und unternehmenspolitischer Sicht.

Auf dem Flaschenkeller-Seminar 2002 in Freising-Weihenstephan beschäftigte sich Dr.-Ing. Joachim Götz, Mitarbeiter am Lehrstuhl für Brauereianlagen und Lebensmittel-Verpackungstechnik der TU München-Weihenstephan, mit der Lärmgefährdung und -verminderung in den Abfüllbereichen der Getränkeindustrie. In den berufsgenossenschaftlichen Vorschriften wird eine

Dipl.-Ing. Tobias Voigt, Doktorand am Lehrstuhl für Brauereianlagen und Lebensmittel-Verpackungstechnik an der TU München-Weihenstephan, untersucht im Rahmen seiner Forschungsarbeit die Integration der IT-Strategien zur Sicherung der Anlagenverfügbarkeit.

Im Bereich der alkoholfreien Getränke gewinnen Kunststoffflaschen kontinuierlich Marktanteile. Auch im Bereich Bier gab es verschiedene Markteinführungen von Kunststoffflaschen, doch bis heute blieben die Markteinführungen in Deutschland noch in ihren Startlöchern sitzen. Der folgende Bericht zeigt die aktuellen Entwicklungen zum Thema "Abfüllung in Kunststoffflaschen", wobei vor allem die Neuerungen für empfindliche Getränke wie Bier im Fokus stehen.

Die KHS AG, Dortmund, stellte ihr neues Kombinations-Füllsystem Innofill DRS-ZMS/S (Druck - Rechnergesteuert - Sonde; Zweifach - Mengen - Spülen/Spülrohr) vor, das für die Abfüllung von Bier sowohl in Glas- als auch in Kunststoffflaschen geeignet ist. Es fällt keinerlei Umrüstaufwand am Füllventil an.
....

Der vorliegende Beitrag soll die Bedeutung der Verrohrung und in diesem Zusammenhang auch der Einbindung von Reinigungseinrichtungen, wie CIP-Anlagen und von Umschaltpunkten im Rahmen von Planung, Projektierung und Montage von Flaschenfüllereien verdeutlichen.
Dabei wird auf Einzelaspekte dieser Faktoren eingegangen, es werden Lösungsmöglichkeiten in diesen Teilbreichen aufgezeigt.

olgende Ausgangssituation: Der Besitzer oder Vorstand einer Brauerei baut eine neue Flaschenfüllerei. Die Halle steht schon, nach langen Verhandlungen sind alle Füllereimaschinen vergeben, neue Produkte sind bereits im Markt positioniert.
Grundsätzlich stellt diese Situation kein Problem dar: Die paar Röhrchen sind ja gleich verlegt. . . . Diese Probleme treten erfahrungsgemäß immer wieder auf..

Die Warsteiner Brauerei hat - wie in einer der letzten Ausgaben bereits berichtet - seit Februar 2000 eine der modernsten Abfüllanlagen Europas für Dosen und Einwegflaschen in Betrieb genommen. Schon bei der Anlagen-Planung setzte man konsequent auf Flexibilität im Verpackungs- und Palettierbereich. Um dieses Potenzial voll ausschöpfen zu können, vertraute die Warsteiner Brauerei auf ein neues Konzept bei der Betriebsdatenerfassung (BDE), geliefert von der ProLeiT AG mit Sitz in Herzogenaurach.

BDE-Systeme für Abfüllanlagen werden in der Brauindustrie seit etwa 10 Jahren mit dem Ziel eingesetzt, durch Datenintegration die Genauigkeit und Durchgängigkeit von Informationsflüssen zu erhöhen und somit die Transparenz der Fertigung zu optimieren.
....

Die Urbacher Mineralquellen GmbH, eine 100%ige Tochter der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG, hat am 7. Juni eine neue Abfüllanlage in Betrieb genommen. Jetzt werden dort täglich bis zu 2400 hl Urbacher Classic, Medium und Still in PET-Flaschen abgefüllt. In der Einweganlage kommen Einweg- und Petcycle-Flaschen zum Einsatz. Die CCE AG setzt mit der Investition von 6,5 Mio EUR am Standort Urbach auf das Potenzial des Wassergeschäfts mit regionalen Quellen.

Ein neuer Inline CO2-Messwertaufnehmer bewährt sich nicht nur bei der Überwachung und Regelung der Bierkarbonisierung, sondern liefert auch vor dem Füller bei dem dort vorherrschenden Stop-and-go-Betrieb kontinuierlich richtige Messwerte.

Die 89. Frühjahrstagung der Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei (VLB) in Dortmund beschäftigte sich in einem Schwerpunkt ausführlich mit der Bierabfüllung und versuchte eine Antwort zu finden auf die Frage, ob die Flaschenkeller bereit für die Zukunft sind. Für die Krones AG, Neutraubling, ist die PET-Flasche auf alle Fälle ein Teil dieser Zukunft und Dipl.-Ing. Wolfgang Reichert stellte die Streckblasmaschine als neues Element im Flaschenkeller vor.
Mit dem Streckblasverfahren werden Flaschen aus Polyethylenterephthalat (PET) hergestellt. Es handelt sich im Prinzip um ein Zweistufenverfahren. In der Regel wird im Getränkebetrieb nur aus dem vorgefertigten Vorformling (Preform) durch Erwärmen und Umformen der eigentliche Behälter gefertigt und unmittelbar dem Abfüllblock zugeführt.

Brauwelt-Newsletter

Newsletter-Archiv und Infos

Pflichtfeld