Die deutschen Brauereien hatten im Kalenderjahr 2001 nach vorläufigen Daten der Außenhandelsstatistik und dem steuerfreien Bierabsatz nach Bundesländern des Statistischen Bundesamtes mit ca. 11% einen starken Anstieg in der Ausfuhr zu verzeichnen. Die Gesamtausfuhr 2001 betrug 10,797 Mio hl (ca. 9,734 Mio hl im Vorjahr). Die Biereinfuhr nahm im selben Zeitraum um ca. 156 284 hl gegenüber dem Vorjahr zu, und zwar auf 3,384 Mio hl.
Vergleicht man in diesem Jahr einerseits den "Steuerfreien Bierabsatz nach Ländern" (Fachserie 14, Reihe 9.2.1. Dezember) mit der Außenhandelsstatistik, so fehlen für das Jahr 2001 ca. 1,0 Mio hl. Deshalb werden in Tabelle 2 nur die größten Abnehmerländer (über 5000 hl) nach der Außenhandelsstatistik verglichen.
2. Hier entstehen also Doppelzählungen....
Anheuser-Busch und Bacardi waren die ersten. Allied Domecq PLC und Miller Brewing Company waren die nächsten, die auf die Idee kamen, eine geschäftliche Verbindung einzugehen, mit dem Ziel, ein paar "Malternatives" auf den Markt zu bringen. Die ersten Produkte dieser Range basieren auf den Marken Stolichnaya Wodka und Sauza Tequila aus dem Portfolio von Allied Domecq. Die neuen Stolichnaya- und Sauza-Mixgetränke auf Malzbasis werden von Miller in den USA produziert und vertrieben. Sie sollen ab dem Frühjahr an über 500 000 Verkaufspunkten landesweit erhältlich sein, die zum Miller-Vertriebsnetz gehören. Marktbeobachter schätzen, dass der Etat beider Unternehmen für die Entwicklung und Vermarktung dieser Getränke 50 Mio USD beträgt..
Das Unternehmen Brauereien Iwan Taranow (PIT) will im März mit der Produktion von Bier in der baschkirischen Hauptstadt Ufa (Uralregion) beginnen. Dazu sollen die Kapazitäten der dortigen Brauerei Amstar genutzt werden, deren größter Gesellschafter der EBWE-Venturefonds Eagle ist. Das dem US-Fonds Detroit Brewing gehörende Unternehmen hat Produktionsstätten in Kaliningrad (Königsberg), Nowotroizk, Chabarowsk, Omsk und Kaluga. PIT und Amstar sollen nicht nur über die Produktion von PIT-Biersorten in der Brauerei von Ufa, sondern auch über eine Fusion verhandeln. Beide wollen sich zusammenschließen, um es mit den Giganten des Biermarktes wie Sun Interbrew, South African Breweries und Bravo International aufnehmen zu können. Die Inbetriebnahme ist im Mai 2003 geplant..
Die skandinavische Baltic Beverages Holding (BBH) hat den Umsatz im vergangenen Jahr in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten und im Baltikum im Vergleich zu 2000 um 30,3% auf 23,8 Mio hl Getränke gesteigert. 22,8 Mio h l davon entfielen auf Bier. Der Umsatz in Russland stieg um 33% auf 19,1 Mio hl. Dabei baute das Unternehmen seinen Anteil auf dem russischen Biermarkt von 26,7% auf 29,8% aus. In der Ukraine nahm der Umsatz um 32% auf 2,59 Mio hl zu. In den Baltischen Republiken Estland, Lettland und Litauen stieg der Umsatz um 54% auf 978,4 Mio EUR. Der operative Gewinn erhöhte sich um 77,7% auf 278,2 Mio EUR. Die Kapazitäten der Holding in Russland und der Ukraine reichen auch bei 100%iger Auslastung im Sommer nicht für die Deckung des Bedarfs aus..
Litmalt, die einzige Mälzerei Litauens, plant den Neubau einer Mälzerei. Die Planung übernehmen finnische Experten. Der Bau soll im Frühjahr 2004 abgeschlossen sein. Die neue Mälzerei, im Besitz des finnischen Unternehmens Polttimo und des litauischen Brauers Utenos Alus, wird über eine Kapazität von 50 000 t - 70 000 t Malz jährlich verfügen und damit den Bedarf sämtlicher Brauereien des Landes decken. Im vergangenen Jahr produzierte Litmalt 13 200 t Malz. Die Brauereien Litauens hatten einen Bierausstoß von 2,1 Mio hl Bier.
Carlsberg Asia Ltd., ein 50/50-Jointventure zwischen Carlsberg Breweries A/S und Chang Beverages, erwarb 8,4% der Aktien an Hite Brewery Co. Ltd. zum Preis von 68 Mio USD. Laut einer Mitteilung stärkt diese Akquisition die Position von Carlsberg in Asien und die Zusammenarbeit zwischen Carlsberg und der Familie Park. Die Familie Park kontrolliert die größte koreanische Brauerei seit ihrer Gründung im Jahr 1933. Carlsberg besitzt nun 25% der Anteile an Hite. Der Marktanteil von Hite in Süd-Korea beträgt 54%. Der Brauerei gelang ein bemerkenswerter Turnaround nach der Asien-Krise 1997/98. Im vergangenen Jahr produzierten die drei Braustätten von Hite insgesamt 9,5 Mio hl Bier.
Das japanische Brauereiunternehmen Kirin Brewery Co Ltd, Tokio, hat im per Ende Dezember abgeschlossenen Geschäftsjahr 2001 den Markterwartungen entsprechend einen Einbruch des Reingewinns um knapp 30% auf 23,12 Mrd JPY verbucht. Während der Umsatz im Vorjahresvergleich um 1,2% auf 1,56 Bill JPY nachgab, musste beim Betriebsergebnis ein Rückgang um rund 20% auf 75,07 Mrd JPY registriert werden.
Stärker als erwartet seien vor dem Hintergrund eines härter gewordenen Wettbewerbs die um 4,6% gestiegenen Marketing- und Verwaltungskosten ins Gewicht gefallen. Die neue Vorrangstellung von Asahi im japanischen Biermarkt ist primär auf einen erfolgreichen Markteintritt bei preisgünstigen Bieren mit geringem Malzgehalt (Happoshu) und auf eine erfolgreiche Markenpolitik zurückzuführen..
Der indische Biermarkt befindet sich derzeit inmitten einer intensiven Konsolidierungsphase. Aus einer Reihe von branchenspezifischen, strategischen Gründen versuchen die wenigen, den Markt dominierenden Brauereien, kleinere Fertigungseinheiten zu "schlucken" und somit ihre Position zu stärken. Der bestehende Konkurrenzdruck wird zusätzlich dadurch erhöht, dass ausländische Bierhersteller ein verstärktes Engagement auf dem Subkontinent ankündigten. Bislang gilt der Sektor als stark reglementiert, was sich jedoch schon bald ändern könnte. Das Marktvolumen des indischen Biermarktes wird gegenwärtig von Industrievertretern auf etwa 64 Mio EUR geschätzt. Wenngleich das Wachstum der Branche im Finanzjahr 2001/2002 (31. 5,62 Mio hl abgesetzt. 37 INR. enorme Nachfragezuwächse..
Berichten zufolge plant AmBev, der größte Brauer Brasiliens, in naher Zukunft die Emission von Wertpapieren in Höhe von 500 Mio USD. Damit sollen kurzfristige Kredite und internationale Akquisitionen finanziert werden. Marktbeobachter gehen davon aus, dass der argentinische Brauer Quilmes ganz oben auf AmBevs Wunschliste steht. Quilmes kontrolliert 70% des argentinischen Biermarktes, während AmBev nur einen Anteil von 16% hält. Gemeinsam brächten sie ihren Anteil an den Biermärkten Uruguays and Paraguays auf nahezu 100%.
Im Januar verabschiedete das Board of Directors von Interbrew den dreijährigen Long Range Plan, der auch einige organisatorische Maßnahmen enthält. Zu denen gehört die Wiedereinführung der Position des Chief Operating Officer (COO). Der COO zeichnet verantwortlich für die internationalen Operations von Interbrew. Diese Position wurde dem Briten Jerry Fowden, 45, dem einstigen COO von Bass Brewers, übertragen. Im Februar wurde ferner bekannt gegeben, dass Dieter Ammer, vormals Beck’s, nun alle Geschäftsbereiche von Interbrew in Deutschland, Italien und Spanien leitet. Er wurde außerdem damit beauftragt, alle vier Export-Organisationen innerhalb von Interbrew, nämlich die einstigen Export-Organisationen von Bass, Whitbread, Beck‘s und Interbrew, zu fusionieren..
Donezk ist die Heimat der Brauerei Sarmat, dem führenden Anbieter der Donezk-Region. Im Juni 2001 ging dort eine Glas-Mehrweg- und eine PET-Einweg-Linie in Betrieb, der erste Großauftrag für Krones in der Ukraine.
Die Geschichte der Stadt Donezk ist wechselvoll. Zumindest was ihren Namen anbelangt. Bis 1924 hieß sie Jasowka, danach Stalino, bis sie 1961 in ihren heutigen Namen umbenannt wurde. Die Universitätsstadt hat rund eine Million Einwohner und ist nicht nur das wirtschaftliche, sondern auch das kulturelle Zentrum des Donezk-Kohlenbeckens. Auf einem Gebiet von 60 000 km2 wird rund um Donezk Steinkohle gefördert. Eine Tatsache, die dem Besucher auch ins Auge fällt: Die allgegenwärtigen Abraumhügel verwandeln die Landschaft äußerst reizvoll.
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Botswana ist die Schweiz Afrikas. Reich und stabil. Vor allem reich. Doch HIV/AIDS, zündelnde Diktatoren und schwächelnde Volkswirtschaften ringsherum bringen das Musterland immer mehr in Bedrängnis.
Die Götter müssen verrückt sein, sagte sich der Buschmann Xi, als er eines Tages eine leere Cola-Flasche vom Himmel fallen sah. Zwar trinken die Götter der San-Buschmänner keine braune Brause, zumindest nicht soweit wir wissen. Aber Piloten tun es, und die werfen schon mal aus Unachtsamkeit eine Cola-Flasche über der Kalahari aus dem Flugzeug. Wie dem auch sei - die Welt der kleinen Menschen geriet durch sie aus den Fugen. Kannten sie bislang weder Eigentum noch Neid, hatten sie plötzlich Missgunst und Zwietracht zum Überdruss. Sie wollten die Flasche nämlich nicht mehr zurück haben..
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