Nachfolgend wird eine Zusammenfassung von Informationen über den Saatenstand am 25. August 1999 (alle Zahlen ca.) gegeben. Auch wenn die Getreideernte etwas unter dem sehr guten Vorjahresergebnis liegen wird, so zeichnet sich für Sommergerste ein neuer Rekord ab. Sowohl Menge als auch Qualität werden sogar das hervorragende Jahr 1996 noch übertreffen.
In unserer Reihe „Rechtsprobleme in der Gastronomie“ werden praxisrelevante Gerichtsentscheidungen oder Beiträge veröffentlicht, die durch Herrn Rechtsanwalt Walter Baldus, Köln, bearbeitet, ausgewählt und besprochen werden. Entscheidungen zu der Absicherung von Brauereien im Hinblick auf Refinanzierungsleistungen an Getränkefachgroßhändler werden höchst selten veröffentlicht. Deshalb ist eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Naumburg (Urteil vom 17.08.1998 – 1 U 53/98 – rechtskräftig) von großem Interesse. Darin weist das Oberlandesgericht auf besondere Aufklärungspflichten einer Brauerei bei der Bestellung von Sicherheiten durch einen Dritten hin. Des weiteren deutet es eine alternative Gestaltungsmöglichkeit an, mit der die Brauerei ihre Rechtsposition verbessert hätte.
Die Sparte ”Pacht” innerhalb der Brauereien hat sich zunehmend zu einem Problemfall entwickelt. Frei nach dem Motto ”Hauptsache der Wettbewerb hat es nicht” wurde ohne eine klare strategische Ausrichtung und ohne Konzept zum Teil wahllos Objekte zu Konditionen angepachtet, die man heute nicht akzeptieren würde.
Nach und nach explodieren nun die vor Jahren gelegten Zeitbomben. Hohe Instandhaltungskosten, noch über Jahre zugesicherte überzogene Pachten, keine qualifizierten Betreiber, etc. bereiten den Brauereien zunehmend Arbeit und verursachen enorme Kosten!
Ob die häufige Reaktion, nunmehr gar keine Objekte mehr anzupachten der richtige Weg ist, um die Ursache nachhaltig zu bekämpfen, ist jedoch fraglich. die Verpachtung von Eigenimmobilien.
Trotz aller Skandale haben belgische Gastronomiekonzepte und belgische Biere international Konjunktur quer durch alle Altersgruppen.
T’schuldigung – aber das Wortspiel mußte sein. Schließlich haben wir seit Jahren geduldig darauf gewartet, daß uns jemand die Möglichkeit gibt, es an passender Stelle geistvoll loszuwerden. Zu dumm, daß es auf Deutsch leider nicht klappt. Zwischen „Muscheln“ und „Muskeln“ gibt es einen sehr deutlich hörbaren Unterschied. Im Englischen zwischen „muscles“ und „mussels“ jedoch nicht. Was, Ihnen kommen Muskeln und Muscheln nicht sofort in den Sinn? Trösten Sie sich. Sie sind nicht allein. Schon Agatha Christie‘s großer Privatdetektiv, Hercule Poirot, mußte jedem Auftraggeber erklären, daß er Belgier und kein Franzose ist..
Einen der ältesten noch heute gebräuchlichen Werbeslogans Deutschlands rief das ehemalige Aufsichtsratsmitglied der Spatenbrauerei Walther Zimmermann 1924 ins Leben. Das 75jährige Jubiläum des Werbespruches „Laß Dir raten, trinke Spaten“ hat die Spatenbrauerei zum Anlaß genommen, in ihrer Empfangshalle eine Ausstellung zu zeigen, die einen Überblick über die Werbeplakate der Brauerei vom Ende des 19. Jhdts. bis zum Beginn des 2. WK. gibt. Die Plakate stammen zum großen Teil aus der eigenen Sammlung, aber auch aus dem Museum der Stadt München und von dem Kölner Sammler Heinrich Becker. Es handelt sich dabei nahezu ausschließlich um Werke berühmter Künstler wie Otto Hupp, Ludwig Hohlwein u.a.. Sept. bis 29. Okt., montags bis freitags, 8.00 – 18.00 Uhr, zu besichtigen..
Nach dem Urteil des Landgerichts Konstanz vom 21.8.1998 – 3 O 586/96 – ist der Pachtvertrag über eine Gaststätte sittenwidrig, wenn die vereinbarte Pacht die angemessene übliche Pacht um mehr als 100 Prozent übersteigt. Dabei ist der Vergleichswert die Angemessenheit eines vereinbarten Pachtzinses stets der ortsübliche Pachtzins, soweit sich ein solcher ermitteln läßt. Ist dies nicht möglich, muß der angemessene Pachtzins als Vergleichswert rechnerisch festgestellt werden.
Fehlt es aber in der Gemeinde an Objekten vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage, läßt sich der ortsübliche Pachtzins nicht in der herkömmlichen Weise ermitteln..
Von Werbung profitieren viele – direkt oder indirekt. Diese Erkenntnis hat sich langsam, aber beharrlich durchgesetzt, seit sich in den Nachkriegsjahren das Geschäft mit dem „Kundenfang“ zu entwickeln begann. Wurden 1949 noch insgesamt 430 Mio DM in Werbung investiert, so werden es fünfzig Jahre später mit rund 62 Mrd DM mehr als 140mal soviel sein.
Zum 1. Licher Kundenforum lud die Licher Privatbrauerei im Juni ihre hessischen Kunden aus dem Getränkefachgroßhandel ein. Über hundert Gäste folgten der Einladung, um gemeinsam ein aktuelles und zukunftsorientiertes Thema zu bearbeiten: „Zukunftsmärkte neu gestalten: Heimdienste als Chance“. Hermann Arnold, Licher Geschäftsführer Vertrieb und Marketing, begann mit einer Bestandsaufnahme der aktuellen Situation im Getränkehandel, die von Überkapazitäten, Preisaggressivität und Wertverlusten geprägt ist. In seinem anschließenden „Szenario 2010“ wurde deutlich, daß Brauereien und der Getränkefachgroßhandel zukünftig gleichermaßen gezwungen sind, alternative Strategien zu entwickeln.
Patentlösungen konnten nicht geboten werden. Genaue Termine und Thema auf Anfrage..
Im folgenden Hopfenmarktbericht stellt der Autor die Sortenentwicklung, Wachstum und Ernteerwartung im In- und Ausland dar.
Der verfahrenstechnische Schwerpunkt bei dem diesjährigen EBC-Kongreß war die Filtration. Da der Einsatz von Kieselgur ökologisch und ökonomisch immer problematischer wird, werden Alternativen im Bereich der Bierfiltration gefordert. Neben verfahrenstechnischen Verbesserungen bei dem b-Glucanabbau und der Hefepropagation hält die Prozeßautomation Einzug in die Brauereien. Schließlich wird ein Überwachungssystem für den Mälzungsprozeß mittels Infrarotspektroskopie vorgestellt.
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts sind einzelvertragliche Abreden, wonach vom Arbeitgeber aufgewendete Ausbildungskosten vom Arbeitnehmer zurückzuzahlen sind, wenn dieser das Arbeitsverhältnis vor Ablauf einer bestimmten Frist beendet, grundsätzlich zulässig.
Dagegen sind nach einer neuen Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts einzelvertragliche Abreden über die Rückzahlung von Ausbildungskosten unwirksam, wenn sie eine Erstattung auch für den Fall einer betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber vorsehen (Urteil vom 6. 5. 1998 – 5 AZR 535/97):
Die Rückzahlung von Ausbildungskosten ist dem Arbeitnehmer im Falle einer betriebsbedingten Kündigung bei Abwägung der beiderseitigen Interessen nicht zumutbar..
Das langfristige Überleben einer Brauerei erfordert strategisches Vorgehen. Oft stehen jedoch strategische Planung und tägliches Handeln ohne Verbindung gegenüber. Solange keine Umsetzung der Strategie in konkrete, überprüfbare Zielvorgaben für die einzelnen Abteilungen und Mitarbeiter erfolgt, wird die strategische Planung ein Fremdkörper ohne nachhaltigen Einfluß auf das operative Geschäft bleiben.
Theoretisch entwirft die Unternehmensleitung strategische Vorstellungen für das Unternehmen. Eindeutige Strategien für die verschiedenen Geschäftsfelder verheißen Umsatz- und Gewinnwachstum.
Die Praxis der Braubranche sieht anders aus. Die weitere Abnahme der Brauereienanzahl scheint unausweichlich. Wer das letzte Geschäftsjahr überlebt hat, wird auch das nächste überleben..
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