Im Mittelpunkt der Endress+Hauser-Fachpressetagung, die am 21. Mai in Basel stattfand, standen die Auswirkungen der beschlossenen Energiewende und die Entschlüsselung von Energieeinsparpotenzialen mittels geeigneter Messtechnik. Dass diese Aspekte dem Messgerätehersteller immer wichtiger werden, zeigte sich bereits in der Übernahme der auf ganzheitliche Energiekonzepte spezialisierten Systemplan GmbH, Durmersheim. Deren Geschäftsführer und Gründer Michael Hager erwartet bis 2025 eine Steigerung der Energiepreise um bis zu 70 Prozent. In seinem Vortrag wies er darauf hin, dass sich schnelle Einsparungen vor allem durch Maßnahmen im Bereich Druckluft zu erzielen seien. Bei einem durchschnittlichen Einsparpotenzial von 33 Prozent sei es realistisch, dass Investitionen in die Druckluftnetze sich bereits in weniger als drei Jahren rechneten, so Hager. Für Maßnahmen zur effektiveren Nutzung von Prozesswärme geht Hager von einem ROI (Return Of Invest) von vier bis sechs Jahren aus. Den Anteil der Energiekosten an den Kosten der Lebensmittelproduktion bezifferte er mit durchschnittlich sechs bis acht Prozent. Mit Blick auf die Instandhaltung von Druckluftnetzen mahnte er zugleich, dass der Drang nach Energie-effizienz immer auch wiederkehrende Betrachtungen bestehender Anlagen erforderte.
Ein erster Schritt zur Identifizierung von Schwachstellen im Betrieb kann die Durchführung eines Betriebsvergleichs sein. Die HLB Linn Goppold Treuhand GmbH erarbeitete deshalb 2011 auf der Grundlage einer freiwilligen Studie einen Betriebsvergleich durch. Anhand eines Fragebogens geben Brauereien Auskunft über bestimmte Werte aus Buchhaltung, Jahresabschluss und Produktion. Anhand dieser Angaben werden für jeden Teilnehmer verschiedene Kennziffern ermittelt und dem Branchendurchschnitt gegenüber gestellt. Jeder Teilnehmer erhält sein individuelles Ergebnis als Vergleichsanalyse. Je mehr Betriebe sich beteiligen, desto repräsentativer und aussagekräftiger gestalten sich die Ergebnisse. Auch kleine und mittelständische Betriebe sollten versuchen, von den Vorzügen eines Betriebsvergleichs zu profitieren.
Um in einer Brauerei eine gleichbleibend hohe Produktqualität sicherstellen zu können, ist die zuverlässige Versorgung mit Kälte absolute Grundvoraussetzung. Heutzutage sollte Kälte aber nicht nur jederzeit, sondern auch möglichst kostengünstig und umweltschonend erzeugt zur Verfügung stehen. Dazu bedarf es natürlich der Auswahl von modernen, effizient und dauerhaft arbeitenden Komponenten. Dass dies allein noch keine gute Kälteanlage ausmacht, sondern auch Köpfchen gefragt ist, zeigte sich bei der Modernisierung der Kälteanlage der Neumarkter Lammsbräu.
Die Mehrweg-Gebinde für Getränke stehen in Gestaltungs- und Kostenkonkurrenz zu den trendigen Einweg-Gebinden. Die gestalterische „Gegenoffensive“ bei Mehrweg-Gebinden, insbesondere im Biersektor mit einer Mehrweg-Quote von noch über 80 Prozent, hat zu einem erheblichen Anstieg bei den Sortieraufwendungen und -kosten geführt. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Sortierkonzepten und entsprechende Erfahrungen. In diesem Beitrag vorgestelltes erkennungstechnisches Know-how in Verbindung mit vielfältigen Projekterfahrungen im Sortieranlagenbau sowie Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen möge eine Beurteilungshilfe bei der Wahl des individuell geeigneten Leergutsortierkonzeptes darstellen. Teil 1 geht dabei auf die Grundlagen ein, Teil 2 wird sich mit der praktischen Umsetzung beschäftigen.
Die seit Jahrzehnten steigenden Energiekosten stellen die Brauwirtschaft vor immer größere Herausforderungen. Die Berater von Roland Berger Strategy Consultants GmbH, München, gehen davon aus, dass sich allein der Strompreis in den nächsten 20 Jahren um ca. 70 Prozent erhöhen wird. Die große Aufgabe in den kommenden Jahren besteht darin, diese zusätzlichen Kosten so gering wie möglich zu halten. Bereits heute können nach Berechnungen des Zentralverbandes der Elektrotechnik und Elektronikindustrie (ZVEI) am Standort Deutschland zehn bis 25 Prozent Energieeinsparungen allein durch anforderungsgerechte Prozessautomation erreicht werden.
Vor allen Dingen die mittelständischen Brauereien in Deutschland sind darauf angewiesen, bei den internen Betriebsabläufen mit dem ganz spitzen Bleistift zu rechnen. Die Schlossbrauerei Grünbach, Weißbierspezialist aus Grünbach in Oberbayern, entschied sich auch darum für die Auspackmaschine „MAS M“ mit elektromechanischem Greiferkopfsystem (EMGS) von MA Service. Diese verzichtet komplett auf Pneumatik und die zugehörigen Druckluft-Komponenten und arbeitet so deutlich energieeffizienter.
... traf sich die BRAUWELT mit Geschäftsführer Joachim Schneider, KS-Schneider/Ruhland GmbH, Mintraching, einem relativ jungen, sehr agilen Unternehmen in der Produktionsautomatisierung für die Getränke- und Automobiltechnik. Neben Beratungs-, Projektierungs- und Ingenieurleistungen in der Elektrotechnik werden auch Serien- und Sondermaschinen für die Überwachung von Produktionsprozessen und Prüfanlagen gefertigt.
Hopfen wächst nicht überall. Für das Nesselgewächs wird im Allgemeinen der Bereich zwischen dem 35. und 55. Breitengrad angegeben. Dabei denkt man für gewöhnlich an die großen Anbaugebiete in der Hallertau und im US-amerikanischen Yakima-Valley. Es gibt jedoch ein kleines, feines Anbaugebiet in Australien, in dem sehr erfolgreich Hopfen gezüchtet und gebaut wird. Die BRAUWELT traf sich mit Tim Lord, Geschäftsführer der zur Barth-Haas-Group gehörenden HPA (Hop Products Australia), und seinen Kollegen Peter Hamilton und Züchtungsleiter Dr. Simon Whittock im HPA-Büro in Hobart auf Tasmanien.
Bei der Hannover-Messe Industrie ist die industrielle Automatisierung in jedem Jahr einer der Schwerpunkte. Ohne Automatisierung ist heute in den Industriestaaten keine Produktion mehr denkbar. Bevor im Produktionsprozess Arbeitsschritte und verfahrenstechnische Operationen automatisiert werden können, müssen Daten für Eingangsgrößen (Rohstoffe), Zwischenschritte und die Zielgrößen für das Endprodukt bereitstehen. Für die Prozessindustrie, so auch für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie mit schwankenden Rohstoffqualitäten und verschiedenen Endprodukten, müssen die Parameter oft mühsam bestimmt werden und reproduzierbar sein.
Am 14. und 15. Mai 2012 fand in Freising die 57. Brauwirtschaftliche Tagung statt. Diese traditionelle Veranstaltung der Unternehmensberatung Weihenstephan wartete in diesem Jahr mit neuem Konzept und dem Bayerischen Brauerbund sowie dem Fachverlag Hans Carl als neuen Partnern auf.
Für die Filtration von Dampf hat Donaldson die Edelstahl-Filtergehäuse der Baureihe P-EGS entwickelt. In Kombination mit den Filterelementen der (P)-GSL N Serie werden deutlich höhere Volumenströme auf gleichem Gehäusevolumen erreicht. Die Kombination beider Bauteile ermöglicht die Aufbereitung von bis zu annähernd 900 kg Dampf pro Stunde (bei 1 bar Überdruck). Die Gehäusedichtungen wurden für Betriebstemperaturen bis 200 °C ausgelegt. Die Filtergehäuse sind für den direkten Lebensmittelkontakt zugelassen und erfüllen die FDA-Anforderungen (CFR Title 21). Die Filterelemente der Baureihe (P)-GSL N nutzen ein plissiertes Edelstahlvlies, das die Rückhaltung von Kontaminationen bis zu einer Größe von 0,01 µm (10 nm) mit einer Effizienz von mehr als 99,996 Prozent ermöglicht. Das Filtermedium bietet im Vergleich zu bisher üblichen Sinterstahl-Elementen eine größere Filterfläche und schafft damit die Voraussetzung für eine hohe Schmutzaufnahmekapazität bei gleichzeitig niedrigem Differenzdruck. Dies führt zu einer signifikanten Verkleinerung des einzelnen Filters und zu einer Verringerung der benötigten Filteranzahl in größeren Installationen.
Die Version 6.0 des BRC (British Retail Consortium) Global Standard für Lebensmittelsicherheit, die seit Jahresbeginn 2012 in Kraft ist, umfasst erweiterte Kapitel zu Fremdkörperkontrollen, Hygiene, Ordnung und Sauberkeit sowie Allergenen. Dies stellt in der praktischen Umsetzung auch für die Anforderungen an die Schädlingsbekämpfung eine Änderung dar. Die Vorschriften haben sich dabei nicht im eigentlichen Sinne verschärft, denn bei Unternehmen, deren Erfolg unter anderem von Zertifizierungen nach internationalen Standards abhängt, muss auch die Durchführung der Schädlingsbekämpfung als Teil des Hygienekonzepts ebenfalls diesen Standards genügen. Die Änderung liegt stattdessen in der Art und Weise, wie die Schädlingsbekämpfung durchgeführt wird..
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