Die Kenngrößen für Abfüllanlagen, anzuwenden bei Leistungsabnahmen, wurden bereits vor Jahrzehnten in der DIN 8782 niedergelegt. Die Definition der Effektivausbringung unter Punkt 4.3 lautet: „Effektivausbringung = Stückzahl, die während der allgemeinen Laufzeit im Durchschnitt je Zeiteinheit von dem Aggregat in einwandfreiem Zustand ausgebracht wurde“. Außer den gesetzlich einzuhaltenden Vorgaben der Fertigpackungsverordnung, bei Getränkeabfüllanlagen insbesondere der Füllmenge, liegt somit die Festlegung der vertraglichen Vereinbarungen (des einwandfreien Zustandes) bei den Vertragsparteien. Worauf es dabei ankommt, zeigt der folgende Beitrag.

Auf der Brau Beviale 2012 präsentierten die Aussteller im Bereich Trockenteil der Abfüllung eine Reihe von Neu- und Weiterentwicklungen mit der Zielrichtung einer erhöhten Flexibilität für die Anwender. Großer Wert wird auch auf die Einsparung an Material und Energie gelegt sowie auf die einfache Bedienung und die Integrierbarkeit in die Aggregate der Gesamtanlage. Auch und gerade für die kleineren und mittleren Getränkehersteller wurden interessante Lösungen geboten.

Am 4. und 5. Dezember 2012 hatte Prof. Hans-Christian Langowski, Lehrstuhl für Lebensmittelverpackungstechnik zum mittlerweile 19. Flaschenkellerseminar nach Freising eingeladen.

Neben der Bestandsaufnahme des Angebotes an Maschinen und Anlagen der Zulieferindustrie, die in den zurückliegenden Monaten neu entwickelt oder verbessert wurden, bildete die Messe wieder einen geschätzten Treffpunkt für ein Wiedersehen mit Fachkollegen und zum Erfahrungsaustausch. Es schien, die drinktec in München im kommenden Jahr gab Anlass zu einer technischen und finanziellen Zurückhaltung bei einigen Ausstellern. Dessen ungeachtet wurden die mit der Messe verbundenen Erwartungen doch zum größten Teil erfüllt.

In Hessisch Oldendorf befindet sich die Kellerei Pomona, ein europäischer Lohnabfüller für alkoholische, alkoholfreie, stille und karbonisierte Getränke. Eine neue Abfülllinie für Glas- und PET-Flaschen, geliefert und installiert von der slowenischen Vipoll d.o.o., Križevci pri Ljutumeru, eröffnete neue Möglichkeiten.

Eine qualitativ hochwertige Füllmaschine, hygienisch gestaltet, einfach zu bedienen und zu warten, höchst flexibel, mit langer Lebensdauer sowie kompakt ausgelegt – das wünschen sich kleinere und mittelständisch geprägte Brauereien und Softdrinkhersteller bei einer Investition in neue Abfülltechnik. Und das bietet KHS diesen Unternehmen mit dem Innofill Glass Micro. Die Betriebe profitieren hier unter anderem von umfassendem Know-how aus dem Bereich der Hochleistungs-Fülltechnik und von praxiserprobten Technologien zur sauerstoffarmen Abfüllung und bewährten Komponenten, die nun auch für Füller im kleinen und mittleren Leistungsbereich zum Einsatz gelangen.

Nachhaltigkeit ist eines der großen Ziele in der Brau- und Getränkeindustrie. Der Wasserverbrauch bei der Bandschmierung ist als Teil eines ganzheitlichen betrieblichen Wasser-Management-Ansatzes zu verstehen. Ist es in diesem Zusammenhang möglich, die Vorteile der traditionellen Nass- mit denen der bewährten Trockenbandschmierung zu kombinieren, um ein modernes Konzept zu erhalten, das es erlaubt, Wasser- und Kosteneinsparungen zu realisieren und dabei die positiven Aspekte der beiden herkömmlichen Bandschmieransätze zu vereinen?

„Spa“ gilt im Englischen als Synonym für Gesundheit und Wellness. Die Premium Mineralwasser-Marke „Spa“, nach dem belgischen Ardennen-Thermalbad Spa benannt, steht für höchste Qualität und pures, reines Wasser mit niedrigem Mineraliengehalt. Das belgische Familienunternehmen „Spadel“ wollte seine Mineralwässer und Limonaden feinperliger für eine noch größere Mundfrische machen, gleichzeitig den CO2-Verbrauch senken und den Hygienestandard erhöhen. Die Belgier entschieden sich für den Einsatz einer wirtschaftlichen und sicheren Getränkeherstellung des bayerischen Unternehmens CavitatorSystems GmbH, Landshut.

„Ursprünglich wollten wir uns nach 16 Jahren Laufzeit nur von der Blockung unseres Füllers trennen, doch dies war aufgrund räumlicher Gegebenheiten nicht durchführbar, sodass wir die komplette Anlage hygienisch, arbeitstechnisch und umwelttechnisch auf den Stand der Zeit neu ausgerichtet haben,“ berichtet Braumeister Hans Gutmann, der gemeinsam mit seinem Bruder Fritz und dessen Söhnen Fritz jun. und Michael die Familienbrauerei Gutmann in Titting im Altmühltal führt. Also wurde in einen komplett neuen Flaschenkeller investiert, nur die beiden Be- und Entpalettierer aus dem Jahr 1998 blieben stehen. Krones lieferte den Nassteil, die BMS Maschinenfabrik GmbH aus Pfatter den Trockenteil.

Die Firma Heinrich Leicht GmbH in Bamberg hat den „Helbapro“, einen speziell auf die Bedürfnisse der Brauereianwender zugeschnittenen Partyfass- und Siphonflaschenfüller entwickelt, der sich zum Abfüllen von 0,33- bis 2-l-Flaschen und 5-l-Partyfässern eignet. Der einstellige Füller mit einer Leistung von je nach Gebinde 45 bis 65 Einheiten pro Stunde ermöglicht ein sauerstofffreies Abfüllen. Er ist mit einer oder zwei Füllstellen lieferbar; ein Wechseln des Füllrohres entfällt. Bei einer Füllstelle lassen sich circa 50, bei zwei Füllstellen circa 80 5-l-Partyfässer pro Stunde befüllen. Das Maschinengestell besteht vollständig aus Edelstahl.

Sidel hat seine aseptische Combi Predis FMa Technologie verfeinert, um der steigenden Nachfrage nach aseptischen Abfüllungen alkoholfreier Getränke zu entsprechen. Die neue High-Speed-Version wird in der Lage sein, kleine Behälter bis 700 Milliliter bei 48 000 Flaschen pro Stunde abzufüllen.

Mitte Juni 2012 wurde die neue Abfüllanlage der Wernesgrüner Brauerei erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Rahmen des Brauereifestes, zu dem an zwei Tagen 10 000 Besucher ins vogtländische Bierdorf gereist waren, fanden Besichtigungen bei laufender Produktion statt. Die Besonderheit der Abfülllinie ist eine Kopplung der Flaschenreinigungsmaschine mit einem Blockheizkraftwerk. Durch die Investition ergeben sich signifikante Reduzierungen beim Energie- und Wasserverbrauch, betonte Dr. Bernd Schmidt, Geschäftsführer der Brauerei.

Bei der Abfüllung in Getränkedosen sind hohe Abfüllleistungen von weit mehr als 100 000 Behältern pro Stunde erzielbar – unter der Voraussetzung, dass es zu keinen Staus oder Stillständen kommt. Um diese zu vermeiden, hat die Heuft Systemtechnik GmbH, Burgbrohl, die Leerdoseninspektion canLine entwickelt, die verformte und beschädigte Behälter identifiziert und sie aus dem Verkehr zieht, bevor sie Blockaden im Füller-Verschließer-Komplex auslösen. Das System detektiert und entfernt außerdem verschmutzte, mit Fremdkörpern belastete sowie möglicherweise undichte Dosen und sichert so die Integrität und Qualität des Endprodukts.

Der Braukonzern Heineken nutzt den patentierten Innokeg Till One4Two-Behandlungskopf, eine KHS-Entwicklung, die, in Reinigungs- und Füllköpfe einer Keg-Anlage integriert, eine Verarbeitung von zwei unterschiedlichen Fitting-Typen erlaubt. Führte ein Unternehmen bisher Kegs mit unterschiedlichen Fittingtypen im Programm, stand bei einer Umstellung der Verarbeitung von Kegs mit Korbfitting auf Kegs mit Flachfitting oder umgekehrt sowohl an Reinigungs- als auch an Füllköpfen ein Wechsel von Zentrierkonus und Fittingstößel an. Diese Aktion erforderte Zeit und einen anschließenden CIP-Reinigungsvorgang. Zum Einsatz gelangt das Innokeg Till One4Two-System bei Heineken erstmals in der Volga Brauerei im russischen Nishny Nowgorod.

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