Bei der 87. Brau- und Maschinentechnischen Arbeitstagung der VLB vom 13. – 15. März in Leipzig war ein Seminartag dem Stand der Technik im Flaschenkeller gewidmet.
Dr. Hartmut Evers berichtete über die Abnahme von Abfüllanlagen. Durch die DIN 8782- 8784 ist die Abnahme geregelt, so daß zwischen Lieferant und Kunden kaum Unklarheiten bezüglich der Leistungsfähigkeit der Anlagen bestehen können. Da sich die Leistungswerte aus nur wenigen Meßwerten berechnen, ist es besonders wichtig, die notwendigen Grunddaten möglichst vollständig zu erfassen. Die Datenerfassung kann sich über mindestens sechs Stunden, bei größeren Anlagen aber durchaus acht Stunden bis zu mehreren Tagen ziehen. Evers stellte hier verschiedene Auswerteschemata vor.

Der NRW-Pool scheint pflegebedürftig zu sein, dies zeigten Untersuchungen und Berechnungen zum Zerkratzungszustand. In diesem Beitrag werden Vorschläge zur effektiven Verbesserung der Förderbedingungen von Flaschen in Abfüllanlagen und Grenzwerte für die chemische Beanspruchung in der Flaschenreinigungs-maschine aufgelistet. Außerdem wird eine am Lehrstuhl für Brauereianlagen und Lebensmittel-Verpackungstechnik entwickelte Methode zur Schwachstellenanalyse einer Flaschenabfüllanlage hinsichtlich der mechanischen Flaschenbeanspruchung vorgestellt, die es jeder Brauerei ermöglicht, die eigene Abfüllanlage beurteilen zu können. 1)..

Der Wirkungsgrad, mit der Abfüllanlagen betrieben werden, hängt maßgeblich von der Zuverlässigkeit der einzelnen Maschinen sowie dem Layout der Abfüllanlage ab. Bei der Planung von Abfüllanlagen ist es also hochinteressant, inwiefern diese beiden Parameter untereinander korrelieren und ob bewährte „Daumenregeln” für die Anlagenplanung bestätigt werden.

Nachdem die PET-Werkstoffe für Bier noch vor ca. 1 Jahr unzureichende technologische Werte garantierten bzw. Geschmackshaltbarkeiten von wenigen Wochen bis einigen Monaten erlaubten, sind heute durch Multilayerverfahren und durch physikalische Flaschenbehand-lungsverfahren technologische Werte in Sicht, die denen der „Glasverpackung” sehr ähnlich sind.
Mit dieser zu erwartenden Verbesserung der Geschmacksstabilität der in PET-Flaschen abgefüllten Biere und dem Trend der Getränkeindustrie und des Verbrauchers zu immer leichteren Gebinden hat sich DIS entschlossen, diese Marktchancen zu nutzen und neben dem vorhandenen PET-Know-how im AFG-Bereich eigenes Know-how im „PET-Bierbereich” zu entwickeln..

Dossier: RoboFill 4.0

Losgröße 1 | Die Demonstrationsanlage RoboFill 4.0 zeigt seit Inbetriebnahme am 4. Dezember 2018 was bereits heute auf dem Gebiet der individualisierten Getränkeproduktion möglich ist. In unserem Dossier haben wir für Sie die in der BRAUWELT erschienenen Beiträge gesammelt. Das RoboFill 4.0 Projekt am Lehrstuhl für Brau- und Getränketechnologie, Wissenschaftszentrum Weihenstephan der Technischen Universität München betrachtete digitale Technologien für die Getränkeproduktion und hatte insbesondere die Abfüllung im Fokus. Die Ziele, die das Projekt absteckte waren die größtmögliche Individualität in der Ausführung, Integration des Kunden in die Produktgestaltung sowie hohe Flexibilität in der Produktion.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt steckt rd. 1,4 Mio DM in ein innovatives Projekt, das zu einer umweltfreundlichen Bierabfüllung führen soll. An diesem Projekt sind die Universität Osnabrück (Prof. Karlheinz Altendorf), die Universität Duisburg (Prof. Hans-Curt Flemming), die Privatbrauerei A. Rolinck GmbH & Co., Steinfurt, und die Bitburger Brauerei Th. Simon GmbH, Bitburg, beteiligt. Hintergrund für das neue Projekt ist die Tatsache, daß jährlich deutschlandweit Kosten in Höhe von mehreren Millionen DM durch sogenannte Biofilme entstehen. Diese Schleime von Mikroorganismen führen zu Verstopfungen von Filtern und Ventilen, Korrosion und hygienischen Problemen, insbesondere in der Pharma-, der Lebensmittel- und der papiertechnischen Industrie..

Die Möglichkeit von kleinen und mittleren Brauereien mit einer Gesamtjahreserzeugung von unter 200 000 Hektolitern, Abfüllkooperationen zu bilden und dabei die individuellen Steuervorteile beizubehalten, ist wesentlich erweitert worden. Dafür hatte sich der Deutsche Brauer-Bund beim Bundesministerium für Finanzen mit Nachdruck eingesetzt. Einzelne Räume und Flächen sollen zukünftig in demselben Bundesland oder im Umkreis bis zu 50 km als „zum Herstellungsbetrieb gehörend“ behandelt werden können. Soll Bier in einer anderen Brauerei abgefüllt werden, kann zum Erhalt des individuellen Steuersatzes ein Antrag beim zuständigen Hauptzollamt gestellt werden. Damit bleibt verbundenen Unternehmen die Steuerermäßigung unter Berücksichtiung des zusammengerechneten Ausstoßes in jedem Fall erhalten..

Der folgende Beitrag beschäftigt sich mit den Möglichkeiten der Abfüllung von Bier in Polyesterflaschen und klärt die Frage, inwieweit bestehende Glasanlagen für die Abfüllung von Polyesterflaschen geeignet sind. Die gegenwärtigen Tests mit Bier in Polyesterflaschen in verschiedenen Märkten überall auf der Welt und erste Erfahrungen daraus legen den Schluß nahe, daß Polyesterflaschen mittel- bis langfristig eine Verpackungsvariante für Bier darstellen werden. Wie schnell und in welcher Dimension ist eine Frage, die der Markt entscheidet (Abb. 1). Voraussetzung dafür wird sicher auch die technische Machbarkeit sein.

Vor ca. einem Jahr berichtete GEA Till erstmals über das neue Füllsystem Volumenstromregelung. Inzwischen liegen mehr als 12 Monate praktische Erfahrungen vor, die die erwarteten technologischen Verbesserungen bestätigt haben. Mit der Baltika Brewery St. Petersburg, Rußland, ist die erste GEA Till Contikeg (Rundlaufmaschine) mit der neu entwickelten und inzwischen patentierten Volumenstrom-Regelung in Betrieb gegangen. Bei weiteren 10 Brauereien wurden inzwischen Contikeg-Anlagen bzw. Transomat-Anlagen (Taktmaschinen) mit Direct-Flow-Control in Betrieb genommen. Zwei Neuanlagen stehen kurz vor der Auslieferung. Darüber hinaus wurden diverse ältere Anlagen auf das neue Füllsystem umgerüstet.

Bei bestehenden Anlagen wird die Keg-Befüllung mit dem Rückgas indirekt geregelt. Für die Gas-Regelung kommen Blenden oder spezielle Rückgas-Regelventile zum Einsatz. Die Ansteuerung erfolgt meist zeitabhängig. Trotz zahlreicher Verbesserungen dieser Abfülltechnologie hat dieses konventionelle Füllkonzept nach wie vor systembedingte Nachteile. Das neu entwickelte Füllsystem der Firma GEA Till, Kriftel, regelt den Volumenstrom direkt und hält den Gasgegendruck konstant. Es wurde bei Kunden erfolgreich ausgetestet und bis zur Serienreife weiterentwickelt. Das Konzept hat technische, ökologische und wirtschaftliche Vorteile und ist zum Patent angemeldet.

Offensichtlich ausgereizt scheint die technische Entwicklung bei der Abfüllung von Glasflaschen, der Trend geht lediglich wieder etwas weg von den superschnellen Maschinen mit extrem hohen stündlichen Abfülleistungen. Im Gegensatz dazu gibt es bei der Verarbeitung von Fässern, Dosen und PET-Flaschen zahlreiche Neuentwicklungen. Die aktuellen Trends lauten hier: Einsatz von Robotern und elektronischen Identsystemen, neue Abfüll-Technologie (Kegs), aseptische Kaltabfüllung, schnelle Umrüstung, extreme Füllgenauigkeit (PET) sowie Nachjustierung der Füllhöhe auch während der Abfüllung, ohne den Einsatz von Gleitdichtungen (Dosen).

Ziel bei Löwenbräu ist es, normale Biere eines Tages sinnvoll und verantwortlich ohne Tunnelpasteurisation auf Dosen abfüllen zu können. Zweiter großer Faktor von Bedeutung war die Abfüllung von hefetrübem Weißbier als Dosenware, was eine spezielle Abfülltechnologie erfordert. Diese wird in dem Beitrag vorgestellt.
Mit Traditionen braucht die Münchener Löwenbräu wahrlich nicht zu geizen. Seit im 14. Jahrhundert in der Löwengrube hinter der Frauenkirche erstmals Bier gebraut wurde, steht der Name Löwenbräu in aller Welt für Bierkultur und Qualität. Nach dem Krieg vor jetzt über 50 Jahren startete die Löwenbräu mit einer anderen Tradition, der Dosenabfüllung.

Vor rund 30 Jahren wurde der erste Dosenfüller installiert, eine H & K-Anlage mit einer Leistung von 20 000 Dosen/h..

Im nachfolgenden Fachartikel sollen modellhaft Vorgehensweise und Überlegungen beschrieben werden, die zur Planung und Realisierung einer neuen 55 000er Abfüllanlage, speziell für 0,33-l-Rothaus-Pils-Tannenzäpfle, notwendig waren. Die Arbeiten wurden von den zuständigen Technikern der Bad. Staatsbrauerei Rothaus AG zusammen mit der Firma GEBO-Kaiser in Viernheim und der Firma GEBO-D.C.S. in Reichstett durchgeführt.

Die Krombacher Brauerei Schadeberg GmbH setzt auf den Ausbau ihres Premiumbier-Marktanteils in der Gastronomie. Die internen technischen Voraussetzungen wurden dazu jetzt mit einer Erneuerung und Erweiterung der Keg-Abfüllkapazitäten geschaffen. Anfang 1997 erhielt KHS von der Krombacher Brauerei den Auftrag für eine vollautomatische Keg-Anlage mit einer Stundenleistung von 1000 Kegs á 50 l. Die Gesamtanlage mit vollautomatischem Reject Handling ist so konzipiert, daß sie von nur drei Personen inclusive Springer bedient wird. Die Einbringung erfolgte Ende 1997 in mehreren Baustufen. Dabei wurde die vorhandene KHS-Anlage Zug um Zug durch die neuen Maschinen ersetzt. Dadurch ergaben sich nur kurze Betriebsunterbrechungen und Stillstandszeiten.

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