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Verpackung

Die Schmalbach-Lubeca AG zählt weltweit zu den führenden Verpackungsherstellern für flüssige Lebensmittel. Kundenberater Jürgen Gaedtke stellte auf der 88. Oktobertagung der VLB den 50-jährigen Entwicklungsweg, insbesondere die Verringerung des Gewichts, der Getränkedose in dem Unternehmen dar.
Die Weißblech-Dose zu 33 cl wog 1973 noch 48,08 g. Jahr für Jahr wurde die Masse verringert und 2001 wiegt sie nur noch 22,5 g. Damit wurde z.B. auch eine enorme Kostenersparnis bei der DSD-Gebühr (0,056 Pf pro Gramm) erzielt.
Mit der verstärkten Einführung der 50-cl-Dose im Jahre 1992 sank deren Gewicht von 38 g auf jetzt 30,5 g. Materialbedingt sind die Aluminium-Dosen noch leichter, so wiegen diese Dosen gegenwärtig 14 g (50 cl) und 11 g (0,33 cl). 0,22 mm bei den 33 cl bzw..

Als Vertreter des britischen REXAM-Konzerns informierte Horst-Werner Neumann, Leiter des technischen Kundendienstes in der deutschen Tochtergesellschaft REXAM Beverage Can Recklinghausen GmbH, auf der VLB-Oktobertagung 2001 in Berlin über Einflüsse, die sich durch die Materialreduzierung bei den zweiteiligen Getränkedosen auf den Verarbeitungslinien ergeben. Das kombinierte Tiefzieh-/Absteckverfahren für Aluminium wurde 1968 aus Amerika in Europa eingeführt und auch für die 33-cl-Weißblech-Dose weiterentwickelt. Damit wurden schon von Anfang an durch Materialverbesserungen, präzisere Maschinen und Werkzeuge, Geometrie-Änderungen und durch eine verbesserte Technologie die Voraussetzungen für weitere Materialreduzierungen bei den Dosen geschaffen.
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Mit der neuen Informationsbroschüre "Glasverpackung - dem Verbraucher zuliebe" will das Aktionsforum Glasverpackung den Verbraucher für die Verpackung gewinnen. Auf insgesamt 24 Seiten findet der Leser alles Wissenswerte von "A" wie "Altglas" bis "Z" wie "Zahlen und Fakten".


In gesättigten Märkten, wie in Westeuropa, hat der Getränkekonsum bereits ein derart hohes Niveau erreicht, dass eine Steigerung kaum mehr möglich ist. Kohlensäurehaltige Getränke konkurrieren mit Säften, stillem Wasser, Bier und Spirituosen um die Gunst der Verbraucher. Zusätzlich kommen immer neue Getränke in den Markt, wie z.B. Alkopops, Eistee und fertige Mixgetränke, die den bereits arrivierten Marken Anteile abgraben. Wellness, Convenience und Zusatznutzen sind bei Getränkeverpackungen die aktuellen Themen. Die Verpackung muss das jeweilige Image von Getränken unterstützen und Markenbotschaften kommunizieren.

Bei den Verpackungstypen sticht der rasante Anstieg von Kunststoffbehältern anstelle von Glasbehältern ins Auge. Weltweit geht der Trend hin zu PET-Flaschen.


Diese Frage versuchte Dipl.-Ing. Klaus Dembski, Saint-Gobain Oberland AG, Bad Wurzach, auf der 88. Oktobertagung der VLB zu beantworten und, um es gleich vorwegzunehmen, positiv im Sinne der Behälterglasindustrie für das traditionelle Verpackungsmaterial Glas. Die starke Verschiebung der Flaschenformen auf dem Biermarkt in den letzten zehn Jahren, die Euro-Flasche wurde durch die NRW-Flasche ersetzt, die Standard III-Bierflasche und die Vichy-Flasche verlieren an Bedeutung, stark im Kommen sind die Longneck- und sonstige Flaschenformen, spricht für die starke Präsenz der Glasflaschen. Diese Verschiebungen bei den Bierflaschen haben ihre Ursache im rückläufigen Bierverbrauch, dem sich wandelnden Getränkemarkt und den Marketingaktivitäten. Gegenwärtig besteht Dominanz der Longneck-Flaschen..


Vielfalt und Umfang der Verpackungen in der Konsumgüterindustrie sind ein Spiegelbild für den technischen Entwicklungsstand eines Landes und den Lebensgewohnheiten dieser Menschen. In der Brauwirtschaft war bisher die Vielfalt durch die Zweckmäßigkeit begrenzt. Zwar veränderten sich im Laufe des vergangenen Jahrhunderts Farbe, Form, Inhalt und Verschlüsse bei den Bierflaschen aus Glas, in der Tendenz blieb der Behälter für das portionierte Verpacken der Getränke erhalten.

Der Kasten als Sammelverpackung war in erster Linie eine Rationalisierungslösung für Handhabung und Transport und wurde erst in unserer Zeit neben den Aspekten der Flaschenausstattung selbst zu einem Symbol für die jeweilige Marke. Auch die weiteren Forderungen an eine Verpackung, z.B.
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Generell werden heute an die Hersteller von Flaschen wie Etiketten sehr hohe Ansprüche gestellt, gestalterisch und technisch. Begründet ist dies in den anspruchsvollen Marketingstrategien der Getränkeindustrie, im Zwang zur Differenzierung sowie den hohen Anforderungen bei der Abfüllung, welche möglichst ohne Produktivitätsverlust laufen soll.
Für Etiketten heißt nunmehr die Herausforderung: innerhalb der Produktvielfalt die Differenzierung herausstellen; mehr an Produktinformation anzubieten; einer in den Industrieländern alternden Bevölkerung auch die Lesbarkeit zu garantieren, was die Schriftgröße beeinflusst; mehr Sicherheit gegen Produktfälschung oder Nachahmung, was sowohl als Schutz für den Verbraucher als auch für den Markeninhaber gesehen wird..


Nach wie vor greift der Biertrinker lieber zur Glasflasche. Zu dieser Schlussfolgerung kommt Dr. Volker A. Kannacher, Direktor der Aldersbacher Brauerei auf Grund eigener Untersuchungen.
Dagegen bedeutet der Siegeszug der PET-Flasche bei den alkoholfreien Getränken eine neue Situation und eine Herausforderung für die Sortimentsbrauereien, die auch alkoholfreie Getränke abfüllen. Diese werden gezwungen, entweder in die neuen Technologien zu investieren oder aber Kooperationen mit Drittherstellern einzugehen, die für sie die Abfüllung in PET-Flaschen erledigen. Dadurch besteht lt. Dr. Kannacher die Gefahr der Reduzierung der Eigenproduktion, die sich nicht unerheblich auf die Kostenstruktur der Brauereien auswirken werde.
Dr..