Minne und Bier -- Sehr geehrte Damen und Herren, mit Vergnügen habe ich in der Brauwelt Nr. 41, 1994, die Worte Ihrer Redaktionsassistentin Birgit Egner gelesen, die nicht nur eine flüssige Feder, sondern auch eine muntere Klinge zu schwingen weiß. Mit meinem Brief will ich ihr als Brauer auch nicht an die Wäsche, noch will ich ihr ans Herz legen, statt Frankenwein gelegentlich auch den rheinhessischen Oppenheimer Sackträger zu trinken. Allenfalls könnte ich die Reihe der von ihr zitierten Dichterworte noch um das Liedchen aus alter Zeit verlängern, von B.B. (das ist nicht Boris Becker, sondern Bert Brecht) mit der Anmerkung versehen nicht mehr zu singen: Eins, zwei, drei, vier, Vater braucht ein Bier. Vier, drei, zwei, eins, Mutter braucht keins. Nichts für ungut! Dr. H. G.
Malze, Würzen und Biere aus Gersten der Ernte 1993 -- Nach Dipl.-Ing. Bertram Sacher (27. Technologisches Seminar 1994 in Weihenstephan) verführte die schon hochsommerliche Witterung des Monats Mai dazu, für 1993 auf einen ähnlichen Gerstenjahrgang zu schließen, wie ihn die Ernte 1992 in der Bundesrepublik zeitigte. Eine deutliche Änderung in der Entwicklung erbrachte dann das feucht-warme Juniwetter mit seinem ständigen Wechsel zwischen Sonnenschein und mitunter heftigen Gewitterschauern. Mancherorts, namentlich im südlichen Bayern und Baden-Württemberg, führten Hagelschauer zur teilweisen Vernichtung der Bestände oder sorgten zumindest für eine deutliche Verzögerung in deren Entwicklung. Eine rasche Wasseraufnahme in der Weiche ist die Folge.
Getreide- und Malzanalysator -- Das auf der Brau '94 in Halle A, Stand 1-1038, gezeigte Gerät mißt Eiweiß, Wasser und Stickstoff von Weizen, Gerste oder Malz in einer 200-g- Probe innerhalb von 35 Sekunden; es arbeitet nach dem NIR- Reflektionsprinzip. Ohne Probenvorbereitung kann mit zwölf Filtern bei einer Probentemperatur von 5 bien. Im eingebauten Tagebuch können alle vorgenommenen Änderungen kontrolliert werden. Damit soll einer Forderung der Eichämter, des Landwirtschaftministeriums und der ISO 9000 Rechnung getragen werden. mit ist eine Ringanalyse möglich. Als Neuerung können im Gerät Proben abgespeichert werden. Im eingebauten Tagebuch können alle vorgenommenen Änderungen kontrolliert werden..
Durschnittliche Alphasäurewerte von Hopfen der Ernte 1994 -- Tabelle
Flaschenteller mit Servomotor -- Bei dem von der Krones AG, Neutraubling, vorgestellten Flaschenteller mit Servomotor und optischer Ausrichtung direkt auf dem Teller entfällt die vorherige Ausrichtung in einem separaten Stern. Nach der Ausrichtung werden alle Drehbewegungen - gerade bei unsymmetrisch geformten Flaschen - rechnergesteuert durchgeführt. Der Flaschentisch unterstützt Naßetikettierung wie die Ausstattung mit Selbstklebeetiketten. Ohne Vergrößerung des Flaschentisches können 16 unterschiedliche Programme verarbeitet werden; eine Erweiterung auf 64 Programme ist nach Firmenaussage problemlos möglich. Die Flasche wird zunächst zwischen Flaschenteller und Zentrierglocke positioniert. Der programmgesteuerte Servomotor führt dann alle weiteren erforderlichen Flaschendrehungen aus..
Malzqualität neuer Braugerstensorten -- Anläßlich der 33. Mälzereitechnischen Arbeitstagung befaßte sich L.-Dir. Dr. M. Baumer, Freising, mit den Eigenschaften neuer Braugerstensorten. Bei den Sommerbraugersten ist die Sorte Chariot durchaus mit Alexis vergleichbar. Im Extraktgehalt schnitt Chariot besser ab, im Eiweißlösungsgrad und vor allem bei der VZ 45 Grad C etwas schlechter. Es handelt sich bei dieser Sorte um eine 3+-Gerste der Lösungsgruppe 1, die allerdings sensibel auf bestimmte Anbaubedingungen reagiert. Die neue Sorte Polygena reift später als Alexis, eignet sich also nicht für frühe Lagen. In der Sortierung schneidet sie besser ab als Alexis. Die VZ 45 Grad C folgt nicht dem Eiweißlösungsgrad. Bei den Winterbraugersten konzentrierte sich Dr. Es geht lt. Dr. A. Lt. Gemäß der.
Spezifische Probleme der deutschen Hopfenernte 1994 -- Die deutsche Hopfenernte 1994 zeichnet sich durch bisher nicht dagewesene Mengen- und alpha-Säurendefizite aus. Hierfür dürfte der sehr heiße und trockene Sommer verantwortlich sein. Damit treten für den Handel, besonders aber für den Brauer Probleme auf, die es zu lösen gilt, sei es durch Sortensubstitution oder Produktwahl.
Betriebsvergleich Energie 1992 -- Wie bereits in der Vergangenheit, so wurden durch IGS auch für das Jahr 1992 die Energiebedarfszahlen der deutschen Brauwirtschaft ermittelt und ausgewertet. 35 Brauereien konnten ausgewertet werden. In Bayern wird das Vorhaben derzeit vom Wirtschaftsministerium gefördert, weshalb besonders viele bayerische Brauereien teilnahmen. Die Ergebnisse der für das Jahr 1992 ausgewerteten Betriebe werden nachfolgend dargestellt.
Neue Anlagen im Blickpunkt: Mälzerei Zimmermann, Baustetten: Investitionsprogramm vorläufig abgeschlossen -- Die mittelständische Privatmälzerei Ludwig Zimmermann hat in den letzten Jahren eine Reihe von größeren Investitionen zur Modernisierung ihrer Anlagen, zur Rationalisierung und zur Sicherung einer gleichbleibend hohen Qualität ihrer Produkte durchgeführt.
Neue Anlagen im Blickpunkt: Brauhaus Schinner, Bayreuth: Inbetriebnahme der neuen Braustätte -- Mit den Worten Bier marsch und einem Knopfdruck setzte Staatssekretär Hans Spitzner aus dem Bayerischen Wirtschaftsministerium am 1. Juni 1994 in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste und örtlicher Prominenz aus Politik und Wirtschaft das neue Brauhaus-Schinner offiziell in Betrieb.
Kaltentgasungssystem -- Die vorgestellte Kaltentgasung mit zwei stehend angeordneten Entgasungssäulen ermöglicht nach Aussagen des Herstellers Beca Prozeßanlagen GmbH, Neuwied, durch das konstruktiv flexible Puffervermögen eine weitgehende Unabhängigkeit von nachgeschalteten Anlagen. Bei Unterbrechung der Abnahme fährt die Entgasungsanlage im Kreislauf. Ungenauigkeiten beim Anfahren sollen dadurch minimiert werden. Die Anlage wird auf der Brau '94 in Halle G, Stand 2-7037, zu sehen sein. Die gesamte Anlage ist zusammen mit dem Schaltschrank auf einem Edelstahl- Grundrahmen aufgebaut und kann mit einer ebenfalls im Kompaktmodulbau ausgeführten Karbonisierung und einer Blending-Einrichtung zur High-Gravity-Brewing-Anlage erweitert werden.
Brauereiplanung: Teil 2 Allgemeine Berechnungsgrundlagen -- Nachdem im Teil 1 dieser Serie der Stellenwert der Technischen Planung im Betriebsgeschehen verdeutlicht wurde, sind die folgenden Kapitel dem Berechnen der erforderlichen Kenngrößen (z.B. Hektoliter Ausschlagwürze pro Sud, Bruttotankrnum in Hektoliter, Nennausbringung in Flaschen pro Stunde usw.) der einzelnen Abteilungen einer Brauerei gewidmet. Die Berechnungsformeln für die jeweiligen Bereiche enthalten bestimmte Faktoren (Schwandfaktor, Spitzenmonatsanteil, Arbeitszeiten), deren Ursprung und Bedeutung im folgenden erläutert wird. In der Praxis bedeutet dies, daß der angestrebte Jahresausstoß mit den vorhandenen Anlagen in der normalen Arbeitszeit produziert und abgefüllt werden kann.a. als Bierschwand bezeichnet.) beeinflußt.
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